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Zeugenrechte

Zeugenrechte

Ein Zeuge kann sich, wenn er dies für erforderlich erachtet, eines anwaltlichen Beistandes bedienen (68b StPO). Die hieraus entstehenden Kosten hat der Zeuge im Regelfall selbst zu tragen. Nur in bestimmten Ausnahmefällen, nämlich bei Vorliegen schutzwürdiger Interessen des Zeugen und wenn besondere Umstände vorliegen, aus denen sich ergibt, dass der Zeuge seine Befugnisse als Zeuge, zum Beispiel sein Zeugnisverweigerungsrecht, bei seiner Vernehmung nicht selbst wahrnehmen kann, kann dem Zeugen ein anwaltlicher Beistand beigeordnet werden.

Wenn ein Zeuge als Verletzter einer Straftat vernommen werden soll, so kann er beantragen, dass einer Person seines Vertrauens die Anwesenheit bei der Vernehmung gestattet wird (§ 406f StPO). Die Entscheidung hierüber trifft der vernehmende Beamte oder Richter.

Die Zeugenvernehmung beginnt stets damit, dass der Zeuge zu seinen Personalien, Beruf und Wohnort befragt wird. Besteht ein begründeter Anlass zur Besorgnis, dass durch die Offenbarung der Identität oder der Adresse, der Zeuge gefährdet werden könnte, so kann dem Zeugen gestattet werden, derartige Angaben nicht zu tätigen (§ 68 StPO). Der Zeuge muss vor Gericht aber auf Befragen angeben, in welcher Eigenschaft ihm die Tatsachen, die er bekundet, bekannt geworden sind.