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Pflicht zum Erscheinen bei der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht

Ein Zeuge ist verpflichtet, auf Ladung der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts, dieser nachzukommen und zum festgesetzten Termin zu erscheinen.

Es ist unerheblich, ob der Zeuge glaubt, etwas von Bedeutung zu der Sache aussagen zu können. Die Pflicht zum Erscheinen besteht auch dann, wenn der Zeuge sein Wissen schon anderweitig, d.h. vor der Polizei, dem Staatsanwalt oder einem Richter geschildert hat.

Beim Vorliegen von Verhinderungsgründen, wie z. B. einer Erkrankung, muss die Staatsanwaltschaft oder das Gericht unverzüglich darüber informiert werden. Dies kann schriftlich oder - wenn die Zeit für eine rechtzeitige schriftliche Nachricht nicht mehr ausreicht - telefonisch erfolgen. Grundsätzlich ist dies zu belegen.

Bei ungenügender Entschuldigung und Ausbleiben des Zeugen, können erhebliche und finanzielle Nachteile entstehen. Entstehende Kosten, die durch sein Fernbleiben entstanden sind, können auferlegt werden. Daneben kann Ordnungsgeld und unter Umständen sogar Ordnungshaft verhängt werden. Auch ist die zwangsweise Vorführung durch die Polizei möglich (§ 51 StPO). 

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