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Pressemitteilungen 2012

15.11.2012 - Wettbewerbsfähigkeit von Juristen sichern

Die Justizministerkonferenz in Berlin hat sich heute auf ihrer Herbstkonferenz in Berlin auf Vorschlag des sächsischen Justizministers Dr. Jürgen Martens mit den Prüfungsbedingungen für angehende Juristen befasst.

Die Justizministerinnen und Justizminister begrüßten die gute Zusammenarbeit zwischen ihren Landesjustizprüfungsämtern im Bereich der juristischen Abschlussprüfungen. Zugleich betonten sie, dass die Länder die Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen und Leistungsbewertungen in den juristischen Prüfungen zu gewährleisten haben. Sie beauftragten deshalb den sogenannten Koordinierungsausschuss, einen ständigen Arbeitskreis ihrer Konferenz, Vorschläge für eine weitere Annäherung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen zu erarbeiten.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Es ist ein Gebot der Fairness, die Prüfungsbedingungen in den einzelnen Bundesländern vergleichbar zu gestalten. Denn am Ende werden alle Kandidaten nur nach ihren Noten beurteilt. Außerdem muss ein Arbeitgeber sich bei der Bewerberauswahl darauf verlassen können, dass die Noten aufgrund vergleichbarer Prüfungsanforderungen zu Stande gekommen sind. Verzerrungen der Prüfungsergebnisse zulasten von Kandidaten, die besonders anspruchsvolle Examen bewältigen, darf es nicht geben.«

In Deutschland kann als Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Notar nur tätig sein, wer die sogenannte »Befähigung zum Richteramt« erwirbt. Das Deutsche Richtergesetz schreibt dazu vor, dass die Kandidaten ein rechtswissenschaftliches Studium und ein Referendariat ableisten müssen, beide Ausbildungsabschnitte schließen jeweils mit einem Examen ab, dessen Noten bundesweit die entscheidende Rolle für die berufliche Karriere bilden. Die konkrete Ausgestaltung der Prüfungsanforderungen (z.B. Anzahl der schriftlichen Arbeiten, Prüfungsfächer) obliegt im Wesentlichen den Bundesländern, deren Landesjustizprüfungsämter die staatlichen Prüfungen abnehmen.

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