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Pressemitteilungen

16.03.2020 - Betrug im Goldhandel

Medieninformation

Betrug im Goldhandel           

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht –  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 43-jährigen Deutschen Anklage zum Amtsgericht Dresden – Schöffengericht – wegen Betrugs in 23 Fällen erhoben.

Dem Beschuldigten liegt zur Last, als Franchisenehmer und freier Handelsvertreter der Dresdner Niederlassung einer Berliner Goldhandelsgesellschaft seinen Kunden zwischen März 2015 und Januar 2019 in mindestens 23 Fällen vorgespiegelt zu haben, er oder die von ihm vertretene Gesellschaft werde seinen Kunden gegen eine von diesen vorab zu erbringende Bargeldzahlung Gold in jeweils unterschiedlicher Menge verschaffen. Tatsächlich hatte der Beschuldigte in keinem der Fälle vor, den Kunden das vorab bezahlte Gold zu verschaffen. Zudem setzte der Beschuldigte die Goldhandelsgesellschaft über die von ihm in ihrem Namen getätigten Geschäfte nicht in Kenntnis und kehrte vereinnahmte Geldbeträge nicht an diese aus.

So getäuscht gingen die Geschädigten in mindestens 23 Fällen in Vorleistung, zahlten an den Beschuldigten Beträge in Höhe von 5.000,00 bis 50.000,00 EUR und erhielten das versprochene Gold in der Folge bis heute nicht. 

Es entstand ein Gesamtschaden von fast 500.000,00 EUR.

Der Beschuldigte wurde am 22.05.2019 vorläufig festgenommen und befand sich bis 18.06.2019 in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl wurde am 18.06.2019 aufgehoben.

Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

 

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

03.03.2020 - Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes Sachsen gehen gegen Hasspostings vor

Medieninformation

3. März 2020

Staatsanwaltschaft Dresden

Landeskriminalamt Sachsen

Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko REX* des Landeskriminalamtes Sachsen gehen gegen Hasspostings vor

In einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, erfolgte am 3. März 2020 auf der Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichtes Dresden die Durchsuchung einer Wohnung in Dresden-Leuben.

Mehrere Beamte der Soko Rex des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums durchsuchten die Wohnung eines 64-jährigen Dresdners.

Ihm wird vorgeworfen, strafrechtlich relevante Posts, die sich unter anderem gegen die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel richteten, verfasst zu haben. Diese Hasspostings hatte er im Januar 2020 auf seinem Profil im sozialen Netzwerk "Facebook" veröffentlicht.

Bei einer im Rahmen des Einsatzes durchgeführten Vernehmung räumte der Beschuldigte die Straftaten ein.

Bei der Durchsuchung wurden unter anderem ein PC, Mobiltelefone sowie mehrere Speichermedien beschlagnahmt.

Aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen wurden zudem drei erlaubnisfreie Revolver und eine Luftdruckpistole sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an und werden, insbesondere aufgrund der erforderlichen Auswertung der sichergestellten Asservate, noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

*„Soko Rex“…Sonderkommission Rechtsextremismus

03.03.2020 - Serienstraftaten in Riesa

Medieninformation

Serienstraftaten in Riesa

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 48-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden u. a. wegen Diebstahls in neun Fällen, Computerbetrugs in zwei Fällen, Betrugs in 12 Fällen, versuchten Betrugs in neun Fällen sowie Urkundenfälschung in 21 Fällen erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich vor dem 11.09.2019 entschlossen zu haben, sich durch Diebstähle von EC-Karten und die sich anschließende missbräuchliche Verwendung der EC-Karten oder der Kontodaten eine regelmäßige Einnahmequelle zu verschaffen. In Umsetzung dieser Absicht entwendete der Beschuldigte zwischen dem 11.09.2019 und dem 18.10.2019 mehrere EC-Karten von Geschädigten, u. a. aus einem Krankenhaus in Riesa und aus geparkten Fahrzeugen in Riesa.

Unter missbräuchlicher Verwendung der zu den jeweiligen EC-Karten gehörenden, dem Beschuldigten bekannt gewordenen PIN-Codes hob der Beschuldigte in zwei Fällen Bargeld ab, wodurch ein Gesamtschaden in Höhe von 1.000,00 EUR entstand.

Darüber hinaus füllte der Beschuldigte in 21 Fällen unter Verwendung der aus den Diebstählen erlangten Kontodaten Überweisungsträger aus, die er mit dem Namen der jeweiligen Kontoinhaber unterschrieb und in denen er die Überweisung eines angegebenen Geldbetrages auf sein eigenes oder das Konto seines Sohnes veranlassen wollte, was ihm in zwölf Fällen gelang. Hierdurch entstand ein Gesamtschaden in Höhe von ca. 11.000,00 EUR.

Der Beschuldigte wurde am 04.11.2019 vorläufig festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

02.03.2020 - Neue Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden

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Neue Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden

 

Mit Wirkung zum 1. März 2020 wurde Dr. Christine Mügge das Amt der Ständigen Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Dresden übertragen.

Die 58-jährige Oberstaatsanwältin übernimmt die Stelle von Claus Bogner, der bereits mit Wirkung zum 1. Juni 2019 zur Generalstaatsanwaltschaft Dresden gewechselt ist.

Dr. Christine Mügge war viele Jahre bei der Staatsanwaltschaft Dresden tätig und wechselte im Jahr 2005 zur Generalstaatsanwaltschaft Dresden. In der Zeit vom 1. April 2016 bis zum 17. Dezember 2017 war sie Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Zwickau. Vom 18. Dezember 2017 bis 29. Februar 2020 war sie Ständige Vertreterin des Leitenden Oberstaatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz.

Neben ihrer Tätigkeit als Ständige Vertreterin übernimmt Dr. Christine Mügge die Leitung einer Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden.

28.02.2020 - Bandenbetrug durch falsche Polizisten

Medieninformation

Bandenbetrug durch falsche Polizisten

Staatsanwaltschaft Dresden klagt vier Beteiligte zur Großen Strafkammer an

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 46-jährigen Türken, und drei Deutsche (52, 53 und 64 Jahre) Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Dem 46-jährigen Türken liegt Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug in drei Fällen und Beihilfe zum versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrug in vier Fällen zur Last. Den drei Deutschen liegt u. a. vorsätzliche Geldwäsche und leichtfertige Geldwäsche in bis zu vier Fällen zur Last. 

Dem 46-jährigen Türken wird vorgeworfen, sich vor dem 21.01.2019 mit einem gesondert verfolgten türkischen Haupttäter und mindestens drei weiteren Tatbeteiligten entschlossen zu haben, Personen in Deutschland mit einer gefälschten Telefonnummer zu kontaktieren ("Spoofing") und sie durch falsche Angaben und durch Inaussichtstellen eines künftigen Übels dazu zu veranlassen, Geldbeträge auf vermeintliche Treuhandkonten zu übertragen, die anschließend abgehoben und in die Türkei verbracht werden sollten.

In Umsetzung dieses Tatentschlusses kontaktierten der gesondert verfolgte türkische Haupttäter oder ein anderer gesondert verfolgter Mittäter zwischen dem 21.01.2019 und dem 08.04.2019 in sieben Fällen ältere Geschädigte im gesamten Bundesgebiet, u. a. in Dresden, Hamburg, Frankfurt/Oder und Bielefeld und behaupteten bewusst wahrheitswidrig, Polizeibeamte zu sein und dass sie wüssten, dass der Geschädigte wegen eines bestehenden Haftbefehls in die Türkei ausgeliefert werden solle. Die Vollstreckung dieses Haftbefehls könne nur abgewendet werden, wenn zeitnah ein Geldbetrag auf ein Treuhandkonto überwiesen werden würde. So getäuscht überwies ein  Geschädigter Geldbeträge in Höhe von 42.000,00 EUR und 70.500,00 EUR, ein weiterer Geschädigter einen Geldbetrag in Höhe von 12.500,00 EUR.

In vier Fällen versuchte der gesondert verfolgte Haupttäter Beträge in Höhe von 42.000,00 EUR, 38.000,00 EUR, 27.000,00 EUR und 22.000,00 EUR zu erlangen, was ihm jedoch nicht gelang, da die Geschädigten misstrauisch wurden und den Geldbetrag nicht zahlten.

Der 46-jährige türkische Beschuldigte hatte Kenntnis von allen Tatumständen und organisierte den Empfang der Geldbeträge sowie deren Verbringung in die Türkei.

Der 52-jährige deutsche Beschuldigte stellte als Finanzagent in grob fahrlässiger Verkennung der Tatumstände sein Konto für den Empfang der Gelder zur Verfügung, hob diese ab und übergab sie dem 64-jährigen Deutschen, der sie wiederum zum 46-jährigen Türken verbrachte. Der 53-jährige Deutsche betrieb Anstrengungen, die Herkunft der Gelder und deren Verwendung zu verschleiern.

In dem Verfahren hat die Staatsanwaltschaft Dresden gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen und in Zusammenarbeit mit der türkischen Polizei umfangreiche Ermittlungen geführt.

Der 46-jährige Türke und der 53-jährige Deutsche befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen die beiden anderen deutschen Beschuldigten wurde von der Staatsanwaltschaft Dresden keine Untersuchungshaft beantragt, da keine Haftgründe vorlagen.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklagen entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der türkische Haupttäter und drei weitere Tatbeteiligte befinden sich in der Türkei in Untersuchungshaft. Gegen sie werden die Ermittlungen von den türkischen Behörden in der Türkei geführt.  

31.01.2020 - Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

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Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

Entgegen vereinzelt in den Medien verlautbarter Vermutungen haben Staatsanwaltschaft Dresden und Soko Epaulette keine Erkenntnisse dahingehend, dass tatverdächtige Personen mit dem Flix-Bus in Richtung Berlin geflohen sind. Die dahingehenden Veröffentlichungen finden in den Ermittlungen keinen Anhalt und entbehren aus Sicht der Ermittler jeglicher Grundlage.

Staatsanwaltschaft Dresden und Soko Epaulette arbeiten weiter mit Hochdruck an der Tataufklärung.
Ziel ist es, die Tatverdächtigen schnellstmöglich zu fassen und die entwendeten Schmuckstücke unversehrt zurückzubringen. Die Ermittlungsbehörden gehen allen Spuren sorgfältig nach und nehmen auch weiterhin gern Hinweise zu dem Fall entgegen.

Der Staatsanwaltschaft Dresden ist bewusst, dass der Fall nachvollziehbar  auf ein großes öffentliches Interesse stößt. Sobald es der Ermittlungsstand erlaubt, wird die Staatsanwaltschaft Dresden die Öffentlichkeit daher auch in Zukunft eigeninitiativ regelmäßig über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.
Zugleich ist jedoch darauf hinzuweisen, dass auch künftig nicht  zu jeder in den Medien aufkommenden Spekulation Stellung genommen werden kann, auch um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Spekulative Medienberichterstattung ist bei der Aufklärung jeder Straftat – zumal eines derart komplexen Falles – wenig hilfreich und kann Ermittlungen im Einzelfall erschweren oder gar vereiteln. Gleiches gilt für die frühzeitige Veröffentlichung eines werthaltigen Hinweises oder Ermittlungsansatzes.

30.01.2020 - Gemeinschaftlicher Diebstahl im Supermarkt

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Gemeinschaftlicher Diebstahl im Supermarkt

Fünf Beschuldigte in Haft und angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zum Amtsgericht Dresden – Jugendrichter - gegen fünf tschechische Staatsangehörige (18, 29, 25, 22 und 35 Jahre) wegen gemeinschaftlichen Diebstahls erhoben.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 30.11.2019 gegen 18:30 Uhr in einem Lidl-Supermarkt auf der Budapester Straße in Dresden zwei Einkaufswagen mit Waren aus dem Sortiment des Supermarktes (u. a. Milch, Spirituosen, Käse, Wurst, Butter, aber auch Kleidung und Werkzeug) im Gesamtwert von ca. 1.900,00 Euro befüllt zu haben, um die Waren ohne Bezahlung für sich zu behalten.

Dabei gingen die Beschuldigten arbeitsteilig in der Weise vor, dass drei Beschuldigte die Einkaufswagen befüllten und die zwei anderen Beschuldigten beim Einpacken der Waren in einen bereitstehenden PKW halfen.

Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

Die fünf Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

29.01.2020 - Unfallserie auf der Micktener Straße in Dresden

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Unfallserie auf der Micktener Straße in Dresden

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 32-jährigen Deutschen  Anklage zur Großen Strafkammer des  Landgerichts Dresden u. a. wegen versuchten schweren Raubes in drei Fällen, schweren räuberischen Diebstahls, vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am Nachmittag des 16.07.2019 in den Stadtteilen Dresden-Löbtau und Dresden-Friedrichstadt von drei Personen unter Verwendung einer ungeladenen Schreckschusspistole versucht zu haben, die Herausgabe der Fahrzeugschlüssel für deren PKW zu erzwingen. Dies gelang dem Beschuldigten nicht, da die Geschädigten flüchten konnten, die Forderung des Beschuldigten ignorierten oder hilfsbereite Dritte hinzukamen.

Dem Beschuldigten wird weiterhin vorgeworfen, sich im Anschluss in die Räume einer Physiotherapiepraxis in Dresden-Löbtau begeben zu haben und den dort abgelegten Rucksack einer Patientin, in dem sich Autoschlüssel, Geldbörse und Wohnungsschlüssel befanden, entwendet zu haben, um diese Gegenstände für sich zu behalten. Noch bevor der Beschuldigte die Praxis verlassen konnte, traf er auf die Geschädigte und verhinderte durch Vorzeigen seiner ungeladenen Schreckschusspistole, dass diese ihren Rucksack wiedererlangen konnte.

Dem Beschuldigten wird ferner vorgeworfen, mit den entwendeten Autoschlüsseln am 16.07.2019 gegen 17:00 Uhr den PKW der Geschädigten entwendet zu haben, um ihn für sich zu behalten. Mit dem entwendeten PKW fuhr der Beschuldigte sodann ohne Fahrerlaubnis auf einen PKW auf,  der aufgrund eines Staus auf der Flügelwegbrücke halten musste, und verursachte hierdurch einen Schaden von ca. 1.500,00 Euro. Der Beschuldigte fuhr anschließend sofort weiter in Richtung Micktener Straße, ohne dem Geschädigten die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen. Auf der Micktener Straße parkten zu dieser Zeit beidseitig Autos, mit der Folge, dass diese nur einspurig befahrbar war. Unter grober Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt startete der Beschuldigte auf der Micktener Straße äußerst riskante Fahr- und Überholmanöver. Dabei touchierte er fünf PKW und verursachte hierdurch Schäden in Höhe von ca. 3.450,00 Euro, 3.500,00 Euro, 2.500,00 Euro, 4.000,00 Euro sowie 20.000,00 Euro. Anschließend entfernte sich der Beschuldigte zu Fuß, ohne den Geschädigten die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen.    

Der Beschuldigte wurde am 16.07.2019 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 17.07.2019 in Untersuchungshaft.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

28.01.2020 - Schnelles Urteil gegen Schleuser

Medieninformation

Schnelles Urteil gegen Schleuser

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein 28-jähriger Tscheche  am 27.01.2020 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten mit Bewährung verurteilt. 

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 25.01.2020 gegen 17:00 Uhr in einem Waldstück in der Slowakischen Republik vier syrische Staatsangehörige in den von ihm geführten PKW aufgenommen zu haben. Im Anschluss verbrachte der Beschuldigte die Flüchtlinge über die BAB 17 im Bereich der Ortschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel über die deutsch-tschechische Grenze bis zum Parkplatz "Am Heideholz" an der BAB 17. Dort wurde der Beschuldigte am 26.01.2020 gegen 01:30 Uhr einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Dabei wurde er vorläufig festgenommen. Für die Fahrt hat der Beschuldigte 2.000,00 Euro erhalten oder sich zumindest versprechen lassen. Bei der Fahrt war der Beschuldigte nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.      

27.01.2020 - Schnelles Urteil nach unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet

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Schnelles Urteil nach unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden ein 52-jähriger Serbe am 24.01.2020 durch das Amtsgericht Pirna im beschleunigten Verfahren wegen unerlaubter Einreise nach Abschiebung und unerlaubten Aufenthalts zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten ohne Bewährung verurteilt. 

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 24.01.2020 gegen 03:30 Uhr außerhalb einer Grenzübergangsstelle im Bereich von Bad Gottleuba-Berggießhübel in die Bundesrepublik Deutschland eingereist und sich bis zu seiner Festnahme unerlaubt im Bundesgebiet aufgehalten zu haben. Er wurde kurz nach seiner Einreise auf dem Parkplatz "Am Heideholz" an der BAB 17 in Bad Gottleuba-Berggießhübel festgenommen. Der Beschuldigte wusste, dass er am 22.10.2019 aus dem Bundesgebiet abgeschoben worden war und eine Einreisesperre bis 21.10.2022 gegen ihn bestand.

Der Beschuldigte war in der Vergangenheit bereits wiederholt und teilweise einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Das im beschleunigten Verfahren erlassene Urteil ist rechtskräftig.

24.01.2020 - Überfall auf Sparkasse in Großenhain aufgeklärt

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Überfall auf Sparkasse in Großenhain aufgeklärt

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden  

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage zur Großen Strafkammer des  Landgerichts Dresden gegen einen 46-jährigen tschechischen Staatsangehörigen wegen versuchter räuberischer Erpressung erhoben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am späten Vormittag des 17. Juni 2015 gemeinsam mit zwei anderweitig verfolgten Mittätern die Filiale der Sparkasse Meissen in Großenhain, Ortsteil Zabeltitz, überfallen zu haben, um Bargeld zu erbeuten. Nach Betreten des Beratungsbüros der Sparkassenfiliale zielte ein anderweitig verfolgter maskierter Mittäter mit einer Pistole auf eine Mitarbeiterin der Sparkasse und drohte, sie zu erschießen, wenn sie kein Bargeld herausgebe. Die Mitarbeiterin wies den Mittäter darauf hin, dass sie kein Bargeld habe. Daraufhin durchsuchte der Mittäter die sich im Büro befindlichen Schränke und Schubladen, ohne Bargeld zu finden. Der angeklagte Beschuldigte sicherte derweilen die Tür eines neben der Sparkassenfiliale liegenden Friseursalons und verhinderte durch Einsatz einer täuschend echt aussehenden Pistole, dass die dort tätigen Mitarbeiter Hilfe holten. Nachdem der anderweitig erfolgte Mittäter erkannt hatte, dass kein Bargeld vorhanden war, verließ er ohne Beute mit dem angeklagten Beschuldigten die Sparkassenfiliale und stieg in den bereitstehenden PKW, der vom dritten Mittäter geführt wurde.  

Die Identität des angeklagten Beschuldigten war lange Zeit unbekannt und konnte im Zuge weiterer Ermittlungen geklärt werden.

Die Verfahren gegen die beiden Mittäter wurden in den Jahren 2017 und 2018 an die Staatsanwaltschaft Weiden in der Oberpfalz abgegeben.  

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

 

20.01.2020 - Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Medieninformation

Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Beschuldigter in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 19. Januar 2020 einen Haftbefehl gegen einen 47-jährigen Serben erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft  angeordnet. Dem Beschuldigten liegt unerlaubtes bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am Nachmittag des 18. Januar 2020 in Radebeul in einem PKW etwa 400 Gramm Marihuana und 40 Gramm Methamphetamin bei sich geführt zu haben, um dieses gewinnbringend zu verkaufen. Dabei führte der Beschuldigte zugriffsbereit eine Pistole mit sich. 

Gegen ihn bestand zudem noch ein offener Vollstreckungshaftbefehl aus einem anderen Verfahren über 100 Tage Ersatzfreiheitsstrafe aufgrund einer früheren Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr. Die Vollstreckung dieser Ersatzfreiheitsstrafe hat die Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls unverzüglich veranlasst.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

17.01.2020 - Serie von Sexualstraftaten in Dresden und Umgebung

Medieninformation

Serie von Sexualstraftaten in Dresden und Umgebung

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt weitere Anklage gegen den Beschuldigten

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 37-jährigen Deutschen eine weitere Anklage zum Landgericht Dresden – Jugendkammer als Jugendschutzgericht – u.a. wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes erhoben. Dem Beschuldigten liegt zur Last, am Nachmittag des 13. Juni 2018 ein Mädchen auf einem Waldweg in Bad Gottleuba zu Boden gerissen und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte gegen den Beschuldigten bereits im November 2019 eine Anklage u.a. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben (siehe Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden vom 25. November 2019).

Die nunmehr angeklagte Tat konnte durch weitere Spurenauswertungen aufgeklärt werden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Verbindung des neuen Verfahrens zu dem bereits angeklagten Verfahren beantragt, damit alle Vorwürfe gegen den Beschuldigten gemeinsam verhandelt werden können. 

Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht eingelassen.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens, die Zulassung der Anklage und den Verbindungsantrag entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

Der Beschuldigte befindet sich in dem bereits im November 2019 angeklagten Verfahren weiterhin in Untersuchungshaft.

13.01.2020 - Staatsanwaltschaft Dresden klagt fünf Männer wegen internationalen Rauschgifthandels an

Medieninformation

Bekämpfung der internationalen Drogenkriminalität

Staatsanwaltschaft Dresden klagt fünf Männer wegen internationalen Rauschgifthandels an

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 36-jährigen Albaner, einen 45-jährigen Turkmenen, einen 22-jährigen Albaner, einen 45-jährigen Deutschen und einen 51-jährigen Spanier Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Den fünf Männern liegt unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in bis zu 18 Fällen zur Last. Auf die gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und des Zollfahndungsamtes Dresden vom 07.05.2019 wird Bezug genommen.

Die beiden albanischen Beschuldigten sollen laut Anklage für die Anlieferung und Übernahme der Betäubungsmittel und deren Verteilung an Abnehmer im gesamten Bundesgebiet verantwortlich gewesen sein. Ihnen wird u. a. vorgeworfen, im Januar und Februar 2019 in insgesamt vier Fällen jeweils mindestens 180 Kilogramm Marihuana auf einem weitläufigen Gelände südlich von Berlin umgeschlagen zu haben. Das Rauschgift war in einem umgebauten Tanklastwagen verborgen, wurde dort umgeladen und überwiegend in ein von dem deutschen Beschuldigten als Zwischenlager zur Verfügung gestelltes Objekt in Berlin verbracht.

Darüber hinaus bestellten die beiden albanischen Beschuldigten im April 2019 mindestens 114,7 Kilogramm Marihuana, das in diesem Fall von dem spanischen Beschuldigten in einem umgebauten Tanklastwagen angeliefert wurde. 42,7 Kilogramm Marihuana aus dieser Menge konnten bei einer Durchsuchung am 26.04.2019 in Leipzig, weitere 16,23 Kilogramm Marihuana in dem Zwischenlager in Berlin sichergestellt werden.

Dem turkmenischen Beschuldigten liegt Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in fünf Fällen zur Last. Ihm kam die Aufgabe zu, ab  Mitte Januar 2019 das für die Anlieferung und Umladung der Betäubungsmittel vorgesehene Grundstück zur Verfügung zu stellen und die Einfahrt zu ermöglichen.

Dem deutschen Beschuldigten liegt gemeinschaftliches Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in fünf Fällen zur Last. Ihm kam die Aufgabe zu, für den Abtransport der Betäubungsmittel genutzte Fahrzeuge zu organisieren, ein als Zwischenlager genutztes Grundstück in Berlin zur Verfügung zu stellen und Kuriere für die Verteilung der Betäubungsmittel an verschiedene Abnehmer im gesamten Bundesgebiet zu vermitteln.

Dem spanischen Beschuldigten liegt gemeinschaftliches Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in einem Fall zur Last. Ihm wird vorgeworfen, bei der Beladung des jedenfalls bei einer Tathandlung als Schmuggelversteck genutzten spanischen Tanklastwagens geholfen und diesen zum Umschlagsobjekt gesteuert zu haben. 

Den beiden albanischen Beschuldigten wird darüber hinaus vorgeworfen, in einer Wohnung in Berlin, die von dem 22-jährigen albanischen Beschuldigten angemietet worden war, am 26.04.2019 128 Kilogramm Marihuana zum späteren gewinnbringenden Weiterverkauf aufbewahrt zu haben. Ferner wird ihnen vorgeworfen, zwischen dem 03.12.2018 und dem 28.03.2019 in zwölf Fällen gesondert verfolgte Kuriere mit der Verbringung nicht geringer Mengen Marihuana (jeweils ca. 1,5 bis 5 Kilogramm Marihuana) von Berlin an derzeit noch unbekannte Abnehmer im Bundesgebiet (u. a. in Dresden, Essen, Hannover und Minden) beauftragt zu haben, wobei die Verbringung in zehn Fällen gelang. In zwei Fällen scheiterte die Verbringung, da die Betäubungsmittel durch polizeiliche Einsatzkräfte sichergestellt werden konnten.

Die beiden albanischen Beschuldigten, der turkmenische Beschuldigte und der spanische Beschuldigte wurden am 26.04.2019 festgenommen und befinden sich seit 27.04.2019 in Untersuchungshaft.    

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.

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