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Laufbahngruppe 2, Einstiegsebene 2 (Richter auf Probe)

Zugangsvoraussetzungen

Das Sächsische Staatsministerium der Justiz ist für die Einstellungen in den höheren Justizdienst aller Gerichtsbarkeiten sowie der Staatsanwaltschaften des Freistaates Sachsen zuständig.

Die sächsische Justiz ist dabei nicht nur an Bewerbungen von Absolventen direkt nach dem Abschluss der Ausbildung interessiert, sondern zur Verbesserung der Altersstruktur in der sächsischen Justiz auch von Volljuristen, die bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung in anderen Bereichen erworben haben und mit dem Wechsel in die sächsische Justiz eine neue beruflichen Herausforderung suchen. Jedoch darf bei der erstmaligen Einstellung in das Richter- oder Beamtenverhältnis das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet sein (§ 3 SächsRiG i.V.m. § 7 SächsBG mit den dort geregelten Ausnahmen). Für Bewerber, die sich bereits in einem Richter- oder Beamtenverhältnis befinden, gilt diese Altersgrenze grundsätzlich nicht.

Die Bewerber müssen in beiden Examina mindestens ein gehobenes "befriedigend", in der Zweiten Juristischen (Staats-)Prüfung mindestens 8 Punkte und in der Summe beider Examina mindestens 16 Punkte erzielt haben. Daneben wird ein hohes Maß an Engagement, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Entschlussfreudigkeit erwartet.

    Zusatzqualifikationen

    Berücksichtigung können zudem sowohl die Beurteilungen in den Arbeitsgemeinschafts- und Stationszeugnissen als auch folgende Zusatzqualifikationen und Berufserfahrungen finden:

    1. Internationale Kompetenz, nachgewiesen vor allem durch einen ausländischen Studienabschluss oder einen mindestens neunmonatigen Studienaufenthalt im nicht deutschsprachigen Ausland,
    2. Bewährung in einem volljuristischen Beruf, insbesondere als Rechtsanwalt, Notar oder Notarassessor, in der Forschung und Lehre oder als Mitarbeiter eines Unternehmens oder in der öffentlichen Verwaltung,
    3. besondere wissenschaftliche Kompetenz, nachgewiesen vor allem durch eine juristische Promotion,
    4. besondere Fachkompetenz, die über die üblichen Ausbildungsinhalte des rechtswissenschaftlichen Studiums hinausgeht und für die Tätigkeit in der sächsischen Justiz von Vorteil sein kann, etwa auf kaufmännischem oder steuerrechtlichem Gebiet, nachgewiesen vor allem durch entsprechende Ausbildungsinhalte, Abschlüsse oder berufliche Erfahrungen.

    Allerdings können dadurch Defizite bei den Examensergebnissen im Hinblick auf die Mindestanforderungen nicht ausgeglichen werden.

      Bewerbungsunterlagen

      Folgende Bewerbungsunterlagen sind beim Sächsischen Staatsministerium der Justiz einzureichen:

      • ein maschinengeschriebener, tabellarischer Lebenslauf,
      • ein handschriftlicher, nicht tabellarischer Lebenslauf,
      • eine Ablichtung des Abiturzeugnisses,
      • Ablichtungen aller Stations- und Arbeitsgemeinschaftszeugnisse,
      • Ablichtungen der Zeugnisse der Ersten Juristischen (Staats-)Prüfung und der Zweiten Juristischen Staatsprüfung,
      • ein Einzelnotennachweis (schriftlicher und mündlicher Teil) für die Zweite Juristische Staatsprüfung,
      • eine Bescheinigung über die erreichte Platzziffer in der Zweiten Juristischen Staatsprüfung,
      • ein Lichtbild sowie
      • eine Erklärung über die Einwilligung zur Einsichtnahme in die Referendar-Personalakten.

      Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte Bewerber, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, werden daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

      Das Sächsische Staatsministerium der Justiz erhebt und verarbeitet personenbezogene Daten der Bewerber. Die datenschutzrechtlichen Informationen nach Artikel 13 und 14 der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) finden sich unter https://www.justiz.sachsen.de/smj/content/datenschutz.html.

        Hinweis

        Es wird darauf hingewiesen, dass die in Sachsen übliche Praxis einen Einsatz der Assessoren während der Probezeit sowohl bei den Gerichten als auch bei den Staatsanwaltschaften vorsieht. Die Ernennung auf Lebenszeit erfolgt bei einer Staatsanwaltschaft oder einem erstinstanzlichen Gericht. Ein späterer Laufbahnwechsel ist über eine erfolgreiche Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen in den Gerichtsbarkeiten bzw. in der Staatsanwaltschaft möglich. Auf eigenen Wunsch kann die Probezeit vollständig bei der Staatsanwaltschaft abgeleistet werden, bei der sich die Ernennung auf Lebenszeit mit einer Verweildauer von mindestens fünf Jahren anschließt.

        Nähere Auskünfte erhalten Sie jederzeit unter den unten aufgeführten Kontaktdaten von Frau Decker.

          Kontakt

          Sächsische Staatsministerium der Justiz

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            Hospitalstraße 7
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