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Pressemitteilungen 2008

15.01.2008 - Hart, aber fair

- Justizminister Mackenroth: Innovativer Vollzug der Jugendstrafe -

Justizminister Geert Mackenroth hat heute in Dresden eine innovative Alternative zum herkömmlichen Strafvollzug für Jugendstrafgefangene vorgestellt. »Jugendliche Straftäter sollen außerhalb von Justizvollzugsanstalten in geschlossenen Erziehungsstätten einen strukturierten Alltag mit klaren Regeln und in gegenseitigem Respekt erfahren können. Mit dem neuen sächsischen Jugendstrafvollzugsgesetz, das seit 1. Januar 2008 gilt, haben wir den Weg für diesen Jugendstrafvollzug in freien Formen frei gemacht,« erläuterte der Minister.

Tobias Merckle, Leiter einer bundesweit beachteten Modelleinrichtung in Baden-Württemberg, gab aus erster Hand Informationen über das vom Verein PRISMA e.V. betriebene Projekt Seehaus Leonberg:

  • Die jungen Gefangenen werden durch einen streng durchstrukturierten Tagesablauf mit Sport, schulischer und beruflicher Ausbildung sowie soziale Trainingsmaßnahmen kontinuierlich gefordert.
  • In der familienähnlichen Struktur erfahren die ca. 20 Gefangenen oft erstmalig, wie ein geordnetes und von Respekt und Verlässlichkeit geprägtes Zusammenleben in einer Gemeinschaft aussieht.
  • Die Gefangenen werden ständig angehalten, soziales Verhalten einzuüben. Positives Verhalten wird belohnt.
  • Die Gefangenen müssen sich nicht nur in der geschlossenen Welt einer Institution ordnungsgemäß aufführen; sondern auch den Anforderungen des Lebens außerhalb der Anstalt standhalten. Aus diesem Grund ist die  Einbindung von ehrenamtlichen Mitarbeitern oder auch ortsansässigen Vereinen sehr ausgeprägt.
  • Diese Einrichtung kommt ohne Mauern aus. Die Bindung der Gefangenen an die Einrichtung erfolgt vor allem durch die engmaschige und personell intensive Betreuung.

»Wir wollen kriminelle Karrieren von Jugendlichen möglichst frühzeitig unterbrechen. Dazu  kann diese innovative Form, die Jugendstrafe zu vollziehen, wirkungsvoll beitragen,« erklärte Justizminister Geert Mackenroth.

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