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Pressemitteilungen 2008

15.07.2008 - Frühwarnsystem

Die Führungsaufsicht dient der Überwachung und Betreuung von Verurteilten, die ihre Strafe voll verbüßt haben oder aus einer Klinik für psychisch oder suchtkranke Straftäter entlassen wurden. In Sachsen standen am 1. Januar 2008 insgesamt 1.058 Personen unter Führungsaufsicht (Vorjahr: 1.001 Personen). Davon haben 228 Personen wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung eine Freiheitsstrafe verbüßt; 28 waren deswegen im Maßregelvollzug untergebracht. Durchschnittlich dauerte die Führungsaufsicht rund 4 Jahre.

Justizminister Geert Mackenroth: »Ich möchte mögliche neue Opfer einschlägig vorbestrafter Rückfalltäter besser schützen als bisher. Gefährliche Sexualstraftäter müssen nach ihrer Entlassung aus der Haft  enger  beaufsichtigt werden als bislang. Wir brauchen ein Frühwarnsystem, das uns ein rechtzeitiges Eingreifen ermöglicht. ISIS schafft hierzu den notwendigen Informationsfluss zwischen allen Beteiligten. Die Führungsaufsicht gibt ihnen den Werkzeugkasten an die Hand, dem sich auch ein hafterfahrener Straftäter nicht entziehen kann.«

Am 18. April 2007 war die Reform der Führungsaufsicht in Kraft getreten. Die Neuregelung erleichtert eine straffere (z.B. durch strafbewehrte Kontaktverbote) und wenn nötig auch unbefristete Kontrolle entlassener Straftäter und dient so der Sicherheit der Bevölkerung.

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