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Pressemitteilungen 2008

08.12.2008 - Kooperation statt Konkurrenz

- Präsident des Sächsischen Handwerkstages Dirschka und Justizminister Mackenroth einigen sich auf Zusammenarbeit -

Gemeinsame Medieninformation des Sächsischen Handwerkstages und des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz

Kooperation statt Konkurrenz
- Präsident des Sächsischen Handwerkstages Dirschka und Justizminister Mackenroth einigen sich auf Zusammenarbeit -

Gestern trafen sich Justizminister Geert Mackenroth und der Präsident des Sächsischen Handwerkstages  Joachim Dirschka in Dresden, um über das Verhältnis der sächsischen Handwerksbetriebe zu den Arbeitsbetrieben der sächsischen Justizvollzugsanstalten zu sprechen. Der Präsident des Sächsischen Handwerkstages Dirschka, der vom stellvertretenden Landesobermeister des Bäckerhandwerks, Roland Ermer, begleitet wurde, äußerte die Sorge der Handwerker, dass die Betriebe der Justizvollzugsanstalten dem heimischen Handwerk Konkurrenz machen könnten: »Es ist sicher richtig, dass die Gefangenen auch während ihrer Haftzeit arbeiten. Als Handwerksmeister kann ich mir auch gut vorstellen, wie wichtig es für das Selbstbewusstsein eines Gefangenen ist, wenn die von ihnen hergestellten Produkte gekauft werden. Es darf aber nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung zwischen den Betrieben der Justizvollzugsanstalten und dem sächsischen Handwerk kommen.«

Justizminister Geert Mackenroth betonte: »Die sächsischen Justizvollzuganstalten sind gesetzlich dazu verpflichtet, arbeitsfähigen Gefangenen eine wirtschaftlich ergiebige Arbeit zu ermöglichen. Dies dient der Resozialisierung, nicht der Gewinnerzielung. Die Chance steigt, nach der Entlassung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Davon profitiert am Ende die gesamte Gesellschaft. Ich nehme die Sorgen des sächsischen Handwerks aber ernst. Die Betriebe der Justizvollzugsanstalten verstehen sich daher nicht als Konkurrenz zum Handwerk. Im Gegenteil: Die Justiz und das Sächsische Handwerk sollten  - wo immer möglich -  die Zusammenarbeit suchen. Auf die Möglichkeit der Zusammenarbeit werden wir zukünftig auch auf der Internetseite www.gitterladen.de hinweisen. Dann kann jeder Handwerker den Kontakt mit uns aufnehmen.«

Präsident Dirschka und Justizminister Mackenroth waren sich einig, dass letztlich allenfalls in kleinen Marktsegmenten Wettbewerb zwischen Justizbetrieben und Handwerk stattfindet. Am 1. November 2008 erbrachten insgesamt 310 Gefangene in sächsischen Justizvollzugsanstalten Handwerksleistungen. Die Einnahmen aus den Eigenbetrieben der sächsischen Justizvollzugsanstalten betrugen im Jahr 2007 4,836 Millionen Euro. Im Verhältnis zum Umsatz der sächsischen Handwerksunternehmen (19,6 Milliarden Euro in 2007) entspricht das 0,02 %. Um auch in diesen Bereichen Konkurrenz zu vermeiden, vereinbarten die Gesprächspartner eine vertiefte Zusammenarbeit. Neben dem Ausbau bereits bestehender Kooperationen im Bereich des Tischlerhandwerks, streben sie eine enge Zusammenarbeit  auch im Bäckerhandwerk an. Schon im Januar wird eine Delegation des Bäckerinnungsverbandes die Justizvollzugsanstalt in Dresden besuchen, um gemeinsame Projekte anzuschieben. Weitere Gespräche auf Arbeitsebene auch mit anderen Handwerkszweigen sollen folgen.

 

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