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Pressemitteilungen 2007

26.01.2007 - Einnahmen auf Rekordniveau

- Justizminister Geert Mackenroth: "Gefangenenarbeit nutzt allen" -

Ein Rekordergebnis konnte Justizminister Geert Mackenroth heute in Dresden für den sächsischen Justizvollzug im Haushaltsjahr 2006 mitteilen: »Die Einnahmen aus der Arbeit von Gefangenen sind so hoch wie noch nie. Im Jahr 2006 beliefen sie sich auf 7.550.000 Euro; das sind 420.000 Euro und damit knapp 6 % mehr als im Jahr 2005 (7.130.000 Euro). Diese Einnahmen fließen in den sächsischen Landeshaushalt zurück und verringern somit die vom Steuerzahler aufzubringenden Kosten für den Justizvollzug.  Im Jahr 2006 waren durchschnittlich 1.351 Gefangene in den Wirtschafts-, Eigen- und Unternehmerbetrieben beschäftigt.«¹

Diese Beschäftigung der Gefangenen ist ein wichtiger Beitrag zu ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Das Gesetz schreibt deshalb vor, dass der Strafgefangene zu einer angemessenen Arbeit verpflichtet ist. Sie ist die Grundlage für eine solide Lebensführung, verhindert neue Straftaten und erhöht damit die Sicherheit in der Gesellschaft.

Auch die Unternehmen haben von der Zusammenarbeit mit einer Justizvollzugsanstalt Vorteile: Sie profitieren von der Standortnähe und der flexiblen, ständigen Verfügbarkeit von Arbeitskräften. In den Justizvollzugsanstalten können Unternehmen Arbeiten vielfältiger Art ausführen lassen. So fertigen die Gefangenen z.B. Kunststoffteile für Lampen, führen Schleifarbeiten an Fahrzeugen durch oder verpacken Spielzeuge.

Justizminister Geert Mackenroth: »Der Einsatz von Gefangenen für Unternehmen nutzt allen: Die Unternehmen gewinnen einen leistungsfähigen Partner, die Gefangenen werden resozialisiert, die Sicherheit erhöht und die Haftkosten gesenkt. Der sächsische Justizvollzug tritt dabei nicht in Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft, sondern bietet sich ihr als vertrauenswürdiger Partner ohne Wettbewerbsverzerrungen an.«

Zum 01. Januar 2007 gab es in den 10 sächsischen Justizvollzugsanstalten 3.859 Gefangene; davon waren 2.769 Strafgefangene und 465 Jugendstrafgefangene. 523 Gefangene saßen in Untersuchungshaft. 6 Verurteilte befanden sich in Sicherungsverwahrung. 96 Personen waren aus sonstigen Gründen (Jugendarrest, Abschiebungshaft etc). inhaftiert. Der Anteil der 559 ausländischen Gefangenen (ohne Abschiebungshaft) betrug 14,5 %

¹  1.351 Gefangene im Jahr 2005, 1.354 Gefangene im Jahr 2004, 1.286 Gefangene im Jahr 2003

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