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Pressemitteilungen aus dem Jahr 2016

    17.11.2016 - Abschluss der Ermittlungen nach Mord auf dem Reiterhof in Leipzig-Knauthain

    Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig nach den tödlichen Schüssen am 03.12.2015 auf dem Gelände des Reiterhofes in Leipzig-Knauthain sind abgeschlossen.


    Im Ergebnis der Ermittlungen steht fest, dass der österreichische Staatsangehörige Hermann H. am 03.12.2015 gegen 13.40 Uhr mit seinem Fahrzeug zum Reiterhof in der Ritter-Pflugk-Straße in Leipzig-Knauthain fuhr, um den Inhaber des Reiterhofes, einen 52-jährigen Mann aus Leipzig, zu töten. Am Reiterhof angekommen erkundigte sich Hermann H. bei zwei vor Ort befindlichen Personen danach, wo er den Inhaber finden könne. Nach entsprechender Auskunft begab er sich sodann zu dem auf dem Gelände gelegenen Wohngebäude, wo ihm der Geschädigte arglos die Tür öffnete. Hermann H. gab sogleich drei Schüsse auf den Geschädigten ab, der dabei Verletzungen im Bereich des Oberkörpers erlitt, in deren Folge er kurz darauf am Tatort verstarb.

    Am späten Nachmittag desselben Tages begab sich Hermann H. zur Staatsanwaltschaft Leipzig und gab dort ohne weitere Erläuterungen einen verschlossenen Umschlag, in dem sich neben einem Fahrzeugschlüssel auch sein Reisepass sowie mehrere Schriftstücke befanden, ab.

    Hermann H. wurde am 16.01.2016 im Bereich des Cospudener Sees leblos aufgefunden. Nach Durchführung der Obduktion und weiterer rechtsmedizinischer Untersuchungen konnte der Todeszeitpunkt auf den Zeitraum vom 03.12.2015 bis 12.12.2015 eingegrenzt werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass sich Hermann H. in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Tat auf unbekanntem Weg zum Cospudener See begab und sich dort mit einer Schusswaffe das Leben nahm. Bei Suchmaßnahmen im Bereich des Ostufers wurden durch die Taucherstaffel der Bereitschaftspolizei zwei Waffen aufgefunden, die Hermann H. zuzuordnen sind. Im Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen steht fest, dass es sich dabei um die Waffen handelt, die für die Schüsse auf den Inhaber des Reiterhofes und den Suizid verwendet wurden. Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod von Hermann H. haben die Ermittlungen nicht ergeben.  

    Ausgehend von dem Inhalt der bei der Staatsanwaltschaft Leipzig abgegebenen Schreiben und den weiteren durchgeführten Ermittlungen konnte auch das mutmaßliche Tatmotiv ermittelt werden. Die zum Teil veröffentlichten Mutmaßungen, außereheliche Beziehungen des Opfers oder andere, in der Person des Geschädigten liegende Verhaltensweisen hätten zu der Tat geführt, erwiesen sich als unrichtig.

    Die Ermittlungsbehörden gehen im Ergebnis der Ermittlungen vielmehr davon aus, dass Hermann H. aus Verärgerung darüber handelte, dass – wie ihm seine Lebensgefährtin wahrheitswidrig mitgeteilt hatte - der Inhaber des Reiterhofes dafür mitverantwortlich sei, dass die Lebensgefährtin von Hermann H. nicht über ein geerbtes Grundstück im Wert von mehreren Millionen Euro verfügen konnte und dieser Vermögenswert nun an Dritte übertragen worden sei. Tatsächlich war bei der Lebensgefährtin aber zu keinem Zeitpunkt eine Erbschaft angefallen und es bestand auch kein Anspruch bezüglich eines Grundstücks in Leipzig. Auch bestand keinerlei Bezug zwischen dem Inhaber des Reiterhofes und Hermann H. oder dessen Lebensgefährtin.

    Mit dem Tod von Hermann H. ist dessen Straftat nicht mehr verfolgbar.

    Zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine strafrechtlich relevante Tatbeteiligung anderer Personen, die die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens rechtfertigen würden, haben sich nicht ergeben.

    Angaben zu weiteren Einzelheiten werden nicht gemacht.

    21.10.2016 - Tödliche Auseinandersetzung

    Ort:        Leipzig, OT Grünau, Breisgaustraße
    Zeit:       21.10.2016, 05:45 Uhr

    Anwohner eines Wohnblocks in Leipzig-Grünau meldeten sich am heutigen frühen Morgen bei der Polizei und teilten mit, dass es zu einer tumultartigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen vor dem Haus gekommen sei.


    Während eine männliche Person leblos auf dem Gehweg liegen blieb sollen bisher unbekannte Personen weggerannt sein. Polizei, Rettungskräfte und Notarzt waren schnell vor Ort. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Polizei sperrte daraufhin den Tatort weiträumig ab. Alle erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden eingeleitet. Kriminaltechniker begannen mit der Untersuchung des Tatortes und der Suche nach Spuren. Gerichtsmediziner und die Staatsanwaltschaft Leipzig waren ebenfalls am Tatort. Es wurden Befragungen und Zeugenvernehmungen durchgeführt. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen zum Opfer  handelt es sich hierbei  mutmaßlich um einen  24-jährigen tunesischen Staatsangehörigen. Zu Motiv und Hintergrund der Tat liegen gegenwärtig noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an. (Vo)

    14.10.2016 - Obduktion nach Tod des Jaber Albakr durchgeführt -Suizid durch Erhängen-

    Die Obduktion der Leiche des am Abend des 12.10.2016 in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt mit Krankenhaus Leipzig tot aufgefundenen 22-jährigen syrischen Staatsangehörigen Jaber Albakr hat ergeben, dass der Tod durch Erhängen eingetreten ist. Im Ergebnis der bisher durchgeführten Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft Leipzig davon aus, dass der Verstorbene Suizid begangen hat.


    Durch die Staatsanwaltschaft Leipzig war nach Bekanntwerden des nicht natürlichen Todesfalls noch am Abend des 12.10.2016 ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden. Dies hat zum Ziel Todesart und Todesumstände festzustellen und zu prüfen, ob möglicherweise strafrechtlich relevante Umstände den Tod des Untersuchungsgefangenen veranlasst oder zu diesem beigetragen haben.

    Die Ermittlungen dauern an.

    03.08.2016 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Im Anschluss an die Medieninformation vom 29. Juli 2016

    Opfer identifiziert und ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft


    Die beiden am 28.07.2016 im Naturbad Leipzig Nordost (sog. „Bagger“) aufgefundenen Leichen konnten auf Grund umfangreicher polizeilicher Ermittlungen und rechtsmedizinischer Erkenntnisse zweifelsfrei identifiziert werden. Beide Opfer stammen aus Tunesien und lebten schon mehrere Jahre in Leipzig.

    Die mit hoher Intensität geführten Ermittlungen der Soko Bagger führten zur Festnahme eines ebenfalls aus Tunesien stammenden 36 jährigen Tatverdächtigen.

    Auf Grund des gegen ihn vorliegenden dringenden Tatverdachtes erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Leipzig auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig am 2. August 2016 Haftbefehl wegen Verdachts des zweifachen Mordes.  Der Tatverdächtige befindet sich seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen, insbesondere zu Motiv und  Hintergrund  der Tat dauern an.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen und auch um den Untersuchungszweck nicht zu gefährden, können weitere Auskünfte derzeit -auch auf Nachfrage- nicht erteilt werden. Namentlich gilt dies für die Identität der Tatopfer, da es noch nicht gelungen ist, deren im Ausland lebenden nahen Angehörigen von dem Verbrechen in Kenntnis zu setzen. Sobald mit Rücksicht auf die Hinterbliebenen Aussagen auch zu den Getöteten gemacht werden können, werden sich Staatsanwaltschaft und Polizei an die Öffentlichkeit wenden.

    Ein Zusammenhang zum Mord an der 43 jährigen Portugiesin Maria D., deren Körper am 21.04.2016 im Elsterflutbecken aufgefunden wurde, besteht nach dem aktuellen Ermittlungsstand nicht.

    29.07.2016 - Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Zweite Leiche am Bagger in Leipzig-Thekla gefunden

    -Ermittlungen wegen Mordes gegen Unbekannt eingeleitet-

    Am Badesee "Bagger" in Leipzig-Thekla wurden am Donnerstag, 28.07.2016 im Rahmen der Suchmaßnahmen nach dem Fund einer Leiche die sterblichen Überreste eines weiteren Menschen gefunden.

    Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Tatverdachts des Mordes in zwei Fällen eingeleitet.


    Nach den ersten Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchungen handelt es sich bei der zunächst am Donnerstag in den frühen Morgenstunden gefundenen Leiche um die sterblichen Überreste einer Frau. Diese ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Durch den oder die Täter wurden zudem Körperteile abgetrennt, die bisher noch nicht gefunden worden sind.

    Bei der im Verlauf der weiteren Suchmaßnahmen gefundenen zweiten Leiche handelt es sich um die sterblichen Überreste eines Mannes, der im Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchungen Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Auch hier wurden durch den oder die Täter ebenfalls Körperteile abgetrennt, die bisher noch nicht gefunden worden sind.

    Die Ermittlungen haben inzwischen erste Hinweise auf die mutmaßliche Identität der beiden Opfer ergeben. Die weiteren insoweit erforderlichen Untersuchungen werden noch mehrere Tage andauern.

    Es ist davon auszugehen, dass die Tötungsverbrechen an den beiden Opfern im Zusammenhang miteinander stehen.

    Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der Fundort der sterblichen Überreste jeweils nicht auch der Tatort ist. Eine Angabe dazu, wann die sterblichen Überreste der beiden Personen in den "Bagger" verbracht worden sind, ist derzeit noch nicht möglich.

    Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen erscheint  eine Verbindung der vorliegenden Tötungsverbrechen zu dem Fund einer Frauenleiche im April 2016 im Elsterflutbecken in Leipzig als wenig wahrscheinlich.  

    Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Leipzig hat für die weiteren Ermittlungen die Sonderkommission "Bagger" gegründet.

    Die polizeilichen Ermittlungen und Suchmaßnahmen am Fundort der sterblichen Überreste der beiden Opfer werden das gesamte Wochenende über andauern. Zu diesem Zweck ist der "Bagger" durch die Polizei abgesperrt. Hierfür wird die Bevölkerung um Verständnis gebeten. Wann die Ermittlungen dort abgeschossen sind kann noch nicht gesagt werden.

    Anfragen zu dem Ermittlungsverfahren werden ausschließlich an die Staatsanwaltschaft Leipzig erbeten.

    Hinweise von Zeugen zu möglicherweise verdächtigen Personen- und Fahrzeugbewegungen im Zusammenhang mit der Ablage der sterblichen Überreste der beiden Opfer im "Bagger" werden telefonisch Tag und Nacht von der Polizei entgegen genommen, Tel. 0341-966-42727.

    13.07.2016 - Haftbefehl gegen 33-jährigen Beschuldigten nach tödlichen Schüssen in Eisenbahnstraße aufgehoben

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom 12.07.2016 hat der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig den Haftbefehl gegen einen 33-jährigen Beschuldigten aufgehoben. Zugleich wurde durch die Staatsanwaltschaft die Entlassung des Beschuldigten aus der Untersuchungshaft angeordnet.


    Auf der Grundlage der vorliegenden kriminaltechnischen Untersuchungsergebnisse sowie im Ergebnis weiterer Ermittlungen besteht gegen den Beschuldigten derzeit kein dringender Tatverdacht des gemeinschaftlichen Mordes und des versuchten gemeinschaftlichen Mordes in zwei Fällen mehr. Damit waren die Voraussetzungen für die weitere Aufrechterhaltung des Haftbefehls vom 28.06.2016 (vgl. Medieninformation vom 28.06.2016) nicht mehr gegeben und der Beschuldigte aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Dies ist am 12.07.2016 erfolgt.

    Die Ermittlungen gegen den 33-Jährigen und die weiteren Beschuldigten im Zusammenhang mit der gewalttätigen Auseinandersetzung und die tödlichen Schüsse vom 25.06.2016 dauern an. Der gegen einen 30-jährigen Beschuldigten erlassene Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes (vgl. Medieninformation vom 26.06.2016) bleibt weiterhin aufrechterhalten.

    Weitere Angaben und Auskünfte zu den Ermittlungen sind nicht möglich, da diese noch nicht abgeschlossen sind.

    29.06.2016 - Zweiter Haftbefehl nach tödlichen Schüssen in der Leipziger Eisenbahnstraße erlassen

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei im Zusammenhang mit der gewalttätigen Auseinandersetzung zweier der Rockerszene zuzurechnenden Gruppierungen in der Eisenbahnstraße in Leipzig vom 25.06.2016 haben zur Festnahme eines weiteren Tatverdächtigen geführt.


    Gegen den 33-jährigen Mann wurde am Dienstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch den Ermittlungsrichter ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen Mordes und des gemeinschaftlichen versuchten Mordes in zwei Fällen erlassen. Der Mann hatte sich am Montag der Polizei gestellt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bereits die vorläufige Festnahme des Mannes angeordnet. Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt zusammen mit einem anderen Mann (30), der sich bereits seit Sonntagabend in Untersuchungshaft befindet, im Verlauf der gewalttätigen Auseinandersetzung am 25.06.2016 ebenfalls Schüsse mit Tötungsvorsatz auf andere Personen abgegeben zu haben.

    Im Rahmen der Auseinandersetzung waren am Samstag, den 25.06.2016 drei Männer (27, 31 und 34 J.) durch Schüsse verletzt worden. Der 27-Jährige war im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

    Der Beschuldigte befindet  sich jetzt in Untersuchungshaft.

    Die Ermittlungen insbesondere zum Geschehensablauf und zu den mutmaßlichen Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an.

    Auskünfte zu weiteren Einzelheiten der laufenden umfangreichen Ermittlungen werden derzeit nicht erteilt, um diese Ermittlungen nicht zu gefährden oder gar zu vereiteln.     

    27.06.2016 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Haftbefehl nach tödlichen Schüssen in  Eisenbahnstraße erlassen

    Ort: Leipzig, OT Neustadt-Neuschönefeld, Eisenbahnstraße

    Am Samstag, dem 25.06.2016 kam es in den Nachmittagsstunden im Bereich der Eisenbahnstraße in Leipzig zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei dem Rockermilieu zuzurechenden Gruppierungen. Im Verlauf  der  Auseinandersetzung wurden mehrere Schüsse abgegeben. Mindestens drei Personen wurden dabei verletzt. Ein Mann wurde  so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 


    Im Rahmen der sofort eingeleiteten umfangreichen polizeilichen Maßnahmen wurden insgesamt 14 Personen vorläufig festgenommen. Die kriminaltechnische Tatortarbeit wurde am Sonnabend bis in die Abendstunden durchgeführt und am Sonntag fortgesetzt. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft fand am Sonntag die Obduktion des Getöteten statt.

    Im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen hat der Ermittlungsrichter am Sonntagabend gegen einen 30-jährigen Mann einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts  des Mordes erlassen.

    Die übrigen vorläufig Festgenommenen wurden auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen, da in Bezug auf diese Personen keine Haftgründe vorlagen. Gegen diese wird weiter unter anderem wegen des Tatvorwurfs des Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. 

    Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zur weiteren Aufklärung des Geschehensablaufs  und zu den mutmaßlichen Hintergründen der Auseinandersetzung und den beteiligten Personen dauern an und werden mit Hochdruck geführt. Um diese Ermittlungen nicht zu gefährden oder gar zu vereiteln werden zu Einzelheiten derzeit  keine weiteren Angaben gemacht.  (StA)

    26.04.2016 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Bild

    Aufnahmedatum: März 2016
    (©Bldrechte)

    Tote Frau aus Elsterflutbecken identifiziert
    Zeugenaufruf mit der Bitte um Veröffentlichung

    Durch die Polizei konnte die am 21.04.2016 im Elsterflutbecken im Bereich der Leipziger Hans-Driesch-Straße gefundene Leiche als die 43-jährige portugiesische Staatsangehörige Maria D. identifiziert werden. Die Verstorbene hielt sich seit mehreren Jahren in Leipzig auf, wobei sie seit längerem über keinen festen Wohnsitz verfügte.


    In der Gesamtschau der bisher vorliegenden Ermittlungsergebnisse ist von einem Tötungsdelikt auszugehen.

    Die Polizei hat zur Aufklärung des Verbrechens die Soko "Brücke" gebildet.

    Die Sonderkommission bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise aus der Bevölkerung:

    Wer hat Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit
    dem Tötungsdelikt stehen könnten?
    Wer kannte die Verstorbene und kann zu ihr Angaben machen?
    Wer hat wann und wo die Verstorbene in Leipzig gesehen oder kann Angaben zu ihren Aufenthaltsorten machen?

    Hinweise richten Sie bitte an die Kriminalpolizei Leipzig, Soko „Brücke“ unter der Telefonnummer 0341-966 42727 oder jede andere Polizeidienststelle.

    03.03.2016 - Anklage nach Sparkassenüberfällen erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen einen 52-jährigen Mann wegen des Tatvorwurfs des besonders schweren Raubes in fünf Fällen Anklage zum Landgericht Leipzig – Große Strafkammer – erhoben.


    Dem Angeschuldigten wird im Ergebnis intensiver und umfangreicher Ermittlungen zur Last gelegt, im Zeitraum vom 02.12.2013 bis zum 12.05.2015 Überfälle auf die Sparkassenfilialen in der Lützner Straße, Arnoldstraße, Lessingstraße und Ungerstraße in Leipzig sowie die Sparkassenfiliale in der Schwedenstraße in Markranstädt verübt zu haben.

    Die Anklage wirft dem aus Baden-Württemberg stammenden und zuletzt in Leipzig wohnhaften Angeschuldigten vor, bei den  Überfällen in nahezu gleicher  Begehungsweise die Angestellten der jeweiligen Sparkassenfiliale unter Vorhalt einer Waffe bedroht und zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert zu haben. Unter dem Eindruck dessen übergaben die Bediensteten Bargeld bzw. duldeten die Wegnahme von Geldbeträgen. Der Gesamtschaden liegt im unteren sechsstelligen Bereich.

    Die Anklage stützt sich auf eine Vielzahl von objektiven Spuren, Zeugenaussagen und gutachterlichen Stellungnahmen. Der einschlägig vorbestrafte und zum Tatzeitraum insoweit unter Bewährung stehende Angeschuldigte hat sich bislang nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert.

    Aufgrund eines durch die Staatsanwaltschaft Leipzig erwirkten Haftbefehls wurde der Angeschuldigte am 16.07.2015 festgenommen und befindet sich seitdem ununterbrochen in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Dresden hat im Rahmen einer Haftprüfung mit Beschluss vom 19.01.2016 die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

    Weitere Angaben zum Inhalt der Anklageschrift und zu weiteren Einzelheiten des mutmaßlichen Tatgeschehens werden nicht gemacht. Deren Erörterung bleibt der Hauptverhandlung vorbehalten.

    Anfragen hinsichtlich des weiteren Fortgangs des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts erbeten.

    28.01.2016 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig - Drogenhändler in Untersuchungshaft

    Ort:      Leipzig, Zentrum, Goethestraße, Schwanenteich

    Zeit:     27.01.2016, gegen 15:30 Uhr

    Durch zivile Beamte konnte am Mittwoch, den 27. Januar 2016, gegen 15:30 Uhr, eine Drogenübergabe im Park am Schwanenteich beobachtet werden. Die Polizisten folgten daraufhin dem Käufer (19), der bei einer Kontrolle unumwunden zugab, soeben von einem Mann im Park eine Portionseinheit Marihuana gekauft zu haben. Mit dieser Information kontrollierten die Beamten dann auch den angegebenen Verkäufer der Betäubungsmittel. Er hatte sich mittlerweile aus dem Park entfernt und wurde in der Rosa-Luxemburg-Straße kontrolliert.


    Bei dem Mann handelt es sich um einen 27-jährigen Asylbewerber aus Tunesien. Bei ihm wurden während der Durchsuchung keine weiteren Drogen gefunden, jedoch Bargeld in szenetypischer Stückelung (70 Euro) und ein Mobiltelefon. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme des Geldes und des Telefons an.

    Der 27-jährige wurde vorläufig festgenommen. Bereits am 26. Januar 2016 wurde gegen ihn wegen des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in zwei anderen Fällen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls beim Amtsgericht Leipzig – Ermittlungsrichter – gestellt.

    Am heutigen Tag wurde der 27-Jährige dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der wegen dieser Taten Haftbefehl erließ und diesen in Vollzug setzte.

    Der 27-Jährige ist der Polizei bereits aus vorangegangenen Delikten, die der sog. „Antänzer-Masche" zuzuordnen sind, bekannt. Ihm liegt zudem eine sexuell motivierte tätliche Beleidigung einer 31-jährigen Frau am Samstag, den 8. Januar gegen 00:30 Uhr zur Last (Pressemitteilung der PD Leipzig vom 11. Januar).

    (Staatsanwaltschaft: Frau Friedrich/ Polizei Leipzig: Frau Geyer)

    19.01.2016 - Öffentlichkeitsfahndung nach Mord in Leipzig-Knauthain - Fahndung beendet -

    Fund einer Leiche am Cospudener See                                  

    Ort:      Cospudener See

    Zeit:     16.01.2016, gegen 14:40 Uhr

    Am Samstag, den 16.01.2016, erhielt die Leipziger Polizei einen Notruf von einem Paddler, der auf einer Sandbank des Cospudener Sees südlich von Leipzig eine Leiche gesichtet habe. Der 43-Jährige befand sich gegen 14:30 Uhr auf seinem Surfbrett und paddelte auf dem See in der Nähe des Inselbriefkastens, als ihm der leblose Körper auffiel. An Land informierte er sofort die Polizei, die die Leiche gemeinsam mit der Feuerwehr bergen konnte. Durch Beamte der Kriminaltechnik und einen Rechtsmediziner wurde der Fundort genauer untersucht.


    Die bei dem Leichnam gefundenen Ausweisdokumente ergaben bereits erste Hinweise darauf, dass es sich dabei um die mit Öffentlichkeitsfahndung vom 06.12.2015 gesuchte Person handeln könnte.

    Aufgrund des Ergebnisses der am 18.01.2016 durchgeführten Obduktion und nach Abschluss weiterer rechtsmedizinischer Untersuchungen steht nunmehr zweifelsfrei fest, dass es sich um den Leichnam des gesuchten österreichischen Staatsangehörigen Hermann Haase (50) handelt.

    Der Leichnam weist eine Schussverletzung am Kopf auf. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist von einer Selbsttötung auszugehen. Der genaue Geschehensablauf ist noch Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zur Bestimmung des Todeszeitpunktes werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

    Dem wegen des Tatvorwurfs des Mordes per internationalem Haftbefehl gesuchten Hermann Haase lag zur Last, am Donnerstag, den 03.12.2015, gegen 13:40 Uhr, auf dem Reiterhof in Leipzig-Knauthain den 52-jährigen Eigentümer des Gestüts mit drei Schüssen tödlich verletzt zu haben (vgl. gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig vom 06.12.2015).

    Die Ermittlungen zu dem Motiv und den Hintergründen der Tat vom 03.12.2015 dauern an. Auskünfte hierzu sind derzeit nicht möglich.

    Die bei der Straftat sowie die bei der Selbsttötung verwendete Waffe konnte bislang nicht aufgefunden werden.

    Die Ermittlungsbehörden bedanken sich bei allen Medienvertretern, die unter Verwendung des Zeugenaufrufs über den Fall berichtet haben.

    (Staatsanwaltschaft: Frau Friedrich/ Polizei Leipzig: Frau Geyer)