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Pressemitteilungen 2007

11.05.2007 - Bildung hinter Gittern

»761 Gefangene nehmen derzeit an Bildungsmaßnahmen im sächsischen Justizvollzug teil. Dieser hohe Anteil an schulischer und beruflicher Bildung im Strafvollzug fördert die Resozialisierung der Gefangenen. Die Ausbildung ist deshalb ein wichtiger Baustein in unserem Beschäftigungskonzept. Die Beschäftigung der Gefangenen während des Strafvollzugs trägt dazu bei, neue Straftaten nach ihrer Entlassung zu verhindern und damit die Sicherheit in der Gesellschaft zu erhöhen. Wir werden unsere Anstrengungen deshalb darauf richten, die Beschäftigungsquote zu steigern,« erklärte Justizminister Geert Mackenroth.

Der sächsische Justizvollzug ermöglicht Gefangenen über die Schulfremdenprüfung eine Vorbereitung auf den Hauptschul- und Realschulabschluss. An diesen einjährigen Vorbereitungslehrgängen des Schuljahres 2006/2007 nehmen aktuell 149 Gefangene teil. Alphabetisierungskurse und Förderkurse zur Vorbereitung oder Begleitung beruflicher Bildungsmaßnahmen, zur Auffrischung von Allgemeinwissen oder zur Vermittlung spezieller Kenntnisse (z.B. zum Umgang mit dem Computer) und zur Vorbereitung auf einen Schulabschluss ergänzen das Bildungsangebot. Zum Ende des Schuljahres 2005/2006 haben über die Schulfremdenprüfung 114 Gefangene einen Schulabschluss erworben, davon 41 Gefangene den Hauptschulabschluss, 55 Gefangene den qualifizierten Hauptschulabschluss und 18 Gefangene den Realschulabschluss. 12 Teilnehmer haben das Berufsvorbereitungsjahr in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz erfolgreich beendet.

In den sächsischen Justizvollzugsanstalten stehen insgesamt ca. 600 Plätze in rund 50 Bildungsmaßnahmen für die berufliche Qualifizierung der Gefangenen zur Verfügung. Den erfolgreichen Abschluss der einzelnen Qualifizierungsmodule zertifizieren die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer im sog. »Sächsischen Qualifizierungspass«. Dieser Qualifizierungspass dient dem Gefangenen zum Nachweis seines berufsbezogenen Bildungserwerbs. Nach Absolvierung der erforderlichen Module bildet dieser Qualifizierungspass die Grundlage für die Zulassung des Gefangenen zur sog. Externenprüfung im jeweiligen anerkannten Beruf. Derzeit werden in den Justizvollzugsanstalten modulare Qualifizierungsmaßnahmen z.B. in den folgenden Berufsfeldern bzw. Ausbildungsberufen angeboten: Garten- und Landschaftsbau (Beruf Gärtner), Kraftfahrzeugtechnik (Beruf Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik), Metall (Berufe Industriemechaniker und Teilezurichter), Holz (Beruf Tischler), Bau (Beruf Maurer) und Elektrotechnik/Elektronik (Beruf Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik).

Zum 1. Mai 2007 befanden sich 3.930 Gefangene im sächsischen Justizvollzug (Vormonat: 4.012). Davon waren 2.825 Strafgefangene und 451 Jugendstrafgefangene. 499 Gefangene saßen in Untersuchungshaft. Acht Verurteilte befanden sich in Sicherungsverwahrung. 116 Personen waren aus sonstigen Gründen (Jugendarrest, Abschiebungshaft etc). inhaftiert. 2.198 Gefangene in den Justizvollzugsanstalten beschäftigt. Der Anteil der beschäftigten Gefangenen lag im Verhältnis zur Gesamtbelegung bei 55,4% (55,4%).

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