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Familienorientierter Vollzug

Landesarbeitsgemeinschaft "Familienorientierte Vollzugsgestaltung"

Die Haftzeit ist eine besondere Ausnahmesituation – sowohl für den Inhaftierten, als auch für seine Angehörigen. Die Familie kann während der Haftzeit eine unverzichtbare Unterstützung für den Inhaftierten sein, und ist wichtiger Ansprechpartner für Bedienstete und Fachdienste.

Mit der Inhaftierung eines Familienmitgliedes wird das gesamte Rollenverhältnis im System "Familie" durcheinander gebracht. Plötzlich müssen die Aufgaben, die bislang vom inhaftierten Familienmitglied erledigt wurden, von anderen Personen im sozialen Umfeld übernommen werden – dies kann eine nicht zu unterschätzende Belastung darstellen. Doch auch für den Inhaftierten ist die Isolation von der Familie schwer zu ertragen – Hilflosigkeit, Ängste, Sehnsüchte und Schuldgefühle drängen sich auf.

Grundlagen und Verwirklichung

Mit Wirkung vom 01.06.2013 ist das Sächsische Strafvollzugsgesetz in Kraft getreten. Es normiert einen auf Behandlung und Resozialisierung abgestellten Strafvollzug, ohne berechtigte Sicherheitsinteressen der Bürgerinnen und Bürger aus den Augen zu verlieren.

Große Bedeutung für einen erfolgreichen Justizvollzug misst das neue Gesetz einer familienorientierten Ausrichtung des Strafvollzugs und allgemein allen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung positiver sozialer Bindungen der Gefangenen während der Haft bei.

Um dieser Ausrichtung gerecht zu werden, konstituierte sich im Mai 2013 die Landesarbeitsgruppe "Familienorientierte Vollzugsgestaltung". Ziel ist es, ein Konzept familienorientierter Angebote zu etablieren und dieses qualitativ, konzeptionell und einheitlich für die sächsischen Justizvollzugsanstalten weiterzuentwickeln.

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