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Geschichte

Luftaufnahme der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen im Rohbau. Aufnahme aus Richtung West.

Luftaufnahme der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen im Rohbau. Aufnahme aus Richtung West.
(© Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen)

Die südlich von Leipzig gelegene Kleinstadt an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Thüringen liegt an der Pleiße und war schon einmal Standort eines Gefängnisses. Der Vorgängerbau der jetzigen Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen lag auf demselben Areal und wurde 1957 auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohletagebaus errichtet. 1992 schloss das Sächsische Staatsministerium der Justiz die völlig veraltete Vollzugseinrichtung.

In den Jahren nach 1990 stiegen die Gefangenenzahlen in Sachsen rasch an. Für Jugendstrafgefangene standen bisher etwa 460 Haftplätze zur Verfügung, teilweise in Abteilungen von Justizvollzugsanstalten für Erwachsene. Die meisten jugendlichen Straftäter waren in der JVA Zeithain untergebracht. Die baulichen und räumlichen Bedingungen dort erschwerten eine gute Erziehungsarbeit. Ein Neubau war notwendig.

Bereits das »Konzept für den Jugendstrafvollzug in Sachsen« vom Mai 1993 sah vor, in Regis-Breitingen eine multifunktionale Jugendstrafvollzugsanstalt zu bauen.
Hier sollte das Zentrum des sächsischen Jugendstrafvollzuges entstehen.

Die Beräumung des 16 Hektar großen Geländes stand am Anfang der Arbeiten. Von Dezember 1996 bis April 1997 erfolgte der Rückbau der alten, stillgelegten Anstalt.
Es waren vier Wachtürme, 21 Verwaltungsbaracken in Massivbauweise, 11 Gefangenenunterkünfte in Leichtbauweise, ein Werkstattgebäude und vier Kilometer Zaun zu beseitigen. Dabei wurden die teilweise schadstoffbelasteten Gebäude ordnungsgemäß zurückgebaut sowie kontaminierte Bausubstanz und kontaminierter Boden fachgerecht entsorgt.
Im November 1998 lobte das damalige Staatshochbauamt Dresden (heute Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Dresden II)  im Auftrag des Freistaates Sachsen einen Realisierungswettbewerb aus. 143 Architekturbüros reichten in der ersten Phase einen Entwurf ein. Nach einer ersten Entscheidung des Preisgerichtes hatten 25 von ihnen anschließend im zweiten Schritt die Möglichkeit, ein detailliertes Raumprogramm zu erarbeiten.
In den Jahren 1999/2000 erfolgte die Planung der neuen Jugendstrafvollzugsanstalt.
Während im Jahr 2001 die erste Ausschreibung lief, begannen auf der beräumten Fläche vorgezogene Baumaßnahmen. Geländemodelierung und der Einbau von Rüttelstopfsäulen waren erforderlich, um spätere ungleichmäßige Setzungen der Gebäude auf dem inhomogenen Baugrund zu verhindern.
Baubeginn für die neue Anstalt war Oktober 2004. Im März 2005 fand die Grundsteinlegung in Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers der Justiz, Geert Mackenroth, statt. Die kupferne Schatulle mit der Grundsteinlegungsurkunde fand ihren Platz im Mauerwerk des Gebäudes B.  Bereits im Oktober 2005 war die Rohbauphase abgeschlossen und die Beteiligten feierten das Richtfest. Die Sporthalle mit ihrer Holzbalkenkonstruktion bot hierfür den passenden Rahmen.
Aus über 30.000 Kubikmetern Beton und 4.000 Tonnen Stahl entstanden die Rohbauten, die eine Fläche von fast drei Fußballfeldern umfassen. Außerdem wurden 400.000 Klinkersteine vermauert. Als letzte Bauphase schloss sich der Innenausbau an. Die Roh- und Feinmontage der Elektroinstallation und technischen Gebäudeausrüstung und der handwerkliche Ausbau endeten im Juni 2007.

Im August 2006 begannen die Bauarbeiten zur Errichtung des gegenüber dem Eingangstor liegenden Gebäudes für den offenen Vollzug und den Jugendarrest (Gebäude A).
Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 60,6 Millionen Euro. Sie werden gemeinsam vom Freistaat Sachsen und vom Bund getragen.

Bereits im September 2007 nimmt eine der modernsten Anstalten in Deutschland ihre Arbeit auf.  Die feierliche Übergabe der neuen Jugendstrafvollzugsanstalt fand am 5. Oktober 2007 statt. Sachsens Justizminister Geert Mackenroth und der Abteilungsleiter für Landesvermögen und Staatshochbau im Finanzministerium, Wolf Karl Reidner, haben gemeinsam die neue Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen eingeweiht. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der neue Gebäudekomplex übergeben. Unter Leitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) wurde damit ein Projekt abgeschlossen, das drei Jahre Bauzeit in Anspruch genommen hat.

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