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Pressemitteilungen 2012

28.09.2012 - Dresdner Justizzentrum am Sachsenplatz feierlich eingeweiht

Nach dreijähriger Bauzeit wurde heute der Neubau des Amtsgerichts Dresden durch den Staatsminister der Justiz und für Europa, Dr. Jürgen Martens, und – in Vertretung des Finanzministers – den Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Professor Dieter Janosch, feierlich eingeweiht.

Der Neubau grenzt unmittelbar an das historische Gebäude des Landgerichts und ist mit diesem funktional verbunden. Am Sachsenplatz ist damit ein komplexes Gerichtszentrum mitten in Dresden entstanden, in dem Landgericht, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft und Generalstaatanwaltschaft untergebracht sind.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Mit der Einweihung des Amtsgerichts Dresden steht seit heute ein modernes, leistungsfähiges Justizzentrum in der Landeshauptstadt zur Verfügung. Das ist nach dem Justizzentrum auf dem Chemnitzer Kaßberg und dem Fachgerichtszentrum in Dresden ein weiterer Meilenstein in der Zusammenführung von Justizbehörden. Die Bürgerinnen und Bürger, die hier Recht suchen, und alle Bediensteten, die hier höchst verantwortungsvolle Arbeit leisten, werden davon profitieren.«

Anlässlich der Feierstunde äußerte sich Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland: »Das neue Justizzentrum bietet seinen Mitarbeitern mit hellen Arbeitsplätzen, modernen Sitzungssälen und Aktenlagern beste Arbeitsbedingungen. Zugleich ist  der Standort am Sachsenplatz aufgrund seiner zentralen Lage und guten Erreichbarkeit auch für die Besucher vorteilhaft.«

Insgesamt rund 700 Bedienstete werden hier tätig sein. Diese sind insbesondere zuständig für Straf- und Zivilsachen in erster und zweiter Instanz, Angelegenheiten des Familien-, Betreuungs- und Nachlassgerichts, für strafrechtliche Ermittlungsverfahren, für die Bewährungsaufsicht sowie für die Ausbildung von Rechtsreferendaren.

Mit der Entstehung des neuen Gerichtszentrums ergeben sich mehrere Synergieeffekte, z. B. durch kurze Wege zwischen den Dienststellen sowie die gemeinschaftliche Nutzung der Poststelle, des Haft- und Gefangenenvorführbereichs oder der Cafeteria.

Im Jahr 2009 begannen unter der Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Bauarbeiten für das neue Amtsgericht. Der Entwurf stammte von dem Dresdner Architekturbüro Pussert Kosch Architekten. Rund 32 Millionen Euro investierte der Freistaat Sachsen in den Neubau.

Das neue Amtsgericht Dresden erstreckt sich über rund 8.500 qm und besteht aus sieben oberirdischen und einem unterirdischen Geschoss. Das Erd- und 1. Obergeschoss sind die Hauptgeschosse, die überwiegend öffentlich genutzt werden.

Beim Betreten des Gebäudes gelangt man zuerst in das zentrale Eingangsfoyer des Neubaus. Eine Medienwand gewährleistet eine gute Orientierung und ein leichtes Auffinden der Räumlichkeiten für die Besucher. Vom Foyer gelangt man über eine repräsentative Treppe ins 1. Obergeschoss. Dieses Geschoss ist die Saalebene, die niveaugleich mit dem Erdgeschoss des Altbaues liegt, sodass in dieser Ebene sowohl die Verhandlungssäle des Landgerichts als auch des Amtsgerichts untergebracht sind.
Dort befinden sich auch zwei große, zusammenschaltbare Strafsitzungssäle mit einer internen Verbindung zu den darunter liegenden Ermittlungsrichtern und den Haftzellen im Untergeschoss. Die weiteren Obergeschosse bestehen überwiegend aus Büro- und Verwaltungszimmern, während im Untergeschoss die Archivflächen des Amtsgerichts untergebracht sind. Alle Geschosse des Alt- und Neubaus sind behindertengerecht erschlossen.

Im Neubau wurden im 1. Obergeschoss die Wände großflächig durch „Kunst am Bau“ gestaltet. Der Wettbewerb wurde von der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ausgelobt. Die Dresdner Künstlerin Kerstin Franke-Gneuss gestaltete die Wandfläche entlang der Haupteingangstreppe vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss und die Wand der Verhandlungssäle im Wartebereich des ersten Obergeschosses. Der Freistaat Sachsen stellte für das Kunstwerk 70.000 Euro zur Verfügung.

Das neue Dresdner Amtsgericht ist an einem traditionellen Gerichtsstandort, dem Sachsenplatz, entstanden. Das heute dreiflügelige Neorenaissancegebäude wurde in den Jahren 1888 bis 1892 für das ehemalige Königlich-Sächsische-Amtsgericht errichtet. Der vierte Flügel, der Westflügel, wurde 1945 während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Der Altbau wurde zwischen 1999 und 2003 für 29 Millionen Euro saniert.

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