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    Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen

    Aktuelles
    Eingangslogo © Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen

    Besuche in der JSA

    Alle Infos zur aktuellen Situation oder Besuchen in der Behörde finden Sie hier.

    Blick auf den Besucherbereich der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen © Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen

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    Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus auf den Betrieb der Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten sowie der Frauenhäuser und Hilfetelefone finden Sie unter:

    www.coronavirus.sachsen.de
    Corona Virus © Aldeca Productions I Adobe Stock

    JOB MIT J?

    In diesem spannenden und sozialen Beruf mit Zukunftsperspektive erwarten Sie abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten und vielfältige Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

    Ihre Laufbahn im Justizvollzug: Job mit J
    Auszubildenden auf dem Hof einer JVA in Sachsen © Sächsisches Staatsministerium der Justiz
    Hauptinhalt
    Luftaufnahme Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen © Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen

    Die südlich von Leipzig gelegene Kleinstadt an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Thüringen liegt an der Pleiße und war schon einmal Standort eines Gefängnisses. Der Vorgängerbau der jetzigen Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen lag auf demselben Areal und wurde 1957 auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohletagebaus errichtet. 1992 schloss das Sächsische Staatsministerium der Justiz die völlig veraltete Vollzugseinrichtung.

    In den Jahren nach 1990 stiegen die Gefangenenzahlen in Sachsen rasch an. Für Jugendstrafgefangene standen bisher etwa 460 Haftplätze zur Verfügung, teilweise in Abteilungen von Justizvollzugsanstalten für Erwachsene. Die meisten jugendlichen Straftäter waren in der JVA Zeithain untergebracht. Die baulichen und räumlichen Bedingungen dort erschwerten eine gute Erziehungsarbeit. Ein Neubau war notwendig.

    Bereits das »Konzept für den Jugendstrafvollzug in Sachsen« vom Mai 1993 sah vor, in Regis-Breitingen eine multifunktionale Jugendstrafvollzugsanstalt zu bauen.
    Hier sollte das Zentrum des sächsischen Jugendstrafvollzuges entstehen.

    Die Beräumung des 16 Hektar großen Geländes stand am Anfang der Arbeiten. Von Dezember 1996 bis April 1997 erfolgte der Rückbau der alten, stillgelegten Anstalt.
    Es waren vier Wachtürme, 21 Verwaltungsbaracken in Massivbauweise, 11 Gefangenenunterkünfte in Leichtbauweise, ein Werkstattgebäude und vier Kilometer Zaun zu beseitigen. Dabei wurden die teilweise schadstoffbelasteten Gebäude ordnungsgemäß zurückgebaut sowie kontaminierte Bausubstanz und kontaminierter Boden fachgerecht entsorgt.
    Im November 1998 lobte das damalige Staatshochbauamt Dresden (heute Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Dresden II)  im Auftrag des Freistaates Sachsen einen Realisierungswettbewerb aus. 143 Architekturbüros reichten in der ersten Phase einen Entwurf ein. Nach einer ersten Entscheidung des Preisgerichtes hatten 25 von ihnen anschließend im zweiten Schritt die Möglichkeit, ein detailliertes Raumprogramm zu erarbeiten.
    In den Jahren 1999/2000 erfolgte die Planung der neuen Jugendstrafvollzugsanstalt.
    Während im Jahr 2001 die erste Ausschreibung lief, begannen auf der beräumten Fläche vorgezogene Baumaßnahmen. Geländemodelierung und der Einbau von Rüttelstopfsäulen waren erforderlich, um spätere ungleichmäßige Setzungen der Gebäude auf dem inhomogenen Baugrund zu verhindern.
    Baubeginn für die neue Anstalt war Oktober 2004. Im März 2005 fand die Grundsteinlegung in Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers der Justiz, Geert Mackenroth, statt. Die kupferne Schatulle mit der Grundsteinlegungsurkunde fand ihren Platz im Mauerwerk des Gebäudes B.  Bereits im Oktober 2005 war die Rohbauphase abgeschlossen und die Beteiligten feierten das Richtfest. Die Sporthalle mit ihrer Holzbalkenkonstruktion bot hierfür den passenden Rahmen.
    Aus über 30.000 Kubikmetern Beton und 4.000 Tonnen Stahl entstanden die Rohbauten, die eine Fläche von fast drei Fußballfeldern umfassen. Außerdem wurden 400.000 Klinkersteine vermauert. Als letzte Bauphase schloss sich der Innenausbau an. Die Roh- und Feinmontage der Elektroinstallation und technischen Gebäudeausrüstung und der handwerkliche Ausbau endeten im Juni 2007.

    Im August 2006 begannen die Bauarbeiten zur Errichtung des gegenüber dem Eingangstor liegenden Gebäudes für den offenen Vollzug und den Jugendarrest (Gebäude A).
    Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 60,6 Millionen Euro. Sie werden gemeinsam vom Freistaat Sachsen und vom Bund getragen.

    Bereits im September 2007 nimmt eine der modernsten Anstalten in Deutschland ihre Arbeit auf.  Die feierliche Übergabe der neuen Jugendstrafvollzugsanstalt fand am 5. Oktober 2007 statt. Sachsens Justizminister Geert Mackenroth und der Abteilungsleiter für Landesvermögen und Staatshochbau im Finanzministerium, Wolf Karl Reidner, haben gemeinsam die neue Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen eingeweiht. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der neue Gebäudekomplex übergeben. Unter Leitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) wurde damit ein Projekt abgeschlossen, das drei Jahre Bauzeit in Anspruch genommen hat.

    Angebote zum Thema Familie

    Die Kinder und Angehörigen sind von der Trennung durch eine Inhaftierung emotional besonders betroffen. Dem Sächsischen Strafvollzuges ist es ein wichtiges Anliegen, den Folgen durch einen familienorientierten Vollzug entgegen zu wirken.

    In der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen gibt es deshalb mehrere Projekte, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

    In Anregung der Landesarbeitsgruppe "Familienorientierung" entstand im Rahmen der Ästhetischen Erziehung und Bildung ein Kinderbuch mit den Jugendstrafgefangenen und inhaftierten jungen Erwachsenen. Das Buchprojekt soll die Transparenz und das Verständnis für den Haftalltag der in der JSA Regis-Breitingen fördern.
    Familienangehörige – insbesondere die Kinder der Strafgefangenen - erfahren professionelle Unterstützung, indem eine (altersgerechte) Aufklärung ermöglicht wird. Während der Haftzeit bedarfsorientiert und reflexiv im Dialog zu bleiben, sowie den Betroffenen beratend zur Seite stehen zu können, wird damit gleichermaßen unterstützt.
    Das Buch "Tim besucht Papa, den timpapa" steht im Bereich der Torwache für Besucher und in der Besuchsabteilung zur Verfügung.
    Weiterhin sind verschiedene multimediale (Kunst-) Projekte in Arbeit. Jedes Projekt beinhaltet die Auseinandersetzung mit sozialen Erfahrungen, die künstlerisch- kreativ bearbeitet werden und im Ergebnis spielerischer Ausdruck von sich selbst, der Umwelt, von Positionen, Bedürfnissen und Ansichten sind.

    Zu Besuch im Gefängnis

    Wenn Kinder ihre Papas oder Mamas erstmals im Gefängnis besuchen, betreten sie einen Ort, der ihnen fremd ist, der bereits im Vorfeld viele Fragen aufwirft und sicher oftmals weitere nach sich zieht. Damit Kinder eine ungefähre Vorstellung bekommen, wie beispielsweise ein Besuch im Gefängnis abläuft und wie Papa oder Mama dort ihren Tag verbringen, hat der Deutsche Caritasverband e.V. im Internet Informationen bereitgestellt. Auch wenn einzelne Regelungen von Bundesland zu Bundesland verschieden sind und auch jede einzelne Justizvollzugsanstalt ihre Besonderheiten hat, findet man unter dem Link "Besuch im Gefängnis" aaviele gute Hinweise.
    Zudem gibt es ein Online - Informations- und Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche des TREFFPUNKT e.V. unter dem Link  "Juki-Online" zum Thema Haft. Falls Kinder Fragen haben, die das Gefängnis betreffen, oder Informationen und Bücher zu dem Thema suchen, finden sie auf dieser Internetseite viele Antworten. Über die Onlineberatung kann auch persönlich Kontakt aufgenommen werden.

    Ansprechpartner in der JSA Regis Breitingen sind die Angehörigenbeauftragten Frau Otte und Herr Ruppelt. Für Fragen und Sorgen besteht selbstverständlich die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer

    • Sprechzeiten:
      jeweils Donnerstags von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr und von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr
    • Telefon:
      (+49) (034343) 5 55 16 01

    bzw.

    • Telefon:
      (+49) (034343) 5 55 16 02

    oder per E-Mailkontakt an

    Sporthalle der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen © JSA Regis-Breitingen

    Die Freizeitaktivitäten werden im Wesentlichen durch drei Freizeitbedienstete vorbereitet und durchgeführt.
    Die Freizeitmaßnahmen für die Freizeitgestaltung sind aufgrund der Nachfrage der Gefangenen überwiegend im sportlichen Bereich, wie z. B. Fußball und Volleyball  angelegt, dazu gehört ebenfalls die Teilnahme an verschiedenen Laufprojekten.
    Zum Sportbereich gehören neben einer gut ausgestatteten Sporthalle eine entsprechende Außenanlage.
    Die Sporthalle bietet optimale Möglichkeiten für die Durchführung aller Ballsportarten, wie z. B. Fußball, Handball, Volleyball, Basketball oder auch Badminton. Unmittelbar neben der Sporthalle befindet sich ein großer Fußballplatz.
    Für Videovorführungen, Themenabende sowie Vorträge kann der große Mehrzwecksaal im Gebäude J/M genutzt werden.
    Neben weiteren Freizeiträumen auf den Stationen steht den Gefangenen eine Bibliothek mit rund 600 Büchern zur Verfügung.

    Freizeitmaßnahmen:

    • Tischtennis, Schach, Billard, Dart, Skat
    • Laufgruppe, Radgruppe, Basketball, Fußball
    • musische Gruppen 
    • Kunstprojekte
    • Theaterprojekt 
    • Nutzung der Gefangenenbücherei
    • TV- und Videoangebote
    • Kochen, Backen         
    • Konzerte
    • Lesungen
    • Meditations- und Entspannungsgruppe
    • Themenabende zum Kennenlernen anderer Kulturen
    • Vorträge

    Pädagogische Freizeitangebote:
    Entsprechend dem Bedarf bieten die Pädagoginnen und Pädagogen weitere Freizeitmaßnahmen an. Hierbei können in Form von Projekten Unterrichtsinhalte aufgegriffen, die sinnvolle Nutzung von freier Zeit erprobt oder besonders individuelle Problemlagen thematisiert werden. Dazu beteiligen sich die Pädagoginnen und Pädagogen in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Fachdienste und des allgemeinen Vollzugsdienstes an

    • der Gefangenenzeitung,
    • Verkehrsschulunterricht,
    • Literatur-, Gesprächs-, Theater-, Musik-, Sport- oder Kunsttherapiegruppen,
    • sowie weiteren Kursen entsprechend dem jeweiligen Angebot.

    Die Wiedereingliederung von Strafgefangenen ist nicht nur eine Aufgabe des Staates, sondern auch der Gesellschaft. Die Bereitschaft von Bürgern zum ehrenamtlichen Engagement ist dabei ein sichtbares Zeichen eines funktionierenden Gemeinwesens.

    Die Justizvollzugsanstalten haben sehr gute Erfahrungen mit ehrenamtlichen Gefangenenbetreuern gesammelt. In den verschiedenen sächsischen  Gefängnissen sind interessierte Mitbürger im Rahmen der Einzelfallhilfe oder Gruppenarbeit mit Gefangenen tätig.  Sie bringen dort ihre Lebenserfahrung, ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und menschliche Wärme ein. Die Ehrenamtlichen leisten einen wichtigen Beitrag für einen besseren Wiedereinstieg der Inhaftierten in die Gesellschaft. Häufig treffen Sie auf Menschen, die kein geregeltes soziales Umfeld haben. Diese benötigen Hilfe, Orientierung und Begleitung von Menschen von draußen.

    Derzeit sind 55 Personen ehrenamtlich in unserer Einrichtung tätig und damit der Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeitern noch sehr groß.
    Auch die JSA Regis-Breitingen möchte die ehrenamtliche Arbeit und damit gesellschaftliche Verantwortungsübernahme fördern.
    Wenn Sie sich für ein Ehrenamt interessieren, sollten Sie älter als 21 Jahre und nicht vorbestraft sein. Gern stehen wir Ihnen zu einem Informationsgespräch zur Verfügung.

    Unter dem nachfolgendem Link finden Sie eine Publikation des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz zu diesem Thema.

    Ansprechpartnerin

    Stephanie Funke

    • Postanschrift:
      Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen
      Deutzener Straße 80
      04565 Regis-Breitingen
    • Telefon:
      (+49) (034343) 5 55 12 24
    • Telefax:
      (+49) (034343) 5 55 11 02
    • Stephanie.Funke@jsarb.justiz.sachsen.de

    Sächsisches Staatsministerium der Justiz

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