Sächsisches Oberverwaltungsgericht Bautzen
Urteil
1 C 35/21
20.03.2025
Leitsatz:
1. § 9 Abs. 1a BImSchG ist auf bei Inkrafttreten der Norm bereits anhängige
Vorbescheidverfahren auch ohne erneute Antragstellung anwendbar.

2. Ein in Aufstellung befindliches Windenergiegebiet i. S. v. § 9 Abs. 1a Satz 2
BImSchG (Gesetz v. 24. Februar 2025, BGBl. I S. 1) setzt keine mit § 3 Abs. 1
Nr. 4a ROG vergleichbare Planreife voraus. In Aufstellung befindlich ist ein Windenergiegebiet bereits dann, wenn ein Beschluss zur Planaufstellung gefasst wurde.
Schlagwörter: Windenergieanlage,
Vorbescheid,
"Lex Sauerland",
Umweltverträglichkeitsprüfung,
Windenergiegebiet,
Regionalplan,
Klagebegründung,
Klagefrist,
Präklusion Klageänderung,
Fortsetzungsfeststellungsklage,
Bebauungsplan,
Auslegungsbekanntmachung
Rechtsvorschriften: BImSchG § 9 Abs. 1,
BImSchG § 9 Abs. 1a,
UmwRG § 6,
ROG § 3 Abs. 1 Nr. 4,
VwGO § 48 Abs. 1 Nr. 3a,
VwGO § 67 Abs. 4,
VwGO § 82,
VwGO § 91,
VwGO § 113 Abs. 1 Satz 4,
VwGO § 113 Abs. 5,
BauGB § 3 Abs. 2 Satz 1,
BauGB § 35 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3
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