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Pressemitteilungen aus dem Jahr 2018

    06.12.2018 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Festnahme nach dem Brandgeschehen am 26.11.2018 in der Eisenbahnstraße – Tatverdächtige in Untersuchungshaft

    Nach intensiven Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wurde im Zusammenhang mit dem Brandgeschehen am 26.11.2018 in der Eisenbahnstraße 115 am gestrigen Tag eine Tatverdächtige festgenommen.


    Der Beschuldigten liegt im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen zur Last, in dem Mehrfamilienhaus in der Eisenbahnstraße 115, in dem sie selbst auch wohnhaft war, sowohl den Brand am 26.11.2018, als auch den Brand knapp ein Jahr zuvor am 23.12.2017 gelegt zu haben. Bei beiden Vorfällen wurden infolge des Brandes jeweils 13 Personen verletzt und es entstand erheblicher Sachschaden.

    Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen die Beschuldigte Haftbefehl wegen des Tatvorwurfs des versuchten Mordes in 18 tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung in 13 tateinheitlichen Fällen (Tatgeschehen vom 23.12.2017) sowie des versuchten Mordes in 21 tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung in 13 tateinheitlichen Fällen (Tatgeschehen vom 26.11.2018) erlassen und in Vollzug gesetzt. Die Tatverdächtige befindet sich seit gestern in Untersuchungshaft.

    Die Ermittlungen zum mutmaßlichen Tatablauf und zu den Hintergründen der Taten dauern an. Angaben zu weiteren Einzelheiten können derzeit aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht gemacht werden.

    12.09.2018 - Gemeinsame Pressemitteilung Bundespolizeidirektion Pirna und Staatsanwaltschaft Leipzig

    Durchsuchungen gegen die Urkundenkriminalität – Gemeinsamer Einsatz von Bundespolizei und Polizeidirektion Leipzig

    Leipzig/Halle: Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe BOHEMIA von Bundespolizei, Polizei Sachsen und Stadt Leipzig führte heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen durch. Die Maßnahmen richten sich gegen sieben Beschuldigte wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, mittelbaren Falschbeurkundung sowie unerlaubter Einreise/Aufenthalt. Im Rahmen des Verfahrens wurde Beweismaterial aufgefunden und zwei unerlaubt in Deutschland aufhältige Personen festgestellt.


    Die Bundespolizeidirektion Pirna, die Polizeidirektion Leipzig und die Stadt Leipzig bekämpfen zusammen in der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe BOHEMIA die irreguläre Migration und Schleusungskriminalität im Großraum Leipzig. Die drei Behörden können bereits auf eine siebzehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurückschauen, die zum 1. Januar 2018 auf neue Füße gestellt wurde. So sollen Phänomene der irregulären Migration, die regelmäßig auch mit anderen Formen der Begleit- und Folgekriminalität, etwa Urkundenfälschung, Eigentumskriminalität oder Betäubungsmittelhandel zusammenhängen, konzentrierter und wirkungsvoller bekämpft werden. Hierzu bündeln die drei Behörden in der Einheit ihre Kompetenzen.

    Heute Morgen ab 06:00 Uhr begann die GEG BOHEMIA mit ihren Einsatzmaßnahmen. Es wurden sieben Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Ausgangspunkt des Einsatzes sind Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig gegen mehrere Täter wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, mittelbaren Falschbeurkundung sowie unerlaubter Einreise/Aufenthalt. Die Maßnahmen richten sich gegen sieben Beschuldigte, die sich mit gefälschten rumänischen, griechischen, polnischen und bulgarischen Dokumenten bei der Meldebehörde in Leipzig angemeldet haben. Die erlangte Anmeldebestätigung sollte ihren weiteren Aufenthalt im Bundesgebiet, eine unselbständige (illegale) Arbeitsaufnahme oder den Bezug anderweitiger Leistungen ermöglichen.

    An den Einsatzmaßnahmen der GEG BOHEMIA waren ca. 80 Einsatzkräfte beteiligt. Bei den Durchsuchungen konnte Beweismaterial beschlagnahmt werden, darunter entsprechende Unterlagen, die auf illegale Erwerbstätigkeiten hindeuten sowie eine vermutlich verfälschte italienische Identitätskarte. Ferner wurden noch zwei weitere unerlaubt aufhältige, albanische Staatsangehörige festgestellt. Hier laufen momentan die Abstimmungen mit der zuständigen Ausländerbörde zur Prüfung aufenthaltsbeendender Maßnahmen. Zudem konnte belegt werden, dass es sich bei einem Teil der durchsuchten Wohnungen tatsächlich nur um Scheinadressen handelte. Durch Vernehmungen und Auswertung der sichergestellten Beweismittel sollen die Hintergründe der Einschleusung mit verfälschten Dokumenten ermittelt werden.

    Die Ermittlungen der GEG BOHEMIA in dem Verfahren dauern an. Die Einheit wird sich auch in den nächsten Jahren vergleichbaren Ermittlungsverfahren widmen. Hierbei stellt die Bekämpfung der irregulären Migration mittels ge- und verfälschter Dokumente einen absoluten Schwerpunkt dar.

    Rückfragen bitte an:

    Bundespolizeidirektion Pirna
    Pressestelle
    Telefon: 03501 795-7024
    E-Mail: presse.pirna@polizei.bund.de
    Twitter: @bpol_pir
    www.bundespolizei.de

    Staatsanwaltschaft Leipzig
    Pressesprecherin
    Jana Friedrich
    Telefon: 0341 2136 859
    E-Mail: Jana.Friedrich@stal.justiz.sachsen.de

     

    22.06.2018 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Ermittlungen im Fall Sophia Lösche werden wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes mit Hochdruck weitergeführt.

    Die Ermittlungen zur Aufklärung des Verbleibs von Sophia Lösche und einer mutmaßlich an ihr begangenen Straftat wurden in den vergangenen Tagen mit äußerstem Hochdruck unter Federführung der Polizeidirektion Leipzig, mit großer Unterstützung der bayrischen Polizei und des Bundeskriminalamts sowie der spanischen Polizei- und Justizbehörden weitergeführt.


    Soweit die Presse derzeit berichtet, dass in Spanien die Leiche einer unbekannten Frau gefunden wurde, können wir hierzu keine näheren Angaben machen. Seitens der spanischen Polizei- und Justizbehörden wurde, da die Frau bislang nicht identifiziert ist, ein eigenes Verfahren zur Untersuchung des Leichenfundes eröffnet, zu dem wir nicht befugt sind, Angaben zu machen. Alle Ermittlungshandlungen in Spanien erfolgen jedoch in enger Abstimmung mit den hiesigen Ermittlungsbehörden und ebenso werden umfangreiche Ermittlungshandlungen auch auf Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Leipzig von spanischen Beamten vorgenommen. Hierbei werden die deutschen Behörden von Eurojust unterstützt.

    Angaben zu den durch die spanischen Behörden bislang gewonnenen Erkenntnissen können erst dann gemacht werden, wenn diese auf offiziellem Weg hierher übermittelt worden sind und somit gerichtsfest hier vorliegen. Dies kann jedoch angesichts der im Rahmen internationaler Zusammenarbeit vorgeschriebenen Übermittlungswege mitunter einige Tage in Anspruch nehmen.

    Zu der in Spanien festgenommenen Person werden derzeit ebenfalls keine näheren Angaben gemacht. Die Staatsanwaltschaft Leipzig betreibt die Auslieferung des Verdächtigen. Ob diese bewilligt ist, wurde auf offiziellem Rechtshilfeweg bisher nicht mitgeteilt. Insoweit wird um Verständnis gebeten, dass bis zum Eingang einer Entscheidung darüber keine Einzelheiten angegeben werden können.

    Mit Rücksicht auf die Angehörigen von Sophia Lösche bitten wir darum, von weiteren Spekulationen zum Fund einer Leiche in Spanien sowie möglicher Verletzungen dieser Person abzusehen.

    19.06.2018 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Ermittlungen im Fall Sophia Lösche wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes

    Am heutigen Tag wurde auf Grund eines Haftbefehls eine männliche Person festgenommen, die dringend verdächtig ist, die seit dem 14.06.2018 vermisste Sophia Lösche (28) getötet zu haben. An der Führung der Ermittlungen sind derzeit Polizeibehörden aus mehreren Bundesländern sowie ausländische Polizeidienststellen beteiligt. Die Ermittlungen werden von allen beteiligten Behörden in enger Abstimmung und mit höchster Intensität geführt, um Sophia Lösche zu finden und die Straftat, derer der Beschuldigte dringend verdächtig ist, aufzuklären.


    Derzeit sind die Ermittlungen noch nicht so weit fortgeschritten, dass Einzelheiten mitgeteilt werden können, ohne den Fortgang der Untersuchungen zu gefährden. Die beteiligten Polizei- und Justizbehörden unternehmen alles in ihrer Macht stehende, um möglichst schnell eine Aufklärung des Falles zu erreichen und Sophia Lösche zu finden. Hierzu werden nach wie vor dringend Zeugen gesucht, die die 28-Jährige am Donnerstag nach dem Zustieg in den Lkw in Schkeuditz oder außerhalb des Lkw alleine oder in Begleitung gesehen haben. Ebenso werden Zeugen gesucht, die Feststellungen zu dem Lkw gemacht haben (Fahrtrouten, Standplätze auf Parkplätzen oder Raststätten usw.).

    Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Leipzig, Dimitroffstraße 1, 04107 Leipzig, Tel.: 0341/966 46666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

    Darüber hinaus bittet die Pressestelle der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Medien darum, von weiteren Anfragen in Bezug auf die laufenden Ermittlungen Abstand zu nehmen. Hierzu werden aktuell aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Fragen beantwortet. (Polizei: KG, Staatsanwaltschaft: Schulz)

    22.03.2018 - Haftbefehl gegen 28-jährige Tatverdächtige nach Fund eines toten Neugeborenen aufgehoben

    Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig hat anlässlich einer durch die Beschuldigte beantragten Haftprüfung am 20.03.2018 den Haftbefehl gegen diese aufgehoben.


    Nach Ansicht des Gerichts liege unter Berücksichtigung der bisherigen Ermittlungsergebnisse gegen die 28-jährige Tatverdächtige kein dringender Tatverdacht des Mordes mehr vor. Damit waren die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung des Haftbefehls vom 23.02.2018 (siehe dazu die Medieninformation vom 23.02.2018) nicht mehr gegeben und die Beschuldigte unverzüglich aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

    Die Ermittlungen gegen die Beschuldigte wegen des Tatvorwurfs des Mordes dauern weiter an.

    Angaben zu weiteren Einzelheiten werden derzeit nicht gemacht.

    02.03.2018 - Anklage nach Explosion in Leipzig-Meusdorf erhoben

    Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen einen 29-jährigen Mann aus Leipzig Anklage wegen der Tatvorwürfe des versuchten Mordes, der besonders schweren Brandstiftung, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchten Betruges zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Leipzig erhoben.


    Dem Angeschuldigten liegt zur Last, am 07.10.2017 die von ihm bewohnte Wohnung in dem Mehrfamilienhaus Barclayweg 16 in Leipzig unter Verwendung von Brandbeschleuniger in Brand gesetzt zu haben. Durch die damit einhergehende Flammen- und Rauchgaseinwirkung und die anschließende Raumexplosion im Inneren der Wohnung wurden vier Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Zudem entstand erheblicher Sachschaden an dem Gebäude und an vor dem Haus geparkten Kraftfahrzeugen.

    Die Anklage geht davon aus, dass der Angeschuldigte dabei zumindest billigend in Kauf nahm, dass die zu diesem Zeitpunkt im Haus befindlichen anderen Personen infolge des Brandes bzw. des Explosionsgeschehens tödliche Verletzungen erleiden können. Er agierte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft heimtückisch, mit gemeingefährlichen Mitteln und zur Ermöglichung einer anderen Straftat, weshalb er sich des versuchten Mordes schuldig gemacht hat.

    Im Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte den Brand legte, um in der Folge den entstandenen Schaden an den ihm gehörenden Einrichtungsgegenständen bei seiner Hausratversicherung geltend zu machen.

    Der Angeschuldigte befindet sich in dieser Sache seit dem 24.10.2017 ununterbrochen in Untersuchungshaft. Er hat sich bislang zu den Tatvorwürfen nicht geäußert.

    Weitere Angaben zum Inhalt der Anklageschrift und zu weiteren Einzelheiten des mutmaßlichen Tatgeschehens, sowie zu möglichen weiteren Hintergründen der Tat  werden nicht gemacht. Deren Erörterung bleibt der Hauptverhandlung vorbehalten, der nicht vorgegriffen werden darf.

    Anfragen hinsichtlich des weiteren Fortgangs des Strafverfahrens werden an die Pressestelle des Landgerichts Leipzig erbeten.

    23.02.2018 - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig

    Fund eines toten Kleinstkindes in Leipzig

    - Tatverdächtige in Untersuchungshaft -


    Nach dem Auffinden eines toten Kleinstkindes am 22.02.2018 im Leipziger Waldstraßenviertel hat die Staatsanwaltschaft Leipzig am heutigen Tag Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes gegen eine 28-jährige Frau gestellt.

    Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig hat den beantragten Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt. Die Tatverdächtige befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft.

    Im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei, insbesondere auf Grund des vorläufigen rechtsmedizinischen Gutachtens, gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass die 28-jährige Tatverdächtige das Kind in dieser Woche lebend zur Welt gebracht hat und es anschließend durch Fremdeinwirkung zu Tode kam.

    Die Ermittlungen zu den näheren Tatumständen sowie zu den möglichen Hintergründen der Tat dauern noch an.

    Angaben zu weiteren Einzelheiten werden mit Blick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht gemacht.

    Beachten Sie hierzu bitte auch die Pressemitteilung vom 22.03.2018 - Haftbefehl gegen 28-jährige Tatverdächtige nach Fund eines toten Neugeborenen aufgehoben.