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Pressemitteilungen 2013

12.07.2013 - Berufsausbildung hinter Gittern

Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Ausbildungsangebote geben den Gefangenen eine berufliche Perspektive.« 

In den sächsischen Justizvollzugsanstalten standen 2012 für die berufliche Qualifizierung der Gefangenen in rund 70 Bildungsmaßnahmen insgesamt ca. 660 Plätze zur Verfügung. Sie werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen finanziert. Wegen der unterschiedlichen Haftdauer bieten die Justizvollzugsanstalten flexible Qualifizierungsmaßnahmen in mehrmonatigen Modulen an. Den Abschluss der jeweiligen Module zertifizieren die Handwerks- bzw. Industrie- und Handelskammern im sog. "Sächsischen Qualifizierungspass". Nach Absolvierung aller erforderlichen Module bildet dieser Qualifizierungspass die Grundlage für die Zulassung des Gefangenen zur sog. Externenprüfung im jeweiligen anerkannten Beruf.
Justizminister Dr. Jürgen Martens: »Zielgerichtete Resozialisierung setzt bei unserem Bildungsangebot an. Die Ausbildung der Gefangenen während des Strafvollzuges trägt dazu bei, neue Straftaten nach der Entlassung zu verhindern und so ein straffreies Leben in Freiheit zu ermöglichen. Ich freue mich, dass wir die berufliche Bildung der Gefangenen im letzten Jahr weiter ausbauen konnten.«  
Derzeit werden in den Justizvollzugsanstalten modulare Qualifizierungsmaßnahmen u. a. in folgenden Ausbildungsberufen angeboten: Maurer, Maler bzw. Bauten- und Objektbeschichter, Holzmechaniker,  Fachlagerist, Teilezurichter, Koch, Mediengestalter und Betriebsinformatiker.
Im Jahr 2012 (I) haben 32 Gefangene einen Berufsabschluss erworben. Zehn Gefangene haben die Ausbildung zum Fachlageristen in den Justizvollzugsanstalten Chemnitz und Torgau sowie in der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen bestanden. Fünf Gefangene wurden erfolgreich zum Betriebsinformatiker in der Justizvollzugsanstalt Dresden ausgebildet. Vier Gefangene  haben in der Justizvollzugsanstalt Dresden und in der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen den Abschluss als Teilezurichter erworben. Vier weitere 
Gefangene konnten ihre Ausbildung in den Berufen Koch und Mediengestalter abschließen. Außerdem konnten sich neun weitere Gefangene über die bestandene Prüfung in den Berufen Modenäherin und Tischler freuen. 

Insgesamt schlossen 659 Gefangene ein oder mehrere Einzelmodule ab. Außerdem konnten 134 Schweißberechtigungen für unterschiedliche Schweißverfahren, 170 Zertifikate im Bereich der EDV-Anwendung sowie 1.662 sonstige Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen (u.a. Gabelstap-lerscheine) ausgehändigt werden.

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(I)  Im Jahr 2011 haben 17 Gefangene Berufsabschlüsse in folgenden Berufen erworben: Betriebsinformatiker, Tischler, Fachlagerist, Teilezurichter, Maurer und Elektroniker.

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