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Pressemitteilungen aus dem Jahr 2020

    22.12.2020 - Betrug beim Hauskauf

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Kriminalaußenstelle Meißen ermitteln gegen einen 61-jährigen Deutschen u.a. wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in vier Fällen.

    Der Beschuldigte soll zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt den Entschluss gefasst haben, ein mit einer Wohnimmobile bebautes Grundstück zu erwerben und durch verschiedene Handwerksbetriebe nach seinen Vorstellungen umbauen und einrichten zu lassen. Dabei war dem Beschuldigten bewusst, dass er weder in der Lage war, den Kaufpreis für eine Wohnimmobilie noch das Entgelt für die zu beauftragenden Handwerkerleistungen zu entrichten. Vielmehr ging es ihm darum, die Wohnimmobile und die weiteren Leistungen unentgeltlich entgegenzunehmen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    In Umsetzung dieses Tatentschlusses meldete sich der Beschuldigte Anfang August 2020 als Interessent auf ein Inserat in einem Internetportal, in dem von einem Dresdner Maklerbüro ein mit einer Villa bebautes Grundstück in der Wilsdruffer Straße in Meißen zum Verkauf angeboten wurde. Wie vom Beschuldigten beabsichtigt, zahlte er den nach Abschluss des notariell beurkundeten Kaufvertrags geschuldeten Maklerlohn von ca. 48.000,00 EUR nicht an das Maklerbüro.

    Nach der erfolgten Vermittlung durch das Maklerbüro schloss die damalige Lebensgefährtin des Beschuldigten sowohl im eigenen Namen als auch als vom Beschuldigten beauftragte Vertreterin im Namen des Beschuldigten am 6. August 2020 vor einem Notar in Großenhain mit dem Eigentümer des Grundstücks einen notariell beurkundeten Kaufvertrag über das mit einer Villa bebaute Grundstück zum Preis von 830.000,00 EUR. Dabei wusste der Beschuldigte, dass er die Forderung auch nicht teilweise erfüllen können würde. Mit Abschluss des Kaufvertrags wurden die Schlüssel für das Grundstück und die sich darauf befindliche Villa an die damalige Lebensgefährtin des Beschuldigten übergeben, so dass diese und der Beschuldigte das Objekt fortan nutzen konnten. In der Folge wurde am 18. August 2020 eine Auflassungsvormerkung für den Beschuldigten und seine damalige Lebensgefährtin eingetragen.  

    Darüber hinaus soll der Beschuldigte im Juli / August 2020 Elektrikerleistungen im Wert von ca. 8.700,00 EUR und Malerarbeiten im Wert von ca. 14.000,00 EUR für die Sanierung des Kaufobjekts beauftragt haben, die er nach deren ordnungsgemäßer Erbringung entsprechend vorgefasster Absicht nicht bezahlte. 

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Der zwischenzeitlich untergetauchte Beschuldigte konnte am 19. Dezember 2020 in Malchin festgenommen werden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Gegen die damalige Lebensgefährtin des Beschuldigten wurde kein Haftbefehl beantragt, da gegen diese derzeit kein dringender Tatverdacht besteht.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Dresden und Kriminalaußenstelle Meißen  dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    21.12.2020 - Schwere Brandstiftung in Dresden

    Unterbringung des Beschuldigten angeordnet

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 57-jährigen Deutschen u.a. wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. 

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 18. Dezember 2020, gegen 00:15 Uhr in seiner Wohnung in der Sanddornstraße 4, 01169 Dresden auf noch unbekannte Art und Weise ein Feuer entzündet zu haben. Die Wohnung stand seiner Absicht entsprechend bereits nach kurzer Zeit vollständig in Flammen und ist derzeit unbewohnbar. Das Feuer breitete sich bei Ankunft der Feuerwehr bereits auf das erste Obergeschoss aus. Das gesamte Gebäude, in dem 25 Personen wohnen, musste evakuiert werden. Der Beschuldigte hatte die Tat selbst über den Notruf bei der Polizei gemeldet.

    Zehn Personen, darunter auch drei Kinder, wurden wegen Einatmung von Rauchgas von Rettungskräften behandelt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Alle Geschädigten konnten das Krankenhaus spätestens am Samstag, 19. Dezember 2020 wieder verlassen. Alle zu dem Hauseingang gehörenden Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Die Mieter sind bei Bekannten oder in Hotels untergekommen. Es ist derzeit nicht absehbar, wie lange die Sanierung der Wohnungen dauern wird. 

    Der Sachschaden beträgt nach einer ersten Schätzung etwa 500.000,00 EUR.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 18. Dezember 2020 einen Unterbringungsbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Beschuldigte hat sich vor dem Ermittlungsrichter nicht zum Tatvorwurf eingelassen. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit davon aus, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leidet und nicht ausgeschlossen werden kann, dass er bei Begehung der Tat schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war.  

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    18.12.2020 - Messerstiche bei illegaler Technoparty

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer –

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 16-jährigen Deutschen Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer – u.a. wegen versuchten Mordes in zwei Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 30.08.2020 gegen 03:00 Uhr in der Dresdner Heide (Nähe Kannenhenkelweg) am Rande einer illegalen Technoparty mit einem Messer völlig unvermittelt einem 21-jährigen Deutschen in den linken Rückenbereich und einer 21-jährigen Deutschen in die Körpermitte gestochen zu haben (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 31.08.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de).

    Die beiden Geschädigten erlitten schwere innere Verletzungen im Bauchraum, an denen sie ohne sofortige intensivmedizinische Intervention mit hoher Wahrscheinlichkeit verstorben wären. Die beiden Geschädigten werden voraussichtlich lebenslang gesundheitlich beeinträchtigt sein.

    Im Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Tat aus Frust über die eigene, als unbefriedigend empfundene Lebenssituation begangen hat. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Tat aus Freude an der Vernichtung von Menschenleben oder völlig grundlos begangen wurde.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    16.12.2020 - Versuchter Erwerb einer halbautomatischen Kurzwaffe

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Landeskriminalamt Sachsen

     

    Versuchter Erwerb einer halbautomatischen Kurzwaffe
    Durchsuchungen in Freiberg und Meißen realisiert

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden führt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen einen 22-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des versuchten Erwerbs einer halbautomatischen Kurzwaffe zum Verschießen von Patronenmunition. Die Ermittlungen wurden u.a. aufgrund eines Hinweises der Australian Federal Police eingeleitet.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, versucht zu haben, im Darknet eine halbautomatische Kurzwaffe der Marke GLOCK nebst 100 Schuss Munition zum Preis von 1.250,00 EUR zu erwerben. Der Beschuldigte soll am 30. November 2020 vereinbarungsgemäß bereits eine Anzahlung auf den Kaufpreis in Höhe von 120,00 EUR an den unbekannten Verkäufer geleistet haben. Zu einer Übergabe der bestellten Gegenstände an den Beschuldigten und zu einer weiteren Zahlung des Kaufpreises an den unbekannten Verkäufer ist es nicht gekommen.  

    Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens hatte die Staatsanwaltschaft Dresden Durchsuchungsbeschlüsse für zwei vom Beschuldigten genutzte Wohnobjekte im Landkreis Meißen und in Freiberg erwirkt, die vom Landeskriminalamt Sachsen am 15. Dezember 2020 realisiert wurden.

    Im Rahmen der Durchsuchungen wurden umfangreiche Kommunikationstechnik, Computertechnik, Speichermedien und handschriftliche Unterlagen beschlagnahmt. Die sichergestellten Gegenstände werden ausgewertet.

    Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    15.12.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
    Festnahme eines flüchtigen Tatverdächtigen erfolgt

     

    Im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe im November 2019 ist ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden.

    Die Festnahme des 21-jährigen Mohammed R. konnte gestern Abend, 19:21 Uhr von Zielfahndern des Bundeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit Kräften des Landeskriminalamtes Berlin an einem Auto in der Jahnstraße in Berlin-Neukölln realisiert werden.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem Beschuldigten schweren Bandendiebstahl und Brandstiftung vor. Nach ihm wurde seit 17. November 2020 öffentlich gefahndet (siehe Medieninformation der Polizeidirektion Dresden Nr. 684/20 vom 17. November 2020).

    Im Verlauf des heutigen Tages soll der Beschuldigte nach Dresden gebracht und dort einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

    Bei Exekutivmaßnahmen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden konnten am 17. November 2020 in Berlin bereits drei Tatverdächtige festgenommen werden.

    Weiterhin dringend tatverdächtig und flüchtig ist der 21-jährige Abdul Majed Remmo. Hierbei handelt es sich um den Zwillingsbruder des gestern vorläufig festgenommenen Beschuldigten. Nach ihm wird weiterhin mit Hochdruck und auch öffentlich gefahndet.

    11.12.2020 - Raub eines Huskys

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen zwei 25-jährige Syrer Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Den Beschuldigten liegt gemeinschaftlicher besonders schwerer Raub zur Last.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 11.09.2020 gegen 23:00 Uhr den 20-jährigen Geschädigten in dessen Wohnung in der Curt-Querner-Straße in Dresden mehrfach mit der Faust in das Gesicht geschlagen und mit einem Messer bedroht zu haben, um sich in den Besitz des Huskys der Lebensgefährtin des Geschädigten zu bringen. Die Beschuldigten sollen sodann die Wohnung des Geschädigten mit dem entwendeten Husky verlassen haben. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass dem Geschädigten beide Beschuldigte bekannt waren, wobei es sich bei einem der Beschuldigten um einen ehemaligen Nachbarn des Geschädigten handelte.

    Nachdem im Zuge der Ermittlungen der dringende Tatverdacht gegen die zwei Beschuldigten begründet werden konnte, hat der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden am 19.10.2020 Haftbefehl gegen beide Beschuldigte erlassen. Die flüchtigen Beschuldigten konnten durch die Polizei am 04.11.2020 in Paderborn und am 04.12.2020 in Dresden festgenommen und sodann dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser hat bei beiden Beschuldigten den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Der entwendete Husky konnte durch die sofort herbeigerufene Polizei bereits kurz nach der Tat noch in der Nähe des Tatorts sichergestellt und an die Lebensgefährtin des Geschädigten zurückgegeben werden. Der Husky war nach Mitteilung der Polizei sichtlich erfreut, wieder bei seiner Besitzerin zu sein.

    Die Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    08.12.2020 - Tötungsdelikt in Großenhain

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht – gegen vier Beschuldigte

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen vier deutsche Beschuldigte erhoben. Drei Beschuldigten, zwei Männern (28 und 51 Jahre) und einer Frau (31 Jahre), liegt u.a. versuchter Mord und gemeinschaftlicher Mord zur Last. Einer weiteren 51-jährigen Beschuldigten liegt u.a. Beihilfe zum versuchten Mord zur Last.  

    Den vier Beschuldigten wird vorgeworfen, einen 38-jährigen Geschädigten am 13.06.2020 gegen 19:30 Uhr in Großenhain mit dem Ziel, ihn schwer zu verletzen und später zu töten, in ihre Gewalt gebracht, in einen Pkw gedrängt und gegen seinen Willen unter mehrfachen Schlägen in ein einsames Waldstück bei Priestewitz verbracht zu haben. Dort soll der Geschädigte gegen 20:30 Uhr aus dem Auto gezerrt und von den beiden Männern mit einem Tischbein gegen den Oberkörper geschlagen und mit den Füßen in die Rippen getreten worden sein. Die Beschuldigten ließen den bereits schwer verletzten Geschädigten am Tatort zurück.  

    Den beiden Männern und der 31-jährigen Beschuldigten wird weiterhin vorgeworfen, in der Folge zwischen dem späten Abend des 13.06.2020 und dem 16.06.2020 noch mehrfach heftige Gewalt gegen den schwer verletzt im Wald liegenden, aber noch lebenden Geschädigten verübt zu haben, um ihn zu töten. Bei diesen Handlungen war die 51-jährige Beschuldigte nicht mehr mit dabei. 

    Der Geschädigte erlitt aufgrund der von den drei Beschuldigten verübten Gewalt schwerste Verletzungen, u.a. mehrere Knochenbrüche und ein Polytrauma, in deren Folge er wahrscheinlich zwischen dem 15.06.2020 und dem 16.06.2020 verstarb. Der Leichnam des Geschädigten wurde am 19.06.2020 von der Polizei gefunden. Bei dem Geschädigten handelt es sich um den Ehemann der 31-jährigen Beschuldigten. Die Eheleute lebten zur Tatzeit in Trennung.

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beschuldigten auch aus Habgier handelten, um den Erlös aus einer Sterbegeldversicherung des Geschädigten zu erlangen.

    Die Beschuldigten wurden am 19.06.2020 vorläufig festgenommen und befinden sich seit 20.06.2020 in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    04.12.2020 - Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und bandenmäßiges Verbreiten von Kinderpornographie

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Bundeskriminalamt

    Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern und bandenmäßiges Verbreiten von Kinderpornographie

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 38-jährigen Deutschen Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – u.a. wegen bandenmäßigen Verbreitens kinderpornographischer Schriften und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 18 Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, von 2010 bis Ende 2014 mit weiteren Bandenmitgliedern ein eigenes kinderpornographisches Forum im Darknet betrieben zu haben. Ziel des Forums war die Schaffung einer globalen Plattform für den intensiven und längerfristigen Austausch von kinder- und jugendpornographischen Inhalten, wobei diese über das Darknet dem Zugriff der Ermittler entzogen sein sollte.

    Dem Beschuldigten liegt weiterhin zur Last, zwischen April 2013 und April 2020 in 18 Fällen in einem Ort bei Meißen und auf der Insel Usedom an zwei zu den Tatzeiten sieben und acht Jahre alten Mädchen und zwei weiblichen Babys aus seinem Bekannten- und Freundeskreis sexuelle Handlungen vorgenommen, diese gefilmt und sodann auf verschiedenen Plattformen im Darknet verbreitet zu haben.

    Der Beschuldigte, der im Darknet verschiedene Nicknames verwendete, konnte nach jahrelangen Ermittlungen im April 2020 identifiziert und in der Folge am 19. Mai 2020 festgenommen werden. In die umfangreichen und sehr aufwändigen Ermittlungen des Bundeskriminalamtes war auch die europäische Polizeibehörde Europol eingebunden. Diese hat insbesondere den europaweiten polizeilichen Informationsaustausch intensiv unterstützt und maßgeblich zur Identifizierung des Beschuldigten beigetragen. Durch die Festnahme ist es gelungen, eine bis dahin unbekannte, seit Februar 2020 laufende Missbrauchsserie zum Nachteil eines 8-jährigen Mädchens zu beenden.

    Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen vollumfänglich geständig eingelassen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    03.12.2020 - Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

    600 Gramm Crystal sichergestellt

    Haftbefehle gegen sieben Beschuldigte beantragt 

    Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 41-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln, gegen drei Iraker (19, 22 und 22 Jahre) und einen Syrer (26 Jahre) wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie gegen einen Deutschen (42 Jahre) und einen Tunesier (24 Jahre) wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

    Den fünf Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, in Gewinnerzielungsabsicht am 02.12.2020 zwischen 13:30 Uhr und 18:30 Uhr in Dresden-Gorbitz insgesamt 600 Gramm Crystal in zwei Teilmengen zu 100 Gramm und 500 Gramm übergeben zu haben, wobei hierfür ein Preis von insgesamt 23.500,00 EUR vereinbart worden war. Unmittelbar nach der Übergabe der Teilmenge von 500 Gramm erfolgte der polizeiliche Zugriff, bei dem alle sieben Beschuldigten festgenommen wurden.

    Den beiden als Gehilfen verfolgten Beschuldigten liegt zur Last, die Taten der fünf Hauptbeschuldigten unterstützt zu haben.   

    Der 41-jährige Deutsche soll in seiner Wohnung eine zur Verletzung von Personen geeignete und bestimmte Nagelkeule griffbereit aufbewahrt haben. 

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat heute beim zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Antrag auf Erlass von Haftbefehlen gegen alle sieben Beschuldigten gestellt.

    Die Beschuldigten sollen noch heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

    30.11.2020 - Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Landeskriminalamt Sachsen

    Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

    Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko-Kfz* des Landeskriminalamtes gehen gemeinsam mit tschechischen Kollegen gegen internationale Kfz-Bandenkriminalität vor

    Fünf Europäische Haftbefehle vollstreckt

    Neun Durchsuchungsbeschlüsse realisiert

    Fünf entwendete Pkw Skoda sichergestellt

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden führt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen sieben tschechische Beschuldigte (21, 21, 25, 30, 33, 33 und 44 Jahre) wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen.

    Den Beschuldigten liegt zur Last, zwischen März 2015 und August 2020 mindestens zwölf Kraftfahrzeuge der Marke Skoda in Dresden, Bautzen, Bischofswerda, Großschönau Kamenz, Kirschau, Neukirch und Sohland entwendet und in die Tschechische Republik überführt zu haben, um sie dort gewinnbringend zu verwerten. Dabei sollen die Beschuldigten bandenmäßig organisiert und arbeitsteilig handelnd vorgegangen sein.   

    Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens hatte die Staatsanwaltschaft Dresden Durchsuchungsbeschlüsse für neun Objekte im Großraum Varnsdorf erwirkt, bei denen davon auszugehen war, dass sie von der Bande als Werkstätten zum Zerlegen in Deutschland entwendeter Pkw Skoda sowie als Lager genutzt wurden. Weiterhin hatte die Staatsanwaltschaft Dresden fünf Europäische Haftbefehle beantragt, die der Ermittlungsrichter antragsgemäß erlassen hatte.

    Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden am 24.11.2020 von der Soko-Kfz des Landeskriminalamtes Sachsen gemeinsam mit tschechischen Polizeibeamten erfolgreich realisiert. Bei den Durchsuchungen konnten fünf entwendete Fahrzeuge sichergestellt werden, die nunmehr an die Eigentümer zurückgegeben werden können. Zwei der sichergestellten Fahrzeuge waren noch unversehrt, bei drei der sichergestellten Fahrzeuge waren bereits Teile ausgebaut. Weiterhin wurde eine Vielzahl von Autoteilen sichergestellt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus in Deutschland begangenen Diebstahlshandlungen stammen und bereits 17 Pkw-Diebstählen zugeordnet werden konnten.

    Darüber hinaus ist es den Ermittlern bei dem Einsatz gelungen, alle fünf Europäischen Haftbefehle zu realisieren. Ein Beschuldigter wurde in Deutschland festgenommen. Vier weitere Beschuldigte wurden in der Tschechischen Republik festgenommen und befinden sich derzeit in Auslieferungshaft.

    Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen haben  gemeinsam mit den tschechischen Kollegen einen hohen Fahndungsdruck  aufgebaut, der sich bereits in einem deutlichen Rückgang der Fallzahlen bei der Entwendung von Kraftfahrzeugen in Sachsen niederschlägt. Der Fahndungsdruck wird auch in der Zukunft konsequent aufrechterhalten werden.  

     

    *„Soko Kfz": Sonderkommission Kraftfahrzeuge

    27.11.2020 - Einsatz im Kosovo

    Internationaler Callcenter-Betrugsring zerschlagen

    Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen und mehrere Festnahmen im Kosovo realisiert

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln derzeit gegen fünf kosovarische Beschuldigte (24, 25, 26, 28 und 37 Jahre) wegen bandenmäßigen Callcenter-Betrugs. Das Verfahren ist Teil eines größeren Verfahrenskomplexes, an dem auch die Staatsanwaltschaften Ansbach und Bad Kreuznach sowie die Kriminalpolizeiinspektion Ansbach und die Kriminaldirektion Trier beteiligt sind. Zur Koordination der umfangreichen  internationalen Ermittlungen fand im Februar 2020 in Dresden ein auf Initiative der Staatsanwaltschaft Dresden unter Einschaltung des EU-Projekts "IPA/2017 Countering Serious Crime in the Western Balkans" organisiertes  Arbeitstreffen der deutschen und der kosovarischen Strafverfolgungsbehörden statt. 

    Den Beschuldigten liegt zur Last, als Mitglieder einer größeren Bande aus der Republik Kosovo seit September 2017 vornehmlich ältere, in der Bundesrepublik Deutschland wohnhafte Geschädigte angerufen und diesen wahrheitswidrig Lotteriegewinne vorgespiegelt zu haben, die gegen Zahlung vermeintlicher Gebühren und Auslagen in vier- bis fünfstelliger Höhe (etwa für Transport, Versicherungen und Notare) ausgeschüttet werden könnten. Die geforderten Zahlungen sollten teilweise in bar an Geldabholer, teilweise über Zahlungsdienste erfolgen. Die an Geldabholer übergebenen Barbeträge wurden sodann durch Mitglieder der Gruppierung in den Kosovo verbracht. Die über Zahlungsdienste transferierten Buchgelder wurden in auf kosovarischem Staatsgebiet befindlichen Filialen des jeweiligen Zahlungs-dienstleisters entgegengenommen.

    In unzähligen Telefonaten bauten die Beschuldigten eine Vertrauensbasis zu den Opfern auf, die sie anschließend gezielt für ihre kriminellen Handlungen ausnutzten. Teilweise wurden sogar Geschädigte zur Ausführung der Taten eingesetzt, indem ihnen in Aussicht gestellt wurde, durch Abholung oder Annahme von Geldern weiterer Betroffener ihre eigenen Verluste ausgleichen zu können. Neben überwiegend hohen materiellen Schäden hatten die Taten für viele der meist betagten Opfer auch schwerwiegende psychische Folgen. 

    Im Rahmen einer zwischen der Staatsanwaltschaft Dresden, den Staatsanwaltschaften Ansbach und Bad Kreuznach sowie der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft der Republik Kosovo abgestimmten konzertierten Aktion wurden am 11.11.2020 von Spezialeinheiten der Cyber Crime Unit der Kosovo Police insgesamt 13 Wohn- und Geschäftsräume im Kosovo durchsucht, neun Verdächtige festgenommen und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt (u.a. Anleitungen für die Gesprächsführung mit deutschen Beschuldigten, technisches Equipment eines ehemaligen und eines aktiven Callcenters sowie eine Schusswaffe). Unter den festgenommenen Beschuldigten befindet sich auch der 28-jährige Beschuldigte in dem von der Staatsanwaltschaft Dresden geführten Verfahren, bei dem es sich um ein leitendes Bandenmitglied handeln soll.  

    Der von der Bande angerichtete Schaden ist noch nicht genau beziffert, dürfte jedoch im zweistelligen Millionenbereich liegen. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Staatsanwaltschaft Ansbach beabsichtigen, die hier geführten Ermittlungsverfahren bis auf Weiteres parallel zu den auf Anregung der beteiligten deutschen Staatsanwaltschaften in der Republik Kosovo eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen die Bande zu führen. Nur so kann derzeit sichergestellt werden, dass die in Deutschland lebenden Geschädigten des Callcenter-Betrugsrings, von denen immer mehr bekannt werden, in Deutschland Ansprechpartner haben, die neu eingehenden Informationen zuverlässig an die Ermittlungsbehörden der Republik Kosovo übermittelt werden und den berechtigten Belangen des Opferschutzes Rechnung getragen werden kann. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wird zu entscheiden sein, ob die hier geführten Ermittlungsverfahren an die zuständigen Behörden der Republik Kosovo abgegeben werden sollten.

    23.11.2020 - Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge in Dresden

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen zwei Syrer (31 und 23 Jahre)  Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Dem 31-jährigen Beschuldigten liegt verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge und fahrlässige Tötung, dem 23-jährigen Beschuldigten verbotenes Kraftfahrzeugrennen zur Last.  

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 22.08.2020 gegen 20:40 Uhr  entschlossen zu haben, mit ihren Pkw von der Kesselsdorfer Straße Richtung Innenstadt fahrend, ein Kraftfahrzeugrennen durchzuführen, wobei es ihnen darauf ankam, das Rennen durch Erreichen der höchstmöglichen Geschwindigkeit zu gewinnen. Auf der Budapester Straße in Höhe des LIDL-Parkplatzes gegenüber der Schweitzer Straße erfasste der 31-jährige Beschuldigte mit seinem Pkw mit einer Geschwindigkeit von mindestens 89 km/h einen 6-jährigen syrischen Jungen, der einen über den mittleren Grünstreifen der Straße führenden Trampelpfad genutzt hatte, um nach Hause zu gelangen derart, dass der Junge weggeschleudert wurde und sofort verstarb. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wäre der Unfall bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vermeidbar gewesen.   

    Der 31-jährige Beschuldigte wurde am 23.08.2020 festgenommen und befindet sich seit 24.08.2020 in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    19.11.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe I Fahndung nach zwei Tatverdächtigen wird mit Hochdruck weitergeführt

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
    Fahndung nach zwei Tatverdächtigen wird mit Hochdruck weitergeführt
    Bislang 40 Hinweise eingegangen

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Dresdner Polizei führten am vergangenen Dienstag im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe zahlreiche Exekutivmaßnahmen in Berlin durch (siehe gemeinsame Medieninformationen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 17.11.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de).

    Bei umfangreichen Durchsuchungen konnten die Ermittler Werkzeuge und Speichermedien (u.a. Festplatten, Computer und Handys) sicherstellen. Darüber hinaus fanden Einsatzkräfte in einigen durchsuchten Wohnungen Macheten, Äxte und Schreckschußwaffen vor, die ebenfalls sichergestellt wurden.

    Die im Einsatzkonzept vorgesehene zeitgleiche Festnahme aller fünf dringend Tatverdächtigen konnte nicht realisiert werden. Das Bewegungsverhalten der Zielpersonen war nur sehr begrenzt vorhersehbar. Auf entsprechend dynamische Entwicklungen war während des gesamten Polizeigroßeinsatzes lageabhängig und unverzüglich zu reagieren. Die in einem solchen Rahmen zu treffenden Entscheidungen werden daran orientiert, den Gesamterfolg aller Maßnahmen und die Einsatzkräfte nicht zu gefährden. Ungeachtet der ausgesprochen herausfordernden Gesamtumstände, unter denen der Einsatz durchgeführt wurde, ist es gelungen, drei der fünf dringend tatverdächtigen Personen festzunehmen.

    Nach den weiteren dringend Tatverdächtigen Abdul Majed Remmo und Mohamed Remmo (beide 21) wird intensiv und auch öffentlich gefahndet. Bislang sind rund 40 Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Aufenthaltsorten eingegangen. Eine heiße Spur befindet sich bislang nicht darunter.

    Entgegen vereinzelter Medienberichte gibt es nach bisheriger Einschätzung keine konkreten Anhaltspunkte, die hinsichtlich der flüchtigen Personen auf Einsatzdefizite hindeuten. Zu weiteren Einzelheiten können aus ermittlungs- und fahndungstaktischen Gründen derzeit keine Angaben gemacht werden.

    17.11.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
    Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft
    Speichermedien und Bekleidung sichergestellt
    Fahndung nach zwei Flüchtigen dauert an

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Dresdner Polizei haben heute Exekutivmaßnahmen in Berlin durchgeführt, die im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren zum Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe (Medieninformationen der Polizeidirektion Dresden Nr. 682 und 684/20 vom 17.11.2020) standen.

    Zwischenzeitlich sind die drei Tatverdächtigen einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes vorgeführt worden. Dieser setzte die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vorab erlassenen Haftbefehle gegen die drei Beschuldigten in Vollzug und ordnete Untersuchungshaft an. Den Beschuldigten wird schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung in zwei Fällen vorgeworfen. Sie haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

    In Berlin sind die Durchsuchungsmaßnahmen weitgehend abgeschlossen. In Gänze haben die Einsatzkräfte nach aktuellem Stand 20 Wohnungen, zwei Garagen, ein Café sowie mehrere Fahrzeuge durchsucht. Im Ergebnis stellten sie unter anderem zahlreiche Speichermedien sowie Bekleidungsstücke und geringe Mengen Betäubungsmittel sicher. Die gestohlenen Kunstschätze wurden bislang nicht aufgefunden.

    Nach zwei weiteren Tatverdächtigen (21, 21) wird im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht. Einzelnen Hinweisen, die zwischenzeitlich eingegangen sind, gehen Staatsanwaltschaft und Polizei nach. (ml)

    17.11.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
    Durchsuchung von 18 Objekten in Berlin angelaufen
    Drei Tatverdächtige von Spezialkräften festgenommen
    1.638 Polizeibeamte im Einsatz
    Erhebliche Verkehrseinschränkungen in Berlin möglich

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Dresdner Polizei führen seit heute Morgen umfangreiche Exekutivmaßnahmen in Berlin durch. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren zum Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden.

    Aktuell werden in Berlin insgesamt 18 Objekte durchsucht, darunter zehn Wohnungen sowie Garagen und Fahrzeuge. Im Zentrum der heutigen Maßnahmen steht die Suche nach den entwendeten Kunstschätzen und möglichen Beweismitteln, wie Speichermedien, Bekleidungsstücken und Werkzeugen.

    Zudem haben Spezialkräfte mehrerer Bundesländer heute Morgen drei dringend tatverdächtige deutsche Staatsbürger festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den Beschuldigten schweren Bandendiebstahl und Brandstiftung in zwei Fällen vor. Die Beschuldigten  sollen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden noch im Verlauf des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

    Bei den laufenden Maßnahmen sind 1.638 Polizeibeamte im Einsatz. Neben Einsatzkräften aus Sachsen sind auch Spezialeinsatzkräfte des Bundes und der Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an den Maßmahmen beteiligt.

    Der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen liegt im Stadtteil Berlin-Neukölln. Aufgrund des Polizeieinsatzes ist den ganzen Tag mit erheblichen Verkehrseinschränkungen im gesamten Stadtgebiet von Berlin zu rechnen.

    Fragen zum laufenden Einsatzgeschehen beantwortet der Pressesprecher der Polizeidirektion Dresden, der sich heute vor Ort in Berlin-Neukölln (Gitschiner Straße)  befindet. Er ist heute ausschließlich unter der der Telefonnummer: +49 (0) 172 / 35 30 070  erreichbar.

    Fragen zum Stand des laufenden Ermittlungsverfahrens beantwortet der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, der heute telefonisch ausschließlich unter: +49 (0) 172 / 35 44 671 erreichbar ist.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden werden im Laufe des heutigen Tages über den Fortgang des Einsatzes in einer weiteren gemeinsamen Medieninformation informieren.

    Beide Pressesprecher werden heute nach Absprache auch für O-Töne zur Verfügung stehen (Herr Geithner in Berlin und Herr Schmidt in Dresden).

    13.11.2020 - Straftatenserie in Dresden aufgeklärt

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht –   

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 30-jährigen Deutschen  Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – u.a. wegen des Verdachts des Diebstahls und der Sachbeschädigung in mehreren Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Zeitraum März bis September 2020 insbesondere in den Stadtteilen Dresden-Mitte und Dresden-Friedrichstadt mehrere Diebstähle begangen und  dabei u.a. zwei Fahrräder im Gesamtwert von ca. 1.000,00 EUR, Elektronikgeräte im Gesamtwert von ca. 1.000,00 EUR, sowie Bekleidungsartikel und Lebensmittel im Gesamtwert von ca. 200,00 EUR entwendet zu haben, um die Gegenstände für sich zu behalten.

    Weiterhin wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im Juni 2020 mit seinem Fuß die Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses in der Behringstraße in Dresden und im Juli 2020 unter Verwendung eines zuvor aus der Straße entnommenen Kanaldeckels die Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses in der Berliner Straße beschädigt zu haben, wobei jeweils ein Sachschaden von ca. 300,00 EUR entstand.

    Ferner wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im August 2020 einen Mitarbeiter eines Supermarktes und einen Polizeibeamten beleidigt zu haben, wobei er jeweils mehrere Schimpfworte verwendete.

    Insgesamt liegen dem Beschuldigten 14 Straftaten zur Last. Der Beschuldigte ist bereits erheblich und auch einschlägig vorbestraft. Bei Begehung der Taten stand der Beschuldigte zweifach unter Bewährung. 

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 01.10.2020 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.  

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    10.11.2020 - Nächtliche Verfolgungsfahrt mit der Polizei in Dresden

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden 

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 33-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u.a. wegen des Verdachts des Diebstahls, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des verbotenen Kraftfahrzeugrennens erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 07.10.2020 gegen 23:45 Uhr mit einem von ihm zuvor entwendeten Motorroller, ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein, grob verkehrswidrig die Könneritzstraße / Schweriner Straße in Dresden überfahren zu haben, obwohl die Lichtzeichenanlage kurz zuvor auf rot geschaltet hatte. Dem Beschuldigten wird weiter vorgeworfen, seine innerstädtische Fahrt sodann mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 km/h fortgesetzt zu haben, wobei er von Polizeibeamten verfolgt wurde. Mehreren Aufforderungen der Polizeibeamten, anzuhalten, kam der Beschuldigte nicht nach. Vielmehr setzte er seine Fahrt unter Missachtung eines Vorfahrtsschildes bis zur  Budapester Straße mit überhöhter Geschwindigkeit fort. Dort stellte er den Motorroller ab und versuchte zu Fuß weiter zu flüchten, was durch die ihn verfolgenden Polizeibeamten vereitelt wurde. Bei der Fahrt war der Beschuldigte alkoholisiert und stand unter dem Einfluss von Amphetaminen.

    Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 08.10.2020 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. 

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Gegen den Beschuldigten ist noch eine andere Anklage beim Landgericht Dresden anhängig, u.a. wegen schweren räuberischen Diebstahls, Wohnungseinbruchsdiebstahls und Diebstahls in sieben Fällen. Auch in diesem Verfahren hatte das Amtsgericht Dresden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden am 06.08.2020 einen Haftbefehl erlassen, diesen dann aber am 07.08.2020 u.a. mit der Auflage an den Beschuldigten, eine Entgiftung durchzuführen, außer Vollzug gesetzt.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beantragt, die Verfahren zu verbinden und gemeinsam zu verhandeln.

    30.10.2020 - Brand von drei Kleintransportern der Firma Vonovia

    Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Landeskriminalamt Sachsen

     

    Brand von drei Kleintransportern der Firma Vonovia
    Zeugenaufruf wegen des Verdachts der Brandstiftung

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln derzeit gegen unbekannt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Nach den bisherigen Ermittlungen setzten ein oder mehrere bislang unbekannte Täter am 29. Oktober 2020 gegen 01:15 Uhr auf der Schweriner Straße in Höhe der Hausnummer 52 in Dresden, Ortsteil Wilsdruffer Vorstadt drei PKW Opel Vivaro der Firma Vonovia in Brand. Die drei Fahrzeuge wurden dabei völlig zerstört. Es entstand ein Sachschaden von ca. 60.000,00 Euro.

    Die Ermittlungen werden seitens des Landeskriminalamtes Sachsen durch das PTAZ* geführt, da ein extremistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Der Brandursachenermittler und die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes sicherten am Tatort Spuren. Bisher ergaben sich noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter.

    In diesem Zusammenhang werden nun Zeugen gesucht, die zur Tatzeit rund um das Kraftwerk Mitte und angrenzenden Straßen verdächtige Personen und/ oder Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen gemacht haben.

    Auch Feststellungen im Internet, die zur beschriebenen Tat Aufschluss geben können, sind für die Ermittler von Interesse.

     

    Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Sachsen unter der

    Rufnummer (0800) 855 20 55

    oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

     

    *PTAZ: Polizeiliches Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum im LKA Sachsen

    27.10.2020 - Versuchter Totschlag vor dem Kraftwerk Mitte

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Land-gericht Dresden – Jugendkammer –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Jugendkammer des Land-gerichts Dresden gegen einen 20-jährigen Iraker wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung und gegen einen 19-jährigen Iraker wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

    Dem 20-jährigen Beschuldigten liegt zunächst zur Last, am 16. Februar 2020 gegen 03:30 Uhr vor dem Kraftwerk Mitte in Dresden mit seinem Gürtel mehrfach auf Kopfhöhe in Richtung von zwei Geschädigten geschlagen zu haben und einen der Geschädigten so getroffen zu haben, dass dieser ein Hämatom an der linken Schulter erlitt.

    Dem 19-jährigen Beschuldigten liegt zur Last, im Anschluss einem Geschädigten am 16. Februar 2020 gegen 03:30 Uhr vor dem Kraftwerk Mitte in Dresden mehrere Faustschläge gegen den Kopf versetzt, in den linken Un-terarm gebissen und mit seinem Gürtel auf den Geschädigten eingeschlagen zu haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte u.a. eine Schädelprellung und eine Bisswunde im Bereich des linken Unterarms.

    In der Folge versuchte ein Geschädigter, den 19-jährigen Beschuldigten und die von diesem angegriffene Person auseinanderzuziehen. Dabei soll der 20-jährige Beschuldigte dem Geschädigten, der die Auseinandersetzung befrieden wollte, mit der rechten Faust einen derart heftigen Schlag gegen die Schläfe versetzt haben, dass dieser das Bewusstsein verlor und zu Bo-den fiel. Anschließend soll der 20-jährige Beschuldigte mit seinem beschuh-ten Fuß mit Wucht gegen den Kopf des am Boden liegenden Geschädigten getreten und dabei billigend in Kauf genommen haben, dass der Tritt zum Tod des Geschädigten führen könne. Der Geschädigte erlitt u.a. ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, Platzwunden, Schürfwunden und Schwellungen.

    Bei den beiden Geschädigten handelt es sich um Berliner Polizeibeamte, die am Tattag nicht im Dienst und in ziviler Kleidung unterwegs waren.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptver-fahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der 20-jährige Beschuldigte wurde in dieser Sache am 27. Juni 2020 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Der 19-jährige Beschuldigte befindet sich nicht in Untersuchungshaft, da keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen.

    23.10.2020 - Angriff auf Busfahrer in Dresden

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 21. Oktober 2020 Haftbefehl gegen einen 18-jährigen Deutschen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt vorsätzliche Körperverletzung zur Last.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 21. Oktober 2020, gegen 01:00 Uhr an der Haltestelle Flügelweg einen Busfahrer der Dresdner Verkehrsbetriebe AG nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit voller Wucht mit der Faust in das Gesicht geschlagen zu haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte u.a. eine Schwellung am linken Auge.

    Der Beschuldigte ist bereits erheblich strafrechtlich in Erscheinung getreten. Gegen ihn sind weitere Verfahren beim Amtsgericht Dresden anhängig, u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Diebstahls und Betrugs.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    21.10.2020 - Tötungsdelikt in Dresden

    Haftbefehl gegen Beschuldigten erlassen

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden heute Haftbefehl gegen einen 20-jährigen Syrer er-lassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt Mord, versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung zur Last.

    Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am Abend des 4. Oktober 2020 einen 53-jährigen Touristen aus Köln und einen 55-jährigen Touristen aus Krefeld unvermittelt mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt zu haben. Passanten hatten die zwei Männer schwer verletzt im Bereich der Schloßstraße in Dresden gefunden. Der 55-Jährige starb wenig später in einem Dresdner Krankenhaus. Der 53-Jährige konnte das Krankenhaus zwi-schenzeitlich verlassen und ist in seine Heimat zurückgekehrt.

    Der Beschuldigte geriet durch die erfolgte Spurenauswertung in das Visier der Ermittler und konnte nach einer unverzüglich eingeleiteten Fahndung am Abend des 20. Oktober 2020 durch die Polizei auf der Wilsdruffer Straße in Dresden festgenommen werden. Er hat heute in seiner Anhörung vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden keine Angaben zur Sache ge-macht.

    Der Beschuldigte ist bereits erheblich vorbestraft. Er wurde zuletzt mit Urteil des Amtsgerichts Leipzig vom 9. Dezember 2019 wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Ein-heitsjugendstrafe von drei Jahren und einem Monat verurteilt. In diese Entscheidung war eine Verurteilung des Oberlandesgerichts Dresden vom 30. November 2018 einbezogen worden. Dort war der Beschuldigte u.a. wegen Werbens um Mitglieder oder Unterstützer einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Körperverletzung und Bedrohung zu einer Einheitsjugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

    Der Beschuldigte war erst am 29. September 2020 nach vollständiger Ver-büßung seiner Jugendstrafe aus der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen entlassen worden und stand unter Führungsaufsicht. Er ist aktuell im Besitz einer Duldung nach dem Aufenthaltsgesetz.

    Die weitere Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens wird nunmehr von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden übernommen, da eine islamistisch motivierte Tat mit herausgehobener Bedeutung im Raum steht.

    Die Ermittlungen dauern an.

    21.10.2020 - Tötungsdelikt in Dresden

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Tötungsdelikt in Dresden
    Tatverdächtiger festgenommen

     

    Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt auf der Schloßstraße (siehe Medieninformationen der Polizeidirektion Dresden Nr. 580, 583, 593 und 604/20) ist gestern Abend ein Tatverdächtiger (20) festgenommen worden.

    Der 20-jährige syrische Staatsbürger ist im Zuge der Spurenauswertung in den Fokus der Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Dresden und Polizeidirektion Dresden geraten. Letztlich begründeten diese einen Tatverdacht gegen den jungen Mann.

    Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizeidirektion Dresden konnte der Tatverdächtige im Bereich der Wilsdruffer Straße ausfindig gemacht werden. Er wurde festgenommen und befindet sich aktuell in Polizeigewahrsam.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden wird heute Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den Beschuldigten stellen. Der Beschuldigte soll noch im Verlauf des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden vorgeführt werden.

    19.10.2020 - Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

    Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Landeskriminalamt Sachsen 

    Schlag gegen internationalen Kraftfahrzeugdiebstahl

    Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko-Kfz* des Landeskriminalamtes gehen gemeinsam mit polnischen Kollegen gegen internationale Kfz-Bandenkriminalität vor

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden führt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen zehn polnische Beschuldigte wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in insgesamt über 40 Fällen. Den Beschuldigten liegt zur Last, zwischen August 2018 und Juni 2019 Kraftfahrzeuge verschiedener Marken (u.a. Renault, Nissan, Peugeot und Citroen) u.a. in Bautzen, Berlin, Dresden, Hannover, Hoyerswerda, Niesky und Spremberg entwendet, in die Republik Polen überführt und dort gewinnbringend verwertet zu haben. Dabei sollen die Beschuldigten bandenmäßig organisiert und arbeitsteilig handelnd vorgegangen sein.   

    Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Dresden neun Durchsuchungsbeschlüsse für zehn Objekte (Werkstätten, Lager und Wohnhäuser) in der Republik Polen im Raum Kolo erwirkt. Diese wurden am 13. Oktober 2020 von zehn Beamten der Soko-Kfz des Landeskriminalamtes Sachsen gemeinsam mit 50 polnischen Polizeibeamten erfolgreich realisiert. Dabei konnten u.a. ein entwendetes Fahrzeug, viele Fahrzeugteile, Mobiltelefone, Datenträger sowie Computertechnik sichergestellt werden. In einem durchsuchten Gebäude wurden außerdem ein hoher Bargeldbetrag in polnischer Währung sowie Euro-Noten, US-Dollar und tschechische Kronen gefunden. Bei den Maßnahmen am 13. Oktober 2020 wurden darüber hinaus zwei polnische Tatverdächtige (38 und 40 Jahre) festgenommen. Ein weiterer polnischer Tatverdächtiger (41), der dem Kopf der Bande zugerechnet wird, wurde bereits am 6. Oktober 2020 bei Lübeck durch die örtlich zuständige Polizei beim Versuch, ein Auto zu stehlen, festgenommen.

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Soko Kfz des Landeskriminalamtes dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

     

    *Soko Kfz: Sonderkommission der sächsischen Polizei zur Bekämpfung der internationalen Kfz-Verschiebung mit zentraler Führung und Koordination im LKA Sachsen und regionalen Ermittlungsabschnitten in allen Polizeidirektionen

    16.10.2020 - Vorwurf der schweren sexuellen Nötigung

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden 

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 28-jährigen Deutschen  Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden wegen des Verdachts der schweren sexuellen Nötigung erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, eine ihm bereits bekannte 31-jährige Frau am Abend des 19.06.2020 unter einem Vorwand in seine Garage in Großenhain gelockt, anschließend eine Schreckschusspistole auf die Geschädigte gerichtet und diese sodann sexuell missbraucht zu haben.

    Der bislang nicht vorbestrafte Beschuldigte wurde am 22.06.2020 vorläufig festgenommen und befand sich bis zum 06.10.2020 in Untersuchungshaft. Mit Beschluss vom 06.10.2020 hat das Landgericht Dresden den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    08.10.2020 - Tötungsdelikt in Dreden - Hinweisportal freigeschalten

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Tötungsdelikt in Dreden
    Hinweisportal freigeschalten
    Fahndung via Fernsehsendung „Kripo live“

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden sowie der Polizeidirektion Dresden im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt (siehe Medieninformationen der Staatsanwaltschaft Dresden vom 05.10.2020) in der Dresdner Altstadt dauern an.

    Die Polizei wendet sich nochmals an die Bevölkerung und fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? Hinweise bitte unter der Rufnummer (0351) 483 22 33.

    Zudem haben die Ermittler einen Link auf das Hinweisportal der Polizei aktiviert. Dort können insbesondere auch Bild- und Videohinweise zur Straftat an die Kriminalisten weitergegeben werden. Das Portal ist unter dem Link https://sn.hinweisportal.de zu erreichen.

    Weiterhin werden Staatsanwaltschaft und Polizei den Fall im Fahndungsmagazin „Kripo live“ des MDR am kommenden Sonntag vorstellen. Auch auf diesem Weg erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise, die zur Klärung der Straftat beitragen können.

    Bislang sind bei der Polizei insgesamt 16 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

    05.10.2020 - Schlag gegen die Drogenkriminalität in Dresden

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden


    Schlag gegen die Drogenkriminalität in Dresden
    Zwei Beschuldigte in Untersuchungshaft
    14 Kilogramm Crystal sichergestellt

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 32-jährigen Ungarn und eine 25-jährige Ungarin wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

    Aufgrund von Erkenntnissen aus einem anderen Ermittlungsverfahren hatten sich Hinweise darauf ergeben, dass eine Wohnung an der Reitbahnstraße in Dresden als Umschlagplatz für Betäubungsmittelgeschäfte dienen könnte. Im Zuge einer am Nachmittag des 03.10.2020 durchgeführten Durchsuchung dieser Wohnung wurden ca. 14 Kilogramm Crystal  sichergestellt. Der 32-jährige Ungar hatte zuvor erfolglos versucht, sich des Rauschgifts zu entledigen, indem er es über den Balkon auf den Balkon einer darunterliegenden Wohnung warf.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 04.10.2020 Haftbefehl gegen beide Beschuldigte erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    05.10.2020 - Tötungsdelikt in Dresden

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Tötungsdelikt in Dresden
    Neue Erkenntnisse

    Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt auf der Schloßstraße liegen zwischenzeitlich neue Erkenntnisse vor.

    Bei den zwei Geschädigten (53, 55) handelt es sich um deutsche Staatsbürger. Beide stammen aus Nordrhein-Westfalen und hielten sich gemeinsam als Touristen in der Landeshauptstadt Dresden auf.

    Passanten hatten die zwei Männer schwer verletzt im Bereich der Schloßstraße gefunden. Der 55-Jährige starb wenig später in einem Dresdner Krankenhaus. Der 53-Jährige befindet sich aktuell noch im Krankenhaus.

    Alarmierte Polizeibeamte leiteten sofort Fahndungsmaßnahmen nach dem Täter ein. Dabei kam auch ein Diensthund der Dresdner Polizei zum Einsatz. Insgesamt waren in der Nacht etwa 20 Polizeibeamte vor Ort. Ein Tatverdächtiger konnte bislang nicht ergriffen werden.

     Im Rahmen der Tatortarbeit, die bis heute Morgen gegen 06.00 Uhr andauerte, haben Kriminalisten ein Messer sichergestellt. Es ist davon auszugehen, dass es im Zusammenhang mit der Straftat steht. Der genaue Tathergang sowie die Motivlage sind noch unklar.

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden sowie der Polizeidirektion Dresden dauern an.

    Vor dem Hintergrund der Straftat wird die Polizeidirektion Dresden in den kommenden Tagen ihre Präsenz im Stadtgebiet Dresden erhöhen.

    05.10.2020 - Tötungsdelikt in Dresden

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Tötungsdelikt in Dresden
    Zeugenaufruf

    Aktuell gehen die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dres-den dem Verdacht eines Tötungsdeliktes nach.

    Gestern Abend sind zwei Männer (53, 55) schwer verletzt auf der Schloss-straße aufgefunden worden. Sie wurden umgehend in Dresdner Kranken-häuser gebracht. Der 55-Jährige verstarb wenig später.

    Ersten Ermittlungen zufolge sind die beiden Männer von einem Unbekann-ten angegriffen und schwer verletzt worden. Der Täter flüchtete.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen sind derzeit keine weiteren Angaben insbesondere zum Tathergang oder Motiv möglich. Staatsanwaltschaft und Polizei werden zu neuen Erkenntnissen informieren.

    Im Zusammenhang mit den Ermittlungen fragen Staatsanwaltschaft und Po-lizei:

    Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt gemacht? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Ruf-nummer (0351) 483 22 33 entgegen. (ml)

    02.10.2020 - Schnelles Urteil gegen Wäschediebinnen

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden am 02.10.2020 eine 23-jährige Tschechin wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 10 Euro und eine 21-jährige Tschechin wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 10 Euro durch das Amtsgericht Dresden im beschleunigten Verfahren verurteilt.

    Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, gemeinschaftlich handelnd am 01.10.2020 gegen 14.00 Uhr unter Entfernung von Sicherungsetiketten in den Geschäftsräumen der Firma Peek & Cloppenburg KG in Dresden, drei Damenslips und zwei Shirts im Gesamtwert von 139,87 EUR entwendet zu haben, um die Waren ohne zu bezahlen für sich zu behalten. Dabei gingen die Beschuldigten arbeitsteilig in der Weise vor, dass die 21-jährige Be-schuldigte den Auslagen zwei Slips und ein Shirt entnahm, anzog bzw. in ihre Handtasche steckte und die 23-jährige Beschuldigte den Auslagen ei-nen Slip und ein Shirt entnahm, anzog bzw. in ihre Handtasche steckte und beide die Kassenzone passierten, wobei jede der Beschuldigten den Tatbei-trag der jeweils anderen absicherte.

    Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist rechtskräftig.

    01.10.2020 - Angriff in Dresdner Straßenbahn

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen zwei Tunesier (25 und 36 Jahre) und einen Iraker (32 Jahre) Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – erhoben. Den Beschuldigten liegt gemeinschaftlicher Raub und gefährliche Körperverletzung zur Last.

    Die Beschuldigten sind weiterhin dringend verdächtig, am 13. August 2020 gegen 21:30 Uhr einen 43-jährigen Deutschen in der Straßenbahn Linie 2 Richtung Gorbitz während der Fahrt ohne erkennbaren Anlass provoziert und unvermittelt geschlagen zu haben. Als der Geschädigte sich entschlossen hatte, spontan an der Haltestelle Karcherallee auszusteigen, um der Konfrontation zu entgehen, sollen die drei Beschuldigten ihm gefolgt und außerhalb der Straßenbahn weiter auf ihn eingeschlagen haben. Tatplangemäß nutzte einer der Beschuldigten die von den anderen Beschuldigten einwirkende Gewalt auf den dadurch abgelenkten Geschädigten aus, um dem Geschädigten dessen Rucksack abzunehmen, um die darin befindlichen Gegenstände für sich und seine Mittäter zu behalten (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 08.09.2020, abrufbar im Medienservice Sachsen unter www.medienservice.sachsen.de).

    Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte ein entwendetes Smartphone des Geschädigten sichergestellt werden.

    Die Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    Bei einer in diesem Verfahren durchgeführten Durchsuchung in der Wohnung eines nicht tatverdächtigen 34-jährigen Deutschen wurden mehrere Hanfpflanzen und ein mobiler Aufzuchtschrank für Hanfpflanzen entdeckt. Gegen den Betroffenen wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die Hanfpflanzen, wesentliche Teile des Aufzuchtschrankes und weitere Beweismittel wurden von der Polizei sichergestellt.

    24.09.2020 - Sprengstoffexplosionen in der Sächsischen Schweiz

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Sprengstoffexplosionen in der Sächsischen Schweiz
    Staatsanwaltschaft und Polizei realisieren umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen

    Die Staatsanwaltschaft Dresden führt ein Ermittlungsverfahren gegen sieben deutsche Beschuldigte (fünf Männer im Alter von 18, 19, 20, 20 und 22 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 17 und 27 Jahren) u.a. wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in mehreren Fällen.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in wechselnder Tatbeteiligung zwischen dem 24.07.2020 und dem 30.08.2020 in insgesamt 13 Fällen in Bad Schandau, Sebnitz, Langburkersdorf, Hohnstein und Neustadt/Sachsen unter Verwendung überwiegend illegaler pyrotechnischer Erzeugnisse verschiedene Objekte gesprengt und dabei hohe Sachschäden verursacht zu haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand ist von einem angerichteten Gesamtschaden von mindestens 230.000,00 Euro auszugehen. 

    In diesem Verfahren wurden heute elf Objekte durchsucht (acht Wohnungen in der Sächsischen Schweiz, eine Wohnung in Leipzig, ein Objekt in Kamenz und ein Objekt in Mühlhausen/Bayern). Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, u.a. Mobiltelefone, große Mengen Pyrotechnik, eine Schein-Stabhandgranate aus Holz und Speichermedien. 

    An der Realisierung des Einsatzes waren 67 Beamte der sächsischen Polizei und weitere Kräfte der bayrischen Polizei beteiligt. Gegen die Beschuldigten wurde kein Haftbefehl beantragt, da derzeit keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen. 

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    23.09.2020 - Angriff auf Juwelier in Dresdner Innenstadt

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 22.09.2020 Haftbefehl gegen einen 55-jährigen Tschechen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt versuchte räuberische Erpressung und Bedrohung zur Last.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am späten Nachmittag des 21.09.2020 ein Juweliergeschäft in der Dresdner Innenstadt betreten und den dort tätigen Mitarbeitern einen handschriftlich gefertigten Zettel überge-ben zu haben, auf dem er darauf hinwies, eine Handgranate bei sich zu füh-ren und die Mitarbeiter deshalb zur Übergabe von Geld aufforderte. In der Folge kam es jedoch nicht zur Herausgabe von Geld und der Beschuldigte verließ, gedrängt von einem Mitarbeiter des Juweliergeschäfts, das Ge-schäft. Dabei äußerte der Beschuldigte gegenüber den Mitarbeitern, dass er später wieder mit einer in Tschechien gekauften Granate in das Geschäft kommen werde, um die Granate dort zur Explosion zu bringen.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    22.09.2020 - Angriff auf Reisenden im Dresdner Hauptbahnhof

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 22.09.2020 Haftbefehl gegen einen 39-jährigen Deutschen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zur Last.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 21.09.2020 gegen 23:00 Uhr einem Geschädigten in der Kuppelhalle des Hauptbahnhofs Dresden völlig unvermittelt mit der rechten Hand ins Gesicht geschlagen zu haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte eine blutende Platzwunde sowie eine starke Schwellung unterhalb des linken Auges. Zudem ging die Brille des Geschädigten zu Bruch.

    Im Anschluss wurde der Beschuldigte durch zwei Beamte der Bundespolizei aufgefordert, sie auf die Wache zu begleiten. Der Beschuldigte war hiermit nicht einverstanden und versuchte mit erheblichem körperlichem Einsatz gegen die Beamten der Bundespolizei, sich der Verbringung auf die Wache zu entziehen und sich vom Tatort zu entfernen, was ihm nicht gelang.  

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

     

     

    21.09.2020 - Tötung der Lebensgefährtin

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 39-jährigen Deutschen u.a. wegen Totschlags erhoben. 

    Dem Beschuldigten liegt u.a. zur Last, seine 37-jährige Lebensgefährtin am 25.01.2020 nach 23:00 Uhr in deren Wohnung in Freital durch massive Schläge gegen den Kopf, den Hals und gegen die Brust schwer verletzt und dabei den Tod der Lebensgefährtin billigend in Kauf genommen zu haben (siehe auch die gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 25.02.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de). Die Geschädigte erlitt hierdurch multiple Verletzungen am ganzen Körper, vor allem am Kopf mit Blutungen im Schädelinneren und verstarb noch in der Nacht vom 25.01. zum 26.01.2020. 

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

     

    18.09.2020 - Messerstiche in Dresdner Wohnhaus

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Messerstiche in Dresdner Wohnhaus
    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 28-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, seinem unbewaffneten 40-jährigen Wohnungsnachbarn am 14. September 2020 gegen 07:45 Uhr bei einem Streit im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Wachsbleichstraße in Dresden ein Messer mit Tötungsvorsatz einmal in die Schulter und einmal in den Rücken gerammt zu haben.

    Der Geschädigte erlitt dadurch eine schwere Stichverletzung, bei der die Lunge perforiert wurde. Er konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. 

    Der Beschuldigte soll unmittelbar nach dem Angriff den Tatort verlassen haben, ohne sich weiter um das schwer verletzte Opfer zu kümmern. Er war nach der Tat flüchtig und konnte am 17. September 2020 aufgrund der erfolgten Fahndung vorläufig festgenommen werden.

    Er wurde am 18. September 2020 dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt. Dieser hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden  Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

     

     

     

    17.09.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Erneut Durchsuchungen von Gewerberäumen in Berlin

    Staatsanwaltschaft und Polizei haben am 9. und am 16. September 2020 erneut Gewerberäume in Berlin durchsucht.

    Durchsucht wurden mehrere Betriebsstätten, bei denen der Verdacht besteht, dass sie den als Fluchtfahrzeug genutzten und später in Brand gesetzten Audi S6 kurz vor der Tat im Auftrag der Täter foliiert haben, um dessen äußeres Erscheinungsbild zu verändern.

    Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass  die durchsuchten Betriebsstätten den Zweck der Foliierung nicht kannten. Deren Inhaber werden deshalb nicht als Tatverdächtige zu dem Diebstahl geführt. Sie wurden im Rahmen der Maßnahmen als Zeugen befragt.

    Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Geschäftsunterlagen und Daten durchgesehen und teilweise sichergestellt. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass sich aus den Beweismitteln Hinweise auf die Identität der Personen gewinnen lassen, die ggf. die Foliierung des  Tatfahrzeugs in Auftrag gegeben haben.

    Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    Auskünfte erteilt allein die Staatsanwaltschaft Dresden.

    15.09.2020 - Bekämpfung der Schwarzarbeit im Baugewerbe

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Hauptzollamt Dresden

     

    Bekämpfung der Schwarzarbeit  im Baugewerbe

    Umfangreiche Durchsuchungen realisiert

    Zwei Beschuldigte in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Hauptzollamt Dresden führen ein Komplexverfahren im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts gegen zwei serbische Hauptbeschuldigte (27 und 50 Jahre) und zwei weitere Beschuldigte (einen 47-jährigen Bosnier und einen 29-jährigen Tschechen). 

    Den beiden Hauptbeschuldigten liegt u.a. Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in einer Vielzahl von Fällen zur Last. Ihnen wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Dresdner Baugesellschaft seit 1. Januar 2018 Arbeitnehmer beschäftigt und diese Beschäftigung in einer Vielzahl von Fällen nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen Einzugsstellen der Sozialversicherung gemeldet und die fälligen Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung und die Sozialkassenbeiträge nicht im geschuldeten Maße abgeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit von einem Schaden von ca. 1,7 Millionen Euro aus.

    Den zwei weiteren Beschuldigten liegt zur Last, an einem Teil der Taten der Hauptbeschuldigten mitgewirkt zu haben.

    In diesem Verfahren wurden heute zwölf Wohn- und Geschäftsräume in Dresden, Riesa, Zeithain und Elsterwerda durchsucht. Dabei wurden umfangreiches Beweismaterial (u.a. Dokumente, Speichermedien, Mobiltelefone) und Bargeld im Wert von ca. 55.000,00 Euro sichergestellt.

    Die beiden Hauptbeschuldigten wurden aufgrund vorab auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vom Amtsgericht Dresden erlassener Haftbefehls festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat heute den Vollzug der Untersuchungshaft gegen die beiden Hauptbeschuldigten angeordnet. Der 27-jährige Beschuldigte hat versucht, sich der Festnahme durch Flucht zu entziehen. Dies konnte vereitelt werden.

    An der Realisierung des Einsatzes waren 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und Spezialkräfte des Zollfahndungsamtes beteiligt. 

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    11.09.2020 - Versuchter Mord und schwere Brandstiftung

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Versuchter Mord und schwere Brandstiftung

    Zwei Beschuldigte in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen zwei Deutsche (14 und 16 Jahre) wegen des Verdachts des versuch-ten Mordes und der schweren Brandstiftung.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 9. September 2020 in einer Wohnung in der Käthe-Kollwitz-Straße in Heiden-au, in der der Wohnungsinhaber und eine weitere Person schliefen, ein Feu-er gelegt zu haben.

    Nach bisherigem Ermittlungsstand nahmen die Beschuldigten zumindest billigend in Kauf, dass die beiden schlafenden Personen schwere Verletzun-gen bis zum Tod erleiden würden und sich das Feuer in der Wohnung und in angrenzenden Wohnungen weiter ausbreiten würde.

    Entgegen ihrer Vorstellung erwachte ein Geschädigter und weckte den an-deren Geschädigten, so dass beide die Wohnung verlassen konnten. Der Brand konnte erst durch die Feuerwehr gelöscht werden.

    Die beiden Geschädigten und mindestens zwei weitere Bewohner des Hau-ses erlitten Rauchgasvergiftungen, die ambulant behandelt werden mussten. Die Wohnung brannte komplett aus.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 11. September 2020 Haftbefehl gegen die Be-schuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    10.09.2020 - Brandstiftung im Gartenmarkt

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 21-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Brandstiftung. 

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 14. Februar 2018 gegen 00.30 Uhr auf das Gelände des Dehner Gartenmarktes auf der Dresdener Straße in Coswig begeben zu haben, um diesen anzuzünden.

    Der Beschuldigte drang in den Gartenmarkt ein, in dem sich viele leicht brennbare Gegenstände befanden (u.a. Rasenteppiche und Gartenmöbel aus Holz). Dort entzündete der Beschuldigte ein Feuer, welches sich rasch ausbreitete und einen Teil des Gartenmarktes völlig zerstörte. Durch den Brand entstand dem Eigentümer ein Schaden von mindestens zwei Millionen Euro.

    Der Beschuldigte konnte im Rahmen umfangreicher Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei identifiziert werden. Er wurde am 10. September 2020 vorläufig  festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    08.09.2020 - Angriff in Dresdner Straßenbahn

    Drei Beschuldigte in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehle gegen zwei Tunesier (25 und 36 Jahre) und einen Iraker (32 Jahre) erlassen und am 8. September 2020 den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Den Beschuldigten liegt gemeinschaftlicher Raub und gefährliche Körperverletzung zur Last.

    Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, am 13. August 2020 gegen 21:30 Uhr einen 43-jährigen Deutschen in der Straßenbahn Linie 2 Richtung Gorbitz während der Fahrt ohne erkennbaren Anlass provoziert und unvermittelt geschlagen zu haben. Als der Geschädigte sich entschlossen hatte, spontan an der Haltestelle Karcherallee auszusteigen, um der Konfrontation zu entgehen, sollen die drei Beschuldigten ihm gefolgt und außerhalb der Straßenbahn weiter auf ihn eingeschlagen haben. Tatplangemäß nutzte einer der Beschuldigten die von den anderen Beschuldigten einwirkende Gewalt auf den dadurch abgelenkten Geschädigten aus, um dem Geschädigten dessen Rucksack abzunehmen, um die darin befindlichen Gegenstände für sich und seine Mittäter zu behalten.

    Die Beschuldigten erbeuteten zwei vom Geschädigten mitgeführte Smartphones, dessen Wohnungsschlüssel, diverse Ausweise und 100,00 Euro.

    Der Geschädigte erlitt u.a. ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, eine Schädelprellung und eine Thoraxprellung. Er wurde stationär in ein Dresdner Krankenhaus aufgenommen und konnte am 14. August 2020 aus dem Krankenhaus entlassen werden.

    Die Beschuldigten konnten im Rahmen umfangreicher Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei identifiziert und am 8. September 2020 festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    02.09.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Durchsuchungen von Wohn- und Gewerberäumen in Berlin erfolgt

    Hundertschaft der Polizei im Einsatz

    Umfangreiche Beweismittel sichergestellt

    Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Dresden haben heute sieben Beamte der SOKO Epaulette Wohn- und Gewerberäume in Berlin durchsucht. Die Beamten wurden dabei durch drei Beamte des Dezernats Kunstdelikte des Landeskriminalamtes Berlin und eine Hundertschaft der Berliner Bereitschaftspolizei unterstützt.

    Die Maßnahmen richteten sich gegen einen Mann, der auf fiktive Personalien registrierte SIM-Karten für Mobiltelefone vertreibt. Neben der Wohnung des Betroffenen wurden auch die Geschäftsräume seines Arbeitsgebers durchsucht. Nach den Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Betroffene den Tätern mehrere SIM-Karten verkauft oder diese zum Vertrieb an ein Internet-Café an der Hermannstraße in Berlin-Neukölln weitergegeben hat. Die fraglichen SIM-Karten wurden während der Vorbereitung der Tat und auch bei der eigentlichen Tatausführung für Absprachen zwischen den Tätern genutzt. Inwieweit der Mann den Verwendungszweck der SIM-Karten kannte, ist unklar. Er wird deshalb bislang nicht als Tatverdächtiger zu dem Diebstahl geführt.

    Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Gegenstände, die als Beweismittel in Betracht kommen, sichergestellt, u.a. Geschäftsunterlagen, Mobiltelefone und Speichertechnik. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass sich aus den Beweismitteln Hinweise auf die Identität der Käufer der SIM-Karten und der Täter gewinnen lassen.

    Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    Auskünfte erteilt allein die Staatsanwaltschaft Dresden.

    31.08.2020 - Messerstiche bei illegaler Technoparty

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Messerstiche bei illegaler Technoparty
    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 16-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 30.08.2020 gegen 03:00 Uhr in der Dresdner Heide (Nähe Kannenhenkelweg) am Rande einer illegalen Technoparty mit einem Messer völlig unvermittelt einem 21-jährigen Deut-schen in den linken Rückenbereich und einer 21-jährigen Deutschen in die Körpermitte gestochen zu haben. Der 21-jährige Geschädigte erlitt ernsthafte Stichverletzungen mit mindestens einer Verletzung der Niere. Die 21-jährige Geschädigte erlitt hierdurch lebensbedrohliche Verletzungen mit massiven Blutungen im Bauchraum und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 31.08.2020 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte befindet sich seit 31.08.2020 in Untersuchungshaft.

    Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer (0351) 483 22 33 zu melden.

    31.08.2020 - Tod eines Babys in Dresden

    Staatsanwaltschaft erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen eine 37-jährige Deutsche wegen Totschlags erhoben.

    Der Beschuldigten liegt zur Last, ihr in den Morgenstunden des 19.12.2019 geborenes lebensfähiges Baby am 19.12.2019 zwischen 08:30 Uhr und 10:00 Uhr bei Temperaturen von etwa 8 °C unweit der Gleisschleife Prohlis unversorgt abgelegt und hierdurch den Tod des Babys zumindest billigend in Kauf genommen zu haben (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 20.12.2019, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de).

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Die Beschuldigte wurde am 19.12.2019 vorläufig festgenommen und befand sich vom 20.12.2019 bis 31.01.2020 in Untersuchungshaft. Das Landgericht Dresden hat den Haftbefehl am 31.01.2020 außer Vollzug gesetzt.

    21.08.2020 - Ermittlungsverfahren gegen sechs Justizvollzugsbe-dienstete wegen Körperverletzung im Amt

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – gegen sechs Justizvollzugsbedienstete erhoben. Den Beschuldigten liegt u.a. gefährliche Körperverletzung im Amt zum Nachteil von Gefangenen zur Last.

    Zwei Beschuldigten wird vorgeworfen, einen afghanischen Gefangenen am 12. Juli 2018 in der Justizvollzugsanstalt Dresden zu Boden gebracht und diesem mehrere Faustschläge gegen dessen Oberkörper und Kopf versetzt zu haben, wodurch der Geschädigte Schmerzen erlitt. Einem weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, die Tat beobachtet zu haben und nicht eingeschritten zu sein.

    Drei Beschuldigten wird vorgeworfen, einen tunesischen Gefangenen am 18. Juli 2018 in der Justizvollzugsanstalt Dresden zu Boden gebracht, an den Händen gefesselt und mehrfach gegen den Oberkörper getreten und ge-schlagen zu haben, wodurch der Geschädigte Hämatome im Bereich des Oberkörpers und Schmerzen erlitt.

    Einem Beschuldigten wird vorgeworfen, einen marokkanischen Gefangenen am 13. August 2018 in der Justizvollzugsanstalt Dresden in dessen unter Wasser gesetzten Haftraum so geschubst zu haben, dass dieser ausrutschte und mit dem Kopf gegen den Türrahmen der Toilettentür stieß, wodurch der Geschädigte eine blutende Wunde am Kopf erlitt.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    17.08.2020 - Todesermittlungsverfahren zum Tod eines 37-jährigen

    Keine Hinweise auf Fremdverschulden

    In dem Todesermittlungsverfahren zum Tod eines 37-jährigen Italieners (siehe Medieninformation der Polizeidirektion Dresden Nr. 471/20 vom 16.08.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de) wurde von der Staatsanwaltschaft Dresden die Obduktion der Leiche angeordnet, um die Todesursache zweifelsfrei zu klären. Die Obduktion wurde gestern durchgeführt. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis ergeben sich keinerlei Hinweise auf Vorliegen von Fremdverschulden am Tod des 37-jährigen. Es gibt keine Anzeichen für einen Erstickungstod oder für den Einsatz von Gewalt gegen Kopf und Hals des Verstorbenen.

    Die ersten Ergebnisse der Obduktion deuten vielmehr darauf hin, dass der 37-jährige einen Herzinfarkt erlitten hat und hieran verstorben ist. Möglicherweise haben Konsum von Alkohol und Drogen zur Auslösung des Herzinfarktes beigetragen. Das endgültige Sektionsgutachten und die Ergebnisse der Toxikologie im Hinblick auf den Blutalkoholgehalt und die Art, den Wirkstoff und die Mengen möglicherweise konsumierter Betäubungsmittel müs-sen jedoch abgewartet werden.

    Da es bisher keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod des 37-jährigen gibt, werden die Ermittlungen derzeit ausschließlich im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens weitergeführt und bestand kein Anlass, ein Er-mittlungsverfahren gegen die Polizeibeamten einzuleiten, die den 37-jährigen gestern in den zentralen Polizeigewahrsam verbracht hatten.

    31.07.2020 - Zuhälterei, Menschenhandel und Zwangsprostitution

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden gegen drei Beschuldigte

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 31-jährigen Bulgaren und zwei Bulgarinnen (41 und 25 Jahre) Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Den Beschuldigten liegt u.a. Zuhälterei, besonders schwere Zwangsprostitution und Menschenhandel in mehreren Fällen zur Last.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit 2016 in Bulgarien Mädchen und junge Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, insbesondere über die Loverboy-Methode oder dem Versprechen, lediglich als Begleitdame tätig zu werden, oder mittels Zwangs angeworben, nach Deutschland gelockt und unter Ausnutzung des Umstandes, dass sie sich in einem fremden Land ohne Sozialkontakte und ohne Einkommen aufhalten, sowie mittels Drohungen und Gewalt zur Ausübung der Prostitution in drei Prostitutionsstätten in Dresden gezwungen zu haben (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 18.10.2019, abrufbar im Medienservice Sachsen unter www.medienservice.sachsen.de).

    Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bestimmten die Beschuldigten, wo und zu welchen Bedingungen die rekrutierten Prostituierten sexuelle Dienstleistungen zu erbringen hatten, welchen Preis sie von den jeweiligen Freiern zu verlangen, was sie von dem Erlangten an die Beschuldigten abzuführen hatten und wo und wie die Prostituierten untergebracht waren.

    Der 31-jährige Beschuldigte befindet sich seit 17.10.2019 in Untersuchungs-haft.

    Der am 17.10.2019 in Vollzug gesetzte Haftbefehl gegen die 41-jährige Beschuldigte wurde am 14.01.2020 gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

    Der Haftbefehl gegen die 25-jährige Beschuldigte wurde bereits am 17.10.2019 gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

    Der vierte Beschuldigte (ein 43-jähriger Bulgare) ist im Dezember 2019 in der Justizvollzugsanstalt lebensbedrohlich erkrankt und Anfang Januar verstorben.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    22.07.2020 - Schnelles Urteil gegen Messerdieb

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein 38-jähriger Deutscher am 22.07.2020 durch das Amtsgericht Dresden im beschleunigten Verfahren wegen Diebstahls mit Waffen zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 14,00 EUR verurteilt.

    Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 21.07.2020 gegen 20:40 Uhr in den Geschäftsräumen der Firma Metro in der Marie-Curie-Straße 9 in Dresden ein T-Shirt, vier Messer, einen Messerschärfer und andere Ware im Ge-samtwert von 270,90 EUR entwendet zu haben, um die Ware ohne zu bezahlen für sich zu behalten, indem er sie den Auslagen entnahm, die Umverpackung zumindest eines Messers und die Warensicherungen entfernte, sie in seinen Rucksack steckte und die Kassenzone passierte.

    Da der Beschuldigte von einem Messer die Umverpackung entfernte und damit während des Diebstahls unmittelbar auf das Messer zugreifen konnte, wurde er wegen Diebstahls mit Waffen und nicht nur wegen Diebstahls verurteilt. Diebstahl mit Waffen ist grundsätzlich mit einer Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe bedroht. Wegen der besonderen Umstände des Falles hat das Gericht jedoch hier einen minder schweren Fall angenommen, so dass der Beschuldigte ausnahmsweise noch zu einer Geldstrafe verurteilt werden konnte.

    Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist rechtskräftig.

    20.07.2020 - Bundesweiter Serienbetrug

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – 

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 30-jährigen Deutschen Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – wegen Betrugs in 13 Fällen und Diebstahls erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Ende Januar 2019 in 01259 Dresden eine möblierte Wohnung zum Preis von 450,00 EUR monatlich angemietet zu haben und auf den geschuldeten Mietzins entsprechend vorgefasster Absicht nur einen Betrag von 100,00 EUR gezahlt zu haben. Bei seinem unangekündigten Auszug Mitte Februar 2019 soll der Beschuldigte aus einer nicht abgeschlossenen Wohnung im gleichen Anwesen noch einen Flachbildfernseher im Wert von 1.500,00 EUR entwendet haben, um diesen im Anschluss zu verkaufen.

    Dem Beschuldigten wird weiterhin vorgeworfen, bereits Mitte 2016 in Mülheim an der Ruhr eine Zweizimmerwohnung zum Preis von 400,00 EUR zuzüglich 180,00 EUR Nebenkosten monatlich sowie zwei Lagerräume zum Preis von 600,00 EUR zuzüglich 50,00 EUR Nebenkosten angemietet und  auf den geschuldeten Mietzins entsprechend vorgefasster Absicht bis zur Kündigung der Verträge durch den Vermieter zum 30.11.2016 nichts bezahlt zu haben, so dass ein Gesamtschaden in Höhe von 8.250,00 EUR entstand.  

    Darüber hinaus wird dem Beschuldigten vorgeworfen, zwischen dem 01.08.2017 und dem 07.02.2020 in elf Fällen über verschiedene Internetplattformen hochwertige Handys zum Preis von 300,00 EUR bis 700,00 EUR an Geschädigte aus dem ganzen Bundesgebiet (u.a. aus Ahrensburg, Bayreuth, Fritzlar, Goslar, Rodgau, Trittau) und aus Österreich (Mittelberg) veräußert und diese nach Erhalt des Kaufpreises entsprechend vorgefasster Absicht nicht geliefert zu haben, um hierdurch seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.   

    Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 14.000,00 EUR.

    Bei der Staatsanwaltschaft Dresden war zunächst nur das Verfahren wegen der Anmietung der Wohnung Ende Januar 2019 in Dresden durch den Beschuldigten anhängig. Bei der Bearbeitung dieses Verfahrens wurde durch weitere Ermittlungen sowie durch Recherchen im Bundeszentralregister und im Zentralen Staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister festgestellt, dass bundesweit Verfahren gegen den Beschuldigten geführt wurden und der Beschuldigte keinen festen Wohnsitz hatte. Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft Dresden die bundesweit anhängigen Verfahren in einem Sammelverfahren zusammengeführt und Haftbefehl gegen den Beschuldigten beantragt.  

    Der Beschuldigte wurde in der Folge am 31.03.2020 vorläufig festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    17.07.2020 - Angriffe auf Zugbegleiter

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen  ermitteln gegen einen 35-jährigen Beschuldigten (mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft) u.a. wegen des Verdachts des Raubes, der Körperverletzung und der Beleidigung.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, am 05.06.2020 gegen 16:00 Uhr in der S-Bahn Linie S1 von Heidenau in Richtung Dresden Hauptbahnhof bei einer Fahrscheinkontrolle kurz vor dem Haltepunkt Niedersedlitz eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Zugbegleiter provoziert zu haben. Der  Zugbegleiter wollte über sein Diensthandy telefonisch Unterstützung von der Bundespolizei anfordern. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in diesem Augenblick vom Sitz aufgesprungen zu sein, den Zugbegleiter mit beiden Händen gewürgt und in eine 4-er Sitzgruppe gedrückt zu haben. Der Zugbegleiter wehrte sich, indem er dem Beschuldigten Pfefferspray in das Gesicht sprühte. Anschließend soll der Beschuldigte dem Zugbegleiter dessen Diensthandy aus der Hand geschlagen und an sich genommen haben, um es für sich zu behalten. Unter dem unmittelbaren Eindruck der Gewaltanwendung leistete der Zugbegleiter, wie vom Beschuldigten beabsichtigt, nunmehr keinen Widerstand mehr.

    Dem Beschuldigten liegt weiterhin zur Last, am 13.06.2019 gegen 15:55 Uhr in der S-Bahn Linie S1 von Heidenau in Richtung Dresden Hauptbahnhof bei einer Fahrscheinkontrolle kurz vor dem Haltepunkt Heidenau-Süd eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Zugbegleiter provoziert zu haben. Da der Beschuldigte keinen Fahrschein vorweisen konnte, forderte der Zugbegleiter ihn zum Verlassen des Zuges auf. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, dem Zugbegleiter während des Aussteigens in das Gesicht gespuckt zu haben, um seine Missachtung ihm gegenüber zum Ausdruck zu bringen.

    Nach dem Beschuldigten wurde unmittelbar nach der Tat vom 05.06.2020 in der Presse mit einem Zeugenaufruf gefahndet, der zunächst nicht den gewünschten Erfolg brachte. Der Beschuldigte konnte letztendlich durch die Analyse der Überwachungsvideos identifiziert werden.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Der Beschuldigte konnte sodann am 14.07.2020 im Rahmen eines Einsatzes des Landeskriminalamtes Sachsen festgenommen werden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Die zeitgleich durchgeführte Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten führte zum Auffinden der bei der Tat vom 05.06.2020 getragenen Kleidung sowie des entwendeten Handys.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Sachsen  dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    15.07.2020 - Schnelles Urteil gegen Trickdieb

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein 38-jähriger Libyer am 15.07.2020 durch das Amtsgericht Dresden im beschleunigten Verfahren wegen Diebstahls und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 10,00 EUR verurteilt.

    Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 14.07.2020 gegen 17:00 Uhr im Bereich der Straßenbahnhaltestelle der Linie 2 am Bahnhof Mitte, 01067 Dresden eine Geschädigte angesprochen, abgelenkt und in der Folge von der Geschädigten 300,00 EUR entwendet zu haben, um das Geld für sich zu behalten. Dabei führte der Beschuldigte einen Joint mit einem Marihuana-Tabak-Gemisch bei sich, ohne die hierfür erforderliche Erlaubnis zu haben.

    Der Beschuldigte wurde von Zeugen bei Begehung der Tat beobachtet und durch herbeigerufene Polizeibeamte vorläufig festgenommen.

    Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist rechtskräftig.

    15.07.2020 - Schleusung im Kühllaster auf der A17

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Bundespolizeiinspektion Berggießhübel

    Schleusung im Kühllaster auf der A17

    Staatsanwaltschaft Dresden beantragt Haftbefehl

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel führen ein Verfahren gegen einen 57-jährigen Türken wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, vermutlich in den frühen Morgenstunden des 14.07.2020 in Ungarn 31 Männer im Alter zwischen 18 und 47 Jahren, welche die türkische (24x), syrische (3), iranische (3) und irakische (1) Staatsangehörigkeit besitzen, in einem Kühllaster versteckt und in das Bun-desgebiet verbracht zu haben, obwohl er wusste, dass die Personen nicht über die erforderliche Erlaubnis zur Einreise in das Bundesgebiet verfügten.

    Die geschleusten Personen wurden am 14.07.2020 gegen 20:25 Uhr bei einer gemeinsamen Kontrollmaßnahme von Bundespolizei und Zoll zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität auf dem Parkplatz „Am Heidenholz" auf der A17 in Fahrtrichtung Dresden festgestellt. Sie lagen während der Fahrt auf der Ladung (Melonenkisten), hatten dabei weniger als einen Meter Platz bis zur Decke des Aufliegers und froren durch die Küh-lung. Fünf geschleuste Personen erlitten bei dem ungesicherten Transport Verletzungen.

    Der Fahrer wurde vor Ort vorläufig festgenommen.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat heute beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Pirna Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen Fluchtgefahr gegen den Beschuldigten gestellt.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei – auch zu möglichen Hintermännern der Tat – dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    06.07.2020 - Illegaler Handel mit Waffenteilen

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen zwei Deutsche (56 und 50 Jahre)  Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Dem 56-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, in zwei Fällen gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben. Der 50-jährige Beschuldigte muss sich wegen  Beihilfe an den Taten des 56-jährigen Beschuldigten verantworten.

    Dem 56-jährigen Beschuldigten liegt zur Last, an einem unbekannten Tag im Jahr 2015 einem gesondert Verfolgten Beschuldigten eine Kiste Waffenteile (Abzugssets für Sturmgewehre) übergeben zu haben, damit dieser sie nach Taiwan verbringen konnte, was in der Folge auch geschah. Dabei wusste der 56-jährige Beschuldigte, dass der gesondert verfolgte Beschuldigte keine Ausfuhrgenehmigung für die Waffenteile hatte.

    Dem 56-jährigen Beschuldigten liegt weiterhin zur Last, im Juni 2017 im Umland von Dresden mit zwei gesondert verfolgten Beschuldigten Waffenteile (Gehäuseunterteile für Gewehre) in einen Seecontainer verladen und in der Folge veranlasst zu haben, dass der Seecontainer das Bundesgebiet über den Hamburger Hafen am 24.07.2017 auf einem Containerschiff verließ, ohne dass die erforderliche Ausfuhrgenehmigung für die Verbringung in einen Drittstaat vorgelegen hätte.

    Der 56-jährige Beschuldigte wollte sich durch die Taten eine fortlaufende Einnahmequelle sichern.

    Dem 50-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, dem 56-jährigen Beschuldigten die Waffenteile in beiden Fällen veräußert und dabei gewusst zu haben, dass diese ohne Ausfuhrgenehmigung aus dem Bundesgebiet ausgeführt werden sollten.

    Die Ermittlungen wurden aufgrund eines an den Deutschen Zoll gegebenen Hinweises der Homeland Security Investigations der Vereinigten Staaten von Amerika  eingeleitet. Ein an der Tat vom Juni 2017 beteiligter Beschuldigter war in den Vereinigten Staaten aufgrund zu schnellen Fahrens in eine Verkehrskontrolle geraten. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeuges wurden dann mehrere tausend Schuss Munition gefunden. Dieser Beschuldigte hat in der Folge Angaben zu den hier beschuldigten Personen gemacht, die nach intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg letztlich zur Anklageerhebung führten.         

    Die nicht vorbestraften Beschuldigten befinden sich nicht in Untersuchungshaft, da keine Haftgründe bestehen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

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    § 18 Absatz 2 Nummer 1 des Außenwirtschaftsgesetzes lautet wie folgt:

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer gegen die Außenwirtschaftsverordnung verstößt, indem er ohne Genehmigung nach § 8 Absatz 1, § 9 Absatz 1 oder § 78 dort genannte Güter ausführt.

     

    § 18 Absatz 7 Nummer 2 des Außenwirtschaftsgesetzes lautet wie folgt:

    Mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr wird bestraft, wer in den Fällen der Absätze 1 bis 4 oder des Absatzes 5 gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat.

    01.07.2020 - Erreichbarkeit des Pressesprechers der Staatsanwaltschaft Dresden ab 01.07.2020

    Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dresden ist ab 01.07.2020 unter der Telefonnummer 0351/446-2381 erreichbar.

    25.06.2020 - Unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

     

    Unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

    Durchsuchungen und Festnahmen erfolgt

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 30-jährigen Deutschen und eine 44-jährige Deutsche wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

    Den Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, am 23.06.2019 gemeinsam mit einem mittlerweile bereits rechtskräftig verurteilten Mittäter (einem damals 28-jährigem Serben) knapp sieben Kilogramm Crystal von Döbeln nach Dresden in das Hotel am Terrassenufer verbracht zu haben, um die Betäubungsmittel gewinnbringend zu verkaufen. Am frühen Nachmittag des 24.06.2019 wurden die Betäubungsmittel sichergestellt und ein damals 31-jähriger Deutscher sowie ein damals 28-jähriger Serbe festgenommen (siehe Medieninformation Nr. 366/19 der Polizeidirektion Dresden vom 25.06.2019). Der Serbe wurde zwischenzeitlich durch das Landgericht Dresden rechtkräftig zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und einem Monat verurteilt. Das Verfahren gegen den Deutschen ist noch beim Landgericht Dresden anhängig.

    Im Zuge von weiteren Ermittlungen, die in diesem Verfahren geführt wurden, gerieten ein 30-jähriger Deutscher und eine 44-jährige Deutsche als mögliche Mittäter ins Visier der Ermittler. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden zwei Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten und Durchsuchungsbeschlüsse für drei Objekte in Döbeln.

    Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden heute von der Polizei realisiert, wobei geringe Mengen von Betäubungsmitteln sichergestellt werden konnten. Die beiden Beschuldigten wurden festgenommen und werden noch heute Nachmittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt werden.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    24.06.2020 - Brandstiftungen in Pirna und Heidenau

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Brandstiftungen in Pirna und Heidenau

    Drei Beschuldigte in Untersuchungshaft

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Kriminalaußenstelle Pirna ermitteln  gegen drei Deutsche (40, 43, 45 Jahre) u.a. wegen des Verdachts der Brandstiftung und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gegen einen weiteren 52-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung. 

    Drei Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 26.12.2019 gegen 22:00 Uhr Zutritt zum Materiallager eines Sonderpostenmarktes auf der Longuyoner Straße in Pirna verschafft und dort, um von einem geplanten Diebstahl abzulenken, Feuerwerkskörper entzündet zu haben. Durch die explodierende Pyrotechnik geriet das Materiallager in Brand, was die Beschuldigten zumindest billigend in Kauf nahmen. Durch den Brand entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 450.000,00 EUR.

    Einem weiteren 52-jährigem Beschuldigten wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 22.09.2019 versucht zu haben, einen auf der Werner-Seelenbinder-Straße in Heidenau verschlossen abgestellten Pkw Audi 100 in Brand zu setzen, indem er die hintere Seitenscheibe des Pkw mit einem Stein einschlug, Benzin in das Fahrzeug schüttete, um das Fahrzeug in der Folge zu entzünden, was ihm nicht gelang.  

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen vier Beschuldigte erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft gegen drei Beschuldigte angeordnet. Gegen den 43-jährigen Beschuldigten wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Die Beschuldigten befinden sich seit 12. Mai 2020 in Untersuchungshaft.

    Staatsanwaltschaft und Polizei haben in den Verfahren am 12.05.2020 umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen realisiert und viele Beweismittel sichergestellt. Es ist davon auszugehen, dass den Beschuldigten im Zuge der Ermittlungen noch weitere Taten zur Last gelegt werden, da bei den Durchsuchungen eine Vielzahl von Gegenständen (u.a. Werkzeuge, Maschinen, Laptops, Uhren, Fahrräder und Motorräder) sichergestellt wurden, die vermutlich aus Diebstählen herrühren.

    Bei den Durchsuchungen vom 12.05.2020 wurden in einem Durchsuchungsobjekt in Heidenau Drogen (ca. 200 Gramm Crystal, 60 Gramm Kokain und ca. 50 Ecstasy Tabletten) und in unmittelbarer Nähe zwei Waffen gefunden. Die Gegenstände konnten einem 41-jährigen Beschuldigten zugeordnet werden, gegen den der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt hat. Dieser Beschuldigte befindet sich seit 09.06.2020 in Untersuchungshaft.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    18.06.2020 - Moped- und Fahrraddiebstahl in Pirna schnell geahndet

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden ein 37-jähriger Tscheche und eine 40-jährige Tschechin am 17.06.2020 und ein 28-jähriger Tscheche am 18.06.2020 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen Diebstahls im besonders schweren Fall zu Geldstrafen von 160 Tagessätzen zu je 15,00 EUR, 120 Tagessätzen zu je 20,00 EUR sowie 180 Tagessätzen zu je 20,00 EUR verurteilt.

    Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, zwischen dem 16.06.2020, 19:00 Uhr und dem 17.06.2020, 01:20 Uhr ein auf der Prof.-Roßmäßler-Straße in Pirna mit abgeschlossenem Lenkradschloss abgestelltes Moped Simson auf einen mitgebrachten Transporter verladen zu haben, um es in die Tschechi-sche Republik zu verbringen und für sich zu behalten oder gewinnbringend zu veräußern.

    Den Beschuldigten wurde darüber hinaus vorgeworfen, zwischen dem 16.06.2020, 20:15 Uhr und dem 17.06.2020, 01:20 Uhr zwei am Fahrrad-ständer auf der Walter-Richter-Straße in Pirna mit Fahrradschlössern gesi-chert abgestellte Fahrräder 28" Fire FlashSport, 21 Gang im Wert von 150,00 EUR sowie 27,5" MTB Marke Swiss Life NDH 24 Gang im Wert von 370,00 EUR auf einen mitgebrachten Transporter verladen zu haben, um sie in die Tschechische Republik zu verbringen und für sich zu behalten oder gewinnbringend zu veräußern.

    Das Diebesgut wurde am 17.06.2020, gegen 01:20 Uhr von Beamten des Polizeireviers Sebnitz bei einer Verkehrskontrolle auf der Schandauer Stra-ße in Höhe Bushaltestelle Schönbacher Weg (Richtung Neustadt) im Trans-porter festgestellt.

    Das gesamte Diebesgut konnte unversehrt an die Geschädigten zurückge-geben werden.

    Die im beschleunigten Verfahren gegen die 40-jährige Tschechin und den 28-jährigen Tschechen erlassenen Urteile sind bereits rechtskräftig.

    18.06.2020 - Tötung durch Messerstich

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 49-jährigen Deutschen wegen Totschlags  erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, seine 45-jährige Lebensgefährtin am späten Abend des 21. März 2020 im gemeinsam bewohnten Haus in der Heinz-Bongartz-Straße in Dresden im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Messer in den Bauch gestochen zu haben. Durch den Stich erlitt die Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen im Bauchraum, denen sie in der Folge trotz umfangreicher intensivmedizinischer Bemühungen am 02.04.2020 erlag. Der Beschuldigte stand bei Begehung der Tat unter Alkoholeinfluss.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    12.06.2020 - Versuchter Mord durch Messerangriff in Dresden

    Versuchter Mord durch Messerangriff in Dresden

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 22-jährigen Iraker u.a. wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, eine ihm bekannte 22-jährige Irakerin am frühen Abend des 2. Februar 2020 auf der Teplitzer Straße in Dresden mit einem Messer gezielt in den Bauch gestochen zu haben, um die Geschädigte zu töten. Durch den Stich erlitt die Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen im Bauchraum. Sie konnte nur durch eine sofortige Notoperation mit anschließender intensivmedizinischer Versorgung gerettet werden (siehe auch die gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 05.02.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de). Die Staatsanwaltschaft geht im Ergebnis der Ermittlungen davon aus, dass der Beschuldigte das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt hat, da die Geschädigte mit einem solchen Angriff überhaupt nicht gerechnet hatte, was der Beschuldigte erkannt und ausgenutzt hatte.    

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    11.06.2020 - Ermittlungsverfahren gegen falschen Polizeibeamten

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden

    Polizeidirektion Dresden

     

    Ermittlungsverfahren gegen falschen Polizeibeamten

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 30-jährigen Türken wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in drei Fällen und des Computerbetrugs in fünf  Fällen.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich vor dem 15.02.2020 mit zwei weiteren, bislang unbekannten Tätern entschlossen zu haben, meist ältere Personen in Deutschland anzurufen, sich dabei als Polizist auszugeben und bewusst wahrheitswidrig zu behaupten, dass gegen die angerufene Person ein gegen ihr Vermögen gerichtetes Delikt von anderen Personen geplant sei und die angerufene Person aus diesem Grund sämtliche Vermögenswerte in einen Beutel verpacken und sodann an eine zur Abholung ausgewählte öffentlich zugängliche Stelle verbringen solle. Ferner wurde bewusst wahrheitswidrig behauptet, dass die Vermögenswerte an der angegebenen öffentlich zugänglichen Stelle von einem Polizisten abgeholt und für die angerufene Person sicher verwahrt werden sollten. Tatsächlich sollten die so erlangten Vermögenswerte aber dem Vermögen des Beschuldigten und dessen Mittätern rechtswidrig einverleibt werden.

    In Umsetzung dieses Tatentschlusses kontaktierten der Beschuldigte und dessen zwei bisher unbekannte Mittäter am Nachmittag des 15.02.2020 telefonisch eine in Dresden lebende 18-jährige Geschädigte und forderten diese auf, Bargeld, Wertgegenstände und Dokumente in eine vor ihrem Haus stehende Mülltonne reinzulegen, damit diese Gegenstände sodann in Sicherheit gebracht werden könnten. So getäuscht verbrachte die Geschädigte zunächst 1.200,00 EUR, Dokumente und eine Goldkette in die Mülltonne, aus der die Gegenstände sodann von dem Beschuldigten und dessen Mittätern an sich genommen wurden. Aufgrund einer erneuten Aufforderung des Beschuldigten und dessen Mittätern hob die Geschädigte noch weitere 4.800,00 EUR von ihrem Sparkonto ab und legte das Geld am 17.02.2020 wiederum in eine vor ihrem Haus stehende Mülltonne, aus der das Bargeld sodann von dem Beschuldigten und dessen Mittätern an sich genommen wurde.

    Darüber hinaus kontaktierten der Beschuldigte und dessen zwei Mittäter am Abend des 27.02.2020 telefonisch eine weitere ältere in Dresden lebende 83-jährige Geschädigte und veranlassten sie, die EC-Karte mit PIN, 130,00 EUR Bargeld, zwei Ketten und verschiedene Ringe in einen Beutel zu packen, die Jalousie hochzuziehen und den Beutel auf die Freifläche vor dem Haus zu werfen, was die Geschädigte auch tat. Dort wurden die Gegenstände von dem Beschuldigten und dessen Mittätern sodann an sich genommen.  

    Darüber hinaus wird dem Beschuldigten vorgeworfen, unter Verwendung der so erlangten EC-Karte zum Konto der Geschädigten in fünf Fällen in der Folgezeit unberechtigt insgesamt 3.000,00 EUR Bargeld abgehoben zu haben, um das Bargeld für sich zu behalten.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte befindet sich seit 03.06.2020 in Untersuchungshaft.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ziel der Ermittlungen ist auch, die beiden bisher unbekannten Mittäter zu identifizieren.

    04.06.2020 - Internationaler Handel mit Unfallfahrzeugen

    Internationaler Handel mit Unfallfahrzeugen

    Staatsanwaltschaft Dresden und Polizei realisieren umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen

    Die Staatsanwaltschaft Dresden führt ein Komplexverfahren im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts gegen einen 37-jährigen moldawischen Hauptbeschuldigten und derzeit 19 weitere Beschuldigte. Den Beschuldigten werden Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Unfallfahrzeugen, die aus den USA über Drittländer in das Bundesgebiet eingeführt worden waren, vorgeworfen.

    In diesem Verfahren wurden heute 30 Objekte in Dresden und Umgebung durchsucht, u.a. mehrere Autohäuser und ein Bordellbetrieb in der Hamburger Straße. Dabei wurden umfangreiches Beweismaterial und erhebliche Vermögenswerte sichergestellt. Darüber hinaus wurden verschiedene Waffen und Munition sichergestellt, deren Einsatzfähigkeit und Gefährlichkeit durch die zuständigen Spezialisten näher geprüft werden wird.

    Der 37-jährige moldawische Hauptbeschuldigte wurde aufgrund eines vorab auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vom Amtsgericht Dresden erlassenen Haftbefehls festgenommen und soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden. An der Realisierung des Einsatzes waren 300 Polizeikräfte beteiligt. Darüber hinaus waren 80 Fachkräfte der Finanzverwaltung hinzugezogen.   

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    15.05.2020 - Handgranaten in der Garage

    Handgranaten in der Garage

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 56-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u.a. wegen vorsätzlichen unerlaubten Besitzes von Kriegswaffen erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, Anfang November 2018 in einem Tresor in einer zu seinem Wohnhaus in Radeburg gehörenden Garage u.a. 20 Hand-granaten russischer Bauart ohne Zünder, einen Revolver und diverse Muni-tion aufbewahrt zu haben. Waffen und Munition soll der Beschuldigte vor ca. 10 Jahren während Umbaumaßnahmen in einer Scheune gefunden haben, ohne den Fund bei der zuständigen Überwachungsbehörde anzuzeigen. Er verfügte nicht über die erforderlichen Erlaubnisse zum Besitz der Waffen und der Munition.

    Der geständige Beschuldigte befindet sich nicht in Untersuchungshaft, da keine Haftgründe bestehen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptver-fahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    24.04.2020 - Serie von Einbrüchen in Keller Dresdner Wohnhäuser

    Serie von Einbrüchen in Keller Dresdner Wohnhäuser

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

     

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 31-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u.a. wegen Diebstahls in zehn Fällen und versuchten Diebstahls in fünf Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich zwischen dem 04.05.2019 und dem 22.03.2020 in zehn Fällen gewaltsam Zutritt zu den Kellerräumen von Wohnhäusern im Dresdner Stadtgebiet verschafft und dabei hochwertige Gegenstände entwendet zu haben, um diese für sich zu behalten oder gewinnbringend zu veräußern. In fünf weiteren Fällen versuchte der Beschuldigte, gewaltsam in Kellerräume Dresdner Wohnhäuser einzudringen, um wertvolle Güter  zu entwenden, was ihm jedoch nicht gelang. Die Taten verübte der Beschuldigte im gesamten Dresdner Stadtgebiet, u.a. in der Wölfnitzstraße, der Feigengasse, der Grünen Straße, der Schützengasse, der Jahnstraße, dem Käthe-Kollwitz-Ufer, der Rähnitzgasse, An der Frauenkirche, der Cunewalder Straße und am Plauenschen Ring. Dabei entwendete der Beschuldigte u.a. neun Fahrräder im Gesamtwert von ca. 11.000,00 Euro, vier E-Bikes im Gesamtwert von ca. 9.000,00 Euro sowie Maschinen und Werkzeug im Gesamtwert von ca. 3.000,00 Euro.

    Der Beschuldigte wurde am 22.03.2020 gegen 06:00 Uhr unmittelbar nach einem Kellereinbruch in einem Wohnhaus in der Cunewalder Straße vorläufig festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Gegen den Beschuldigten sind weitere Verfahren auch wegen ähnlicher Delikte bereits bei Gericht anhängig. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beantragt, diese Verfahren zusammenzuführen und gemeinsam vor dem Landgericht Dresden zu verhandeln. 

    21.04.2020 - Angriff mit Messer in Dresden

    Angriff mit Messer in Dresden

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Landgericht Dresden – Schwurgericht –

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden gegen einen 36-jährigen Iraker u.a. wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 16.12.2019 gegen 22:45 Uhr nach einem vorausgegangenen Streit in einem Dönerlokal auf der Kesselsdorfer Straße in Dresden einen 28-jährigen irakischen Geschädigten vor dem Dö-nerlokal mit einem Messer in den Oberkörper gestochen und dabei dessen Tötung billigend in Kauf genommen zu haben.

    Der Geschädigte erlitt schwere Verletzungen, u.a. eine Verletzung des rechten Lungenlappens. Entgegen der Erwartung des Beschuldigten überlebte der Geschädigte den Angriff, da er durch eine Notoperation gerettet werden konnte.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    09.04.2020 - Unerlaubter Betrieb einer Krankenversicherung

    Unerlaubter Betrieb einer Krankenversicherung

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Strafrichter – gegen sieben Beschuldigte  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen drei Deutsche (65, 69 und 56 Jahre) wegen unerlaubten Betriebs eines Versicherungsgeschäfts und gegen vier weitere Deutsche (63, 55, 58 und 65 Jahre) wegen Beihilfe zum unerlaubten Betrieb eines Versicherungsgeschäfts Anklage zum Amtsgericht Dresden – Strafrichter für Wirtschaftsstrafsachen – erhoben.

    Den Beschuldigten liegt zur Last, zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt, jedoch vor dem 22.04.2017 beschlossen zu haben, gemeinschaftlich eine Krankenversicherung zu betreiben, die für die Mitglieder an die Stelle der im gesetzlichen Sozialversicherungssystem vorgesehenen Krankenversicherung treten sollte. In Umsetzung dieses Tatentschlusses gründeten vier Beschuldigte mit fünf gesondert Verfolgten Personen am 22.04.2017 in Dresden die "Deutsche Gesundheitskasse", die sie in Form eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit betreiben wollten. Anfang Juli 2017 wurde der Geschäftsbetrieb der Krankenversicherung aufgenommen. Das Angebot umfasste neben einem Basistarif auch verschiedene Zusatztarife. Zwischen dem 01.07.2017 und dem 01.11.2017 wurden insgesamt 49 Mitglieder gewonnen und Mitgliedsbeiträge über 8.000,00 EUR eingenommen.

    Den Beschuldigten war bekannt, dass sie nicht über die für den Betrieb einer Krankenversicherung erforderliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügten und auch nicht in der Lage waren, die angebotenen Leistungen an die Mitglieder der Krankenkasse zu erbringen. 

    Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind die Beschuldigten der Reichsbürgerbewegung zuzuordnen, die das Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    07.04.2020 - Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs

    Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 50-jährigen Deutschen  Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – u.a. wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 32 Fällen und sexuellen Missbrauchs von Kindern in 28 Fällen erhoben. Dem Beschuldigten liegt zur Last, unter Ausnutzung seiner Tätigkeit als Trainer in einem Dresdner Kampfsportverein zwischen Oktober 2012 und Februar 2019 mehrfach sexuelle Handlungen an zehn Kindern und Jugendlichen vorgenommen zu haben (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 22.11.2019, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de). Bei den Opfern handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen ausschließlich um Jungen.

    Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht eingelassen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

     

    06.04.2020 - Wohnungseinbruch in Dresden

    Wohnungseinbruch in Dresden

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 05. April 2020 einen Haftbefehl gegen einen 22-jährigen Tunesier erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt Wohnungseinbruchsdiebstahl zur Last. Er ist dringend verdächtig, in der Zeit vom 1. April 2020 und den Morgenstunden des 2. April 2020 durch Aufhebeln der Wohnungstür in eine Privatwohnung in der Michelangelostraße in 01217 Dresden eingedrungen zu sein und u. a. Computertechnik, ein Handy sowie Kleidungsstücke entwendet zu haben, um diese für sich zu verwenden. Eine Vielzahl der entwendeten Gegenstände konnte bei der erfolgten Durchsuchung der vom Beschuldigten genutzten Wohnung aufgefunden werden.   

    Der Beschuldigte ist bereits erheblich vorbestraft. Er steht unter Bewährung und Führungsaufsicht.  

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

     

    26.03.2020 - Solidarität in schwierigen Zeiten

    Solidarität in schwierigen Zeiten

    Staatsanwaltschaft Dresden unterstützt Aktion "Nähen gegen Corona"

     

    Viele Dresdnerinnen und Dresdner nähen derzeit gegen Corona. Diese bundesweite Aktion ist ein Zeichen aktiv gelebter Mitmenschlichkeit und Solidarität. Die Staatsanwaltschaft Dresden unterstützt – wie auch weitere Behörden und Einrichtungen – diese begrüßenswerte Aktion.

    Allen Mitarbeitern wurde eine Nähanleitung der Universitätsklinik Dresden zur Verfügung gestellt. Diese zeigt, wie man mit einfachen Mitteln einen wirksamen Mund-Nasen-Schutz anfertigen kann. Besonders versierte Kollegen können sogar im Homeoffice die Serienproduktion von Atemschutzmasken für Mitarbeiter der Behörde und deren Familienangehörige aufnehmen. Das Tragen des Mundschutzes im Dienst ist ausdrücklich erlaubt.

    Das verbreitete Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann – wissenschaftlich belegt – einen sinnvollen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie leisten. Die Staatsanwaltschaft Dresden sieht hierin eine weitere effektive Maßnahme zum Schutz der Mitarbeiter und zur Sicherstellung des Dienstbetriebs während der Covid-19-Pandemie. Strafverfolgung und Strafvollstreckung sollen im Landgerichtsbezirk Dresden jederzeit gewährleistet sein (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 19.03.2020, abrufbar unter www.medienservice.sachsen.de).

     

     

    23.03.2020 - Handel mit gestohlener Babynahrung

    Medieninformation

    Handel mit gestohlener Babynahrung

    Staatsanwaltschaft Dresden klagt drei Beteiligte wegen Bandenhehlerei zur Wirtschaftsstrafkammer an

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen drei Vietnamesinnen (44, 54, 54 Jahre) Anklage zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Der 44-jährigen und einer 54-jährigen Beschuldigten liegen u. a. gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 18 Fällen zur Last. Einer weiteren 54-jährigen Beschuldigten liegt u. a. gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 6 Fällen zur Last.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, als Betreiberinnen von Ladengeschäften in Dresden zwischen März und Dezember 2016 in bis zu 18 Fällen große Mengen an Babynahrung (über 2.000 Packungen), Kaffee (über 300 Päckchen), Zigaretten (über 500 Schachteln) und weitere Artikel angekauft zu haben, um diese gewinnbringend zu veräußern. Dabei haben die Beschuldigten gewusst, dass die angekauften Gegenstände zuvor von mindestens 18 gesondert verfolgten und mittlerweile bereits rechtskräftig verurteilten Tätern aus Lebensmittel- und Drogeriemärkten u. a. in Berlin, Chemnitz, Coswig, Cottbus, Dresden, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna, Lübben, Meerane, Reichenbach (Vogtland), Schmölln, Weinböhla und Zwickau gestohlen worden waren.

    Die Beschuldigten handelten in der Absicht, sich durch den regelmäßigen Ankauf von Hehlerwaren eine Einnahmequelle von einigem Umfang und einiger Dauer zu verschaffen.

    Die 44-jährige und eine 54-jährige Beschuldigte befanden sich vom 19.01.2017 bis 12.07.2017 in Untersuchungshaft. Die weitere 54-jährige Beschuldigte befand sich vom 19.01.2017 bis 06.04.2017 in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    20.03.2020 - Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes

    Medieninformation

    Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 19. März 2020 einen Haftbefehl gegen einen 36-jährigen Deutschen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Dem Beschuldigten liegt u. a. schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in 97 Fällen zum Nachteil eines zu Beginn der Taten noch 12-jährigen Mädchens zur Last, mit dem der Beschuldigte eine Beziehung geführt hatte. Die Taten sollen im Zeitraum August 2019 bis Mitte März 2020 begangen worden sein.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    19.03.2020 - Strafverfolgung und Strafvollstreckung auch während der Covid-19-Pandemie jederzeit sichergestellt

    Medieninformation

    Strafverfolgung und Strafvollstreckung auch während der Covid-19-Pandemie jederzeit sichergestellt

    Staatsanwaltschaft Dresden implementiert umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat umfangreiche Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter und zur Sicherstellung des Dienstbetriebs während der Covid-19-Pandemie getroffen.

    Sowohl Außenkontakte als auch Binnenkontakte werden bis auf weiteres auf das unabweisbar Notwendige zurückgeführt. Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeiten wurden in hohem Maße flexibilisiert. Die Arbeit kann nunmehr grundsätzlich von jedem Mitarbeiter zu jeder Tages- und Nachtzeit erbracht werden. In weiten Teilen der Behörde wird den Mitarbeitern Home-Office ermöglicht. Eine Mindestbesetzung ist tagsüber zu den üblichen Öffnungszeiten jederzeit gewährleistet.

    Alle Bürger werden um Verständnis gebeten, dass persönliche Vorsprachen bei der Staatsanwaltschaft Dresden aufgrund der aktuellen Situation derzeit nur im Ausnahmefall möglich sind. Im Regelfall können Anliegen bis auf weiteres nur per E-Mail, schriftlich oder telefonisch bearbeitet werden. Die Bürger werden gebeten, gleichwohl vorhandene Besprechungsanliegen vorab unbedingt telefonisch oder per E-Mail mit dem zuständigen Sachbearbeiter abzustimmen.  

    Die Außenstelle Gutenbergstraße (Vollstreckungsabteilung und Führungsaufsichtsstelle) ist bereits seit 17.03.2020 für den Besucherverkehr gesperrt. Anfragen von Bürgern können derzeit ausschließlich schriftlich,  telefonisch oder per E-Mail gestellt werden. Eine zeitnahe Bearbeitung ist sichergestellt.

    16.03.2020 - Betrug im Goldhandel

    Betrug im Goldhandel           

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht –  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 43-jährigen Deutschen Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – wegen Betrugs in 23 Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, als Franchisenehmer und freier Handelsvertreter der Dresdner Niederlassung einer Berliner Goldhandelsgesellschaft seinen Kunden zwischen März 2015 und Januar 2019 in mindestens 23 Fällen vorgespiegelt zu haben, er oder die von ihm vertretene Gesellschaft werde seinen Kunden gegen eine von diesen vorab zu erbringende Bargeldzahlung Gold in jeweils unterschiedlicher Menge verschaffen. Tatsächlich hatte der Beschuldigte in keinem der Fälle vor, den Kunden das vorab bezahlte Gold zu verschaffen. Zudem setzte der Beschuldigte die Goldhandelsgesellschaft über die von ihm in ihrem Namen getätigten Geschäfte nicht in Kenntnis und kehrte vereinnahmte Geldbeträge nicht an diese aus.

    So getäuscht gingen die Geschädigten in mindestens 23 Fällen in Vorleistung, zahlten an den Beschuldigten Beträge in Höhe von 5.000,00 bis 50.000,00 EUR und erhielten das versprochene Gold in der Folge bis heute nicht. 

    Es entstand ein Gesamtschaden von fast 500.000,00 EUR.

    Der Beschuldigte wurde am 22.05.2019 vorläufig festgenommen und befand sich bis 18.06.2019 in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl wurde am 18.06.2019 aufgehoben.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    03.03.2020 - Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes Sachsen gehen gegen Hasspostings vor

    Medieninformation

    3. März 2020

    Staatsanwaltschaft Dresden

    Landeskriminalamt Sachsen

    Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes Sachsen gehen gegen Hasspostings vor

    In einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, erfolgte am 3. März 2020 auf der Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichtes Dresden die Durchsuchung einer Wohnung in Dresden-Leuben.

    Mehrere Beamte der Soko Rex des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums durchsuchten die Wohnung eines 64-jährigen Dresdners.

    Ihm wird vorgeworfen, strafrechtlich relevante Posts, die sich unter anderem gegen die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel richteten, verfasst zu haben. Diese Hasspostings hatte er im Januar 2020 auf seinem Profil im sozialen Netzwerk "Facebook" veröffentlicht.

    Bei einer im Rahmen des Einsatzes durchgeführten Vernehmung räumte der Beschuldigte die Straftaten ein.

    Bei der Durchsuchung wurden unter anderem ein PC, Mobiltelefone sowie mehrere Speichermedien beschlagnahmt.

    Aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen wurden zudem drei erlaubnisfreie Revolver und eine Luftdruckpistole sichergestellt.

    Die Ermittlungen dauern an und werden, insbesondere aufgrund der erforderlichen Auswertung der sichergestellten Asservate, noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    *„Soko Rex“…Sonderkommission Rechtsextremismus

    03.03.2020 - Serienstraftaten in Riesa

    Medieninformation

    Serienstraftaten in Riesa

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 48-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u. a. wegen Diebstahls in neun Fällen, Computerbetrugs in zwei Fällen, Betrugs in 12 Fällen, versuchten Betrugs in neun Fällen sowie Urkundenfälschung in 21 Fällen erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich vor dem 11.09.2019 entschlossen zu haben, sich durch Diebstähle von EC-Karten und die sich anschließende missbräuchliche Verwendung der EC-Karten oder der Kontodaten eine regelmäßige Einnahmequelle zu verschaffen. In Umsetzung dieser Absicht entwendete der Beschuldigte zwischen dem 11.09.2019 und dem 18.10.2019 mehrere EC-Karten von Geschädigten, u. a. aus einem Krankenhaus in Riesa und aus geparkten Fahrzeugen in Riesa.

    Unter missbräuchlicher Verwendung der zu den jeweiligen EC-Karten gehörenden, dem Beschuldigten bekannt gewordenen PIN-Codes hob der Beschuldigte in zwei Fällen Bargeld ab, wodurch ein Gesamtschaden in Höhe von 1.000,00 EUR entstand.

    Darüber hinaus füllte der Beschuldigte in 21 Fällen unter Verwendung der aus den Diebstählen erlangten Kontodaten Überweisungsträger aus, die er mit dem Namen der jeweiligen Kontoinhaber unterschrieb und in denen er die Überweisung eines angegebenen Geldbetrages auf sein eigenes oder das Konto seines Sohnes veranlassen wollte, was ihm in zwölf Fällen gelang. Hierdurch entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 11.000,00 EUR.

    Der Beschuldigte wurde am 04.11.2019 vorläufig festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    02.03.2020 - Neue Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden

    Medieninformation

    Neue Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden

    Mit Wirkung zum 1. März 2020 wurde Dr. Christine Mügge das Amt der Ständigen Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden übertragen.

    Die 58-jährige Oberstaatsanwältin übernimmt die Stelle von Claus Bogner, der bereits mit Wirkung zum 1. Juni 2019 zur Generalstaatsanwaltschaft Dresden gewechselt ist.

    Dr. Christine Mügge war viele Jahre bei der Staatsanwaltschaft Dresden tätig und wechselte im Jahr 2005 zur Generalstaatsanwaltschaft Dresden. In der Zeit vom 1. April 2016 bis zum 17. Dezember 2017 war sie Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Zwickau. Vom 18. Dezember 2017 bis 29. Februar 2020 war sie Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz.

    Neben ihrer Tätigkeit als Ständige Vertreterin übernimmt Dr. Christine Mügge die Leitung einer Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden.

    28.02.2020 - Bandenbetrug durch falsche Polizisten

    Medieninformation

    Bandenbetrug durch falsche Polizisten

    Staatsanwaltschaft Dresden klagt vier Beteiligte zur Großen Strafkammer an

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 46-jährigen Türken, und drei Deutsche (52, 53 und 64 Jahre) Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Dem 46-jährigen Türken liegt Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug in drei Fällen und Beihilfe zum versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrug in vier Fällen zur Last. Den drei Deutschen liegt u. a. vorsätzliche Geldwäsche und leichtfertige Geldwäsche in bis zu vier Fällen zur Last. 

    Dem 46-jährigen Türken wird vorgeworfen, sich vor dem 21.01.2019 mit einem gesondert verfolgten türkischen Haupttäter und mindestens drei weiteren Tatbeteiligten entschlossen zu haben, Personen in Deutschland mit einer gefälschten Telefonnummer zu kontaktieren ("Spoofing") und sie durch falsche Angaben und durch Inaussichtstellen eines künftigen Übels dazu zu veranlassen, Geldbeträge auf vermeintliche Treuhandkonten zu übertragen, die anschließend abgehoben und in die Türkei verbracht werden sollten.

    In Umsetzung dieses Tatentschlusses kontaktierten der gesondert verfolgte türkische Haupttäter oder ein anderer gesondert verfolgter Mittäter zwischen dem 21.01.2019 und dem 08.04.2019 in sieben Fällen ältere Geschädigte im gesamten Bundesgebiet, u. a. in Dresden, Hamburg, Frankfurt/Oder und Bielefeld und behaupteten bewusst wahrheitswidrig, Polizeibeamte zu sein und dass sie wüssten, dass der Geschädigte wegen eines bestehenden Haftbefehls in die Türkei ausgeliefert werden solle. Die Vollstreckung dieses Haftbefehls könne nur abgewendet werden, wenn zeitnah ein Geldbetrag auf ein Treuhandkonto überwiesen werden würde. So getäuscht überwies ein  Geschädigter Geldbeträge in Höhe von 42.000,00 EUR und 70.500,00 EUR, ein weiterer Geschädigter einen Geldbetrag in Höhe von 12.500,00 EUR.

    In vier Fällen versuchte der gesondert verfolgte Haupttäter Beträge in Höhe von 42.000,00 EUR, 38.000,00 EUR, 27.000,00 EUR und 22.000,00 EUR zu erlangen, was ihm jedoch nicht gelang, da die Geschädigten misstrauisch wurden und den Geldbetrag nicht zahlten.

    Der 46-jährige türkische Beschuldigte hatte Kenntnis von allen Tatumständen und organisierte den Empfang der Geldbeträge sowie deren Verbringung in die Türkei.

    Der 52-jährige deutsche Beschuldigte stellte als Finanzagent in grob fahrlässiger Verkennung der Tatumstände sein Konto für den Empfang der Gelder zur Verfügung, hob diese ab und übergab sie dem 64-jährigen Deutschen, der sie wiederum zum 46-jährigen Türken verbrachte. Der 53-jährige Deutsche betrieb Anstrengungen, die Herkunft der Gelder und deren Verwendung zu verschleiern.

    In dem Verfahren hat die Staatsanwaltschaft Dresden gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen und in Zusammenarbeit mit der türkischen Polizei umfangreiche Ermittlungen geführt.

    Der 46-jährige Türke und der 53-jährige Deutsche befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen die beiden anderen deutschen Beschuldigten wurde von der Staatsanwaltschaft Dresden keine Untersuchungshaft beantragt, da keine Haftgründe vorlagen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklagen entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der türkische Haupttäter und drei weitere Tatbeteiligte befinden sich in der Türkei in Untersuchungshaft. Gegen sie werden die Ermittlungen von den türkischen Behörden in der Türkei geführt.

    25.02.2020 - Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 38-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, seine 37-jährige Lebensgefährtin zwischen dem 25.01.2020 und dem 23.02.2020 in deren Wohnung in Freital erheblich verletzt zu haben, so dass diese hieran verstarb.

    Der Beschuldigte ist bereits mehrfach wegen Körperverletzungshandlungen vorbestraft.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 24. Februar 2020 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Hintergründe und Motive der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    21.02.2020 - 54-facher Computerbetrug

    Medieninformation

    54-facher Computerbetrug

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 34-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u. a. wegen Computerbetrugs in 54-Fällen, Diebstahls in zwei Fällen und räuberischen Diebstahls erhoben.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, zwischen dem 10.01.2019 und dem 19.02.2019 in 54 Fällen unter Verwendung zuvor entwendeter EC-Karten und unter Verwendung der zu den jeweiligen Karten gehörenden, dem Beschuldigten bekannt gewordenen PIN-Codes diverse Waren und Dienstleistungen bezahlt oder Bargeld abgehoben zu haben. Dabei wusste der Beschuldigte, dass er zur Verwendung der EC-Karten nicht berechtigt war und keinen Anspruch auf die jeweiligen Geldbeträge hatte. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 7.000,00 EUR.

    Dem Beschuldigten liegt weiterhin zur Last, am 29.12.2018 aus einer in einem Vorraum einer Kirchgemeinde in Crimmitschau abgelegten Jacke eines Geschädigten einen Fahrzeugschlüssel zu einem PKW Opel Corsa im Wert von ca. 1.800,00 EUR an sich genommen und in der Folge unter Verwendung des Schlüssels den PKW entwendet zu haben, um ihn für sich zu behalten.

    Dem Beschuldigten liegt darüber hinaus zur Last, am 05.03.2019, gegen 21:00 Uhr in einem Restaurant in Crimmitschau aus der Jacke eines Geschädigten den Schlüssel zu einem PKW VW Caddy im Wert von ca. 8.000,00 EUR an sich genommen und in der Folge unter Verwendung des Schlüssels den PKW entwendet zu haben, um ihn für sich zu behalten.

    Dem Beschuldigten wird ferner vorgeworfen, am 19.02.2019 in eine Privatwohnung auf der August-Bebel-Straße in Dresden eingedrungen und eine Lederhandtasche an sich genommen zu haben, die u.a. zwei Fahrzeugschlüssel, ein Portemonnaie mit 100,00 EUR Bargeld, zwei EC-Karten, einen Personalausweis, einen Führerschein und einen Fahrzeugschein enthielt, um diese Gegenstände für sich zu behalten. Der Beschuldigte wurde von der Geschädigten bemerkt und verfolgt. Der Geschädigten gelang es, ein Bein des Beschuldigten festzuhalten, als dieser gerade dabei war, über eine Mauer auf der Grundstücksgrenze des angegriffenen Objekts zu klettern. Daraufhin trat der Beschuldigte bewusst und gewollt gegen den Oberkörper der Geschädigten, um sich den Besitz der Beute zu erhalten. Die Geschädigte ließ sodann wie vom Beschuldigten beabsichtigt von der weiteren Verfolgung ab, so dass dieser mit dem entwendeten Gut flüchten konnte.   

    Der Beschuldigte wurde am 05.03.2019 vorläufig festgenommen. Er befindet sich aktuell in einem anderen Verfahren in Strafhaft. Im hier geführten Verfahren ist Untersuchungshaft als Überhaft vorgemerkt.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    05.02.2020 - Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags

    Gemeinsame Medieninformation
    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags
    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln  gegen einen 22-jährigen Iraker wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung.

    Dem Beschuldigten liegt zur Last, eine ihm bekannte 22-jährige Irakerin am 2. Februar 2020 gegen 18:30 Uhr auf der Teplitzer Straße in Dresden mit einem Messer gezielt in den Bauch gestochen zu haben, um die Geschädigte zu töten. Durch den Stich erlitt die Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen im Bauchraum. Sie konnte nur durch eine sofortige Notoperation mit anschließender intensivmedizinischer Versorgung gerettet werden.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 4. Februar 2020 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    31.01.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Medieninformation

    Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

    Entgegen vereinzelt in den Medien verlautbarter Vermutungen haben Staatsanwaltschaft Dresden und Soko Epaulette keine Erkenntnisse dahingehend, dass tatverdächtige Personen mit dem Flix-Bus in Richtung Berlin geflohen sind. Die dahingehenden Veröffentlichungen finden in den Ermittlungen keinen Anhalt und entbehren aus Sicht der Ermittler jeglicher Grundlage.

    Staatsanwaltschaft Dresden und Soko Epaulette arbeiten weiter mit Hochdruck an der Tataufklärung.
    Ziel ist es, die Tatverdächtigen schnellstmöglich zu fassen und die entwendeten Schmuckstücke unversehrt zurückzubringen. Die Ermittlungsbehörden gehen allen Spuren sorgfältig nach und nehmen auch weiterhin gern Hinweise zu dem Fall entgegen.

    Der Staatsanwaltschaft Dresden ist bewusst, dass der Fall nachvollziehbar  auf ein großes öffentliches Interesse stößt. Sobald es der Ermittlungsstand erlaubt, wird die Staatsanwaltschaft Dresden die Öffentlichkeit daher auch in Zukunft eigeninitiativ regelmäßig über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.
    Zugleich ist jedoch darauf hinzuweisen, dass auch künftig nicht  zu jeder in den Medien aufkommenden Spekulation Stellung genommen werden kann, auch um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

    Spekulative Medienberichterstattung ist bei der Aufklärung jeder Straftat – zumal eines derart komplexen Falles – wenig hilfreich und kann Ermittlungen im Einzelfall erschweren oder gar vereiteln. Gleiches gilt für die frühzeitige Veröffentlichung eines werthaltigen Hinweises oder Ermittlungsansatzes.

    30.01.2020 - Gemeinschaftlicher Diebstahl im Supermarkt

    Medieninformation

    Gemeinschaftlicher Diebstahl im Supermarkt

    Fünf Beschuldigte in Haft und angeklagt

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Amtsgericht Dresden – Jugendrichter - gegen fünf tschechische Staatsangehörige (18, 29, 25, 22 und 35 Jahre) wegen gemeinschaftlichen Diebstahls erhoben.

    Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 30.11.2019 gegen 18:30 Uhr in einem Lidl-Supermarkt auf der Budapester Straße in Dresden zwei Einkaufswagen mit Waren aus dem Sortiment des Supermarktes (u. a. Milch, Spirituosen, Käse, Wurst, Butter, aber auch Kleidung und Werkzeug) im Gesamtwert von ca. 1.900,00 Euro befüllt zu haben, um die Waren ohne Bezahlung für sich zu behalten.

    Dabei gingen die Beschuldigten arbeitsteilig in der Weise vor, dass drei Beschuldigte die Einkaufswagen befüllten und die zwei anderen Beschuldigten beim Einpacken der Waren in einen bereitstehenden PKW halfen.

    Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

    Die fünf Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    29.01.2020 - Unfallserie auf der Micktener Straße in Dresden

    Medieninformation

    Unfallserie auf der Micktener Straße in Dresden

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 32-jährigen Deutschen  Anklage zur Großen Strafkammer des  Landgerichts Dresden u. a. wegen versuchten schweren Raubes in drei Fällen, schweren räuberischen Diebstahls, vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am Nachmittag des 16.07.2019 in den Stadtteilen Dresden-Löbtau und Dresden-Friedrichstadt von drei Personen unter Verwendung einer ungeladenen Schreckschusspistole versucht zu haben, die Herausgabe der Fahrzeugschlüssel für deren PKW zu erzwingen. Dies gelang dem Beschuldigten nicht, da die Geschädigten flüchten konnten, die Forderung des Beschuldigten ignorierten oder hilfsbereite Dritte hinzukamen.

    Dem Beschuldigten wird weiterhin vorgeworfen, sich im Anschluss in die Räume einer Physiotherapiepraxis in Dresden-Löbtau begeben zu haben und den dort abgelegten Rucksack einer Patientin, in dem sich Autoschlüssel, Geldbörse und Wohnungsschlüssel befanden, entwendet zu haben, um diese Gegenstände für sich zu behalten. Noch bevor der Beschuldigte die Praxis verlassen konnte, traf er auf die Geschädigte und verhinderte durch Vorzeigen seiner ungeladenen Schreckschusspistole, dass diese ihren Rucksack wiedererlangen konnte.

    Dem Beschuldigten wird ferner vorgeworfen, mit den entwendeten Autoschlüsseln am 16.07.2019 gegen 17:00 Uhr den PKW der Geschädigten entwendet zu haben, um ihn für sich zu behalten. Mit dem entwendeten PKW fuhr der Beschuldigte sodann ohne Fahrerlaubnis auf einen PKW auf,  der aufgrund eines Staus auf der Flügelwegbrücke halten musste, und verursachte hierdurch einen Schaden von ca. 1.500,00 Euro. Der Beschuldigte fuhr anschließend sofort weiter in Richtung Micktener Straße, ohne dem Geschädigten die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen. Auf der Micktener Straße parkten zu dieser Zeit beidseitig Autos, mit der Folge, dass diese nur einspurig befahrbar war. Unter grober Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt startete der Beschuldigte auf der Micktener Straße äußerst riskante Fahr- und Überholmanöver. Dabei touchierte er fünf PKW und verursachte hierdurch Schäden in Höhe von ca. 3.450,00 Euro, 3.500,00 Euro, 2.500,00 Euro, 4.000,00 Euro sowie 20.000,00 Euro. Anschließend entfernte sich der Beschuldigte zu Fuß, ohne den Geschädigten die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen.    

    Der Beschuldigte wurde am 16.07.2019 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 17.07.2019 in Untersuchungshaft.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    28.01.2020 - Schnelles Urteil gegen Schleuser

    Medieninformation

    Schnelles Urteil gegen Schleuser

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein 28-jähriger Tscheche  am 27.01.2020 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten mit Bewährung verurteilt. 

    Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 25.01.2020 gegen 17:00 Uhr in einem Waldstück in der Slowakischen Republik vier syrische Staatsangehörige in den von ihm geführten PKW aufgenommen zu haben. Im Anschluss verbrachte der Beschuldigte die Flüchtlinge über die BAB 17 im Bereich der Ortschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel über die deutsch-tschechische Grenze bis zum Parkplatz "Am Heideholz" an der BAB 17. Dort wurde der Beschuldigte am 26.01.2020 gegen 01:30 Uhr einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Dabei wurde er vorläufig festgenommen. Für die Fahrt hat der Beschuldigte 2.000,00 Euro erhalten oder sich zumindest versprechen lassen. Bei der Fahrt war der Beschuldigte nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

    Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    27.01.2020 - Schnelles Urteil nach unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet

    Medieninformation

    Schnelles Urteil nach unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden ein 52-jähriger Serbe am 24.01.2020 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen unerlaubter Einreise nach Abschiebung und unerlaubten Aufenthalts zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten ohne Bewährung verurteilt. 

    Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 24.01.2020 gegen 03:30 Uhr außerhalb einer Grenzübergangsstelle im Bereich von Bad Gottleuba-Berggießhübel in die Bundesrepublik Deutschland eingereist und sich bis zu seiner Festnahme unerlaubt im Bundesgebiet aufgehalten zu haben. Er wurde kurz nach seiner Einreise auf dem Parkplatz "Am Heideholz" an der BAB 17 in Bad Gottleuba-Berggießhübel festgenommen. Der Beschuldigte wusste, dass er am 22.10.2019 aus dem Bundesgebiet abgeschoben worden war und eine Einreisesperre bis 21.10.2022 gegen ihn bestand.

    Der Beschuldigte war in der Vergangenheit bereits wiederholt und teilweise einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten.

    Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist rechtskräftig.

    24.01.2020 - Überfall auf Sparkasse in Großenhain aufgeklärt

    Medieninformation

    Überfall auf Sparkasse in Großenhain aufgeklärt

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Großen Strafkammer des  Landgerichts Dresden gegen einen 46-jährigen tschechischen Staatsangehörigen wegen versuchter räuberischer Erpressung erhoben.

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am späten Vormittag des 17. Juni 2015 gemeinsam mit zwei anderweitig verfolgten Mittätern die Filiale der Sparkasse Meissen in Großenhain, Ortsteil Zabeltitz, überfallen zu haben, um Bargeld zu erbeuten. Nach Betreten des Beratungsbüros der Sparkassenfiliale zielte ein anderweitig verfolgter maskierter Mittäter mit einer Pistole auf eine Mitarbeiterin der Sparkasse und drohte, sie zu erschießen, wenn sie kein Bargeld herausgebe. Die Mitarbeiterin wies den Mittäter darauf hin, dass sie kein Bargeld habe. Daraufhin durchsuchte der Mittäter die sich im Büro befindlichen Schränke und Schubladen, ohne Bargeld zu finden. Der angeklagte Beschuldigte sicherte derweilen die Tür eines neben der Sparkassenfiliale liegenden Friseursalons und verhinderte durch Einsatz einer täuschend echt aussehenden Pistole, dass die dort tätigen Mitarbeiter Hilfe holten. Nachdem der anderweitig erfolgte Mittäter erkannt hatte, dass kein Bargeld vorhanden war, verließ er ohne Beute mit dem angeklagten Beschuldigten die Sparkassenfiliale und stieg in den bereitstehenden PKW, der vom dritten Mittäter geführt wurde.  

    Die Identität des angeklagten Beschuldigten war lange Zeit unbekannt und konnte im Zuge weiterer Ermittlungen geklärt werden.

    Die Verfahren gegen die beiden Mittäter wurden in den Jahren 2017 und 2018 an die Staatsanwaltschaft Weiden in der Oberpfalz abgegeben.  

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

    20.01.2020 - Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

    Medieninformation

    Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

    Beschuldigter in Untersuchungshaft

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 19. Januar 2020 einen Haftbefehl gegen einen 47-jährigen Serben erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft  angeordnet. Dem Beschuldigten liegt unerlaubtes bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am Nachmittag des 18. Januar 2020 in Radebeul in einem PKW etwa 400 Gramm Marihuana und 40 Gramm Methamphetamin bei sich geführt zu haben, um dieses gewinnbringend zu verkaufen. Dabei führte der Beschuldigte zugriffsbereit eine Pistole mit sich. 

    Gegen ihn bestand zudem noch ein offener Vollstreckungshaftbefehl aus einem anderen Verfahren über 100 Tage Ersatzfreiheitsstrafe aufgrund einer früheren Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr. Die Vollstreckung dieser Ersatzfreiheitsstrafe hat die Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls unverzüglich veranlasst.

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

    17.01.2020 - Serie von Sexualstraftaten in Dresden und Umgebung

    Medieninformation

    Serie von Sexualstraftaten in Dresden und Umgebung

    Staatsanwaltschaft Dresden erhebt weitere Anklage gegen den Beschuldigten

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 37-jährigen Deutschen eine weitere Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – u.a. wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes erhoben. Dem Beschuldigten liegt zur Last, am Nachmittag des 13. Juni 2018 ein Mädchen auf einem Waldweg in Bad Gottleuba zu Boden gerissen und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte gegen den Beschuldigten bereits im November 2019 eine Anklage u.a. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 25. November 2019).

    Die nunmehr angeklagte Tat konnte durch weitere Spurenauswertungen aufgeklärt werden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Verbindung des neuen Verfahrens zu dem bereits angeklagten Verfahren beantragt, damit alle Vorwürfe gegen den Beschuldigten gemeinsam verhandelt werden können. 

    Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht eingelassen.

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens, die Zulassung der Anklage und den Verbindungsantrag entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    Der Beschuldigte befindet sich in dem bereits im November 2019 angeklagten Verfahren weiterhin in Untersuchungshaft.

    13.01.2020 - Staatsanwaltschaft Dresden klagt fünf Männer wegen internationalen Rauschgifthandels an

    Medieninformation

    Bekämpfung der internationalen Drogenkriminalität

    Staatsanwaltschaft Dresden klagt fünf Männer wegen internationalen Rauschgifthandels an

    Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 36-jährigen Albaner, einen 45-jährigen Turkmenen, einen 22-jährigen Albaner, einen 45-jährigen Deutschen und einen 51-jährigen Spanier Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Den fünf Männern liegt unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in bis zu 18 Fällen zur Last. Auf die gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden vom 07.05.2019 wird Bezug genommen.

    Die beiden albanischen Beschuldigten sollen laut Anklage für die Anlieferung und Übernahme der Betäubungsmittel und deren Verteilung an Abnehmer im gesamten Bundesgebiet verantwortlich gewesen sein. Ihnen wird u. a. vorgeworfen, im Januar und Februar 2019 in insgesamt vier Fällen jeweils mindestens 180 Kilogramm Marihuana auf einem weitläufigen Gelände südlich von Berlin umgeschlagen zu haben. Das Rauschgift war in einem umgebauten Tanklastwagen verborgen, wurde dort umgeladen und überwiegend in ein von dem deutschen Beschuldigten als Zwischenlager zur Verfügung gestelltes Objekt in Berlin verbracht.

    Darüber hinaus bestellten die beiden albanischen Beschuldigten im April 2019 mindestens 114,7 Kilogramm Marihuana, das in diesem Fall von dem spanischen Beschuldigten in einem umgebauten Tanklastwagen angeliefert wurde. 42,7 Kilogramm Marihuana aus dieser Menge konnten bei einer Durchsuchung am 26.04.2019 in Leipzig, weitere 16,23 Kilogramm Marihuana in dem Zwischenlager in Berlin sichergestellt werden.

    Dem turkmenischen Beschuldigten liegt Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in fünf Fällen zur Last. Ihm kam die Aufgabe zu, ab  Mitte Januar 2019 das für die Anlieferung und Umladung der Betäubungsmittel vorgesehene Grundstück zur Verfügung zu stellen und die Einfahrt zu ermöglichen.

    Dem deutschen Beschuldigten liegt gemeinschaftliches Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen zur Last. Ihm kam die Aufgabe zu, für den Abtransport der Betäubungsmittel genutzte Fahrzeuge zu organisieren, ein als Zwischenlager genutztes Grundstück in Berlin zur Verfügung zu stellen und Kuriere für die Verteilung der Betäubungsmittel an verschiedene Abnehmer im gesamten Bundesgebiet zu vermitteln.

    Dem spanischen Beschuldigten liegt gemeinschaftliches Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in einem Fall zur Last. Ihm wird vorgeworfen, bei der Beladung des jedenfalls bei einer Tathandlung als Schmuggelversteck genutzten spanischen Tanklastwagens geholfen und diesen zum Umschlagsobjekt gesteuert zu haben. 

    Den beiden albanischen Beschuldigten wird darüber hinaus vorgeworfen, in einer Wohnung in Berlin, die von dem 22-jährigen albanischen Beschuldigten angemietet worden war, am 26.04.2019 128 Kilogramm Marihuana zum späteren gewinnbringenden Weiterverkauf aufbewahrt zu haben. Ferner wird ihnen vorgeworfen, zwischen dem 03.12.2018 und dem 28.03.2019 in zwölf Fällen gesondert verfolgte Kuriere mit der Verbringung nicht geringer Mengen Marihuana (jeweils ca. 1,5 bis 5 Kilogramm Marihuana) von Berlin an derzeit noch unbekannte Abnehmer im Bundesgebiet (u. a. in Dresden, Essen, Hannover und Minden) beauftragt zu haben, wobei die Verbringung in zehn Fällen gelang. In zwei Fällen scheiterte die Verbringung, da die Betäubungsmittel durch polizeiliche Einsatzkräfte sichergestellt werden konnten.

    Die beiden albanischen Beschuldigten, der turkmenische Beschuldigte und der spanische Beschuldigte wurden am 26.04.2019 festgenommen und befinden sich seit 27.04.2019 in Untersuchungshaft.    

    Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

    10.01.2020 - Gemeinsame Medieninformation zum Einbruch in das Grüne Gewölbe

    Gemeinsame Medieninformation

    Staatsanwaltschaft Dresden
    Polizeidirektion Dresden

    Israelische Firma nicht von Dresdner Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion beauftragt

    Israelische Firma hat keine Erkenntnisse an Staatsanwaltschaft oder Polizei weitergeleitet

    Die Staatsanwaltschaft Dresden, die Polizeidirektion Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die israelische Firma CGI nicht mit der Überprüfung des Sicherheitskonzeptes im Grünen Gewölbe oder mit sonstigen Ermittlungen beauftragt.

    Hinweise darauf, dass im Grünen Gewölbe gestohlener Schmuck der Firma zum Kauf angeboten wurde, liegen den Ermittlungsbehörden nicht vor. Seitens der Firma wurden keine Erkenntnisse an die Dresdner Staatsanwaltschaft oder die Polizei übermittelt.

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    Berufe, Ausbildung und Praktika bei der Justiz

    Polizei im Internet

    © Staatsanwaltschaft Dresden