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Informationen zur Historie der beiden Dienstgebäude

Haus Domplatz 3 - auf dem Burgberg

 

Das Meißner Bischofsschloss ist um 1476 geplant worden und ist damit wahrscheinlich das älteste Schloss dieses Haustyps. Im Jahr 1826 erwarb die sächsische Regierung vom Hochstift Meißen käuflich das Bischofsschloss. 1856 zog das damals neu errichtete Bezirksgericht Meißen in das ehemalige Bischofsschloss ein. Mit der endgültigen Auflösung der 1.148 Patrimonialgerichte in Sachsen begann zu diesem Zeitpunkt für die Justiz eine neue Zeitrechnung, nämlich die Unabhängigkeit der Justiz als dritte Gewalt im Staate.

Die zu den wichtigsten spätgotischen Schlossanlagen des 15. Jahrhunderts zählenden Gebäude beherbergen seit 1856 ununterbrochen das Gericht. Das Bischofsschloss besitzt nicht mehr die ursprüngliche Raumaufteilung, denn der Raumzuschnitt wurde 1911 bis 1912 erheblich verändert, um das Bauwerk als Gericht nutzen zu können. Das denkmalgeschützte Gebäude ist in den Jahren 1997 bis 2004 saniert und teilweise umgebaut worden. Seither befinden sich einzelne Abteilungen des Amtsgerichts Meißen in diesen Räumlichkeiten. Im Gebäude stehen drei Sitzungssäle für die Abhaltung von Verhandlungsterminen zur Verfügung. Im Gewölbekeller war bis 2014 das Hauptarchiv des Amtsgerichts Meißen untergebracht.

 

 

Haus Neumarkt 19 - im Stadtzentrum

Das dreiflügelige, denkmalgeschützte Gebäude wurde in den Jahren 1884 und 1916 abschnittsweise aus dem Etat des Königlich Sächsischen Finanzministeriums durch das Königliche Landbauamt Meißen erbaut und diente seitdem der Behördenunterbringung. Ursprünglich wurde das Gebäude für die Amtshauptmannschaft Meißen errichtet, später waren eine Polizeidienststelle und das Einwohnermeldeamt untergebracht.

Mit der Sanierung, dem Umbau des besehenden Gebäudes und der Errichtung des Erweiterungsbaus erhielten im Jahr 2006 einzelne Abteilungen des Amtsgerichts Meißen sowie die Zweigstelle Meißen der Staatsanwaltschaft Dresden einen neuen Standort. Durch den Erweiterungsbau stehen dem Gericht drei Verhandlungssäle, ein großzügiger Wartebereich sowie ein Teilarchiv zur Verfügung.