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Pressemitteilungen aus dem Jahr 2017

    03.11.2017 - Mutmaßliches Tötungsverbrechen vor der Aufklärung -3 Beschuldigte in Untersuchungshaft-

    Im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Tötungsverbrechen aus dem Jahr 2014 wurden in den letzten Tagen drei Beschuldigte wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen Mordes festgenommen.  


    Die Festnahmen waren erfolgt, nachdem es Hinweise auf ein Tötungsverbrechen und den gewaltsamen Tod eines damals 42-jährigen türkischen Staatsangehörigen und der hieran beteiligten Personen sowie auf den mutmaßlichen Verbringungsort der sterblichen Überreste des Opfers nach der Tat gegeben hatte.

    Im Ergebnis der zugleich erfolgten Durchsuchungsmaßnahmen auf einem Grundstück in Leipzig-Eutritzsch konnten am 02. November 2017 die sterblichen Überreste einer männlichen Person gefunden werden. Aufgrund der Gesamtumstände liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich hierbei aller Wahrscheinlichkeit nach um das mutmaßlich im Herbst 2014 getötete Opfer handelt. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen zur abschließenden zweifelsfreien Identifizierung des Mordopfers sind noch nicht abgeschlossen.

    Den drei Beschuldigten, einem 49-jährigen deutschen Staatsangehörigen mit türkischem Migrationshintergrund, einem 44-jährigen bosnischen Staatsangehörigen sowie einem 22-jährigen deutschen Staatsangehörigen ebenfalls mit türkischem Migrationshintergrund, wird zur Last gelegt, ihr Opfer im Herbst  2014 in Leipzig aufgrund eines gemeinschaftlichen Tatentschlusses gewaltsam getötet und die Leiche sodann an dem jetzt festgestellten Fundort der sterblichen Überreste vergraben zu haben.

    Die Ermittlungen zum mutmaßlichen Tatablauf, zur Todesursache sowie zu den möglichen Hintergründen der Tat dauern noch an.

    Die drei Beschuldigten befinden sich seit ihrer Festnahme in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

    Weitere Angaben sind mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht möglich.

    04.10.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Bild

    Foto:
    (©privat)

    Nach Tötungsdelikt dringend Zeugen gesucht!       

    Ort:      Leipzig (OT Plagwitz), Eduardstraße 1

    Zeit:     01.10.2017, 22:15 Uhr


    In den Abendstunden des 01.10.2017, gegen 22.15 Uhr wurde ein 34-jähriger Mann von einem Unbekannten vor dem Mehrfamilienhaus Eduardstraße 1 in Leipzig angegriffen. Er verstarb trotz intensiver Rettungsbemühungen in der Nacht zum 02.10.2017.

    Der 34-Jährige kam an jenem Abend von der Arbeit. Er hatte die Straßenbahn der Linie 1 genutzt und war gegen 22:08 Uhr an der Haltestelle Könneritzstraße/Stieglitzstraße ausgestiegen. Anschließend ging er über eine bislang nicht sicher bekannte Strecke zu seinem Wohnhaus in der Eduardstraße.

    Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Kriminalpolizei Leipzig wegen Mordes auf Hochtouren und suchen zur Aufklärung dieses Verbrechens dringend Zeugen!

    1. Wer hat den 34-Jährigen an dem Sonntagabend in der Straßenbahn der Linie 1 oder einer anderen Straßenbahn  gesehen?

    2. Wer hat den Mann auf seinem Heimweg gesehen und kann zu seinen Beobachtungen Angaben machen?

    3. Wer hat eine körperliche oder verbale Auseinandersetzung zwischen dem 34-Jährigen und einer anderen Person beobachten? Es werde auch diejenigen Personen gebeten sich zu melden, die einen Streit oder eine Tätlichkeit an einem anderen Tag als dem 01. oder 02.10.2017 beobachtet haben.

    4. Wer kennt den 34-Jährigen und kann Hinweise zu seinem Lebensumfeld geben, wie z.B. Freundes- und Bekanntenkreis, Arbeits- und Freizeitumfeld und sonstigen Gepflogenheiten.

    Hinweise nimmt die Kripo in der Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666 entgegen.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit keine weiteren Angaben zum Sachverhalt, auch nicht zur Todesursache, zu Fragen der Beibringung von Verletzungen bzw. den Todesumständen gemacht. (MB)

    27.07.2017 - Abschluss der Ermittlungen nach dem Tod von Jaber Albakr

    Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig zum Tod von Jaber Albakr sind abgeschlossen. Hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine Strafbarkeit einzelner Personen haben sich nicht ergeben.


    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hatte ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die Umstände aufzuklären, die zum Tod des Untersuchungsgefangenen am 12.10.2016 geführt haben. Nach Eingang von Strafanzeigen gegen verschiedene Personen, erfolgte eine gemeinsame Bearbeitung der anhängigen Verfahren.

    Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Herbeiführung des Todes durch Dritte ergaben sich nicht. Somit stand allein eine Strafbarkeit wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen im Raum. Ein solcher Vorwurf setzt unter anderem voraus, dass der Tod eines Menschen vorhersehbar und vermeidbar gewesen ist. Beurteilungsmaßstab sind dabei die Umstände, die zum Zeitpunkt des Suizids von Jaber Albakr bekannt waren. Nachträglich gewonnene Erkenntnisse müssen außer Betracht bleiben. Daran gemessen ließ sich ein Tatverdacht gegen diensthabende Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Leipzig oder andere angezeigte Personen nicht begründen. Ein durch die Staatsanwaltschaft eingeholtes psychiatrisches Sachverständigengutachten ergab, dass der Grad der Suizidalität des Gefangenen auf Grundlage der bestehenden Erkenntnisse seitens der Justizvollzugsanstalt Leipzig nicht fehlerhaft eingeschätzt worden war. Der Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass insbesondere weder ein sog. Hungerstreik noch ein möglicherweise von Jaber Albakr geplantes sog. Selbstmordattentat die Annahme akuter Suizidgefährdung tragen. Über die getroffenen besonderen Sicherungsmaßnahmen hinausgehende Anordnungen, wie etwa dauerhafte Fesselung oder ununterbrochene Überwachung, wären unter diesen Umständen gegenüber dem Untersuchungsgefangenen rechtlich nicht zulässig gewesen. Somit kann den Beschuldigten kein strafrechtlich relevantes Verhalten zur Last gelegt werden.

    Angaben zu weiteren Einzelheiten werden nicht gemacht.

    21.06.2017 - Anklage nach zwei Tötungsverbrechen erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen einen 38-jährigen mongolischen Staatsangehörigen Anklage wegen des Tatvorwurfs des Mordes und der Störung der Totenruhe in zwei Fällen zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Leipzig erhoben.


    Dem Angeschuldigten liegt zum einen zur Last, im April 2016 eine 43-jährige portugiesische Staatsangehörige in seiner Wohnung in Leipzig ermordet und die Leiche später zerteilt zu haben. Die sterblichen Überreste der Frau konnten Ende April 2016 im Leipziger Elsterflutbett geborgen werden. Weiter wird dem Angeschuldigten zur Last gelegt, im November 2016 eine 40-jährige deutsche Staatsangehörige ebenfalls in seiner Wohnung ermordet und auch diese Leiche später zerteilt zu haben. Sterbliche Überreste der Frau konnten nach der vorläufigen Festnahme des Angeschuldigten am 27.02.2017 in dem Haus, in dem der Angeschuldigte seine Wohnung hatte, sowie in einem Abbruchhaus nahe der Wohnung des Angeschuldigten aufgefunden werden.

    Das äußere Tatgeschehen hat der Angeschuldigte zu beiden Fällen in seinen Vernehmungen im Wesentlichen eingeräumt.

    Weitere Einzelheiten zu dem Angeschuldigten, den mutmaßlichen Tatumständen und Tatabläufen sowie den sonstigen Ergebnissen der Ermittlungen können nicht mitgeteilt werden. Deren Erörterung ist der gerichtlichen Hauptverhandlung vorbehalten, der nicht vorgegriffen werden darf.

    Der nicht vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich in dieser Sache aufgrund Haftbefehls des Ermittlungsrichters beim Amtsgericht Leipzig vom 28.02.2017 seit diesem Tag ununterbrochen in Untersuchungshaft.

    Anfragen zum weiteren Fortgang des Verfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

     

    05.04.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig, Bundespolizei und Staatsanwaltschaft Leipzig

    Durchsuchungsmaßnahmen im «Hostel Residencia International» wegen Einschleusung in Leipzig - Ermittlungen wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern


    Seit den Morgen- bis in die Nachmittagsstunden durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei, der Polizeidirektion Leipzig und des Zolls in Kooperation mit der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe «Bohemia» und der Stadt Leipzig die Räume des Hostels «Residencia International» in der Hermann-Liebmann-Straße. Grundlage der Maßnahme waren seitens der Staatsanwaltschaft Leipzig erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Leipzig.

    Was war der Hintergrund der Maßnahme?

    Der Betreiber (60) der Herberge steht im Verdacht, seit dem Jahr 2015 Angehörige verschiedener Staaten, die keine EU-Mitgliedsstaaten sind, bei Einwohnermeldeämtern der Stadt Leipzig angemeldet zu haben, wobei er dazu in einer Vielzahl von Fällen verfälschte oder auch komplett gefälschte Ausweisdokumente verwendete. Der Beschuldigte soll so illegal eingereisten Personen aus Albanien, Libyen, Tunesien, Algerien und Ukraine zu falschen Identitäten als EU-Bürger der Staaten Slowenien, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Kroatien verholfen haben. Ferner besteht der Verdacht, dass er illegal eingereisten Personen mit einer Scheinanmeldung auf die von ihm vermieteten Zimmer zu einem festen Wohnsitz in Leipzig verhalf, was jenen die Möglichkeit eröffnete, mit den Meldebescheinigungen ein Gewerbe anzumelden oder auch Arbeitsverträge abschließen zu können.

    Wie verlief die Durchsuchung?

    Kurz nach 04:00 Uhr begannen in ruhiger und geordneter Weise die Durchsuchungsmaßnahmen der 30 Zimmer des Hostels. Zeitgleich setzte die Straßenverkehrssperrung der Hermann-Liebmann-Straße von der Eisenbahnstraße beginnend bis zur Brücke ein. Dieser wurde mit entsprechenden Verkehrslenk- und –leitmaßnahmen für den einsetzenden Berufsverkehr begegnet. Der ÖPNV rollte indes wie gewohnt.

    Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen trafen die Einsatzkräfte neben dem Hostelbetreiber (60) weitere 31 Personen an, die als Gäste in dem Haus übernachteten. Diese wurden umgehend der Identitätsprüfung und der Prüfung ihres Aufenthaltsstatus unterzogen. Bei vierzehn der angetroffenen Personen konnte die Identität bzw. der Aufenthaltsstatus nicht zweifelsfrei vor Ort geklärt werden, so dass weiterführende erkennungsdienstliche Maßnahmen erforderlich wurden, die im Anschluss in den Räumen der Polizeidirektion Leipzig erfolgten.

    Außerdem stellten die Einsatzkräfte in den Räumen des Hostels mehrere hundert Gramm verschiedener Betäubungsmittel sicher und nahmen in diesem Zusammenhang einen 24-Jährigen vorläufig fest. Dieser soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

    Darüber hinaus wurden u. a. umfangreiche Geschäfts- und Buchungs-unterlagen beschlagnahmt, so dass im Anschluss an die Durchsuchungen, die gegen 15:30 Uhr beendet waren, nun Auswertungs- und Begutachtungsarbeiten anstehen, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden.

    Der gegen den 60-jährigen Hostelbetreiber bestehende Haftbefehl wurde realisiert. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl umgehend in Vollzug setzte. (MB)

    31.03.2017 - Schüsse auf das Linxxnet in Leipzig-Connewitz

    Tatzeit: in den Nachtstunden des 31.03.2017

    Tatort: Bornaische Straße 3d, Leipzig

    In der Nacht des 31. März 2017 wurden durch eine bisher unbekannte Person  Schüsse auf eine Scheibe der Räumlichkeiten des Vereins »linxxnet e.V.« abgegeben.


    Ein Schuss beschädigte die Sicherheitsglasscheibe. In dem Büro hielten sich zum Tatzeitpunkt keine Personen auf.

    Durch die Polizeidirektion Leipzig wurden umgehend Maßnahmen realisiert, unter anderem Fahndungen im Tatortnahbereich und umfassende Ermittlungen, um des bislang unbekannten Täters habhaft zu werden. Diese Maßnahmen dauern derzeit noch an.

    Das Operative Abwehrzentrum hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen.

    Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt. Ein politisch motivierter Hintergrund ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht auszuschließen.

    Zeugen, die Hinweise im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

     

    16.03.2017 - Anklage nach tödlichen Schüssen in der Leipziger Eisenbahnstraße erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen vier Männer (31, 34, 40 und 45 J.), die der Rockerszene zuzurechnen sind, Anklage wegen des Tatvorwurfs des  gemeinschaftlichen Mordes zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Leipzig erhoben. Einem der Männer (31 J.) wird zudem versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in zwei weiteren Fällen vorgeworfen.


    Dem 31-jährigen Angeschuldigten liegt zur Last, am 25. Juni 2016 im Bereich der Eisenbahnstraße in Leipzig in Tötungsabsicht auf Mitglieder einer rivalisierenden Rockergruppierung geschossen und dabei drei Männer (27, 32 und 34 J.) getroffen zu haben. Einer der Getroffenen (27 J.) verstarb infolge der schweren Verletzungen, die  beiden anderen erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Gegen die drei weiteren Angeschuldigten besteht der hinreichende Verdacht, sich durch Gewalttätigkeiten im Rahmen des Tatgeschehens gegen den später Verstorbenen an dieser Tat beteiligt zu haben, um den Plan des Schützen, den 27-Jährigen zu töten, mit zu vollenden.

    Im Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Gruppe um die Angeschuldigten am Tattag bewusst die Auseinandersetzung mit der gegnerischen Gruppierung gesucht hat, um sich für einen zuvor erfolgten Übergriff auf eines ihrer Mitglieder zu rächen.

    Die vier Angeschuldigten haben sich bisher nicht zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen geäußert. Alle Angeschuldigten befinden sich aufgrund entsprechender Haftbefehle in vorliegender Sache in Untersuchungshaft.   

    Weitere Einzelheiten zu den Angeschuldigten, den mutmaßlichen Umständen der Tat und den Ermittlungen werden nicht mitgeteilt, da deren Erörterung der Hauptverhandlung und der dortigen Beweisaufnahme vorbehalten ist.

    Anfragen zum weiteren Fortgang des Verfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    03.03.2017 - Anklage nach Doppelmord an tunesischem Ehepaar erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen einen 37-jährigen tunesischen Staatsangehörigen Anklage wegen des Tatvorwurfs des Mordes und des Raubes mit Todesfolge in zwei Fällen sowie der Störung der Totenruhe zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Leipzig erhoben.


    Dem Angeschuldigten liegt zur Last, Ende Juli 2016 in Leipzig-Volksmarsdorf ein tunesisches Ehepaar (m 37, w 32) ermordet und nach der Tat die sterblichen Überreste der Opfer in das Naturbad "Leipzig-Nordost" in Leipzig-Thekla verbracht zu haben. Dort wurden diese ab dem 28.07.2016 gefunden.

    Der Angeschuldigte wurde am 01.08.2016 im Ergebnis erster Ermittlungen unter dem dringenden Tatverdacht des Mordes in zwei Fällen vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 02.08.2016 ununterbrochen in Haft.

    Der Angeschuldigte bestreitet die Tat.

    Im Ergebnis intensiver Ermittlungen und umfangreicher Beweiserhebungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte die Tat allein und zu dem Zweck verübt hat, die Tatopfer zu berauben. Der Angeschuldigte kannte das Ehepaar und hatte einige Zeit in deren Wohnung gewohnt, bevor er noch vor der Tat wieder aus deren Wohnung auszog.

    Auskünfte zu Einzelheiten der Ermittlungen und den sich daraus seitens der Staatsanwaltschaft mit der Anklageerhebung gezogenen Schlüssen zum mutmaßlichen Tathergang und zu möglichen Hintergründen der Tat können nicht mitgeteilt werden. Deren Erörterung ist der Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung vorbehalten, der nicht vorgegriffen werden darf.

    Der Angeschuldigte ist wegen Eigentums- und Körperverletzungsdelikten vorbestraft.

    Anfragen zum weiteren Fortgang des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    28.02.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Leipzig - Zwei Tötungsverbrechen in Leipzig mutmaßlich vor der Aufklärung – 38-jähriger Mann in Untersuchungshaft –

    Der  Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat am Dienstag, 28.02.2017 gegen einen in Leipzig wohnhaften 38-jährigen Mann einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes in zwei Fällen erlassen. Dem Beschuldigten liegt zur Last, im Jahr 2016 in Leipzig zwei Frauen getötet zu haben. Der Mann befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.


    Nachdem sich in einem Vermisstenfall im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer 40-jährigen Frau Ende November 2016 in Leipzig Anhaltspunkte für ein mögliches Tötungsdelikt verdichtet hatten, führten die Ermittlungen zu dem Beschuldigten. Der Mann hat im Rahmen einer Durchsuchung seiner Wohnung und seiner Vernehmung am Montag, 27.02.2017 gestanden, die als vermisst gemeldete Frau getötet zu haben und Angaben zu dem Ablageort der sterblichen Überreste des Opfers gemacht. Berichte, der Beschuldigte habe sich der Polizei gestellt, treffen nicht zu.

    Die noch am 27.02.2017 durchgeführten polizeilichen Suchmaßnahmen haben diese Angaben des Beschuldigten bestätigt. Die Ermittlungsbehörden gehen vorbehaltlich weiterer rechtsmedizinischer Untersuchungen aufgrund der Gesamtumstände davon aus, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste der vermissten Anja B. (40) aus Leipzig handelt. Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktion angeordnet, um weitere Erkenntnisse zu Todeszeit, Todesart und Todesumständen zu erlangen. Ergebnisse der Obduktion liegen noch nicht vor.

    In seiner Beschuldigtenvernehmung hat der Beschuldigte darüber hinaus gestanden, die portugiesische Staatsangehörige Maria D. (43) getötet zu haben. Deren sterbliche Überreste waren im Frühjahr 2016 im Bereich der Landauer Brücke am Elsterflutbecken in Leipzig gefunden worden. In diesem Fall waren die Ermittlungen gegen Unbekannt geführt worden.

    Weitere Angaben, insbesondere zu mutmaßlichen Hintergründen der Taten und den näheren Tatumständen sowie zu Einzelheiten des Geständnisses des Beschuldigten, sind derzeit mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen nicht möglich.

    Der Beschuldigte ist strafrechtlich bisher nicht vorgeahndet.

    Es wird zur Wahrung der insoweit überwiegenden Interessen der Opfer und deren Angehörigen ergänzend darauf hingewiesen, dass die im Rahmen der Vermisstensuche und der Öffentlichkeitsfahndung sowie Zeugenaufrufe verwendeten Bilder der Opfer in dieser Form nicht für die weitere Berichterstattung Verwendung finden dürfen.

    12.01.2017 - Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in Leipzig

    Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Steuerhinterziehung

    Mit Beschlüssen des Amtsgerichts Leipzig wurden in Verfahren der Staatsanwaltschaft Leipzig am 12. Januar 2017 mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Leipzig mit dem Schwerpunkt im Bereich der Eisenbahnstraße durchsucht. Grundlage dieser Verfahren sind der Verdacht des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie der Verdacht der Steuerhinterziehung, unter anderem im Zusammenhang mit dem gewerblichen Betrieb von Gewinnspielautomaten.


    Auskünfte zu den Tatverdächtigen und zu den konkreten Tatvorwürfen in Bezug auf den Vorwurf der Steuerhinterziehung können wegen des Steuergeheimnisses nicht erteilt werden.

    In den Objekten wurden zwei vermutlich scharfe Pistolen und Munition, eine Schreckschusspistole, ein Schlagstock und ein Schlagring sowie mehrere hundert Gramm verschiedener Betäubungsmittel (Btm) sichergestellt.

    Im Zusammenhang mit dem Auffinden von Btm kam es zu einer vorläufigen Festnahme.

    Darüber hinaus wurden u.a. umfangreiche Geschäfts- und Buchungsunterlagen, Zahlungsbelege, Kontoauszüge, Computertechnik, Speichermedien, Gewinnspielautomaten und deren Einzelteile beschlagnahmt.

    Nach dem Abschluss der Maßnahmen stehen nun Auswertungs- und Begutachtungsarbeiten an, welche mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden.

    Die Ermittlungen dauern an.

    Der gesamte Einsatz wurde mit Kräften der Polizeidirektion Leipzig, des Landeskriminalamtes, der Bereitschaftspolizei, durch Beamte der Steuerfahndung und des Zolls sowie Mitarbeiter der Stadt Leipzig realisiert. Insgesamt waren knapp 600 Kräfte im Einsatz.

    Dr. Jörg Michaelis, Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen: "Unabhängig der Ergebnisse, welche wir am heutigen Tag erreicht haben, ist es unserer Behörde ein besonderes Anliegen, durch die gezielte Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeidirektionen den Verfolgungsdruck an bekannten Kriminalitätsschwerpunkten fühlbar zu machen. Mit der heutigen Maßnahme möchten wir ganz deutlich aufzeigen, dass die sächsische Polizei keine rechtsfreien Räume toleriert."

    Bernd Merbitz, Polizeipräsident der Polizeidirektion Leipzig: "Neben der täglichen Aufgabenstellung in der Polizeidirektion Leipzig mit all ihren Facetten verlieren wir die Organisierte Kriminalität nicht aus den Augen. Der heutige Polizeieinsatz im Zusammenwirken mit dem Landeskriminalamt Sachsen zeigt deutlich die hohe Professionalität der Arbeit der sächsischen Behörden bei der Bekämpfung von schweren Straftaten."