1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Pressemitteilungen aus dem Jahr 2019

10.01.2020 - Gemeinsame Medieninformation zum Einbruch in das Grüne Gewölbe

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden
Polizeidirektion Dresden

Israelische Firma nicht von Dresdner Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion beauftragt

Israelische Firma hat keine Erkenntnisse an Staatsanwaltschaft oder Polizei weitergeleitet

 

Die Staatsanwaltschaft Dresden, die Polizeidirektion Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die israelische Firma CGI nicht mit der Überprüfung des Sicherheitskonzeptes im Grünen Gewölbe oder mit sonstigen Ermittlungen beauftragt.

Hinweise darauf, dass im Grünen Gewölbe gestohlener Schmuck der Firma zum Kauf angeboten wurde, liegen den Ermittlungsbehörden nicht vor. Seitens der Firma wurden keine Erkenntnisse an die Dresdner Staatsanwaltschaft oder die Polizei übermittelt.

20.12.2019 - Tod eines Babys in Dresden

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden

Tod eines Babys in Dresden

Staatsanwaltschaft stellt Antrag auf Erlass eines Haftbefehls

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat heute beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen eine 36-jährige Deutsche gestellt. Der Beschuldigten liegt Totschlag durch Unterlassen zur Last. Ihr wird vorgeworfen, in den Morgenstunden des 19.12.2019 ein lebensfähiges Baby entbunden zu haben und dieses am 19.12.2019 gegen 10:30 Uhr unweit der Gleisschleife Prohlis unversorgt abgelegt und hierdurch den Tod des Babys zumindest billigend in Kauf genommen zu haben.

Trotz sofort eingeleiteter und umfangreicher Suchmaßnahmen der Polizei konnte das bereits verstorbene Baby erst nach einem am späten Abend erteilten Hinweis der Beschuldigten gegen 23:00 Uhr gefunden werden.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

20.12.2019 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe; DVB AG unterstützt bei Fahndung

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden


Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

DVB AG unterstützt bei Fahndung

Über 1.100 Hinweise eingegangen

Über 700 Spuren gesichert

50 Vernehmungen durchgeführt

Soko besetzt Hinweistelefon auch über die Feiertage

Vom 23.12.2019 bis 30.12.2019 wird die Dresdner Verkehrsbetriebe AG die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizei bei der Fahndung nach den  unbekannten Tätern unterstützen. In einem Clip des Fahrgastfernsehens wird um Hinweise zu dem Fluchtfahrzeug gebeten. Adressat des Fahndungsaufrufes sind insbesondere die Fahrgäste, die regelmäßig in den Nacht- und Morgenstunden Dresdner Straßenbahnen nutzen und denen in der Nacht vom 24. zum 25.11.2019 möglicherweise ein heller Audi A6, (Baujahr 2006) mit dunklem Dach aufgefallen ist.

Bislang sind zu der Tat 1.100 Hinweise eingegangen, davon 414 über das Onlineportal.

Kriminaltechniker haben an den drei Tatorten über 700 Spuren gesichert. Im Rahmen einer Spurenkonferenz wurden sie bewertet. Ihre priorisierte Auswertung läuft.

Ermittler der Sonderkommission „Epaulette“ haben bislang etwa 50 Personen als Zeugen vernommen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Anwohner im Wahrnehmbarkeitsbereich der Tatorte, Hinweisgeber sowie Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes.

Auch über die kommenden Feiertage werden Ermitler der Sonderkommission „Epaulette“ Hinweise entgegennehmen. Zudem wurden für die Feiertage Vorkehrungen getroffen, die ein sofortiges Reagieren auf neue Ermittlungserkenntnisse ermöglichen.

Hinweise nimmt die Dresdner Polizei weiterhin

telefonisch unter:                            (0351) 483 22 33

oder über das Hinweisportal:        https://sn.hinweisportal.de
entgegen.

19.12.2019 - Messerstecherei vor dem Scheunevorplatz

Medieninformation

Messerstecherei vor dem Scheunevorplatz

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 31-jährigen Tunesier wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 08.08.2019 gegen 22:45 Uhr mit einem 33-jährigen Landsmann auf dem Scheunevorplatz in Dresden in Streit geraten zu sein und auf diesen zunächst mit den Fäusten eingeschlagen zu haben. Anschließend soll der Beschuldigte den Geschädigten mit einem Messer mit einer Klingenlänge von wenigstens 4 cm mit zwei Stichen in die rechte Brust und in den linken Bauchbereich gestochen haben, wobei er dessen Tötung zumindest billigend in Kauf nahm.

Der Geschädigte erlitt schwere Verletzungen, u.a. eine Durchtrennung der rechten inneren Brustkorbschlagader und eine Eröffnung des Herzbeutels. In Folge der Verletzungen erlitt er einen Kreislaufzusammenbruch und einen Herzstillstand. Er musste reanimiert, künstlich beatmet und intensivmedizinisch therapiert werden.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

18.12.2019 - Schlag gegen Graffiti-Bande in Dresden

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Bundespolizeiinspektion Dresden

Schlag gegen Graffiti-Bande in Dresden

Staatsanwaltschaft und Bundespolizei ermitteln gegen acht Beschuldigte und durchsuchen fünf Objekte  

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeiinspektion Dresden ermitteln in einem Großverfahren gegen acht Beschuldigte (23, 23, 24, 25, 25, 26, 29 und 31 Jahre) wegen Sachbeschädigung. Den Beschuldigten liegt zur Last, in insgesamt 78 Fällen überwiegend im Stadtgebiet von Dresden unerlaubt großflächig Graffiti an Eisenbahnwaggons angebracht und hierdurch einen Gesamtschaden von ca. 220.000,00 EUR verursacht zu haben. Geschädigt wurden hauptsächlich regionale Bahnverkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG, die ehemalige Städtebahn Sachsen, die Transdev Mitteldeutschland GmbH, die ITL Eisenbahngesellschaft mbH sowie die DB Cargo AG.

In dem Ermittlungsverfahren wurden am 18.12.2019 fünf richterlich angeordnete Durchsuchungen in Dresden realisiert. Bei den durchsuchten Objekten handelte es sich um Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern im Stadtgebiet von Dresden. Zur Durchführung der Maßnahmen waren 40 Beamte der Bundespolizei im Einsatz. Bei der Durchsuchung wurden umfangreiche Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt (u. a. Speichermedien, internetfähige Kommunikationsmittel sowie bei der Tatausführung verwendete Gegenstände).   

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

17.12.2019 - Schwerer Raub bei Dresdner Juwelier

Medieninformation

Schwerer Raub bei Dresdner Juwelier

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Großen Strafkammer des  Landgerichts Dresden gegen einen 41-jährigen estnischen Staatsangehörigen wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung  erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 15.03.2017 gegen 10:42 Uhr in einem Juweliergeschäft in der Dresdner Innenstadt gemeinsam mit einem zwischenzeitlich verstorbenen Mittäter mit Waffengewalt Uhren und Schmuck entwendet zu haben.

Dabei soll der zwischenzeitlich verstorbene Mittäter zwei Angestellte des Juweliergeschäfts mit einer Pistole bedroht und dabei aufgefordert haben, die Hände hochzunehmen. Währenddessen schlug der Beschuldigte eine auch als Schaufenster dienende Glasvitrine ein und entnahm dieser Uhren und Schmuck im Gesamtwert von 304.915,00 EUR. Um die Beute zu sichern und eine reibungslose Flucht zu ermöglichen setzte der zwischenzeitlich verstorbene Mittäter Reizgas im Geschäftsraum frei, wobei er dieses  direkt in Richtung einer Angestellten versprühte. Die beiden Angestellten erlitten infolge des eingesetzten Reizgases Atembeschwerden und Augenreizungen.

Die entwendeten Gegenstände wurden bis heute nicht wieder aufgefunden.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

16.12.2019 - Schnelles Urteil gegen Hakenkreuzschmierer

Medieninformation

Schnelles Urteil gegen Hakenkreuzschmierer

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden zwei Deutsche (20 und 21 Jahre) am 12.12.2019 durch das Amtsgericht Dresden im beschleunigten Verfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung verurteilt. Gegen den 21-jährigen wurde eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen verhängt. Der 20-jährige wurde als Heranwachsender zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 16.11.2019 gegen 15:35 Uhr auf den steinernen Vorplatz der Gläsernen Manufaktur in Dresden, Lennéstraße 1, mit roter und schwarzer Farbe vier einzelne Hakenkreuzdarstellungen in der Größe von jeweils 1 x 1 Meter, eine SS-Rune in der Größe 1 x 0,8 Meter sowie gegen die Polizei gerichtete Parolen in der Größe von 1 x 15 Meter aufgesprüht zu haben.

Die Schmierereien konnten von einer unübersehbaren Zahl von Passanten wahrgenommen werden. Die Beschuldigten verursachten durch ihr Handeln einen Reinigungsaufwand von mindestens 1.600,00 Euro.

Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.    

13.12.2019 - Schlag gegen Diebesbande in Dresden

 

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Bundespolizeiinspektion Dresden
 

Schlag gegen Diebesbande in Dresden

Staatsanwaltschaft und Bundespolizei nehmen vier Beschuldigte fest

 

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeiinspektion Dresden haben am 13.12.2019 in einem Verfahren wegen Bandendiebstahls in sechs Fällen fünf richterlich angeordnete Durchsuchungen in Dresden durchgeführt und gegen vier Beschuldigte georgischer Nationalität (drei Männer 33, 34, 45 Jahre sowie eine Frau 40 Jahre) Haftbefehle des Amtsgerichts Dresden vollstreckt. Dabei waren 60 Beamte der Bundespolizei im Einsatz.

Die Beschuldigten sind Asylbewerber. Ihnen liegt zur Last, als Mitglied einer Bande fortgesetzt Diebstahlshandlungen in Einzelhandelsgeschäften in Dresden und im Umland begangen zu haben und dabei Zigaretten und andere Artikel in großem Umfang entwendet zu haben.

Bei den Durchsuchungen konnten Diebesgut (u.a. sechs Armbanduhren, diverse Schmuckartikel und Werkzeug) sowie umfangreiche weitere Beweismittel sichergestellt werden.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

11.12.2019 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe; Bild des Fluchtfahrzeugs veröffentlicht; Bild- und Videoaufnahmen ab 1. Oktober 2019 gesucht

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden


Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

Bild des Fluchtfahrzeugs veröffentlicht

Bild- und Videoaufnahmen ab 1. Oktober 2019 gesucht

Suche nach Fahrer eines schwarzen Transporters als wichtigem Zeugen

Fahndung bei Aktenzeichen XY … ungelöst

 

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Sonderkommission "Epaulette" haben ihre Fahndungsmaßnahmen noch einmal intensiviert. Im Mittelpunkt steht dabei die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Die Ermittler konnten zwischenzeitlich von einer Überwachungskamera ein Foto des Fluchtfahrzeugs sichern. Die Täter hatten dieses bei ihrer Flucht zunächst genutzt und später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbrodaer Straße in Brand gesetzt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen hellen Audi A6 (Baujahr 2006) mit dunklem Dach.
In diesem Zusammenhang fragen die Ermittler, wem ein solches Fahrzeug am Tattag oder davor aufgefallen ist?

Im Zuge der Ermittlungen zum Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe gehen die Ermittler von einer längerfristigen Planungsphase der Täter aus. Diese umschließt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Ausspähen des Tatobjektes.

Vor diesem Hintergrund bitten Staatsanwaltschaft und Polizei um Bild- oder Videoaufnahmen, die zwischen dem 1. Oktober und dem 25. November 2019 innerhalb oder außerhalb in der Nähe des Historischen Grünen Gewölbes entstanden sind. Der Aufruf richtet sich insbesondere auch an Touristen.

Entsprechende Dateien können der Sonderkommission „Epaulette“ über das Hinweisportal (https://sn.hinweisportal.de) zugeleitet werden.

Schließlich wird die Fahrerin oder der Fahrer eines schwarzen Transporters, der kurz vor der Tat am 25. November 2019 auf der Sophienstraße unterwegs war, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Es könnte sich um einen wichtigen Zeugen handeln.

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden über das Hinweisportal und unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Die neuen Fahndungsansätze werden am 11. Dezember 2019, 20.15 Uhr  im Zweiten Deutschen Fernsehen in der Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" vorgestellt. Die Ermittler erhoffen sich hierdurch neue Hinweise zur Identifizierung der bisher unbekannten Täter.

 

03.12.2019 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe; Tatablauf nachgestellt

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden
Polizeidirektion Dresden


Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
Tatablauf nachgestellt
Hochschule Mittweida analysiert Videomaterial
Bisher 516 Hinweise eingegangen

 

Staatsanwaltschaft und Polizei haben am 02.12.2019 den Ablauf des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe nachgestellt. Zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag überwanden Fahnder die äußere Sicherung, um bis an das Fenster zu gelangen. Gleichzeitig prüften Staatsanwaltschaft und Polizei die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums bei dem nachgestellten Einbruch.

Für die Aufklärung des Falles nutzt die Sonderkommission auch externen Sachverstand der Hochschule Mittweida. Experten sollen insbesondere das umfangreiche Videomaterial analysieren und durch technische Lösungen dessen Qualität verbessern. Davon erhoffen sich die Ermittler neue Fahndungsansätze.

Der am 01.12.2019 erfolgte Fahndungsaufruf innerhalb der Sendung „Kripo Live“ erbrachte weitere Hinweise. Bislang sind insgesamt 516 Hinweise eingegangen, davon 160 über das geschaltete Hinweisportal.

Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa:

„Neue Hinweise können mitunter eine sehr schnelle Reaktion der Ermittler erfordern. Plötzliche Exekutivmaßnahmen wie Durchsuchungen und Vernehmungen sind daher jederzeit möglich. Die Ermittlungen sind allerdings inzwischen in einem Stadium, dass die Veröffentlichung einzelner Ermittlungsmaßnahmen den Erfolg des gesamten Verfahrens gefährden könnte. Aus diesem Grund sind genauere Angaben zu erfolgten oder aktuell geplanten Exekutivmaßnahmen derzeit nicht möglich. Bislang besteht kein dringender Tatverdacht gegen eine konkrete Person. Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen."

 

28.11.2019 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe; 500.000 Euro ausgelobt

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden

Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

500.000 Euro ausgelobt

Sonderkommission "Epaulette" aufgestockt

OK-Abteilung der Staatsanwaltschaft Dresden übernimmt weitere Ermittlungen
 

Die zur Aufklärung des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe eingerichtete Sonderkommission „Epaulette“ ist nunmehr auf insgesamt 40 Mitarbeiter aufgestockt worden. Die Leitung der weiteren Ermittlungen in diesem Fall hat die Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden übernommen; derzeit sind drei Staatsanwälte schwerpunktmäßig mit der Bearbeitung des Gesamtkomplexes betraut. Mit diesen Entscheidungen sollen die umfangreichen aktuellen Ermittlungen weiter zügig vorangetrieben werden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter oder zum Auffinden des Diebesgutes führen, hat die Polizei im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft eine Belohnung* in Höhe von 500.000 Euro ausgesetzt.

Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp:

 „Mit der Auslobung von einer halben Million Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die am Montag in das Grüne Gewölbe in Dresden einbrachen, unternehmen die Ermittlungsbehörden einen weiteren wichtigen Schritt, den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat und allen interessierten Besucherinnen und Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen.“

Die Medienarbeit in dieser Sache wird ab sofort von der Staatsanwaltschaft Dresden wahrgenommen.  

*Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Personen, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Sollten mehrere Hinweise zur Täterermittlung beitragen, wird der Betrag unter den Hinweisgebern nach Maßgabe der Bedeutung des Hinweises aufgeteilt. (ml)

26.11.2019 - Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

Medieninformation

Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko-Kfz* des Landeskriminalamtes gehen gemeinsam mit tschechischen Kollegen gegen internationale Kfz-Bandenkriminalität vor

Die Staatsanwaltschaft Dresden führt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen vier tschechische Beschuldigte (23, 41, 51 und 36 Jahre) wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen. Den Beschuldigten liegt zur Last, Kraftfahrzeuge unterschiedlicher Marken in Sachsen entwendet, in die Tschechische Republik überführt und dort gewinnbringend verwertet zu haben. Dabei sollen die Beschuldigten bandenmäßig organisiert und arbeitsteilig handelnd vorgegangen sein.    

Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Dresden drei Europäische Haftbefehle sowie Durchsuchungsbeschlüsse für vier Objekte in der Tschechischen Republik im Bereich Varnsdorf und Rumburk erwirkt. Diese wurden zwischen dem 12. und dem 13. November 2019 von der Soko-Kfz des Landeskriminalamtes Sachsen gemeinsam mit tschechischen Polizeibeamten erfolgreich realisiert.

Die drei Beschuldigten, gegen die Europäische Haftbefehle vorlagen, wurden festgenommen und befinden sich derzeit in der Tschechischen Republik in Auslieferungshaft. Sie sollen zeitnah in die Bundesrepublik Deutschland überstellt werden. Im Rahmen der realisierten Durchsuchungsmaßnahmen konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden, u. a. Fahrzeuge, Fahrzeugteile, Entwendungswerkzeuge, OBD-Tools und Datenträger.

Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen haben  gemeinsam mit den tschechischen Kollegen einen hohen Fahndungsdruck  aufgebaut, der sich bereits in einem deutlichen Rückgang der Fallzahlen bei der Entwendung von Kraftfahrzeugen in Sachsen niederschlägt. Der Fahndungsdruck wird auch in der Zukunft konsequent aufrechterhalten werden.  

 

*„Soko Kfz“… Sonderkommission zur Bekämpfung der internationalen Kfz-Verschiebung

25.11.2019 - Serie von Sexualstraftaten in Dresden

Medieninformation

Serie von Sexualstraftaten in Dresden

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 37-jährigen Deutschen Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – u.a. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Vergewaltigung erhoben. Dem Beschuldigten liegt zur Last, zwischen dem 18. Juni 2019 und dem 23. Juli 2019 in vier Fällen in Dresden eine junge Frau und drei Mädchen beim Spazierengehen überfallen zu haben, um an ihnen sexuelle Handlungen zu begehen, was ihm in drei Fällen auch gelang (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 30. August 2019).

Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht eingelassen.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

15.11.2019 - Staatsanwaltschaft Dresden klagt Drogenhändler an

Medieninformation

Darknet schützt vor Strafe nicht

Staatsanwaltschaft Dresden klagt Drogenhändler an  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 35-jährigen Deutschen  Anklage zum Amtsgericht Pirna – Schöffengericht – u. a. wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in vier Fällen und vorsätzlichen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in sechs Fällen erhoben.

Dem Beschuldigten liegt zur Last, zwischen Januar und August 2019 bei zwei in den Niederlanden ansässigen Verkäufern in vier Fällen über das Darknet jeweils einen Liter Amphetamin-Öl für 2.000,00 bzw. 2.500,00 Euro erworben zu haben. Ihm wird vorgeworfen, aus dem Amphetamin-Öl in seiner Wohnung in Pirna verschiedene Amphetaminprodukte, u. a. Speed-Paste, Nasenspray und Pulver, hergestellt und anschließend auf verschiedenen Darknet-Plattformen weltweit im Wege des Versandhandels gewinnbringend verkauft zu haben.

Ihm liegt weiterhin zur Last, zwischen März und Mai 2019 in sechs Fällen insgesamt ca. 350 Gramm Marihuana über das Darknet erworben und anschließend gewinnbringend verkauft zu haben.  

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten wurden diverse Laborgeräte und Chemikalien gefunden, die zur Herstellung von Amphetaminprodukten benötigt werden. Darüber hinaus wurden in der Wohnung des Beschuldigten viele Gegenstände gefunden, die auf die Ausübung eines regen Drogenversandhandels hindeuteten.

Das Amtsgericht Pirna wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Pirna bestimmt.

Der Beschuldigte wurde in dieser Sache am 14.08.2019 vorläufig festgenommen und befindet sich seit 15.08.2019 in Untersuchungshaft

08.11.2019 - Serie von Grabschändungen aufgeklärt

Medieninformation

Serie von Grabschändungen aufgeklärt

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 33-jährigen deutschen Staatsangehörigen Anklage zum Amtsgericht Meißen – Strafrichter – wegen  Diebstahls in sechs Fällen, Störung der Totenruhe in neun Fällen und Sachbeschädigung erhoben.

Dem Beschuldigten liegt zur Last, im Mai 2016 und im Juli/August 2016 auf dem Friedhof in Nossen zwei Grabplatten im Wert von jeweils ca. 350,00 Euro entwendet zu haben, um diese für sich zu behalten.

Ihm liegt weiterhin zur Last, zwischen dem 13. und dem 14.09.2016 durch Eintreten der Seitentür in die alte Leichenhalle des Friedhofs Nossen eingedrungen zu sein, dabei einen Sachschaden von ca. 300,00 Euro verursacht zu haben, und anschließend drei größere Stoffvorhänge und ein großes älteres Holzkreuz im Gesamtwert von ca. 350,00 Euro entwendet zu haben, um die Gegenstände für sich zu behalten.

Ferner wird dem Beschuldigten vorgeworfen, zwischen dem 08.07.2019 und dem 09.07.2019 gegen 08:30 Uhr auf dem Friedhof in Nossen zehn Grabsteine umgeworfen und hierdurch einen Sachschaden von insgesamt ca. 200,00 Euro verursacht zu haben, sowie anschließend noch drei Holzkreuze entwendet zu haben, um diese für sich zu behalten, wobei hierdurch ein  weiterer Sachschaden von ca. 200,00 Euro entstand.

Der Beschuldigte geriet aufgrund des Hinweises eines Zeugen, der in der Wohnung des Beschuldigten ein Holzkreuz gesehen hatte, ins Visier der Verfolgungsbehörden. Bei der daraufhin von der Staatsanwaltschaft Dresden unverzüglich beantragten und durchgeführten Durchsuchung wurden weitere Gegenstände gefunden, die früheren Grabschändungen zugeordnet werden konnten.    

Das Amtsgericht Meißen wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Meißen bestimmt.

06.11.2019 - Schnelles Urteil gegen bewaffneten Kupferdieb

Medieninformation

Schnelles Urteil gegen bewaffneten Kupferdieb

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein 42-jähriger Deutscher am 05.11.2019 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen Diebstahls mit Waffen zu einer Freiheitstrafe von 6 Monaten zur Bewährung verurteilt. Gleichzeitig wurde ihm durch das Amtsgericht Pirna auferlegt, 150 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten.

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 05.11.2019 vor 07:00 Uhr in das stillgelegte Transformatorenhaus auf dem Gelände des alten Krankenhauses, Schandauer Straße 12 in 01796 Pirna eingedrungen zu sein und dort mit einem Trennschleifer drei insgesamt ca. 3,3 kg schwere Gewindestangen aus Kupfer mit einem Gesamtwert von ca. 15,00 Euro abgetrennt zu haben, um diese für sich zu behalten oder zu veräußern. Bei der Ausführung der Tat führte der Beschuldigte ein Taschenmesser mit einer Klingenlänge von ca. 8 cm und ein Pfefferspray bei sich.

Der Hausmeister der benachbarten Schule hörte die vom Beschuldigten verursachten Geräusche des Trennschleifers und rief die Polizei, die schnell am Tatort war. Der Beschuldigte, der sich beim Erscheinen der Polizei im Transformatorenhaus versteckt hatte, wurde durch die Pirnaer Polizeibeamten festgenommen und noch am gleichen Tag im beschleunigten Verfahren verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.    

21.10.2019 - Tritte mit beschuhtem Fuß gegen Kopf; Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

Medieninformation

Tritte mit beschuhtem Fuß gegen Kopf

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 32-jährigen deutschen Staatsangehörigen u.a. wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung in zwei Fällen erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 22.06.2019, gegen 21:15 Uhr in einem Park in Meißen den nach einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung am Boden liegenden Geschädigten mehrfach wuchtig mit dem beschuhtem Fuß auf den Kopf und gegen den Kopf, insbesondere das Gesicht getreten zu haben, wobei er dessen Tötung zumindest billigend in Kauf nahm.

Eine hinzutretende Zeugin stieß der Beschuldigte zu Boden und schlug ihr mehrfach mit der Faust gegen die Schulter, wodurch diese Schmerzen erlitt. Als der unmittelbar nach dieser Handlung herbeigeilte Freund der Zeugin versuchte, seiner Freundin zu helfen, geriet er in eine körperliche Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten, wurde von diesem zu Boden gedrückt und mehrfach mit der Faust gegen Arm, Rippen und Kopf geschlagen, wodurch er Schmerzen erlitt.

Unmittelbar im Anschluss an diese Handlungen kam der Beschuldigte noch einmal an den Ort zurück, an dem der Geschädigte seiner ersten Tat noch immer von den Fußtritten benommen da lag. Als der Geschädigte versuchte, sich vom Boden zu erheben, trat ihm der Beschuldigte aus vollem Lauf mit dem beschuhten Fuß gegen den Kopf, wobei er dessen Tötung zumindest billigend in Kauf nahm.

Der Geschädigte erlitt schwere Verletzungen, u.a. ein mittel- bis schwergradiges Schädel-Hirn-Trauma 2. bis 3. Grades, und musste intensiv-medizinisch behandelt werden. Entgegen der Erwartung des Beschuldigten überlebte der Geschädigte die verübten Gewalthandlungen.        

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

18.10.2019 - Schlag gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Medieninformation

Schlag gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Staatsanwaltschaft Dresden und Bundeskriminalamt vollstrecken Haftbefehle und realisieren umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen

Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Bundeskriminalamt haben mit Unterstützung der PD Dresden am 16.10.2019 in einem Verfahren wegen gewerbsmäßigen schweren Menschenhandels und schwerer Zwangsprostitution in drei sogenannten Prostitutionsstätten und zwei Wohnungen in Dresden richterlich angeordnete Durchsuchungen durchgeführt und gegen vier Beschuldigte bulgarischer Nationalität Haftbefehle des Amtsgerichts Dresden vollstreckt.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit 2016 in Bulgarien Mädchen und junge Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen oder mittels Zwangs angeworben, nach Deutschland gelockt und unter Ausnutzung des Umstandes, dass sie sich in einem fremden Land ohne Sozialkontakte und ohne Einkommen aufhalten, sowie mittels Drohungen und Gewalt zur Ausübung der Prostitution gezwungen zu haben.   

Die Ermittlungen wurden aufgrund von Hinweisen der bulgarischen Ermittlungsbehörden eingeleitet, bei denen zwei ehemalige Zwangsprostituierte nach ihrer Rückkehr nach Bulgarien Anzeige erstattet hatten. Bei den Durchsuchungen wurden 20 Prostituierte angetroffen und vernommen. Zudem wurden rund 20.000 Euro Bargeld, Unterlagen und zahlreiche Datenträger sichergestellt.

Die vier Beschuldigten wurden am 17.10.2019 dem Haftrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle gegen drei Beschuldigte in Vollzug. Ein Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Auskünfte erteilt allein die Staatsanwaltschaft Dresden.

11.10.2019 - 36 Kakadus und Papageien gesichert

Medieninformation

36 Kakadus und Papageien gesichert

Staatsanwaltschaft Dresden ordnet Notveräußerung an  

Die Staatsanwaltschaft Dresden führt derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen  einen Beschuldigten u.a. wegen Betrugs in fünf Fällen, Bankrotts sowie Insolvenzverschleppung. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Bau GmbH mit mindestens vier Bauherren und einem Immobilienkäufer Verträge über die Errichtung oder Sanierung von Bauwerken als Generalunternehmer abgeschlossen zu haben, bei denen er zugleich auch als Vermittler der erforderlichen Baufinanzierung auftrat. Entsprechend seiner vorgefassten Absicht erbrachte der Beschuldigte an den Objekten sodann keine nennenswerten Bau- oder Planungsleistungen, sondern vereinnahmte aus den von ihm vermittelten Darlehn unrechtmäßig im Voraus gezahltes Baugeld im Namen der von ihm vertretenen GmbH in Höhe von insgesamt 414.535,53 Euro.   

In dem Verfahren hat die Staatsanwaltschaft Dresden am 01.10.2019 umfangreiche Maßnahmen der Vermögensabschöpfung zugunsten der Geschädigten durchgeführt. Neben einem Auto im Wert von ca. 40.000,00 Euro und etwas Bargeld wurden beim Beschuldigten 36 hochwertige Kakadus und Papageien im Gesamtwert von mindestens 100.000,00 EUR sichergestellt. Bei der Sicherstellung waren neben der Polizei auch das Umweltamt mit zwei Experten (darunter ein Papageienexperte) und ein Zoofachmann vor Ort, um die schonende und artgerechte Sicherstellung zu veranlassen. Die Tiere stammen alle aus Zucht, sind beringt und gemeldet. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wurden nicht festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat dafür Sorge getragen, dass die Tiere  artgerecht untergebracht sind. Damit die Tiere nunmehr schnellstmöglich veräußert werden können, hat die Staatsanwaltschaft Dresden am 11.10.2019 die Notveräußerung angeordnet. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, im Rahmen der Notveräußerung einen guten Preis für die Tiere erzielen zu können, da das Interesse an den bei Liebhabern äußerst gefragten Tieren sehr groß ist. Sollte der Beschuldigte rechtskräftig verurteilt werden, käme das erlöste Geld dann den Geschädigten zu Gute.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

04.10.2019 - Gewaltsamer Tod von zwei Kleinkindern; Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

Medieninformation

Gewaltsamer Tod von zwei Kleinkindern

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –
 

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 55-jährigen Franzosen zum Landgericht Dresden – Schwurgericht – u.a. wegen Mordes in zwei Fällen und wegen versuchten Mordes erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 09.05.2019 zwischen 18:15 Uhr und 18:45 Uhr in seiner Wohnung in Dresden seinen 5-jährigen Sohn und seine 2-jährige Tochter, die sich an diesem Tag im Rahmen des elterlichen Umgangs bei ihm befanden, erwürgt zu haben.  

Dem Beschuldigten wird weiterhin vorgeworfen, am 09.05.2019 gegen 19:00 Uhr erst im Treppenhaus, dann im Eingangsbereich des von ihm bewohnten Hauses seiner von ihm bereits seit Mai 2018 getrennt lebenden Ehefrau in Tötungsabsicht mindestens einen kräftigen Schlag mit einem harten Gegenstand gegen den Hinterkopf, sowie Schläge mit den Fäusten gegen den Kopf und das Gesicht versetzt und sie im Anschluss bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Erst als sich ihm Passanten näherten und eingreifen wollten, ließ der Beschuldigte von seinem Opfer ab und ergriff die Flucht.    

Die Staatsanwaltschaft Dresden geht aufgrund der Ermittlungen davon aus, dass die Taten heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen und die Taten zum Nachteil der Kinder zudem auch grausam verübt wurden.

Das Landgericht Dresden wird über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.    

 

24.09.2019 - Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes gehen gegen Rechtsextremisten vor

Medieninformation

24. September 2019

Staatsanwaltschaft Dresden

Landeskriminalamt Sachsen

Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes gehen gegen Rechtsextremisten vor

Vollstreckung von Durchsuchungsbeschlüssen bei mehreren Tatverdächtigen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden durchsuchten mehr als 30 Beamte der Soko REX* des Landeskriminalamtes sowie der Polizeidirektion Dresden am heutigen Tage die Wohnungen von sieben Tatverdächtigen. Diese und weitere Personen stehen im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gegründet und in den Jahren 2015 und 2016 mehrere Straftaten zum Nachteil von Asylbewerbern, politisch Andersdenkenden und Polizeibeamten begangen zu haben. Auch Verbindungen zu Mitgliedern der ehemaligen Freien Kameradschaft Dresden (FKD) sind Gegenstand der Ermittlungen.

Bei den heute erfolgten Durchsuchungen der insgesamt sieben Wohnungen in Dresden wurden Mobiltelefone, ein Tablet-Computer, diverse Speichermedien, ein Totschläger, Quarzhandschuhe und ein Elektroschocker sichergestellt. Neben weiteren potentiellen Beweismitteln, wie z.B. diversen Kleidungsstücken, konnten darüber hinaus auch illegale Pyrotechnik und Anabolika sichergestellt werden.

Die Ermittlungen der Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und der Soko REX* des Landeskriminalamtes dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Neben diesem Verfahren werden von der Staatsanwaltschaft Dresden und der Soko REX* des Landeskriminalamtes noch weitere Ermittlungsverfahren gegen diese und weitere Beschuldigte wegen des Verdachts Besonders schwerer Landfriedensbrüche im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen im Sommer 2015 vor einem Zeltlager für Flüchtlinge in Dresden und vor einer Erstaufnahmeeinrichtung in Heidenau, bei denen auch mehrere Polizeibeamte verletzt wurden, geführt. In diesem Zusammenhang wird gegen zwei weitere Beschuldigte bereits vor dem Landgericht Dresden verhandelt.

 

*„Soko Rex“…Sonderkommission Rechtsextremismus

23.09.2019 - Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof

 

Medieninformation

Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen zwei Hintermänner zum Landgericht Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen zwei 24 und 28 Jahre alte bosnische Männer Anklage zum Landgericht Dresden wegen gewerbs- und bandenmäßiger unerlaubter Einfuhr von Kriegswaffen u.a. erhoben.

Den Beschuldigten liegt zur Last, als Mitglieder einer Bande für die Einfuhr der am 18.02.2019 am Hauptbahnhof in Dresden durch die Bundespolizei festgestellten Waffen, Munition und Kriegswaffen (u.a. 95 Handgranaten, 4 vollautomatische Gewehre, 8 halbautomatische Faustfeuerwaffen sowie Munition verschiedener Kaliber für Kurz- und Langwaffen) mitverantwortlich zu sein und dabei insbesondere das Fahrzeug, mit dem die Waffen über die deutsch-tschechische Grenze in das Bundesgebiet eingeführt wurden, präpariert, die Waffen im Fahrzeug versteckt und das Fahrzeug im Anschluss an die beiden anderweitig verfolgten Fahrer übergeben zu haben. 

Bereits Ende Juni 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen die beiden Fahrer des PKW, einen 17-jährigen bosnischen Jugendlichen und einen 29-jährigen bosnischen Mann, erhoben (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 05.07.2019).  

Die beiden nunmehr angeklagten Beschuldigten gerieten durch Hintergrundermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Bundeskriminalamts anlässlich des Ausgangsverfahrens in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, dass die Beschuldigten sich durch wiederholten grenzüberschreitenden Transport und gewinnbringenden Weiterverkauf von Waffen Einnahmen verschaffen wollten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Zuge der Ermittlungen haben sich weiterhin keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Waffen zur Vorbereitung eines Terroranschlags eingeführt worden waren.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Einen Termin zur Hauptverhandlung bestimmt das Landgericht Dresden.

Die beiden Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig zu gelten haben.

20.09.2019 - Hoher Sachschaden durch Brandstiftung in Meißen

Medieninformation

20.09.2016

Staatsanwaltschaft Dresden
Landeskriminalamt Sachsen

Hoher Sachschaden durch Brandstiftung in Meißen

Zeugen und Hinweise gesucht

Datum/Tatzeit:         14. September 2019, gegen 0:20 Uhr

Ereignisort:              01662 Meißen, OT Winkwitz, Dierarer Weg                                               

Derzeit noch unbekannte Täter verschafften sich am Sonnabend, den 14. September 2019, kurz nach Mitternacht gewaltsam Zutritt zu einem abgelegenen Grundstück im Meißner Ortsteil Winkwitz und setzten einen LKW der Marke Iveco in Brand.

Der Brand breitete sich schlagartig aus, so dass vier weitere Fahrzeuge (ein LKW VW Crafter, ein Bus, ein PKW Smart und ein PKW Suzuki Jimny) sowie zwei Anhänger fast zeitgleich in Brand gerieten. Der Gesamtsachschaden an den Fahrzeugen beträgt ca. 50.000 Euro.

Durch ein mögliches Übergreifen der Flammen bestand eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben für sechs Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses. Unmittelbare Gefahr bestand auch für mehrere Hunde, die in einem Zwinger nahe des Brandortes in einem Zwinger untergebracht waren.

Nur durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr, die bereits 10 Minuten nach der Alarmierung vor Ort war, konnte die Gefahr beseitigt werden. Es wurden keine Personen verletzt. Die sofort durch die Polizei eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen verliefen jedoch erfolglos.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung werden von der Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen geführt.

Es werden Zeugen gesucht, die zur Tatzeit im näheren oder weiteren Bereich des genannten Tatorts verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen getätigt haben.

Für sachdienliche Hinweise oder Beweismittel, die zur Ermittlung und Überführung an der Tat Beteiligter führen, setzt das Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro aus*.

Für entsprechende Mitteilungen steht das Hinweistelefon des Landeskriminalamtes unter der Rufnummer 0800/855-2055 zur Verfügung.

Zeugen, die sonstige Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden ebenso gebeten, sich beim Landeskriminalamt Sachsen oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

 

*Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Personen, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

19.09.2019 - Leasingbetrug großen Ausmaßes aufgeklärt

 

Medieninformation

Leasingbetrug großen Ausmaßes aufgeklärt

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt gegen zwei Beschuldigte Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Dresden gegen zwei deutsche Staatsangehörige wegen Betrugs im besonders schweren Fall in 22 Fällen erhoben.

Den beiden Beschuldigten wird vorgeworfen, sich zwischen Mai 2014 und Dezember 2017 durch den wiederholten Abschluss von Leasingverträgen über tatsächlich nicht existente Koordinationsmessgeräte eine Einnahmequelle von einiger Dauer und nicht unerheblichem Umfang verschafft zu haben. Dabei gingen die Beschuldigten auf der Grundlage eines gemeinsamen Tatplans arbeitsteilig in der Weise vor, dass ein Beschuldigter fiktive Angebote über Koordinationsmessgeräte erstellte und der andere Beschuldigte auf dieser Grundlage sodann die Leasingverträge mit den finanzierenden Gesellschaften schloss. Der Beschuldigte, der die fiktiven Angebote erstellt hatte, übersandte in der Folge den finanzierenden Gesellschaften eine Rechnung mit Lieferbestätigung oder bestätigte, dass er die Lieferung durchgeführt habe, und vereinnahmte den anschließend von den so getäuschten Gesellschaften ausgekehrten Kaufpreis. Anschließend wurden die betrügerisch erlangten Beträge aufgeteilt, wobei der als Leasingnehmer auftretende Beschuldigte dem anderen Beschuldigten hierzu eine Vielzahl vollkommen erfundener Leistungen in Rechnung stellte, um die Vermögensverschiebungen nach außen hin unauffällig erscheinen zu lassen. Um die Taten über einen längeren Zeitraum begehen zu können, bedienten die Beschuldigten einen Teil der Leasingverträge eine gewisse Zeit aus den Einnahmen, die sie aus neuen Betrugshandlungen generiert hatten in der Art eines Schneeballsystems.     

Der von den Beschuldigten hierdurch zum Nachteil der Leasinggesellschaften angerichtete Schaden beträgt fast 1.800.000,00 Euro, wobei im Rahmen des Schneeballsystems etwa 650.000,00 Euro an die Leasinggesellschaften zurückgeflossen sind. 

Die Beschuldigten gerieten ins Visier der Staatsanwaltschaft, als die Leasingraten nicht mehr bedient und die ersten Leasingverträge gekündigt wurden. Als ein Mitarbeiter einer geschädigten Leasingfirma die Koordinationsmessgeräte sicherstellen wollte, stellte sich schnell heraus, dass diese gar nicht existierten, weshalb eine Strafanzeige erfolgte.      

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Ein Beschuldigter befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Der andere Beschuldigte befindet sich auf freiem Fuß, da er sich von vornherein teilgeständig gezeigt und nur einen geringen Teil des erlangten Vermögensvorteils für sich behalten hatte.      

30.08.2019 - Serie von Sexualstraftaten aufgeklärt

Medieninformation

Serie von Sexualstraftaten aufgeklärt

Beschuldigter in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden gestern einen erweiterten Haftbefehl gegen 37-jährigen Deutschen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft  angeordnet. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, zwischen dem 18. Juni 2019 und dem 23. Juli 2019 in vier Fällen in Dresden eine junge Frau und drei Mädchen beim Spazierengehen überfallen zu haben, um an ihnen sexuelle Handlungen zu begehen, was ihm in drei Fällen auch gelang. 

Am 18. Juni 2019, gegen 16:00 Uhr riss der Beschuldigte  in der Flutrinne in Dresden ein 12-jähriges Mädchen, das mit seinem Hund spazieren ging, in der Absicht, sexuelle Handlungen zu begehen, zu Boden. Das Mädchen wehrte sich heftig und konnte sich befreien.

Am 12. Juli 2019, gegen 20:20 Uhr hielt der Beschuldigte auf der Grenzallee in Dresden eine 23-jährige Frau, die in der Gegend spazieren ging, an und versuchte, sie festzuhalten. Die Geschädigte konnte sich jedoch befreien und lief weg.

Am 22. Juli 2019 riss der der Beschuldigte auf dem Friedhofsweg in Dresden ein 11-jähriges Mädchen zu Boden und nahm in der Folge  sexuelle Handlungen an ihr vor.  

Am 23. Juli 2019, gegen 15:00 Uhr riss der Beschuldigte im Prießnitzgrund in Dresden ein 15-jähriges Mädchen zu Boden und nahm in der Folge sexuelle Handlungen an ihr vor.

Der Beschuldigte konnte nach Begehung der Tat am 23. Juli 2019 vorläufig festgenommen werden und befindet sich bereits seit 24. Juli 2019 in Untersuchungshaft.

 

Die bisher durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass er auch dringend verdächtig ist, die Taten vom 18. Juni 2019, vom 12. Juli 2019 und vom 22. Juli 2019 begangen zu haben, so dass ein erweiterter Haftbefehl beantragt werden konnte.   

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

23.08.2019 - Brandserie geklärt; Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden
Polizeidirektion Dresden

Brandserie geklärt
Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehle gegen einen 20-jährigen und einen 22-jährigen Deutschen erlassen und heute den Vollzug der Untersuchungshaft gegen beide Beschuldigte angeordnet. Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, seit 2017 gemeinsam zehn Brände gelegt zu haben, allein acht davon im Landkreis Meißen.   

Der erste Fall stammt aus dem Jahr 2017. Ende Dezember 2017 hatten zwei Container eines Karnevalsverein am Ehrlichtweg in Weinböhla gebrannt. Weiterhin wird den Beschuldigten eine Brandstiftung im August 2018 in einer Wohnung an der Leipziger Straße in Meißen zur Last gelegt. Bei diesem Brand entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro.

Die anderen acht Fälle beziehen sich auf das laufende Jahr 2019. So stehen die beiden Beschuldigten im dringenden Verdacht, für drei Waldbrände im April 2019 im Bereich Meißen die Verantwortung zu tragen. Hinzu kommen der Brand des ehemaligen Waldschlösschens in Zeithain sowie die Brände zweier leerstehender Gebäude im Juni und August 2019 in Coswig sowie Meißen. Die Brände einer Scheune in Starkenberg (Thüringen) sowie eines Lkw in Weiden (Bayern) gehören nach Einschätzung der Ermittler ebenfalls zu der Brandserie.

Die beiden Beschuldigten wurden heute in den frühen Morgenstunden von Polizeibeamten festgenommen. Gleichzeitig wurden ihre Wohnungen in Meißen durchsucht. Dabei stellten die Kriminalisten mögliche Beweismittel sicher.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

14.08.2019 - Unfallfahrt mit gestohlenem PKW endet im Gefängnis

Medieninformation

Unfallfahrt mit gestohlenem PKW endet im Gefängnis

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des  Amtsgerichts Dresden am 14.08.2019 gegen einen 19-jährigen Deutschen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Diebstahls, der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.  

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zu einem nicht genau bestimmbaren Zeitpunkt am Abend des 12.08.2019, nach 19:00 Uhr mit einem Mitbeschuldigten vor dem Taschenbergpalais in Dresden einen dort unverschlossen geparkten PKW im Wert von ca. 50.000,00 EUR unter Verwendung der sich im PKW befindlichen Autoschlüssel entwendet zu haben. Anschließend fuhr der Beschuldigte mit dem entwendeten PKW als Fahrer – unter erheblichem Alkoholeinfluss stehend – mit dem Mitbeschuldigten teilweise mit ca. 100 km/h durch Dresden in Richtung Mickten. Aufgrund der Alkoholisierung kam er auf der Marienbrücke von der Fahrbahn ab und fuhr so gegen eine Bordsteinkante, dass ein Reifen platzte, wobei er die Fahrt unmittelbar fortsetzte. Die Polizei wollte den Beschuldigten in der Folge wegen des drucklosen Reifens kontrollieren. Der Beschuldigte versuchte sich dieser Kontrolle zu entziehen, indem er sehr stark beschleunigte und sich – teilweise Schlangenlinien fahrend – entfernte. In der Nähe des Ballhauses Watzke kam der Beschuldigte auf die Gegenfahrbahn und fuhr in Richtung der Nachtbar "Klax". Dort griff der mitbeschuldigte Beifahrer dem Beschuldigten in das Lenkrad. Der Beschuldigte verlor aufgrund seiner Alkoholisierung die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit der Hauswand eines Cafés, den dort befindlichen Außentischgarnituren und einem Sonnenschirm.

Obwohl der Beschuldigte den Unfall bemerkte, entfernte er sich sodann vom Unfallort und beschädigte anschließend einen weiteren PKW. Nachdem es der Polizei gelungen war, den Beschuldigten zu stoppen, wurde dieser festgenommen, wobei er sich der Festnahme vehement widersetzte.       

Der Beschuldigte hat vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden keine Angaben gemacht.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Gegen den Beschuldigten wurde erst kürzlich eine Jugendstrafe von zwei Jahren verhängt, deren Vollstreckung zeitnah ansteht.

12.08.2019 - Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen zwei Mongolen wegen Schmuggels von 70 kg Heroin

 

Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen zwei Mongolen wegen Schmuggels von 70 kg Heroin

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden gegen zwei mongolische Staatsangehörige wegen Schmuggels von 70 Kilogramm Heroin mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 3 Millionen Euro erhoben.

Die beiden Beschuldigten waren am 03.05.2019 mit einem PKW mit Diplomatenkennzeichen, welcher aus Richtung Tschechien kam, auf der Bundesautobahn 17 unterwegs. Sie wurden in den frühen Morgenstunden des 03.05.2019 von Zollbeamten des Hauptzollamtes Dresden im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Kontrolle auf der Bundesautobahn 17 / Höhe Bad Gottleuba kontrolliert (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden vom 05.06.2019). Bei der Kontrolle wurde das Heroin im Kofferraum des PKW in zwei Koffern gefunden.

Die beiden Beschuldigten waren am Generalkonsulat der Mongolischen Volksrepublik in Istanbul beschäftigt, wobei einer der Beschuldigten einen gültigen Diplomatenpass hatte. Auf diplomatische Immunität konnten sich die Beschuldigten nicht berufen, da sie nicht in Deutschland akkreditiert und auch nicht in diplomatischer Mission unterwegs waren.

Das Landgericht Dresden wird über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Die Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.   

 

06.08.2019 - Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage wegen Mordes gegen einen 38-jährigen Tunesier

Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage wegen Mordes gegen einen 38-jährigen Tunesier

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 38-jährigen Tunesier zum Landgericht Dresden – Schwurgerichtskammer – erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 10.03.2019 gegen 20:00 Uhr im Eingangsbereich eines Wohnhauses in Dresden-Prohlis mit einem Messer gezielt in den Hals des Geschädigten gestochen zu haben. Durch den Stich wurde die Halsschlagader des Geschädigten so durchtrennt, dass dieser verblutete. Der Geschädigte ist ebenfalls tunesischer Staatsangehöriger. 

Die Staatsanwaltschaft Dresden geht aufgrund der Ermittlungen davon aus, dass die Tat heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen verübt wurde.

Das Landgericht Dresden wird über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft

31.07.2019 - Durchsuchungen bei Reichsbürgern

Gemeinsame Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden

Durchsuchungen bei Reichsbürgern

In einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen Reichsbürger durchsuchen Beamte der Polizeidirektion Dresden und der Staatsanwaltschaft heute Räumlichkeiten von zwei Beschuldigten (w/48, m/66) in Dresden und Wilthen sowie ein „Verkehrsamt" in der Landeshauptstadt.

Den beiden Deutschen wird vorgeworfen, dass sie als Reichsbürger das Ziel verfolgen, die staatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland durch eigene Stellen zu ersetzen. Einem in Dresden eingerichteten „Verkehrsamt" sollen dabei hoheitliche Aufgaben zukommen.

Den beiden wird weiterhin zur Last gelegt, an Sympathisanten der Bewegung Phantasie-Kraftfahrzeug-Kennzeichentafeln und Phantasie- Zulassungsbescheinigungen ausgegeben zu haben. Außerdem wurden Phantasie-Führerscheine ausgegeben und Phantasie-Kraftfahrzeug- Steuerbescheide erteilt. Für die so "zugelassenen" Fahrzeuge bestand weder Versicherungsschutz nach dem Haftpflichtversicherungsgesetz noch waren die Fahrzeuge nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz angemeldet. Darüber hinaus sollen die Beschuldigten die Abnehmer ihrer Phantasie-Produkte aufgefordert haben, ihre Fahrzeuge nicht legal anzumelden oder zu versichern.

Die Ermittlungen werden wegen Anstiftung zum Verstoß gegen die Haftpflichtversicherungspflicht und zur Kraftfahrzeugsteuerhinterziehung geführt.

Im Rahmen der heutigen Durchsuchungen stellten die Polizisten mehr als 50 Aktenordner sowie diverse Comuptertechnik sicher. Dieses Beweismaterial wird jetzt ausgewertet. Festnahmen erfolgten nicht.

Die Ermittlungen dauern an.

09.07.2019 - Kampf gegen Schwarzarbeit

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und des Hauptzollamts Dresden

Kampf gegen Schwarzarbeit

Staatsanwaltschaft Dresden und Finanzkontrolle Schwarzarbeit  realisieren umfangreiche Maßnahmen gegen Dresdner Unternehmer

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden führten am 9. Juli 2019 im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens umfangreiche strafprozessuale Maßnahmen im Dresdner Stadtgebiet durch. In die Maßnahmen waren eine Staatsanwältin und 50 Beamte des Hauptzollamtes Dresden eingebunden.

Die Ermittlungen richten sich gegen einen Dresdner Geschäftsmann, der in Dresden  acht Unternehmen im Bereich der Gastronomie- und Veranstaltungsbranche betreibt. Ihm wird Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in einer Vielzahl von Fällen vorgeworfen. Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem  Gesamtschaden von mindestens 470.000,00 EUR aus.

Neben den Wohnräumen des Beschuldigten wurden auch alle Geschäftsräume der von dem Beschuldigten betriebenen Unternehmen durchsucht. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial (u.a. Geschäftsunterlagen, Handys und Computer) sichergestellt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an und werden aufgrund des Umfangs der zu sichtenden Beweismittel noch einige Zeit in Anspruch nehmen.  

03.07.2019 - Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof; Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer –

Medieninformation

Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer –

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 17-jährigen bosnischen Jugendlichen und einen 29-jährigen bosnischen Mann Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer – u.a. wegen in Mittäterschaft begangener gewerbs- und bandenmäßiger vorsätzlicher unerlaubter Einfuhr von Kriegswaffen und unerlaubten Besitzes von Kriegswaffen erhoben. 

Den Beschuldigten liegt zur Last, aus Bosnien-Herzegowina kommend, am 18.02.2019 bis zu ihrer gegen 15:00 Uhr vor dem Hauptbahnhof in Dresden durch die Bundespolizei erfolgten Feststellung vorsätzlich eine Vielzahl von Waffen, Munition und Kriegswaffen (u.a. 95 Handgranaten, 4 vollautomatische Gewehre, 8 halbautomatische Faustfeuerwaffen sowie Munition verschiedener Kaliber für Kurz- und Langwaffen) über die deutsch-tschechische Grenze in das Bundesgebiet eingeführt zu haben (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und des LKA Sachsen vom 20.02.2019).

Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, dass die Beschuldigten sich durch wiederholten grenzüberschreitenden Transport und gewinnbringenden Weiterverkauf der Waffen Einnahmen verschaffen wollten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Zuge der von der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Bundeskriminalamt gemeinsam geführten Ermittlungen haben sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Waffen zur Vorbereitung eines Terroranschlags eingeführt worden waren.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Einen Termin zur Hauptverhandlung bestimmt das Landgericht Dresden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig zu gelten haben.

01.07.2019 - Umzug der Abteilung V der Staatsanwaltschaft Dresden

Medieninformation

Umzug der Abteilung V der Staatsanwaltschaft Dresden

Eingeschränkter Dienstbetrieb vom 3. bis 5. Juli 2019

Zum 8. Juli 2019 nimmt die Abteilung V (Strafvollstreckungsabteilung und Führungsaufsichtsstelle der Staatsanwaltschaft Dresden) den Dienstbetrieb in der Außenstelle Gutenbergstraße auf.

Der Umzug der Abteilung V beginnt am 3. Juli 2019, 12:00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt wird deren Dienstbetrieb grundsätzlich eingestellt.

Für eilige Fälle ist vom 3. Juli 2019, 12:00 Uhr bis 5. Juli 2019, 13:30 Uhr eine Notvertretung im Justizzentrum Dresden, Lothringer Straße 1, 01069 Dresden (Zimmer A 3.151, Telefonnummer 0351/446-2014) eingerichtet.

Die Wiederaufnahme des Dienstbetriebs der Abteilung V an der neuen Anschrift Gutenbergstraße 5, 01307 Dresden soll am 8. Juli 2019, 8:30 Uhr erfolgen, wobei es an diesem Tag noch zu Einschränkungen im Geschäftsablauf kommen kann.

Bei der genannten Anschrift handelt es sich ausschließlich um die Besucheranschrift. Postanschrift ist weiterhin das Postfach 160206, 01288 Dresden.

In der Abteilung V der Staatsanwaltschaft Dresden arbeiten zum 1. Juli 2019 5 Staatsanwälte, 18 Rechtspfleger und 21 Mitarbeiter in den Serviceeinheiten.

Der Umzug ist erforderlich geworden, da das Justizzentrum aufgrund einer Vielzahl von Neueinstellungen, die in den letzten Jahren in der sächsischen Justiz in allen Laufbahnen erfolgt sind, nicht mehr ausreichend Platz für alle dort tätigen Mitarbeiter bietet.

Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp:

"Ich freue mich, dass die Abteilung V der Staatsanwaltschaft Dresden neue Räumlichkeiten beziehen kann. Die Nähe zum Justizzentrum ermöglicht eine effektive Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen der Staatsanwaltschaft Dresden, dem Amtsgericht sowie dem Landgericht Dresden und ist zugleich bürgerfreundlich."  

Informationen zu den Aufgaben der Strafvollstreckungsabteilung und der Führungsaufsichtsstelle:

Die Strafvollstreckungsabteilung ist dafür verantwortlich, rechtskräftige Strafbefehle, Urteile und sonstige strafgerichtliche Entscheidungen, die einer Umsetzung bedürfen, zu vollstrecken. Die Strafvollstreckung umschließt den Bereich von der Rechtskraft des Urteils bis zum Strafantritt (mit anschließenden Überwachungsaufgaben in Teilbereichen) und bedeutet die Herbeiführung und teilweise Überwachung der Durchführung der Kriminalsanktion.  

Die Führungsaufsichtsstelle ist für den Vollzug der Führungsaufsicht verantwortlich. Die Führungsaufsicht soll Tätern mit schlechter Sozialprognose nach vollständiger Verbüßung einer in der Regel mindestens zweijährigen Freiheitsstrafe oder nach Vollzug einer freiheitsentziehenden Maßregel eine Lebenshilfe insbesondere für den Übergang von der Freiheitsentziehung in die Freiheit geben und sie dabei begleiten, aber auch überwachen.

27.06.2019 - Terrorverdächtiger wegen Beteiligung am Anschlag in Paris vom 13.11.2015 festgenommen

Medieninformation

Terrorverdächtiger wegen Beteiligung am Anschlag in Paris vom 13.11.2015 festgenommen  

Auslieferung nach Belgien wird geprüft

Der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Bundeskriminalamt ist in der Nacht vom 19. zum 20.06.2019 die Festnahme eines 39-jährigen bosnischen Staatsangehörigen gelungen, der im Verdacht steht, in Verbindung mit dem Terroranschlag vom 13.11.2015 in Paris zu stehen. Dieser geriet im Rahmen von weiteren Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Dresden und das Bundeskriminalamt in dem Verfahren gegen zwei bosnische Staatsangehörige wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz geführt haben (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und des LKA Sachsen vom 20.02.2019) in das Visier der Ermittler.

Gegen den Beschuldigten besteht ein Europäischer Haftbefehl der belgischen Behörden wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit den Terroranschlägen u.a. auf die Konzerthalle "Bataclan" vom 13.11.2015 in Paris.

Im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Bundeskriminalamt gegen den Beschuldigten geführten umfangreichen Ermittlungen konnte dessen Aufenthalt festgestellt und die Festnahme durch Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes realisiert werden. Kriegswaffen oder sonst verbotene oder erlaubnispflichtige Gegenstände wurden bei dem Beschuldigten nicht aufgefunden, so dass die Staatsanwaltschaft Dresden in ihrem gegen den Beschuldigten geführten Verfahren keinen Haftbefehl beantragen konnte.

Der Beschuldigte wurde am 20.06.2019 aufgrund des bestehenden Europäischen Haftbefehls des Untersuchungsgerichts Brüssel dem Ermittlungsrichter vor dem Amtsgericht Merseburg vorgeführt und befindet sich derzeit in vorläufiger Auslieferungshaft.

Die Ermittlungen gegen ihn und die beiden weiteren bosnischen Staatsangehörigen dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Informationen zum Gesamtsachverhalt gegeben werden.

Für das Auslieferungsverfahren des 39-jährigen bosnischen Staatsangehörigen ist die Generalstaatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt zuständig.  

 

 

26.06.2019 - Überfall auf Pizzeria in Dresden-Laubegast

Medieninformation

Überfall auf Pizzeria in Dresden-Laubegast

Beschuldigter in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des  Amtsgerichts Dresden am 26.06.2019 gegen einen 19-jährigen Deutschen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der schweren räuberischen Erpressung erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.   

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 25.06.2019 gegen 19:20 Uhr in einer  Pizzeria in Dresden-Laubegast unter Vorhalten einer Schreckschusswaffe Geld von den Mitarbeitern der Pizzeria verlangt zu haben. Die so bedrohten Mitarbeiter übergaben dem Beschuldigten ca. 340 Euro Bargeld. Als der Beschuldigte die Pizzeria verlassen wollte, wurde er von zwei Mitarbeitern der Pizzeria überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Der Beschuldigte hat die Tat vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden eingeräumt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden dauern an.  

 

 

12.06.2019 - Schnelles Urteil wegen Angriffs auf Dresdner Moschee

Medieninformation

Schnelles Urteil wegen Angriffs auf Dresdner Moschee

Angeklagter im beschleunigten Verfahren zu Haftstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Dresden hat am 12.06.2019 einen 30-jährigen Tunesier wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Sachbeschädigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Monaten mit Bewährung verurteilt. Die Verurteilung erfolgte nur acht Tage nach Begehung der Tat in einem auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden durchgeführten beschleunigten Verfahren.

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, am 04.06.2019, kurz vor 14:00 Uhr aus dem Bereich der Rudolf-Renner-Straße Steine an und in die Fatih Camiine Moschee geworfen und dabei drei doppelt verglaste Fenster der Moschee so zerstört zu haben, dass die geworfenen Steine bis in den Innenraum gelangten. Ihm wurde weiterhin vorgeworfen, am gleichen Tag gegen 15:50 Uhr mehrere Steine in ein Döner-Restaurant auf der Alten Meißner Landstraße geworfen zu haben. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Der Angeklagte hat die Taten vor Gericht gestanden und als Motiv hinsichtlich des Angriffs auf die Moschee angegeben, dass ihm die Art und Weise, in der der Islam in der Dresdner Moschee praktiziert werde, missfalle.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp:

"Ich freue mich über den schnellen Fahndungserfolg, der in Zusammenarbeit der Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden, der Dresdner Polizei und des PTAZ des LKA Sachsen möglich geworden ist. Das heutige Urteil ist ein klares Signal an alle potentiellen Straftäter, dass Angriffe auf Religionseinrichtungen von der Staatsanwaltschaft schnell und konsequent verfolgt werden."

05.06.2019 - Heroinschmuggler festgenommen

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden

Heroinschmuggler festgenommen

Dresdner Zollbeamte stellen 70 Kilogramm Heroin mit einem Straßenverkaufswert von mindestens 3 Millionen Euro sowie einen PKW sicher und nehmen zwei Personen vorläufig fest.

In den frühen Morgenstunden des 03.05.2019 stoppten Zollbeamte des Hauptzollamtes Dresden im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Kontrolle einen auf der Bundesautobahn 17 / Höhe Bad Gottleuba fahrenden PKW mit Diplomatenkennzeichen, welcher aus Richtung Tschechien kam.

Die Insassen, zwei mongolische Staatsangehörige, wiesen sich als Diplomaten aus, verweigerten die Überprüfung des Fahrzeuges und beriefen sich dabei auf ihren diplomatischen Status.

Die Zollbeamten kontaktierten daraufhin das Auswärtige Amt in Berlin. Wie sich herausstellte, lag weder für die beiden Männer noch für das Fahrzeug eine Akkreditierung in Deutschland vor, sodass keine Immunität gegeben war.

Bei der anschließenden Kontrolle des PKW fanden die Zollbeamten im Kofferraum des Fahrzeugs zwei Koffer mit insgesamt 140 Paketen zu je 500 Gramm Heroin. Der Straßenverkaufswert des Rauschgiftes beläuft sich auf mindestens 3 Millionen Euro.

Die beiden Fahrzeuginsassen wurden daraufhin vorläufig festgenommen, die Betäubungsmittel und das Fahrzeug wurden sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das  Amtsgericht Dresden am Folgetag Haftbefehl gegen die beiden Männer und setzte diesen in Vollzug. Die Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Dresden und der Staatsanwaltschaft Dresden  dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

13.05.2019 - Neustrukturierung der Staatsanwaltschaft Dresden

Medieninformation

Seit dem Amtsantritt des Leiters der Staatsanwaltschaft Dresden im Januar 2018 ist eine organisatorische Neuausrichtung der Staatsanwaltschaft Dresden erfolgt. Zentrales Ziel dieser Neuausrichtung ist es, schwere Kriminalität (insbesondere Kapitaldelikte) und teilweise neue Kriminalitätsphänomene mit hohem Schadenspotential (insbesondere Cyberkriminalität und Betrug im Gesundheitswesen) durch Bearbeitung in gut ausgestatteten Spezialabteilungen – unter effektivem Einsatz erfahrenen und neuen Personals – schnell, gründlich und erfolgreich zu bekämpfen.

Größere strukturelle Veränderungen in der Organisation der Staatsanwaltschaft Dresden wurden darüber hinaus mit dem Ziel vorgenommen, das am 01.07.2017 in Kraft getretene neue Recht der Vermögensabschöpfung effektiv in die Praxis umzusetzen und hierdurch sicherzustellen, dass das durch Straftaten Erlangte konsequent eingezogen wird und die Rechte der Verletzten im Strafverfahren optimal gesichert werden.

Mit der erfolgten Einrichtung der Abteilungen:

I C – Wirtschaft

(mit den Schwerpunkten Vermögensabschöpfung sowie Abrechnungsbetrug und Untreue im Gesundheitswesen und in der Pflege)

(mit 4 Staatsanwält/-innen und 2 Rechtspflegerinnen)
 

III C – Cybercrime
 (mit 8 Staatsanwält/-innen)
 

VII – Kapitalverbrechen
 (mit 5 Staatsanwält/-innen)

sind die geplanten Strukturveränderungen nunmehr weitgehend abgeschlossen. Möglich und erforderlich wurde die strukturelle Neuausrichtung der Behörde, nachdem der Staatsanwaltschaft Dresden in allen Laufbahnen zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt wurde, mit dem eine bedarfsgerechte Ausstattung der Arbeitseinheiten gewährleistet werden kann.

Die erfolgten Änderungen in der Organisationsstruktur, eine hierdurch mögliche aufgabenorientierte Personalverwendung sowie der engagierte Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Staatsanwaltschaft Dresden ihre Verfahrensbestände in den letzten 15 Monaten um 20 Prozent und die Zahl der Verfahren, die länger als ein Jahr anhängig sind, um 50 Prozent reduzieren konnte.

Staatsminister der Justiz Sebastian Gemkow: „Die Staatsanwaltschaft Dresden ist für die kommenden Aufgaben gut gerüstet, um insbesondere auch schwere Kriminalität nachhaltig und effektiv zu bekämpfen. Das zusätzlich zur Verfügung gestellte Personal ist hier ausgesprochen gut eingesetzt. Damit ist eine effektive Strafverfolgung und Strafvollstreckung gewährleistet. Eine wirksame Strafverfolgung ist ein zentraler Baustein für die Gewährleistung der Sicherheit in unserer Gesellschaft.“

10.05.2019 - Tötungsdelikt vom 09.05.2019 - Haftbefehl erlassen

Medieninformation

Landeshauptstadt Dresden

Tötungsdelikt

Zeit:     09.05.2019, 19.00 Uhr
Ort:      Dresden-Äußere Neustadt

In dem Verfahren wegen des gewaltsamen Todes von zwei Kindern hat das Amtsgericht Dresden – Ermittlungsrichter – heute dem von der Staatsanwaltschaft Dresden gestellten Antrag entsprochen und Haftbefehl gegen den 55-jährigen Tatverdächtigen wegen des Verdachts des Mordes in zwei Fällen erlassen. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

10.05.2019 - Tötungsdelikt - 09.05.2019, 19.00 Uhr

Medieninformation

268/2019 (Polizeidirektion Dresden)
 

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden

Landeshauptstadt Dresden

Tötungsdelikt

Zeit:     09.05.2019, 19.00 Uhr
Ort:      Dresden-Äußere Neustadt


Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren ist deren Vater (55, französische Staatsangehörigkeit) festgenommen worden. Er steht im Verdacht, für den Tod der Geschwister verantwortlich zu sein. Die Dresdner Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln gegen den Mann wegen des Verdachts des zweifachen Mordes (siehe Medieninformation der Polizeidirektion Dresden Nr. 265/19 vom 10.05.2019).

Die Mutter der Kinder, eine 26-jährige Senegalesin, wird derzeit in einem Dresdner Krankenhaus behandelt.

Gestern Abend führten Ermittler umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen am Tatort durch. Dabei wurden sie von der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen unterstützt. Die Staatsanwaltschaft Dresden  führt die weiteren Ermittlungen gemeinsam mit der Dresdner Morduntersuchungskommission.

Die Hintergründe sowie der Ablauf der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der dringend tatverdächtige Beschuldigte befindet sich aktuell im Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beim Amtsgericht Dresden Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den Beschuldigten gestellt. Er soll am Nachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. (tg)

10.05.2019 - Verfahren gegen Mitarbeiter der Chemnitzer Justiz eingestellt

Medieninformation

Verfahren gegen Mitarbeiter der Chemnitzer Justiz eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat in dem Verfahren gegen den Chemnitzer Staatsanwalt Stephan B. und den Chemnitzer Haftrichter Albert L. wegen fehlenden Anfangsverdachts des Vorliegens einer Straftat von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Rechtsbeugung gemäß § 152 Absatz 2 StPO abgesehen.

Dem Chemnitzer Staatsanwalt wurde aufgrund einer Rechtsanwaltsanzeige vorgeworfen, in Chemnitz am 27.08.2018 als Staatsanwalt in einem Ermittlungsverfahren im Fall einer tödlichen Messerattacke vom 26.08.2018 am Rande des Chemnitzer Stadtfestes zu Unrecht zwei Haftbefehle beantragt zu haben, obwohl er erkannt habe, dass in keinem der beiden Fälle Beweismittel vorlägen, die einen dringenden Tatverdacht begründen könnten.

Dem Chemnitzer Haftrichter wurde vorgeworfen, in Chemnitz am 27.08.2018 als Haftrichter am Amtsgericht Chemnitz die beantragten Haftbefehle erlassen zu haben, obwohl er ebenfalls erkannt habe, dass in keinem der beiden Fälle Beweismittel vorlägen, die einen dringenden Tatverdacht begründen könnten.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat den Sachverhalt geprüft und festgestellt, dass die beiden Chemnitzer Juristen aufgrund der zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden Beweise und einer zutreffenden Gesamtschau den dringenden Tatverdacht gegen die beiden damaligen Beschuldigten wegen gemeinschaftlich begangenen Totschlags zu Recht bejaht haben. Die Chemnitzer Juristen haben ihre Entscheidung auf die damals vorliegenden  Beweismittel gestützt und die Entscheidung nicht aus sachfremden Erwägungen getroffen. Der Vorwurf, die Chemnitzer Juristen hätten die damaligen Beschuldigten willkürlich in Haft genommen, hat sich als haltlos erwiesen.     

§ 152 Strafprozessprozessordnung hat folgenden Wortlaut:

Anklagebehörde, Legalitätsgrundsatz

Absatz 1

Zur Erhebung der öffentlichen Klage ist die Staatsanwaltschaft berufen.

Absatz 2

Sie ist, soweit nicht gesetzlich ein anderes bestimmt ist, verpflichtet, wegen aller verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen.

10.05.2019 - Tötungsdelikt

Medieninformation

265/2019 (Polizeidirektion Dresden)

Staatsanwaltschaft Dresden

Polizeidirektion Dresden

Landeshauptstadt Dresden

Tötungsdelikt

Zeit:     09.05.2019, 19.00 Uhr
Ort:      Dresden-Äußere Neustadt

Donnerstagabend kam es zum gewaltsamen Tod von zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren. In diesem Zusammenhang ist ein Tatverdächtiger (55) festgenommen worden. Die Dresdner Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln gegen den Mann wegen zweifachen Mordes. (ml)

07.05.2019 - Einladung zur Pressekonferenz zur neuen Organisationsstruktur der Staatsanwaltschaft Dresden

                                                                   Medieninformation

Einladung zur Pressekonferenz zur neuen Organisationsstruktur der Staatsanwaltschaft Dresden

mit

Herrn Staatsminister der Justiz Sebastian Gemkow

und

Herrn Leitenden Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp


am:            13.05.2019, 13:00 Uhr
im:              Justizzentrum Dresden; Saal A2.100 (Lothringer Straße 1  01067 Dresden)

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Dresden stellt die neue Organisationsstruktur der Staatsanwaltschaft Dresden und das dahinter stehende Verfolgungskonzept vor.

Seit dem Amtsantritt des Leiters der Staatsanwaltschaft Dresden im Januar 2018 ist eine organisatorische Neuausrichtung der Staatsanwaltschaft Dresden erfolgt. Zentrales Ziel dieser Neuausrichtung ist es, schwere Kriminalität (insbesondere Kapitaldelikte) und teilweise neue Kriminalitätsphänomene (insbesondere Cyberkriminalität und Betrug im Gesundheitswesen) durch Bearbeitung in gut ausgestatteten Spezialabteilungen erfolgreich zu bekämpfen und die Vermögensabschöpfung effektiv in die Praxis umzusetzen.

Mit der Einrichtung von drei neuen Abteilungen:

I C – Wirtschaft

(mit den Schwerpunkten Vermögensabschöpfung sowie Abrechnungsbetrug und Untreue im Gesundheitswesen und in der Pflege)

III C – Cybercrime und

VII – Kapitalverbrechen

sind die Strukturveränderungen nunmehr weitgehend abgeschlossen.

Aus organisatorischen Gründen freuen wir uns über eine kurze Anmeldung unter: presse@stadd.justiz.sachsen.de

07.05.2019 - Erfolgreicher Schlag gegen internationalen Rauschgifthändlerring

Bild

Inhalt eines Kartons – 10 Kilogramm Marihuana (5 x 1 kg, 1 x 5 kg)
(©Zollfahndungsamt Dresden)

Gemeinsame Pressemitteilung

der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden

Erfolgreicher Schlag gegen internationalen Rauschgifthändlerring

Dresdner Zollfahnder stellen 220 Kilogramm Marihuana, 34.000 Euro Bargeld, einen PKW sowie einen Sattelzug sicher und vollstrecken sieben Haftbefehle.

 

In einem von der Staatsanwaltschaft Dresden und dem Zollfahndungsamt Dresden geführten Ermittlungsverfahren, sind am 25.04.2019 und 26.04.2019 insgesamt fünf Wohnungen in Leipzig und Berlin, eine Lagerhalle in Mittelbrandenburg sowie ein spanischer Tanklastwagen durchsucht worden.

Dabei gelang es über 220 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von etwa 2,2 Millionen Euro, 34.000 Euro Bargeld, einen PKW sowie einen kompletten Sattelzug sicherzustellen und sieben Tatverdächtige festzunehmen.

Das Zollfahndungsamt Dresden ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Dresden seit Juni 2018 gegen eine internationale Tätergruppierung. Diese steht im Verdacht mit Hilfe von Logistikunternehmen Marihuana im dreistelligen Kilogrammbereich aus Spanien nach Deutschland einzuschmuggeln und anschließend an Abnehmer in mehreren deutschen Bundesländern weiterzuverkaufen. Im vorliegenden Fall wurde das Rauschgift vermutlich in einem eigens dafür hergerichteten Versteck in einer Zisterne eines Tanklastwagens nach Deutschland geschmuggelt.

Das Amtsgericht Dresden erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden Haftbefehle gegen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 45 Jahren mit deutscher, albanischer, turkmenischer und spanischer Herkunft und ordnete Untersuchungshaft gegen diese an. Ein weiterer erlassener Haftbefehl gegen einen 44 Jahre alten Deutschen aus Berlin, wurde mittlerweile wieder außer Vollzug gesetzt.

Bei der Durchführung der Maßnahmen wurden die Dresdner Zollfahnder maßgeblich von Beamten der Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg und Essen, des Hauptzollamtes Erfurt, der Bundespolizei sowie der Länderpolizeien Sachsen-Anhalt und Brandenburg unterstützt.

Den Grundstein für das hiesige Verfahren legten Ermittlungsergebnisse der Polizeiinspektion Sachsen-Anhalt Süd, welche seit 2017 gegen eine griechisch / albanische Tätergruppierung wegen Drogenhandels ermittelte.

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Dresden und der Staatsanwaltschaft Dresden  dauern an.

„Es handelt sich um die größte in einem Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsamtes Dresden sichergestellte Menge von Marihuana in den letzten zehn Jahren.“ sagt Frank Schröter, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Dresden.

15.04.2019 - Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – im Verfahren zum veröffentlichten Haftbefehl

Medieninformation

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – im Verfahren zum veröffentlichten Haftbefehl

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat in dem Verfahren wegen der Veröffentlichung eines Haftbefehls auf einer Facebook-Seite gegen einen Justizvollzugsbeamten Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – erhoben.

Dem Beschuldigten liegt Verletzung des Dienstgeheimnisses in Tateinheit mit verbotenen Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen gemäß §§ 353b Abs. 1 Nr. 1, 353d Nr. 3, 52 StGB zur Last. Ihm wird vorgeworfen, am 28.08.2018 von ihm zuvor mit seinem Mobiltelefon gefertigte Lichtbilder eines Haftbefehls an Dritte weitergeleitet und damit die unkontrollierte Veröffentlichung des Haftbefehls ermöglicht zu haben. Den veröffentlichten Haftbefehl hatte das Amtsgericht Chemnitz am 27.08.2018 gegen einen Beschuldigten wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts am Rande des Chemnitzer Stadtfestes erlassen.

Soweit in dem Verfahren gegen insgesamt 17 weitere Bedienstete der JVA Dresden ermittelt worden war, hat die Staatsanwaltschaft Dresden die Ermittlungen zwischenzeitlich nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. In fünf Fällen erfolgte die Einstellung wegen erwiesener Unschuld. In zwölf Fällen war der Tatnachweis nicht zu führen.

Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten sowie gegen fünf weitere Justizvollzugsbedienstete wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt zum Nachteil von ausländischen Inhaftierten erfolgen in einem gesonderten Verfahren und dauern an.

§ 353 b Absatz 1 StGB hat folgenden Wortlaut:

"Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht

Wer ein Geheimnis, das ihm als

Amtsträger


anvertraut worden oder sonst bekannt geworden ist, unbefugt offenbart und dadurch wichtige öffentliche Interessen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Hat der Täter durch die Tat fahrlässig wichtige öffentliche Interessen gefährdet. so wird er mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."
 
§ 353 d StGB hat folgenden Wortlaut:
 
"Verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen
 
Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer


die Anklageschrift oder andere amtliche Dokumente eines Strafverfahrens, eines Bußgeldverfahrens oder eines Disziplinarverfahrens, ganz oder in wesentlichen Teilen, im Wortlaut öffentlich mitteilt, bevor sie in öffentlicher Verhandlung erörtert worden sind oder das Verfahren abgeschlossen ist."

11.03.2019 - Tötungsdelikt in Dresden

Gemeinsame Pressemitteilung

Staatsanwaltschaft Dresden
Polizeidirektion Dresden (143/2019)

Tötungsdelikt in Dresden

Zeit:     10.03.2019, 20.00 Uhr
Ort:      Dresden-Prohlis

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln aktuell gegen einen Tunesier (38) wegen eines Tötungsdeliktes.

Bisherigen Ermittlungen zufolge geriet der 38-jährige Beschuldigte mit einem Marokkaner (28) an der Lübbenauer Straße aneinander. Der Beschuldigte brachte seinem Kontrahenten eine Stichverletzung bei. Der 28-Jährige verstarb trotz medizinischer Versorgung wenig später. 

Alarmierte Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen noch in der Nacht in einer Wohnung in der Nähe des Tatortes fest.

Der 38-Jährige befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er im Verlauf des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehles vorgeführt werden.

Der genaue Tatablauf und das Motiv der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. (ml)

11.03.2019 - Missbrauchsverfahren gegen 34-jährigen Mann und seine 31-jährige Freundin

Medieninformation

Missbrauchsverfahren gegen 34-jährigen Mann und seine 31-jährige Freundin

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 34-jährigen Mann und dessen 31-jährige Freundin Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zum Nachteil von zwei Kleinkindern erhoben. 

Dem 34-jährigen Beschuldigten liegt Entziehung Minderjähriger und schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in sieben tatmehrheitlichen Fällen jeweils in Tateinheit mit Vergewaltigung und in Tateinheit mit Körperverletzung zur Last. Ihm wird vorgeworfen, die zur Tatzeit im September / Oktober 2018 1-jährige Tochter seiner Freundin und Mitbeschuldigten in zwei Fällen in der Wohnung der Mitbeschuldigten in Dresden sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Ihm liegt weiterhin zur Last, die beiden zur Tatzeit 1 und 4-jährigen Töchter seiner Freundin mit deren Einverständnis – aber ohne Zustimmung der Väter der Kinder – nach Ungarn und Rumänien verbracht zu haben und die zur Tatzeit 4-jährige Tochter seiner Freundin im Anschluss im Oktober 2018 in einem Fall in einer Pension in Ungarn und in 4 Fällen in einem Hotelzimmer in Rumänien sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben.    

Der 31-jährigen Beschuldigten liegt ebenfalls Entziehung Minderjähriger sowie Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in sieben tatmehrheitlichen Fällen jeweils in Tateinheit mit Vergewaltigung und in Tateinheit mit Körperverletzung zur Last. Ihr wird vorgeworfen, die Taten ihres Freundes zum Nachteil ihrer Töchter unterstützt zu haben.

Der 34-jährige Beschuldigte wurde nach seiner Rückkehr aus Rumänien in Malchow festgenommen und befindet sich seit 27.10.2018 in Untersuchungshaft.

Den gegen die 31-jährige Beschuldigte von der Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls erwirkten Untersuchungshaftbefehl hat das Amtsgericht Dresden am 01.11.2018 gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Einen Termin zur Hauptverhandlung bestimmt das Landgericht Dresden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig zu gelten haben.

08.03.2019 - Ergebnisse der Exekutivmaßnahmen in Online-Versandhandel

Medieninformation

8. März 2019

Staatsanwaltschaft Dresden
Landeskriminalamt Sachsen

Ergebnisse der Exekutivmaßnahmen in Online-Versandhandel

Wie am gestrigen Tag berichtet, durchsuchten Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehr-zentrums des Landeskriminalamtes Sachsen Wohn- und Geschäftsräume eines Beschuldigten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dabei ging es um die Sicherung von Beweismitteln zum Tatvorwurf des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

In der Wohnung und den Geschäftsräumen des tatverdächtigen deutschen Staatsangehörigen wurden – neben diversen IT-Gerätschaften (Datenträger, Desktop-Computer, Laptops) – auch ein Handy, externe Festplatten, eine relevante Druckvorlage, Oberbekleidung sowie zwei Gebrauchsgegenstände mit Sigrunen sichergestellt.

Der Beschuldigte vertreibt über seine - besonders in der rechtsextremistischen  Szene bekannte - Onlineplattform Artikel, welche rechtsextremistischem Gedankengut entsprechen und in der Außendarstellung geeignet sind, diese Gesinnung zu deklarieren. Dabei ist die Mehrheit der angebotenen Artikel strafrechtlich nicht relevant.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin auf freiem Fuß. Gründe für eine Inhaftierung lagen auch im Ergebnis der durchgeführten Maßnahmen nicht vor.

Alle gesicherten Asservate werden ausgewertet und einer strafrechtlichen Würdigung unterzogen. Die Ermittlungen dauern an und werden voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen, da die Auswertung der sichergestellten Datenträger sehr aufwändig ist.  

07.03.2019 - Exekutivmaßnahmen bei Online-Versandhandel

Medieninformation

7. März 2019

Staatsanwaltschaft Dresden
Landeskriminalamt Sachsen

Exekutivmaßnahmen bei Online-Versandhandel

Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums des Landeskriminalamtes Sachsen durchsuchen heute, am 7. März 2019, Wohn- und Geschäftsräume eines Beschuldigten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Der Geschäftsmann betreibt einen Online-Versandhandel.

Grund dieser Maßnahmen ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Der Beschuldigte befindet sich auf freiem Fuß, Gründe für eine Inhaftierung liegen nicht vor.

Die Ermittlungen dauern an.

04.03.2019 - Exekutivmaßnahmen in Polen und Deutschland

Medieninformation

4. März 2019

Staatsanwaltschaft Dresden
Landeskriminalamt Sachsen

Exekutivmaßnahmen in Polen und Deutschland
Grenzüberschreitender Schlag gegen die Internationale KFZ-Verschiebung

Seit dem Frühjahr 2017 führt die Staatsanwaltschaft Dresden ein Verfahren gegen eine deutschlandweit agierende Bande, welche in  Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bayern und insbesondere in Sachsen  Fahrzeuge der Marken Ford, Mazda, BMW, Opel- und Renault-Transporter entwendete.

Den Ermittlungen nach wurden durch die Täter im Zeitraum von März bis Juli 2017 ca. 30 Fahrzeuge entwendet, bei neun Kfz blieb es beim Versuch. Der verursachte Gesamtschaden liegt bei etwa 750.000 Euro. Der Bande können gegenwärtig mehr als ein Dutzend Personen zugeordnet werden.

Gegen Mitglieder der Bande wurden von der Staatsanwaltschaft Dresden 10 Haftbefehle und 13 Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt.

Am 26. Februar 2019 realisierte die Soko KFZ des LKA Sachsen im Bereich der PD Görlitz eine Durchsuchungsmaßnahme und die Umsetzung eines Haftbefehles auf deutscher Seite, die Kollegen der polnischen Polizei mehrere Durchsuchungen und die Vollstreckung von Haftbefehlen im Bereich Wroclaw und Zielona Gora. Sie wurden dabei von sächsischen Beamten unterstützt.

Seit Beginn der Ermittlungen durch die Soko-Kfz wurde intensiv und in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Wroclaw (CBSP) sowie der polnischen Staatsanwaltschaft Niederschlesien zusammengearbeitet. Dadurch konnten alle Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle, im Rahmen der internationalen Rechtshilfe, als Grundlage für gemeinsame Exekutivmaßnahmen in Polen verwendet werden.

Im Ergebnis des Einsatzes vom 26. Februar 2019 wurden drei Haftbefehle in Polen und ein Haftbefehl in Sachsen erfolgreich realisiert.  Fünf Bandenmitglieder befanden sich zum Zeitpunkt der Exekutivmaßnahmen bereits in Haft. Ein Beschuldigter ist derzeit noch flüchtig.

In den insgesamt 13 durchsuchten Objekten konnte umfangreiches Beweismaterial wie Datenträger, Mobiltelefone, Spezialwerkzeug für Kfz-Diebstahl, Transponder, Schlüsselrohlinge, professionelle Tools zur Manipulation von Fahrzeugidentitätsnummern, diverse Fahrzeugteile und OBD-Tools[1] mit entsprechender Auslesesoftware sichergestellt werden.

An den gemeinsamen Einsatzmaßnahmen nahmen im Einsatzabschnitt Sachsen fünf deutsche Polizeibeamte und in den beiden Einsatzabschnitten in Polen insgesamt zehn deutsche Polizeibeamte sowie 24 Polizeibeamte der CBSP Wroclaw und 18 Polizeibeamte der CBSP Zielona Gora teil.

Nun gilt es die zahlreichen Asservate auszuwerten und die Ergebnisse in die weiterhin laufenden Ermittlungen einzubringen.

[1] On-Board-Diagnose Gerät

15.01.2019 - Erfolgreicher Schlag gegen Rauschgifthändler

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden, des Zollfahndungsamtes Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 15.01.2019

Erfolgreicher Schlag gegen Rauschgifthändler

- 160 Gramm Kokain, 800 Ecstasy-Tabletten und 170.000 € Bargeld sichergestellt -

- ein Haftbefehl vollstreckt -

In einem von der Staatsanwaltschaft Dresden, dem Zollfahndungsamt Dresden und der Polizeidirektion Dresden geführten Verfahren sind am 10.01.2019 zwei Wohnungen, eine Pension sowie eine Werkstatthalle im Bereich Südbrandenburg durchsucht worden.

Dabei gelang es, rund 160 Gramm Kokain, 800 Ecstasy-Tabletten, 8 Gramm Crystal sowie 170.000 Euro Bargeld sicherzustellen. Der Schwarzmarktpreis der sichergestellten Betäubungsmittel beläuft sich auf circa 20.000 Euro.

Ein 30 Jahre alter deutscher Beschuldigter wurde von Spezialkräften der Sächsischen Polizei in einer Ferienwohnung bei Finsterwalde festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden am 11.01.2019 Haftbefehl gegen den Mann und ordnete die Untersuchungshaft an.

Der Festgenommene steht im Verdacht, seit mindestens Herbst 2017 Handel mit Betäubungsmitteln – insbesondere mit der gefährlichen Droge Crystal – getrieben und sich damit seinen Lebensunterhalt verdient zu haben.

Den Durchsuchungsmaßnahmen gingen umfangreiche Ermittlungen der beteiligten Behörden voraus. Diese ermittelten seit November gegen eine deutschstämmige Tätergruppierung aus dem Raum Dresden, welche im Verdacht stand, Betäubungsmittel nach Deutschland einzuschmuggeln sowie selbst herzustellen und anschließend gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Bei dem festgenommenen Mann soll es sich nach Erkenntnissen der Ermittler um einen der Großabnehmer dieser Tätergruppierung handeln.

Bereits im Januar 2018 fanden mehrere Durchsuchungen im Raum Dresden statt, bei welchen vier Kilogramm Crystal, 1.650 Ecstasy-Tabletten, 500 Gramm Marihuana, ein professionell eingerichtetes Labor sowie Chemikalien, mit welchen Crystal und Ecstasy hergestellt hätte werden können, drei vollautomatische und schussfähige Maschinenpistolen, eine Pistole, 125.000 Euro Bargeld sowie diverse Wertgegenstände sichergestellt wurden. Damals wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vom Amtsgericht Dresden Haftbefehl gegen zwei Männer erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet.

    Marginalspalte

    Berufe, Ausbildung und Praktika bei der Justiz

    Polizei im Internet

    © Staatsanwaltschaft Dresden