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Pressemitteilungen 2010

25.02.2010 - Sächsische Justiz setzt in den Gefängnissen weitere Drogenspürhunde ein: Greta, Roy und Alpha sind die neuen Kommissare auf vier Pfoten

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Alpha mit Diensthundeführer
(©Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa)

Die beiden seit Oktober 2007 im sächsischen Justizvollzug eingesetzten Rauschgiftspürhunde Bela und Vico bekommen neue Kollegen. Seit Ende 2007 hatten sie im Rahmen eines Pilotprojektes in den Justizvollzugsanstalten Torgau und Zeithain u.a. rund 69 g Haschisch, 21 g Marihuana und 69 g Ecstasy erschnüffelt (I). Wegen der positiven Erfahrungen in der Pilotphase wurden seit Oktober 2009 weitere Drogenspürhunde ausgebildet und trainiert. Die »Neuen«, Greta, Roy und Alpha (II)  sind seit Oktober 2009 durch die Diensthundeschule der Polizei gut auf ihren Einsatz, der Suche nach Drogen in den Justizvollzugsanstalten, vorbereitet worden. Sie haben dort gelernt, Drogen an ihrem Geruch zu erkennen und aufzuspüren. Die Hundeführer sind Vollzugsbedienstete, die ihre neue Aufgabe als Diensthundeführer aus Interesse übernommen und sich ebenfalls einer intensiven Ausbildung unterzogen haben.

Gemeinsam mit dem Leiter der Diensthundeschule der sächsischen Polizei überreichte Minister Martens heute die Lehrgangsbescheinigung zur bestandenen Prüfung als Diensthundeführer an die Vollzugsbediensteten und gab damit den Startschuss für die Drogensuche in sächsischen Vollzugsanstalten.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Eine erfolgreiche Resozialisierung funktioniert nur ohne Drogen. Deshalb will ich, dass wir in den Justizvollzugsanstalten besonders intensiv kontrollieren. Die Hunde finden Drogen nicht nur in den ausgeklügeltsten Verstecken, sie haben vor allem auch eine enorm abschreckende Wirkung. Seit dem Einsatz der beiden Drogenspürhunde Bela und Vico in den Anstalten in Torgau und Zeithain hat sich die Hemmschwelle für Drogenschmuggler deutlich erhöht. In den Zellen, aber auch schon im Besucherraum droht eine schnelle Entdeckung durch die Hunde. Diesen Effekt werden wir zukünftig auch in den anderen Justizvollzugsanstalten einsetzen.«

Justizminister Martens dankte den frisch ausgebildeten Diensthundeführern, die die Hunde auch privat betreuen, ausdrücklich für ihren Einsatz. Die neuen Drogenspürhunde sollen zukünftig in den Justizvollzugsanstalten Bautzen, Dresden, Chemnitz und Leipzig eingesetzt werden. Die Justizvollzugsstandorte Zwickau, Görlitz, Regis-Breitingen und Waldheim werden von ihnen mit kontrolliert.

(I)Die Hunde können auch gut getarnte Drogenverstecke aufspüren. Im Metallbetrieb der JVA Zeithain ent-deckte Diensthündin „Bela“ z.B. in einem Eimer mit Müll und Ölbinder 5 Gramm Heroin. Ein Gefangener hat-te in seiner Haftraumtoilette unter dem Innenrand der Toilette, eingewickelt in mehrere Lagen Folie, ein Handy und einige Gramm Haschisch versteckt. Ein anderer Strafgefangener hatte in akribischer Arbeit den Spreizdübel seines angeschraubten Bettes ausgehöhlt und mit Haschisch befüllt.

(II)Greta ist eine deutsche Schäferhündin, Roy ein belgischer Schäferhund und Alpha eine belgische Schäferhündin.

 

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