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Pressemitteilungen 2011

11.05.2011 - 75.000 Betreuungsfälle in Sachsen

Justizminister Dr. Jürgen Martens rät zur Vorsorge

Wenn eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist, müssen persönliche Entscheidungen von anderen getroffen werden. Um diese Verantwortung in vertrauensvolle Hände zu geben und eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen, ist eine rechtzeitige Vorsorge ratsam.

Die Anzahl der Personen, die im vergangenen Jahr unter rechtliche Betreuung gestellt wurden, lag im Freistaat Sachsen bei 11.353. Damit waren zum 31. Dezember 2010 insgesamt 74.971 Betreuungsverfahren (I) an sächsischen Gerichten anhängig. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Verfahren bei den Betreuungsgerichten in Sachsen konstant geblieben. Im Zuge des demografischen Wandels wird mit einem deutlichen Anstieg der Betreuungsverfahren gerechnet.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Nicht erst mit zunehmendem Alter wird die rechtliche Vorsorge wichtig. Leider kann auch ein Unfall oder eine schwere Krankheit die Bestellung eines Betreuers notwendig machen. Informieren Sie sich möglichst frühzeitig über die Vorsorgeangebote. So kann mit einer Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson – der Ehegatte, ein Kind oder Freund – mit der Regelung persönlicher Angelegenheiten betraut werden.«

Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa hat dazu die Broschüre »Betreuung und Vorsorge – Ein Leitfaden« überarbeitet und neu herausgegeben. Sie ist beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung (Tel: 0351/2103671, Fax: 0351/2103681; E-Mail: publikationen@sachsen.de) und den Justizbehörden kostenlos erhältlich. Zudem kann sie im Internet unter www.publikationen.sachsen.de abgerufen werden.

In der Broschüre finden sich auch Hinweise zur Erstellung von Patientenverfügungen. »Eine Patientenverfügung richtet sich an den behandelnden Arzt und beinhaltet konkrete Maßnahmen, die im Ernstfall Anwendung finden sollen. Mit der Patientenverfügung können Sie selbst entscheiden, ob und wie Sie bei schwerer Krankheit behandelt werden wollen. Diese Möglichkeiten sollte man unbedingt kennen«, erläuterte der Minister weiter.

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(I) Diese Zahl schließt sowohl Verfahren ein, in denen das Betreuungsgericht einen Betreuer bestellt hat, als auch Verfahren, in denen die Entscheidung über die Bestellung eines Betreuers noch aussteht.

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