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Pressemitteilungen 2007

27.07.2007 - Schuljahresende im Justizvollzug

- Justizminister Mackenroth: Bildung fördert die Resozialisierung -

Im Schuljahr 2006/07 haben sich in den sächsischen Justizvollzugsanstalten 126 Gefangene den schulischen Abschlussprüfungen gestellt. 41 Gefangene erreichten dabei den Hauptschulabschluss, 46 den Qualifizierten Hauptschulabschluss. 19 weitere Gefangene schlossen »die Schule« mit dem Realschulabschluss ab. 8 Teilnehmer haben das Berufsvorbereitungsjahr erfolgreich beendet. Die Gefangenen mussten jeweils die gleichen Prüfungsaufgaben wie die Schüler an den entsprechenden Schulen außerhalb des Justizvollzugs bearbeiten.
 
Im sächsischen Justizvollzug wurden im letzten Schuljahr 9 Hauptschul-, 2 Realschul- und ein Berufsvorbereitungskurs angeboten. Der Unterricht wird weitgehend durch die 21 Anstaltspädagogen abgedeckt. Das Bildungsangebot wird durch Alphabetisierungskurse, Förderkurse zur Vorbereitung oder Begleitung beruflicher Bildungsmaßnahmen, zur Auffrischung von Allgemeinwissen oder zur Vermittlung spezieller Kenntnisse (z. Bsp. zum Umgang mit dem Computer) und zur Vorbereitung auf einen Schulabschluss ergänzt. 

Justizminister Geert Mackenroth: »Bildung im Strafvollzug fördert die Resozialisierung der Gefangenen. Denn ohne Schulabschluss und Berufsausbildung ist es für Gefangene kaum möglich, nach Verbüßung der Strafe »draußen« selbständig zurecht zu kommen. Die Ausbildung ist deshalb ein wichtiger Baustein in unserem Beschäftigungskonzept.«

Hintergrund:
Zum 1. Juli 2007 befanden sich 3.857 Gefangene im sächsischen Justizvollzug. Davon waren 2.755 Strafgefangene und 420 Jugendstrafgefangene. 514 Gefangene saßen in Untersuchungshaft. Acht Verurteilte befanden sich in Sicherungsverwahrung. 160 Personen waren aus sonstigen Gründen (Jugendarrest, Abschiebungshaft etc.) inhaftiert.

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