Sächsisches Oberverwaltungsgericht Bautzen
Beschluss
1 A 286/12
03.07.2013
Leitsatz:
1. Das Sächsische Denkmalschutzgesetz vermittelt dem Eigentümer durch § 10 Abs. 3 Satz 2 ein subjektives öffentliches Recht darauf, dass die in Frage stehende Denkmaleigenschaft eines Objekts von der zuständigen Denkmalschutzbehörde auf Antrag durch feststellenden Verwaltungsakt positiv oder negativ festgestellt wird (Abgrenzung zu BVerwG, Urt. v. 18. Dezember 1991 - 4 C 23.88 -, NVwZ 1992, 1197).

2. Im Anwendungsbereich des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes schließt die Subsidiaritätsklausel des § 43 Abs. 2 Satz 1 VwGO eine allgemeine Feststellungsklage des Eigentümers zur Klärung der Denkmaleigenschaft grundsätzlich aus (Fortführung von SächsOVG, Urt. v. 12. Juni 1997 - 1 S 344/95 -, JbSächsOVG 5, 241, 242 = SächsVBl. 1998, 12).
Rechtsvorschriften: VwGO § 42 Abs 1, § 42 Abs 2, § 43 Abs 1, § 43 Abs 2 S 1, § 75;
SächsDG § 2, § 10 Abs 3 S 2
Verweise / Links: Volltext (hier klicken)