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Sozialtherapeutische Abteilung

Die SotA

Flyerlogo der SotA

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(© JVA Waldheim)

Die Sozialtherapeutische Abteilung der JVA Waldheim ist eine Therapiestation für männliche Erwachsene, die aufgrund eines Sexual- oder Gewaltdelikts verurteilt sind.

Ein Gefangener ist gemäß § 17 SächsStVollzG in eine sozialtherapeutische Anstalt zu verlegen, wenn die Teilnahme an unseren Behandlungsprogrammen zur Verringerung erheblicher Gefährlichkeit angezeigt ist. Die Unterbringung wird beendet, wenn der Zweck der Behandlung aus Gründen, die in der Person des Gefangenen  liegen, nicht erreicht werden kann. Andere Gefangene, die nicht wegen einer Gewalt- oder Sexualstraftat verurteilt wurden, können in eine sozialtherapeutische Abteilung verlegt werden, wenn die besonderen therapeutischen Mittel und sozialtherapeutischen Hilfen der Anstalt zu ihrer Resozialisierung angezeigt sind.

Die Behandlung in dieser sozialtherapeutischen Abteilung beginnt mindestens 18 Monate und in der Regel nicht länger als drei Jahre vor dem voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt.

In der Soziatherapeutischen Abteilung werden die Gefangenen von Psychologen und Psychologinnen, Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen, einer Kunsttherapeutin, einem Sport- und Freizeitbediensteten sowie Bediensteten des Allgemeinen Vollzugsdienstes betreut.

Die Verlegung in eine sozialtherapeutische Abteilung

SotA Freizeitraum

SotA Freizeitraum
(© JVA Waldheim)

ist angezeigt:
 

  1. bei Verurteilungen, bei denen die Wiederholung gefährlicher Straftaten wegen einer Störung der sozialen und persönlichen Entwicklung zu befürchten sind
  2. bei Gefangenen, die erkennen lassen, dass sie sich um eine Änderung ihrer Einstellung und Verhaltensweisen bemühen
  3. bei Inhaftierten, die über die intellektuellen und sprachlichen Möglichkeiten für eine Beteiligung am Behandlungsvorgehen verfügen.

Die Verlegung ist nicht angezeigt bei Gefangenen:
 

  1. bei denen andere Behandlungsmaßnahmen ausreichen und angenommen werden (Psychotherapie, Behandlungsprogramme)
  2. die wegen Abhängigkeit von Drogen und Alkohol, einer Erkrankung oder Schwäche des Zentralnervensystems oder schwerwiegender psychiatrisch zu behandelnder psychischer Störungen anderer Hilfen bedürfen
  3. bei denen der Strafrest unter 18 Monaten liegt oder den für integrative Sozialtherapie notwendigen Zeitraum noch erheblich überschreitet
  4. die den Missbrauch von Suchtmitteln nicht aufgeben wollen
  5. die sich unbeeinflussbar behandlungsablehnend verhalten
  6. bei denen die Sicherheitsvorkehrungen in der sozialtherapeutischen Anstalt nicht ausreichen.

Behandlungsziele der SotA

Laut §2 SächsStVollzG soll der Gefangene im Vollzug der Freiheitsstrafe fähig werden, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen.
Dabei soll das Leben im Vollzug den allgemeinen Lebensverhältnissen soweit als möglich angeglichen werden, schädlichen Folgen der Freiheitsentziehung ist entgegenzuwirken und der Vollzug ist darauf auszurichten, dass er dem Gefangenen verhilft, sich in das Leben in Freiheit einzugliedern (§3 SächsStVollzG )
Wir wollen die Gefangenen dabei unterstützen, indem wir ihnen helfen, ihre sozialen Kompetenzen erweitern, einen Beitrag zu ihrer sozialen Integration leisten, ihnen bei der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Straftat helfen, mit ihnen gemeinsam angemessene Konfliktlösestrategien erarbeiten und die Gefangenen dies erproben lassen.

Die Gefangenen sollen lernen, mit anderen zu reden, Verständnis für andere zu entwickeln, Probleme zu erkennen und zu durchdenken und veränderte Verhaltensweisen zu etablieren.

 

Behandlungsplan der SotA

Nach einer Aufnahme in die Sozialtherapeutische Abteilung durchläuft der Gefangene zunächst eine dreimonatige Zugangsphase.
In dieser Zeit finden eine psychologisch und eine kunsttherapeutisch orientierte  Zugangsgruppe statt, die dem Gefangenen helfen sollen, sich einzuleben und sich mit dem Therapiekonzept vertraut zu machen.  Die betreuenden Fachdienste lernen den Gefangenen kennen;  die der Straftat zugrunde liegenden Hintergründe gilt es herauszufinden und Behandlungsziele mit dem Gefangenen erarbeiten.
Nach dieser Zeit werden die Gefangenen festen Gruppen zugeordnet und nehmen am BPS-Programm (Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter), am BBG-Programm (Behandlungsprogramm für Gewaltstraftäter, R&R-Training (Reasoning and Rehablitation), TEK (Therapie emotionaler Kompetenzen) oder anderen Behandlungsgruppen teil. Darüber hinaus finden regelmäßig Einzelgespräche mit dem zuständigen Psychologen sowie beim Sozialdienst statt.
Je nach Bedarf nehmen die Gefangenen an einer kunsttherapeutischen Gruppen- oder Einzelbetreuung teil.
Außerdem finden regelmäßig Freizeitangebote aus verschiedenen Bereichen statt (Sport, Kochgruppen, Kunstprojekte, etc.).

Fachliche Leiterin

Frau Nicole Borchert

Marginalspalte

Anfahrtsbeschreibung

Service - Links

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