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Zeugen sind wichtige Beweismittel

Zur Erforschung von zurückliegenden Vorgängen sind die Strafverfolgungsbehörden auf Beweismittel angewiesen.

Ein besonders wichtiges Beweismittel ist der Zeuge. Als Person, die dabei war, sagt der Zeuge über das aus, was er gesehen und miterlebt hat. Er darf dabei nichts verschweigen, aber auch nichts hinzufügen. Es besteht die Verpflichtung zur Aussageleistung. Nur in bestimmten gesetzlich geregelten Fällen darf die Aussage ganz oder in Teilen verweigert werden (§§ 52, 55 StPO). Bei nicht berechtigter Aussageverweigerung kann zur Erzwingung einer Aussage Beugehaft angeordnet werden (§ 70 Abs. 2 StPO). Bei fehlendem Zeugnis- oder Auskunftsverweigerungsrecht bzw. wenn von einem solchen nicht Gebrauch gemacht wird, besteht für einen Zeugen die Pflicht wahrheitsgemäß und vollständig auszusagen. In Ausnahmefällen kann eine Vereidigung erfolgen. Unabhängig von der Vereidigung ist eine wahrheitswidrige oder unvollständige Aussage vor Gericht stets eine Straftat, für die das Gesetz erhebliche Strafen vorsieht.

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