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Kreisgericht Hohenstein-Ernstthal

Kreisgericht Hohenstein-Ernstthal

Kreisgericht Hohenstein-Ernstthal
(© AG HOT)

Im Jahre 1952 wurde in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik eine neues Gerichtsverfassungsgesetz in Kraft gesetzt. Aus dem Amtsgericht Glauchau mit seinen Zweigstellen Lichtenstein, Hohenstein-Ernstthal wurden die Kreisgerichte Glauchau mit Sitz Heinrichshof 2 und Hohenstein-Ernstthal mit Sitz Lungwitzer Straße 2. Diesen beiden Kreisgerichten war das Bezirksgericht Chemnitz übergeordnet. Für die freiwillige Gerichtsbarkeit waren größtenteils (hauptsächlich aufgrund des Gesetze über die freiwillige Gerichtsbarkeit vom 17. Mai 1898) die Gerichte zuständig. Durch die Verordnung vom 15.10.1952 ist diese ihrem Charakter nach verwaltende Tätigkeit auf Verwaltungsorgane übergangen z. B. Staatliches Notariat, Rat des Kreises.

Gemäß Gesetz über die Organisation der Gerichte im Freistaat Sachsen (Sächsisches Gerichtsorganisationsgesetz – SächsGerOrgG) vom 30. Juni 1992 wurde aus dem Kreisgericht Glauchau das Amtsgericht Glauchau, das Kreisgericht Hohenstein-Ernstthal (Lungwitzer Straße 2) aufgelöst und mit fast allen Gemeinden dem Amtsgericht Stollberg angegliedert. Das Grundbuchamt blieb als Zweigstelle in Hohenstein-Ernstthal, Bahnhofstraße 3.

Am 29. April 1994 beschloss der Sächsische Landtag ein neues Gesetz über die Organisation der Gerichte und Staatsanwaltschaften im Freistaat Sachsen (Gerichtsorganisationsgesetz – SächsGerOrgG). Danach hat das Amtsgericht des Landkreises „Chemnitzer Land“ ab 01. August 1994 seinen Sitz in Hohenstein-Ernstthal. Dieser Amtsgerichtsbezirk wurde gleichzeitig dem Landgericht Chemnitz zugeordnet. Erstmalig wurde das Gebiet  von Limbach-Oberfrohna und Umgebung den Amtsgerichtsbezirk zugeschlagen. Da eine Unterbringung des Amtsgerichts Glauchau zu diesem Zeitpunkt in Hohenstein-Ernstthal nicht möglich war, wurde für eine Übergangszeit aus dem Amtsgericht Glauchau eine Zweigstelle des Amtsgerichts Hohenstein-Ernstthal. Das Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal mit Personal aus Stollberg, Chemnitz, Glauchau und neueingestellten Angestellten im leerstehenden alten Amtsgerichtsgebäude Lungwitzer Straße 2 provisorisch untergebracht. Das Grundbuchamt blieb weiterhin in den Räumen Bahnhofstraße 3.