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Zusätzliche Rechte in bestimmten Fällen

Zusätzliche Rechte stehen zu, wenn man durch eine Straftat verletzt worden ist, die gegen

 die sexuelle Selbstbestimmung (z. B. Vergewaltigung, sexueller 
    Missbrauch),
 die persönliche Ehre (z. B. Beleidigung),
 das Leben oder die körperliche Unversehrtheit (z. B. vorsätzliche
    Körperverletzung, fahrlässige Körperverletzung mit schweren Folgen),
 die persönliche Freiheit (z. B. Freiheitsberaubung)


verstößt oder

 wenn ein naher Angehöriger (Eltern, Kind, Geschwister oder
    Ehegatte)

getötet worden ist.

 

Verfahrensrechte

In diesen oben genannten Fällen brauchen keine Gründe angeben zu werden, wenn eine Auskunft oder Abschrift aus den Akten begehrt wird.

Der Anschluss als Nebenkläger kann in den in § 395 StPO genannten Fällen erfolgen (§§ 395 ff. StPO, 80 Abs. 3 JGG). Der Nebenkläger hat das Recht u. a. während der gesamten Gerichtsverhandlung anwesend zu sein und dort Fragen und Anträge zu stellen. Bei einer Verurteilung hat der Angeklagte auch die notwendigen Auslagen des Nebenklägers zu tragen. 

Schadensersatz

Verletzte oder deren Erben können gegen den Beschuldigten einen aus der Straftat erwachsenen vermögensrechtlichen Anspruch im Strafverfahren geltend machen (§§ 403 ff. StPO - Adhäsionsverfahren). 

Entschädigung

Nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten können Personen, die durch eine Gewalttat eine gesundheitliche Schädigung erlitten haben, oder deren Hinterbliebene wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Schädigung auf Antrag Versorgung erhalten. Der Kommunale Sozialverband Sachsen ist das zuständige Versorgungsamt. 

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