1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Pressemitteilungen aus dem Jahr 2012

    21.08.2012 - Staatsanwaltschaft erhebt nach Tötungsverbrechen in Leipzig-Volkmarsdorf Anklage

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat im Zusammenhang mit dem gewalt-
    samen Tod eines 42-jährigen Mannes in Leipzig-Volkmarsdorf am 31.01.2012  nunmehr gegen zwei Männer (19, 31) Anklage wegen des Tatvorwurfs des gemeinschaftlichen Mordes  und gegen eine Frau (50) Anklage wegen des Tatvorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung zur Jugendkammer des Landgerichts Leipzig erhoben.

    Nach den Feststellungen der Staatsanwaltschaft  sollen sich die beiden
    angeschuldigten Männer am 31.01.2012 wie bereits zuvor regelmäßig
    geschehen in der Wohnung der Mitangeschuldigten mit dieser und dem
    späteren Opfer zum gemeinsamen Alkoholkonsum getroffen haben. Den
    beiden Männern wird zur Last gelegt, sodann während des gemeinsa-
    men Kartenspiels zunächst den später getöteten 42-jährigen Mann auf-
    gefordert zu haben, eine angeblich bestehende Geldschuld in Höhe von
    20,00 € gegenüber der Mitangeschuldigten zu begleichen. Nachdem der
    Angesprochene dieses abgelehnt haben soll, weil er an diesem Tag
    nicht über das Geld verfügte,  soll er durch die beiden Männer unvermit-
    telt mit erheblicher Brutalität geschlagen, getreten und körperlich miss-
    handelt worden sein. Der Geschädigte verstarb wie von den Angeschul-
    digten gewollt, zumindest billigend in Kauf genom-men, noch am
    31.01.2012 in der Wohnung  an den Folgen der erlittenen schwersten
    Kopfverletzungen. Der angeschuldigten Frau wird zur Last gelegt, sich
    zwar nicht aktiv an den schließlich zum Tode führenden Misshand-
    lungen beteiligt und auch letztlich nicht den Tod des 42-.jährigen gewollt
    zu haben, es aber zumindest  zunächst gebilligt zu haben, dass das
    Opfer wegen der ausstehenden angeblichen Schulden geschlagen wur-
    de. Zudem wird ihr zur Last gelegt, es unterlassen zu haben, die beiden
    Angeschuldigten von den weiteren Tathandlungen abzuhalten oder Hilfe zu holen.

    Nach mehreren Tagen soll durch alle drei Angeschuldigten  gemeinsam
    die Leiche des Geschädigten aus der Wohnung herausgebracht und
    außerhalb des Hauses in einer Papierabfalltonne versteckt worden sein.
    Dort wurde die Leiche am 08.02.2012 nach einem Hinweis der ange-
    schuldigten Frau durch die Polizei gefunden.

    Weitere Angaben zu Einzelheiten der durchgeführten Ermittlungen und
    auch zu Einlassungen der Angeschuldigten zu den Tatvorwürfen erfol-
    gen nicht. Dies bleibt der gerichtlichen Hauptverhandlung vorbehalten.

    Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft haben die  beiden angeschul-
    digten Männer aus niedrigen Beweggründen gehandelt und sich deshalb
    des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gemacht. Die angeschuldigte
    Frau hat sich danach zumindest der gemeinschaftlichen gefährlichen
    Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht.
     
    Der angeschuldigte 31-Jährige befindet sich seit dem 09.02.2012 unun-
    terbrochen in Untersuchungshaft.  Der 19-jährige Angeschuldigte befand
    sich   zunächst seit dem 09.02.2012 ebenfalls in Untersuchungshaft. Im
    Ergebnis einer durch die Staatsanwaltschaft veranlassten forensisch-
    psychiatrischen Begutachtung ist er seit dem 18.07.20112 in einem
    psychiatrischen Krankenhaus vorläufig untergebracht.  Die Jugend-
    kammer wird im Rahmen  der Hauptverhandlung zu prüfen haben, in-
    wieweit er strafrechtlich für sein Handeln verantwortlich ist und welche
    Sanktion oder Maßregel geboten ist. Die 50-jährige Angeschuldigte
    wurde am 19.07.2012 nach Wegfall des Tatverdachts des Mordes aus der Untersuchungshaft entlassen. 

    Zur Vervollständigung wird auf die erste Medieninformation der Staatsan-waltschaft Leipzig vom 09.02.2012 in dieser Sache zur Festnahme der jetzt Angeschuldigten Bezug genommen.

    Fragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    27.07.2012 - Staatsanwaltschaft erhebt im Zusammenhang mit „herrenlosen Grundstücken“ Anklage

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen vier Mitarbeiter des Rechts-
    amtes der Stadt Leipzig und gegen zwei Rechtsanwälte Anklage wegen
    des Tatvorwurfs der gemeinschaftlichen Untreue zum Landgericht Leipzig erhoben.

    Den angeschuldigten Mitarbeitern des Rechtsamtes liegt zur Last, in
    insgesamt sechs Fällen für sog. „herrenlose Grundstücke“ gesetzliche
    Vertreter bestellt und die durch diese abgeschlossenen Kaufverträge
    genehmigt zu haben, obwohl  die gesetzlichen Voraussetzungen, wie
    sie wussten, hierfür nicht vorlagen, so dass den Berechtigten ein ent-
    sprechender Schaden entstand.  Im Hinblick auf die unterschiedliche
    Befassung mit den Fällen der gesetzlichen Vertretung und der Geneh-
    migung von Kaufverträgen wird der Vorwurf der Untreue insoweit gegen eine ehemalige Mitarbeiterin des Rechtsamtes nur in einem Fall  und hinsichtlich der anderen Mitarbeiter in drei bzw. fünf und sechs Fällen erhoben. Den beiden angeschuldigten Rechtsanwälten wird vorgeworfen in je einem dieser Fälle  als gesetzlicher Vertreter Grundstücke verkauft zu haben, obwohl die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür, wie sie wussten,  nicht vorlagen. 

    Drei zu Beginn der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im Herbst
    2011 noch im Rechtsamt beschäftigten Angeschuldigten  wird weiter-
    hin zur Last gelegt, entgegen der ihnen bekannten gesetzlichen Ver-
    pflichtung in 43 Fällen Zinsen für verwahrte Kaufpreiserlöse nicht an die
    Berechtigten ausgezahlt zu haben, so dass den Berechtigten ein ent-
    sprechender Schaden entstand.

    Einem der angeschuldigten Mitarbeiter des Rechtsamtes wird schließ-
    lich zur Last gelegt, als verantwortlicher Sachbearbeiter in insgesamt
    mindestens 173 Fällen in den Fällen der Bestellung eines gesetzlichen
    Vertreters entgegen der ihm bekannten Verpflichtung die gegenüber
    dem Antragsteller zu erhebende Verwaltungsgebühr nicht erhoben zu
    haben, so dass der Stadt Leipzig jeweils ein entsprechender Schaden
    entstanden ist.  

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeschuldigten Ihre
    Vermögensbetreuungspflichten in den angeklagten Fällen  aus unbe-
    kannten Gründen wissentlich verletzt und dass sie die dadurch den be-
    troffenen Grundstückeigentümern bzw. deren Rechtsnachfolgern und der
    Stadt Leipzig entstandenen Schäden zumindest  billigend in Kauf ge-nommen haben.  

    Soweit es in den vergangenen Jahren über 750 Fälle der Bestallung ge-
    setzlicher Vertreter durch die Stadt Leipzig gegeben hat, konnte in den
    übrigen Fällen, soweit nicht bereits aufgrund eingetretener Verjährung 
    keine Verfolgung mehr möglich war, der für eine Anklageerhebung er-
    forderliche Tatnachweis der Untreue in keinem Punkt  geführt werden.  Anhaltspunkte für korruptives Verhalten der Angeschuldigten haben die Ermittlungen nicht ergeben.

    Anfragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.


    Hinweis:

    Die hier maßgeblichen Vorschriften lauten:

    Art. 233 § 2 Abs. 3 EGBGB: Gesetzliche Vertretung

    Ist der Eigentümer eines Grundstücks oder sein Aufenthalt nicht festzustellen und besteht ein Bedürfnis, die Vertretung des Eigentümers sicherzustellen, so bestellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt, in dessen oder in de-ren gebiet sich das Grundstück befindet, auf Antrag der Gemeinde oder ei-nes anderen, der ein berechtigtes Interesse daran hat, einen gesetzlichen Vertreter. Im falle der Gemeinschaft wird ein Mitglied der Gemeinschaft zum gesetzlichen Vertreter bestellt. Der Vertreter ist von den Beschränkungen des § 181 des Bürgerlichen Gesetzbuches befreit. § 16 Abs. 3 und 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes finden entsprechende Anwendung. Der Vertreter wird auf Antrag des Eigentümers abberufen. Diese Vorschrift tritt in ihrem räumlichen Anwendungsbereich und  für die Dauer ihrer Geltung an die Stelle des § 119 des Flurbereinigungsgesetzes auch, soweit auf diese Bestimmung in anderen Gesetzen verwiesen wird. § 11b des Vermögensge-setzes bleibt unberührt.

    § 266 StGB: Untreue

    Abs. 1
    Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft einge-räumte Befugnis, über fremdes vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, missbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auf-trags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch, dass dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

    Abs. 2
    ...

    14.06.2012 - Schlag gegen den illegalen Zigaretten – und Rauschgifthandel in Sachsen

    Zollfahndung nimmt fünf Personen fest und
    durchsucht zahlreiche Objekte


    Eine Lieferung mit rund 26.000 Stück Schmuggelzigaretten, die Zoll-
    fahnder gestern Abend am Bahnhof von Doberschütz bei Eilenburg
    während der Übergabe an einen Abnehmer abfangen konnten, war
    der Startschuss für umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in
    Sachsen, mehreren vorläufigen Festnahmen und der Vollstreckung eines Haftbefehls.

    Im Zuge des Zugriffs auf die Zigarettenlieferung wurden gegen den
    Transporteur (47 Jahre) der bereits erlassene Haftbefehl vollstreckt
    und der Abnehmer (43 Jahre)vorläufig festgenommen. Die Zigaretten
    wurden sichergestellt.

    Anschließend durchsuchten Beamte des Zollfahndungsamtes Dresden
    mit Unterstützung von Kräften der Bundespolizeiabteilung Bad Düben
    und der Steuerfahndung des Finanzamtes Leipzig 18 Wohn- und Ge-
    schäftsräume sowie Garagen in Leipzig und in den Landkreisen Nordsachsen und Oberlausitz-Niederschlesien.
    Dabei wurden mehr als 130.000 unversteuerte Zigaretten sichergestellt
    und drei weitere Personen (42, 49, 65) vorläufig festgenommen.

    Den Maßnahmen gingen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig um-
    fangreiche durch das Zollfahndungsamtes Dresden gegen eine
    deutsch – polnische Gruppierung geführte Ermittlungen voraus, deren
    Mitglieder seit mindestens 2010 gewerbsmäßig und bandenmäßig or-
    ganisiert unverzollte und unversteuerte Zigaretten aus Polen in die Bun-
    desrepublik Deutschland verbracht und im Raum Leipzig / Nordsachsen
    über ein weitverzweigtes Zwischenhändlernetz zum spekulativen Ver-
    kauf gebracht haben sollen.
    Bislang wurde ein Tatumfang von rund drei Millionen Stück Zigaretten
    mit einem dadurch entstandenen Steuerschaden von mehr als
    600.000 € ermittelt.

    Des Weiteren wurden bei den Durchsuchungsmaßnahmen u.a. illegale
    Aufzuchtanlagen für Betäubungsmittelpflanzen mit mehr als 200 ernte-
    reife Cannabispflanzen vorgefunden, sowie ca. 1 kg hochwertiges
    Marihuana und 10 g Crystal im Straßenverkaufswert von mehr als
    zehntausend Euro beschlagnahmt. Abgerundet wurden diese Funde
    durch weitere Sicherstellungen von

    - fünf Langwaffen mit Munition,
    - einem gestohlenen Pkw, sowie weitere auf Kfz - Diebstähle hin-
       weisendeZubehörteile,
    - mehr als 55.000 € Bargeld,
    - objektive Beweismittel und Tatgegenstände wie Mobiltelefone
       und Aufzeichnungen.

    Im Zuge der gezielten Gewinnabschöpfung konnten weiterhin drei Pkw
    sowie Eigentumsnachweise für erworbene Immobilien im Wertumfang
    von mehr als 100.000 € in Beschlag genommen werden.

    Gegen drei der vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen (42, 43, 49)
    hat heute die Staatsanwaltschaft Leipzig Haftbefehle beim Amtsgericht
    Leipzig beantragt. Bei dem 65- jährigen Beschuldigten wurde nach Ab-
    schluss der polizeilichen Maßnahmen die vorläufige Festnahme aufgehoben.
    Der 47 - jährige Transporteur bleibt bis zur Verkündung des bereits be-
    stehenden Haftbefehls durch das Amtsgericht Leipzig in Polizeigewahr-
    sam.  Bei den fünf Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige.

    12.04.2012 - Benjamin Hupel im Mordfall Jonathan H. festgenommen

    Der Beschuldigte Benjamin Hupel (23) wurde im Ergebnis intensiver
    Fahndungsmaßnahmen am Mittwoch, 11.04.2012 gegen 21.30 Uhr in
    Zusammenarbeit mit der Leipziger Kriminalpolizei durch Beamte des
    LKAHessen in einer Wohnung in Kassel festgenommen.

    Der des Mordes an Jonathan H. (23) dringend tatverdächtige Beschul-
    digte wurde nach der Festnahme durch Beamte der Leipziger Mordkom-
    mission vernommen. In dieser Vernehmung hat der Beschuldigte sich
    zu den gegen ihn erhobenen Tatvorwürfen geäußert. Die Angaben des
    Beschuldigten in dieser ersten Vernehmung werden im Rahmen der lau-
    fenden Ermittlungen überprüft. Einzelheiten hierzu können deshalb noch nicht mitgeteilt werden.

    Der Beschuldigte wurde allein in der Wohnung eines Bekannten ange-
    troffen. Diese Person war den Ermittlungsbehörden bereits als mögliche
    Kontaktperson bekannt. Die in der Vergangenheit durchgeführten Er-
    mittlungen ergaben jedoch zunächst keine Anhaltspunkte dafür, dass
    und seit wann der Beschuldigte sich in Kassel aufhielt. Auch die seit
    Beginn der Öffentlichkeitsfahndung am 09.03.2012 eingegangenen 41
    Hinweise führten nicht nach Kassel.

    Dem Beschuldigten wurde heute durch den Ermittlungsrichter am Amts-
    gericht Kassel der Haftbefehl eröffnet. Durch den Ermittlungsrichter
    wurde der Haftbefehl in Vollzug gesetzt und die Untersuchungshaft an-
    geordnet. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum
    mutmaßlichen Tatablauf und den Hintergründen des Mordes an
    Jonathan H. dauern an. Ergänzend wird auf die gemeinsame Medien-
    information von Staatsanwaltschaft und Polizei in dieser Sache vom
    09.03.2012 Bezug genommen.

    22.02.2012 - Anklage nach Mord an Studentin erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den 27-jährigen Sebastian T.
    Anklage wegen des Tatvorwurfs des Mordes zur Schwurgerichtskammer
    des Landgerichts Leipzig erhoben.

    Dem Angeschuldigten liegt zur Last, am frühen Nachmittag des
    09.11.2011 in einem Studentenwohnheim in Leipzig-Lößnig einer 25-
    jährigen Studentin aufgelauert und in Tötungsabsicht mit einem Gegen-
    stand mehrfach und mit großer Wucht auf deren Kopf  eingeschlagen zu haben. Die schwerstverletzte Studentin verstarb am 27.11.2011 an den Folgen der  Verletzungen.

    Der Angeschuldigte hat sich zu dem Tatvorwurf bisher nicht geäußert.
    Die Auswertung aller gesicherten Spuren lässt nach Auffassung der
    Staatsanwaltschaft nur den Schluss zu, dass der Angeschuldigte der Täter ist.  Die Anklage geht davon aus, dass der bis Herbst 2010 ebenfalls als Student im Wohnheim wohnhafte Angeschuldigte aus Verärgerung und Rache dafür, dass die Getötete in der Vergangenheit seine Zuneigung nicht erwidert hatte, gehandelt hat. Die Ermittlungen haben keinerlei Hinweis auf einen möglichen bisher unbekannten anderen Tatverdächtigen ergeben. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Tat des Angeschuldigten die Mordmerkmale der Heimtücke und der niederen Beweggründe als erfüllt an.
     
    Der Angeschuldigte wurde in dieser Sache am 10.11.2011 festge-
    nommen und befindet sich seit 11.11.2011 ununterbrochen in Untersuchungshaft.

    Auch wenn derzeit keine Anhaltspunkte für eine erheblich einge-
    schränkte oder gar aufgehobene strafrechtliche Verantwortlichkeit
    des Angeschuldigten vorliegen hat die Staatsanwaltschaft aufgrund
    der Gesamtumstände einen Sachverständigen mit der Erstellung eines forensisch psychiatrischen Gutachtens zu dem Angeschuldigten beauftragt. Dieses liegt noch nicht vor.

    Dem bisher nicht vorbestraften Angeschuldigten droht für den Fall seiner Verurteilung die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

    Anfragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

     

    09.02.2012 - Haftbefehle nach Tötungsverbrechen erlassen -3 Tatverdächtige in Untersuchungshaft-

    Der Ermittlungsrichter bei dem Amtsgericht Leipzig hat am heutigen Tag (09.02.2012) gegen zwei Männer im Alter von 19 und 31 Jahren und eine Frau im Alter von 50 Jahren Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen  Mordes erlassen und den Vollzug der Untersu-chungshaft gegen alle Beschuldigten angeordnet.

    Im Ergebnis der seit dem 08.02.2012 andauernden Ermittlungen von Staats-anwaltschaft und Kriminalpolizei Leipzig liegt den Beschuldigten zur Last, mutmaßlich am 31.01.2012 in der Bautzmannstraße in Leipzig-Volkmarsdorf einen 42-jährigen Mann gemeinschaftlich getötet zu haben.

    Aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse zu den Tatumständen und dem mutmaßlichen Tatablauf hat der Ermittlungsrichter die Voraussetzun-gen für die Annahme eines dringenden Mordverdachts gegen alle drei Be-schuldigten bejaht.

    Der Ermittlungsrichter hat nach Erlass der Haftbefehle gegen die drei Be-schuldigten jeweils den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

    Die Obduktion des Getöteten ist auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft am heutigen Tag (09.02.2012) durchgeführt worden. Einzelheiten zu den Ergebnissen  und zu der mutmaßlichen Todesursache können derzeit eben-so  wie Einzelheiten zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen nicht mitge-teilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden. Es kann ledig-lich gesagt werden, dass es sich bei dem mutmaßlichen Tatort, anders als zunächst mitgeteilt, nicht  um die Wohnung des Getöteten handelt. Dieser wohnte selbst nicht in der Bautzmannstraße.

    Die Ermittlungen dauern an.

    26.01.2012 - Anklage nach Tötungsdelikt in Eilenburg erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen einen 20-jährigen Mann aus
    Eilenburg Anklage wegen des Tatverdachts des Totschlags zur Jugend-
    kammer des Landgerichts Leipzig erhoben.

    Dem Angeschuldigten liegt zur Last, am 04.11.2011 nach Mitternacht einen 19-jährigen Mann in Eilenburg mit einem Messer erstochen zu haben.

    Im Ergebnisse der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Krimi-
    nalpolizei befand sich das spätere Opfer, ein 19-jähriger Mann aus Bad
    Düben, zusammen mit anderen Personen als Gast in der Wohnung des
    Angeschuldigten in einem Mehrfamilienhaus in Eilenburg. Im Verlauf der
    Nacht vom 03.11. auf den 04.11.2011 soll es dann nach nicht unerheb-
    lichem Alkoholgenuss der Anwesenden zunächst in der Wohnung zu
    einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Angeschuldigten und
    dem späteren Opfer gekommen sein, die sich dann vor der Wohnung im Treppenhaus fortgesetzt und  in deren Verlauf der Angeschuldigte dem Opfer einen Messerstich in den Oberkörper versetzt haben soll. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nahm der Angeschuldigte den Tod des Opfers dabei zumindest billigend in Kauf. Das Opfer erlag den  durch den Messerstich erlittenen  schwe-ren inneren Verletzungen noch im Treppenhaus. Das mutmaßliche Tatwerkzeug konnte in der Wohnung des Angeschuldigten sichergestellt werden.

    Der bisher nicht vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich nach seiner vorläufigen Festnahme am 04.11.2011 aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Leipzig seit dem  05.11.2011 ununterbrochen in Untersuchungshaft.

    Sollte das Gericht den Angeschuldigten schuldig sprechen droht diesem als Heranwachsenden im Fall der Anwendung des Jugendstrafrechts die Verhängung einer  Jugendstrafe von bis zehn Jahren, bei Anwendung des Erwachsenenstrafrechts die Verhängung einer Freiheitsstrafe von mindestens fünf und bis zu fünfzehn Jahren.

    Fragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    09.01.2012 - Anklage wegen versuchten Mordes nach Polizeiflucht auf Bundesstraße 95 erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den 24-jährigen Daniel L.
    Anklage wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung, ge-
    fährlichen Eingriffsin den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßen-
    verkehrs und unerlaubtenEntfernens vom Unfallort zur Schwurge-
    richtskammer des LandgerichtsLeipzig erhoben.

    Dem im Landkreis Leipzig wohnhaften Angeschuldigten wird zur Last
    gelegt,am Sonntag, 18.09.2011 versucht zu haben, sich nach einer von
    ihm begangenen Straftat einer Polizeikontrolle zu entziehen  und dabei
    auf derBundesstraße 95 (B 95) mit seinem Pkw einen Polizeibeamten
    lebensgefährlich verletzt zu haben, wobei er dessen Tod billigend in Kauf genommen haben soll.

    Der Angeschuldigte hatte nach den Feststellungen der Staatsanwalt-
    schaft im Verlauf des Vormittags am 18.09.2011 in einem Gewerbe-
    gebiet in Espenhain aus einem Gebäude von ihm entwendete Kupfer-
    rohre zum Abtransport mit seinem Pkw Opel Omega bereit gelegt, als
    sein Pkw gegen 12.45 Uhr durch zwei Polizeibeamte wegen eines ab-
    gelaufenen Kurzzeitkennzeichens überprüft werden sollte. Der unter
    dem Einfluss von Betäubungsmitteln (Crystal) stehende Angeschuldigte
    wollte sich zur Verhinderung der Entdeckung seiner Straftat der Kon-
    trolle zu entziehen, und rammte bei seiner Flucht mit seinem Pkw den
    Funkstreifenwagen der beiden Polizeibeamten zweimal, um sich so zu-
    nächst freie Bahn zu verschaffen. Die beiden Polizeibeamten blieben
    dabei unverletzt, am Polizeifahrzeug entstand ein Sachschaden von ca.
    4.500,00 €.

    Der Angeschuldigte erreichte mit seinem Fahrzeug sodann die B 95,
    auf der er in Richtung Borna von dem Polizeifahrzeug verfolgt trotz
    starken Verkehrs und Regen mit einer Geschwindigkeit von bis zu
    180 km/h fahrend unter anderem zwei rote Ampeln überfahren haben
    soll. Ohne Verringerung seiner Geschwindigkeit soll er schließlich auf
    ein vor der Einmündung der B 176 auf die B 95 in der Ortslage
    Kesselshain mit Sondersignal quer zur Fahrtrichtung stehendes zweites
    Polizeifahrzeug zugefahren sein, aus dem für ihn sichtbar zwei Polizei-
    beamte ausgestiegen waren und ihn zum Anhalten bewegen wollten.
    Der  Angeschuldigte ließ sich hiervon nicht aufhalten sondern fuhr an
    dem Polizeifahrzeug vorbei und erfasste dabei streifend mit seinem Fahr-
    zeug einen neben dem Polizeifahrzeug stehenden 34-jährigen Polizeibeamten, der aufgrund der Geschwindigkeit des Angeschuldigten nicht mehr rechtzeitig zur Seite springen konnte. Der Polizeibeamte erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, die trotz sofortiger intensivmedizinischer Behandlung nach derzeitigem Stand erhebliche Folgeschäden erwarten lassen.

    Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nahm der Angeschuldigte auf seiner Flucht unter Berücksichtigung der Gesamtsituation und der von ihm gefahrenen hohen Geschwindigkeit nicht nur schwerste Verletzungen sondern auch den Tod dieses Beamten zumindest billigend in Kauf, so dass er sich des versuchten Mordes wegen der versuchten Verdeckung einer Straftat zu verantworten hat. Der Angeschuldigte hat im Ermittlungsverfahren den vorherigen Drogenkonsum, den versuchten Diebstahl und seine Flucht vor der Polizei eingeräumt, er bestreitet jedoch jeglichen Tötungsvorsatz.

    Der bisher noch nicht vorbestrafte Angeschuldigte konnte kurz nach der Tat vorläufig festgenommen werden und befindet sich seit dem 19.09.2011 ununterbrochen in Untersuchungshaft. Für den Fall seiner Verurteilung droht ihm die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

    Fragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    05.01.2012 - Anklage nach Tötungsdelikt in Leipzig-Plagwitz erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den 28-jährigen Michel K. aus
    Leipzig  wegen des Tatvorwurfs des Mordes Anklage zur Schwurge-
    richtskammer des Landgerichts Leipzig erhoben.

    Dem Angeschuldigten wird durch die Staatsanwaltschaft zur Last ge-
    legt, am späten Abend des 23.09.2011 seine 31-jährige Lebensgefährtin
    in der gemeinsamen Wohnung in Leipzig-Plagwitz mit mehreren
    Messerstichen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht im Er-
    gebnis der Ermittlungen davon aus, dass der Angeschuldigte das zu
    diesem Zeitpunkt ahnungs- und damit wehrlose  Opfer aus bisher nicht
    eindeutig geklärten Gründen und Motiven von hinten angegriffen und da-
    mit das Mordmerkmal der Heimtücke verwirklicht hat. Die ersten Aus-
    sagen des Angeschuldigten gegenüber der Polizei, er habe nach seiner
    Rückkehrin die Wohnung am Morgen des 24.09.2011 seine Lebensge-
    fährtin tot aufgefunden und diese nicht getötet, sieht die Staatsanwalt-
    schaft im Ergebnis der Ermittlungen und der Auswertung aller objektiven
    Spuren als eindeutig widerlegt an. Die Staatsanwaltschaft hat zudem im
    Verlauf des Ermittlungsverfahrens ein Schreiben des Angeschuldigten
    sichergestellt, dass durch die Staatsanwaltschaft als Geständnis gewertet wird.

    Der bereits vielfach wegen Eigentums- und Straßenverkehrsdelikten
    vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich in vorliegender Sache nach
    seiner vor-läufigen Festnahme  am 24.09.2011 seit dem 25.09.2011
    ununterbrochen in Untersuchungshaft.

    Sollte die Schwurgerichtskammer im Ergebnis der Hauptverhandlung den Anklagevorwurf bestätigt sehen droht dem Angeschuldigten die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes.

    Fragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Presse-stelle des Landgerichts Leipzig erbeten.