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Forschungsprojekte

Evaluation des Jugendstrafvollzugs

Die Evaluation des Jugendstrafvollzugs ist gesetzlich vorgeschrieben (Sächsisches Jugendstrafvollzugsgesetz). Seit Anfang 2011 werden über alle Neuzugänge in die Jugendstrafanstalt (männliche) beziehungsweise Jugendstrafabteilung (weibliche) systematisch Daten erhoben: von den Inhaftierten selbst und vom betreuenden Personal. Auch Angaben zu den in der Jugendstrafanstalt angebotenen Behandlungsmaßnahmen werden erfasst. Später sollen Rückfalldaten hinzukommen. Sachsen beteiligt sich an der bundesländer-übergreifenden Arbeitsgruppe »Evaluation des Jugendstrafvollzugs«.

Die Evaluation dient der Untersuchung von Effektivität (Ausmaß der Zielerreichung) und Effizienz (Verhältnis von Nutzen und Aufwand) von Maßnahmen und Verfahren. Die wichtigsten Fragen lauten: Wie verändern sich die Jugendstrafgefangenen zwischen Zugang und Abgang? Von welchen Merkmalen hängt die Größe dieser Veränderung ab? Welche Inhaftierten profitieren wie sehr von welchen Maßnahmen? Wie hoch ist die Rückfälligkeit nach der Entlassung und welche Variablen können sie vorhersagen? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Rückfälligkeit und Teilnahme an Behandlungs-, Ausbildungs- und Fördermaßnahmen? Wie entwickeln sich Vollzugsmerkmale über die Jahre?

Ergebnisse der Evaluation finden Sie in der Kurzberichtsreihe »Daten & Dialog«.

Evaluation der Behandlung von Sicherungsverwahrten und Inhaftierten mit angeordneter oder vorbehaltener Sicherungsverwahrung

Seit Anfang 2014 werden systematisch Daten über Sicherungsverwahrte und Gefangene mit angeordneter Sicherungsverwahrung erhoben: von den Behandlern und von den Klienten selbst. Schwerpunkte sind klinische Merkmale, Behandlungsmethoden und die therapeutische Beziehung.

Evaluation der Suchttherapie

Die Stationen für Suchttherapie in der JVA Zeithain und der JSA Regis-Breitingen werden evaluiert. Neben Fragen zur Relevanz des Suchtmittelkonsums für die Kriminalität und das Sozialleben werden Veränderungen im Therapieverlauf, die Nachsorge nach Ende der Therapie sowie Therapieabbrüche untersucht.

Ausbildung und Beschäftigung in Haft

2018 führen wir eine Untersuchung zu Bedarfen an Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen in den sächsischen Justizvollzugsanstalten durch. Dazu wurden Experteninterviews geführt sowie im Rahmen von Vollzugsplanungen Erhebungsbögen ausgefüllt.

Studie "Gewalt im Gefängnis"

Von Mai 2010 bis April 2014 wurden alle registrierten Vorkommnisse körperlicher Gewalt im gesamten sächsischen Justizvollzug systematisch dokumentiert und statistisch ausgewertet. Gegenstand der Untersuchung sind sowohl Merkmale der Taten (z.B. Ort und Schwere) als auch Merkmale der direkt beteiligten Personen. Die beteiligten Personen werden zudem mit Inhaftierten, die in Haft nicht durch körperliche Gewalt auffällig wurden, verglichen.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • Gesundheitsförderung im sächsischen Justizvollzug (2011)

Marginalspalte

Kontakt

© Kriminologischer Dienst Sachsen