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Pressemitteilungen 2017

11.12.2017 - Medieninformation IV/2017

Verfahren wegen Bombendrohungen  gegen Chemnitzer Einkaufszen­tren endet mit Freiheitsstrafe für den Angeklagten


Das Amtsgericht Chemnitz verurteilte einen 36-jährigen  Chemnitzer  we­gen zweier Fälle der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr. Die Vollstreckung der Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem wurde er verurteilt, 200 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Nach mehreren Ver­handlungsterminen sah es das Gericht  als erwiesen an, dass der Angeklagte am 29. Dezember 2016 und am 30. Dezember 2016 jeweils ein Fax an die Polizeidirektion Chemnitz mit den Worten "Bombe in Sachsen-Allee­ Chemnitz" und "BOMBE ROTER TURM Allahu Akbar" übersandte. Im letzteren Fall folgten in zeitlich kurzen Abständen noch sechs weitere Schreiben mit ähnlichem Inhalt. Beide Einkaufszentren wurden daraufhin in den Nachmittagsstunden evakuiert, von der Polizei nach Sprengstoff  abge­sucht und waren erst am Folgetag wieder für den öffentlichen Verkehr frei­gegeben. Für die Höhe der Strafe spielte dabei eine Rolle, dass es mit der angekündigten Sprengstoffexplosion zu erheblichen wirtschaftlichen  Einbu­ßen bei den Ladenbesitzern kam und aufwändige polizeiliche  Maßnahmen, wie der Einsatz von Sprengstoffspürhunden sowie eine großräumige Absper­rung erforderlich waren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Sowohl Staatsan­waltschaft als auch der Angeklagte haben die Möglichkeit gegen das Urteil binnen einer Woche Berufung oder Revision einzulegen.