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Pressemitteilungen 2007

14.09.2007 - Jugendstrafanstalt geht ans Netz

Justizminister Mackenroth: Sichtbarer Ausdruck des modernen sächsischen Jugendstrafvollzugs

Heute hat die neue Jugendstrafanstalt (JSA) Regis-Breitingen erstmals ihre Tore für die Öffentlichkeit geöffnet. Wegen des Besucheransturms sind drei weitere Tage der offenen Tür: am 15., 21. und 22. September 2007 vorgesehen. Interessierte Bürger erhalten dabei Einblicke in den frisch gestarteten Probebetrieb einer der bundesweit modernsten Vollzugsanstalten. »Der Neubau ist sichtbarer Ausdruck des erfolgreichen sächsischen Wegs zu einem modernen, am Erziehungsgedanken orientierten Jugendstrafvollzug. Wir wollen den Jugendstrafvollzug in Sachsen nicht nur baulich, sondern auch gesetzlich auf eine neue Grundlage stellen. Der Entwurf des sächsischen Jugendstrafvollzugsgesetz schreibt unsere bewährte sächsische Vollzugspraxis gesetzlich fest. In der JSA Regis-Breitingen werden wir unser modernes und sicheres Resozialisierungskonzept für den Jugendstrafvollzug in die Praxis umsetzen«, erläuterte der Minister.
 
Die Anstalt kann 356 Jugendstrafgefangene aufnehmen. Ab Ende September 2007 werden die ersten Gefangenen in die JSA verlegt. Bis Ende Dezember 2007 soll der Umzug der Gefangenen abgeschlossen sein. Die männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden im Alter von 14 bis 21 Jahren werden überwiegend in Einzelhafträumen untergebracht. Dass der Jugendstrafvollzug letztlich nur erfolgreich sein wird, wenn er sich nicht von der Gesellschaft abschottet, zeigt schon die Umwehrung der Anstalt: Nicht hohe Mauern, sondern ein ebenso sicheres Zaunsystem macht sichtbar, dass man in den Vollzug hinein- und auch hinaussehen kann.

Die feierliche Einweihung der JSA Regis-Breitingen findet am Freitag, den 05. Oktober 2007, statt, wozu die Presse eingeladen werden wird.

Zum 1. September 2007 befanden sich 3.769 Gefangene im sächsischen Justizvollzug. Davon waren 2.797 Strafgefangene und 377 Jugendstrafgefangene (342 männliche und 35 weibliche Jugendstrafgefangene). 29 Jugendstrafgefangene sind zwischen 14 und 18 Jahre alt. 442 Gefangene saßen in Untersuchungshaft. Neun Verurteilte befanden sich in Sicherungsverwahrung. 144 Personen waren aus sonstigen Gründen (Jugendarrest, Abschiebungshaft etc.) inhaftiert.

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