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Pressemitteilungen 2007

03.08.2007 - Justitia wird femininer

Justizminister Mackenroth: "Dritte Staatsgewalt verstärkt in weiblicher Hand"

Zählten Richter und Staatsanwalt vor wenigen Jahrzehnten noch zu den klassischen Männerberufen, ändert sich dieses Bild zunehmend: Die dritte Staatsgewalt im Freistaat Sachsen befindet sich verstärkt in weiblicher Hand. Bei den sächsischen Amts- und Landgerichten sowie am Oberlandesgericht liegt die Frauenquote in der Altersgruppe 50 bis 59 Jahre bei 38 Prozent, bei den 40- bis 49-jährigen bei 41 Prozent und bei den unter Vierzigjährigen bei nahezu 50 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Staatsanwältinnen aus; ihr Anteil in den jeweiligen Altersgruppen liegt bei 38, 36 bzw. 58 Prozent.

Diese Tendenz spiegelt sich auch im Jurastudium und der Referendarausbildung wieder: Rund 58 % der angehenden Juristen, die die juristischen Staatsprüfungen im Jahr 2006 bestanden haben, waren Frauen.

Bei der Besetzung von Führungspositionen in der sächsischen Justiz (z. Bsp. Amtsgerichtsdirektor, Landgerichtspräsident, Senatsvorsitzender, Oberstaatsanwalt) besteht für unsere Juristinnen Nachholbedarf. Die Präsidenten der sechs sächsischen Landgerichte und des Oberlandesgerichts Dresden sind ebenso männlich wie die Leitenden Oberstaatsanwälte der sechs Staatsanwaltschaften und der Generalstaatsanwalt. 27 Prozent aller Beförderungsämter sind an Richterinnen und Staatsanwältinnen vergeben.

Justizminister Geert Mackenroth: »Die Judikative im Freistaat Sachsen wird in einigen Jahren zur Hälfte weiblich sein. Diese erfreuliche Entwicklung wird sich - Dank der hervorragenden fachlichen Leistungen und des Engagements unserer Richterinnen und Staatsanwältinnen - dann fraglos auch bei den Führungspositionen bemerkbar machen.«

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