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Pressemitteilungen 2007

12.01.2007 - Der Rechtsstaat macht Schule

- Sächsische Justiz bietet landesweit Rechtskunde-Unterricht an -

Justizminister Geert Mackenroth hat heute Schülerinnen und Schüler der Leipziger Berufsschule »Karl-Heine« in Rechtskunde unterrichtet. Auf dem Stundenplan des nunmehr sechsten Schulbesuches des Justizministers standen die Gefahren des politischen Extremismus für den Rechtsstaat. Der Unterricht soll auch auf das landesweite Angebot von Rechtskunde-Unterricht durch die sächsische Justiz aufmerksam machen.

»Mir ist wichtig, dass die Werte unserer Rechtsordnung erkannt werden. Rechtskundeunterricht kann dazu beitragen, die rechtsstaatliche Entfremdung zwischen Staat und Bürger zu überwinden und über die extremistischen Gefahren für unser Gemeinwesen aufzuklären. Wir müssen uns diese Gefahren immer wieder vor Augen führen und gerade in ihren gewaltorientierten Umtrieben konsequent bekämpfen«, erläuterte Justizminister Geert Mackenroth das Anliegen des Unterrichts. »Um den Schülerinnen und Schülern die Grundwerte unserer Rechtsordnung aus der Sicht der Justiz zu vermitteln, stehen den Schulen in ganz Sachsen Richter und Staatsanwälte für die Erteilung von Rechtskunde-Unterricht zur Verfügung. Sie geben dem Rechtsstaat vor Ort ein Gesicht«, so der Justizminister weiter.

Im Schuljahr 2005/06 haben über 140 Gymnasien, Mittelschulen und Berufsbildende Schulen dieses Angebot der sächsischen Justiz wahrgenommen und Richter und Staatsanwälte für den Rechtskunde-Unterricht eingeladen. Darüber hinaus haben über 1.200 Schulklassen an Gerichtsverhandlungen teilgenommen. Die Richter und Staatsanwälte können und sollen die Lehrkräfte nicht ersetzen; ihre Aufgabe ist vielmehr, die freiheitlich-demokratische Rechtsordnung aus der Sicht der Justiz zu vermitteln. Darüber hinaus bietet die sächsische Justiz auch allen Schulen Ansprechpartner an, um die Handlungssicherheit im Schulalltag zu erhöhen. Zudem setzt die sächsische Justiz im laufenden Schuljahr den Schülerwettbewerb »Rechtsstaat gegen Rechtsextremismus«, der im vergangenen Schuljahr auf große Resonanz stieß, fort.

Die Richter und Staatsanwälte informieren auch über die Möglichkeiten eines Gerichtsbesuchs. Die vom Sächsischen Justizministerium herausgegebene Broschüre »Ein Schulbesuch bei Gericht« stellt die unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten, die Arbeit von Gerichten und den Ablauf von Strafverfahren anschaulich dar. Die Broschüre ist kostenlos und kann beim

Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung,
Hammerweg 30, 01127 Dresden, 
Tel.: 0351/2103671, Fax: 0351/2103681
E-Mail: publikationen@sachsen.de

bestellt werden. Im Internet ist sie unter https://www.justiz.sachsen.de/ verfügbar.

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