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Pressemitteilungen 2008

26.06.2008 - GmbH fit für Europa

Justizminister Mackenroth: Sächsische Interessen bei der GmbH-Reform durchgesetzt

Heute hat der Bundestag das MoMiG, das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen, beschlossen. »Mo« steht für Modernisierung: Sie soll die GmbH durch erleichterte Unternehmensgründungen fit machen für den internationalen Wettbewerb der Gesellschaften. »Mi« steht für Missbrauchsbekämpfung: Zum Schutz der Gläubiger wird die missbräuchliche Abwicklung angeschlagener und zahlungsunfähiger Gesellschaften bekämpft; Ausplünderungen durch missbräuchliche Firmenbestattungen werden verhindert.

Justizminister Geert Mackenroth: »Den Anstoß zur GmbH-Reform hat Sachsen im Jahr 2002 gegeben. Das nun vom Bundestag beschlossene Gesetz berücksichtigt wichtige Reformbestrebungen Sachsens. Mir liegen die Interessen unserer mittelständischen Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen dabei besonders am Herzen. So hat sich unser Anliegen durchgesetzt, die Gründung der GmbH von der gewerberechtlichen Erlaubnis abzukoppeln. Das ist ein wesentlicher Schritt zum Bürokratieabbau und beschleunigt die Gründung einer GmbH.«

Unternehmen sollen künftig einfacher, schneller und billiger gegründet werden können. Dazu wird eine neue Unternehmergesellschaft mit nur einem Euro Stammkapital zugelassen, die später zur GmbH erstarken kann. Das macht für viele Unternehmensgründer ein Ausweichen in die britische Limited entbehrlich.

Justizminister Geert Mackenroth weiter: »Gesellschafter können schon mit wenigen Euro in  der Unternehmergesellschaft loslegen. Dazu habe ich den Vorschlag der Notare, auch der Sächsischen Notarkammer, aufgegriffen, ein vereinfachtes Gründungsverfahren mit beachtlichen Gebührenermäßigungen einzuführen. Die Unternehmergesellschaft wird damit zur ersten Adresse für Unternehmensgründer und Kleinunternehmer. Die »kleine« Wirtschaft muss ihre Heimat im deutschen Recht finden.«

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