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Pressemitteilungen 2009

30.10.2009 - Strafverfahren gegen Alex W. beim Landgericht Dresden

Bericht nach der ersten Woche und Ausblick auf die zweite Woche


Das Schwurgericht hat unter dem Vorsitz der Vorsitzenden Richterin am Landgericht Birgit Wiegand am Montag die Beweisaufnahme mit der Vernehmung des am Tattag verletzten Ehemannes der Getöteten begonnen. Zuvor hatte eine weitere Kammer des Landgerichts den Befangenheitsantrag der Verteidiger gegen die Berufsrichter zurückgewiesen.

An den Folgetagen wurden die unmittelbaren Tatzeugen, nämlich der Richter und die Schöffen des Berufungsverfahrens am 1. Juli 2009, die damalige Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft, der damalige Pflichtverteidiger von Alex W. und die herbeigeeilten Justizwachtmeister vernommen, die den Angeklagten überwältigt hatten. Auch die Richterin des erstinstanzlichen Verfahrens, das zur Berufungsverhandlung führte, sagte aus.

Am dritten Verhandlungstag kam es zu Verzögerungen, weil der Angeklagte über Schmerzen klagte. Ein Rechtsmediziner stellte dann nach Untersuchungen die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten fest.

Im Prozess treten der verletzte Ehemann, der Bruder und die Eltern der Getöteten als Nebenkläger auf. Diese werden – unter anderem – auch durch einen ägyptischen und zwei französische Rechtsanwälte vertreten.

Die Kammer plant nächste Woche noch folgende Zeugenvernehmungen:

Am Montag sollen Zeugen, die den Vorfall auf dem Spielplatz, dem Ausgangspunkt des ersten Strafverfahrens gegen Alex W., beobachteten, vernommen werden. Auch werden Zeugen aus dem persönlichen Umfeld des Angeklagten vernommen.

Am Dienstag wird die Verhandlung mit der Vernehmung der zum Tatort herbeigeeilten Bundespolizisten und der ermittelnden Kriminalbeamten fortgesetzt.

Am Mittwoch wird die Beweisaufnahme durch die Vernehmung zweier Zeugen aus dem Umfeld des Angeklagten fortgesetzt. Sodann soll, möglicherweise aber erst am Donnerstag, ein Sachverständiger zur Schuldfähigkeit des Angeklagten gehört werden.

Ob und wann sich der Angeklagte zur Sache einlässt, ist derzeit nicht absehbar.

 

Peter Kieß
- Pressesprecher des Landgerichts Dresden -