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Pressemitteilungen 2008

23.11.2008 - Betreuungsfälle in Sachsen – rechtzeitig und verbindlich vorsorgen

Justizminister Geert Mackenroth: Vorsorge lohnt sich

Im Freistaat Sachsen stehen nahezu 70.000 Menschen (1)  unter Betreuung, weil sie ihre Angelegenheiten aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst wahrnehmen können. In diesem Jahr wurden durch die Vormundschaftsgerichte bereits 9.922 neue Betreuungen angeordnet.(2)  Über 70 % aller Betreuungen werden dabei durch ehrenamtliche Betreuer, d.h. meist durch Familienangehörige, geführt. Die übrigen Verfahren werden durch die ca. 1.100 Berufsbetreuer in Sachsen betreut.

Justizminister Geert Mackenroth weist auf Vorsorgemöglichkeiten hin: »Jeder von uns kann durch eine schwere Krankheit, einen Unfall oder im Alter in eine hilflose Lage geraten. Langfristig ist sogar mit einer Zunahme der Betreuungsfälle zu rechnen. Diese Entwicklung macht deutlich, wie wichtig eine rechtzeitige Vorsorge ist. Wer sich für den Fall der eigenen Hilfsbedürftigkeit ein hohes Maß an Selbstbestimmung sichern will, sollte beizeiten eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung erstellen.« 

Das Sächsische Staatsministerium der Justiz hat zu diesem Thema eine Broschüre herausgegeben:  Der Leitfaden »Betreuung und Vorsorge« ist beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung (Tel.: 0351/2103671, -72; Fax: 0351/2103681; E-Mail: publikationen@sachsen.de) und den Justizbehörden kostenlos erhältlich; zudem ist er im Internet unter www.publikationen.sachsen.de eingestellt.

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1 Bei den Gerichten des Freistaates Sachsen waren am 30. September 2008 insgesamt 70.175 Betreuungsverfahren anhängig. Dies Zahl schließt sowohl Verfahren ein, in denen das Vormundschaftsgericht bereits einen Betreuer bestellt hat,  als auch Verfahren, in denen die Entscheidung über die Bestellung noch aussteht.
2 Stand: 31.10.2008; 2007: 11.239 Anordnungen; 2006: 11.205 Anordnungen.

 

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