Ab dem 27. November 2025 eröffnen wir das diesjährige weihnachtliche Treiben jeweils donnerstags von 14.00 – 18.00 Uhr vor unseren Toren (bis zum 11. Dezember 2025).
Sie sind herzlich willkommen zum Schauen, Staunen, Verweilen und Kaufen von:
- Torgauer Schwibbögen (aber auch andere)
- Weihnachtsstollen in den Geschmacksrichtungen Cranberry & Jamaica
- aus der Justizvollzugsanstalt Dresden
- diverse Dekorationsartikel rund um die Weihnachts- und Adventszeit
- Holzarbeiten aus unserer Tischlerei, Arbeitstherapie & Kunstbetrieb u.v.m.
Leckere Bratwürste und ein Heißgetränk runden Ihren Besuch bei uns ab!
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Torgau in Sachsen hat eine lange und wechselvolle Geschichte, die sowohl mit der politischen Entwicklung in Deutschland als auch mit der Geschichte des Strafvollzugs und der Gefängnissysteme allgemein eng verknüpft ist.
1. Gründung und frühe Jahre (19. Jahrhundert)
Die Geschichte der JVA Torgau reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Anstalt wurde 1851 als "Zentralstraflager" gegründet. Ursprünglich war sie ein Zuchthaus, das für die Unterbringung und Bestrafung von Straftätern gebaut wurde. Der Standort wurde gewählt, weil Torgau strategisch günstig in Sachsen lag und gut erreichbar war. In den ersten Jahrzehnten war das Zuchthaus vor allem für die Unterbringung von Schwerverbrechern und politischen Häftlingen zuständig.
2. Weimarer Republik und das Dritte Reich
Während der Weimarer Republik und insbesondere im Dritten Reich wurde die JVA Torgau mehr und mehr als ein Ort für politische Gefangene genutzt. Unter den Nationalsozialisten diente das Gefängnis nicht nur zur Inhaftierung von Kriminellen, sondern auch zur Verfolgung politischer Gegner, vor allem von Kommunisten, Sozialdemokraten und anderen Regimegegnern. Besonders in der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielte die JVA eine Rolle im Strafvollzug von Menschen, die sich gegen das Nazi-Regime aufgelehnt hatten.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich der Charakter der Haftanstalt erneut. Nach dem Ende des Krieges und der Errichtung der DDR wurde Torgau auch ein wichtiger Ort der politisch motivierten Verfolgung.
3. DDR-Zeit
Nach der Gründung der DDR 1949 wurde die JVA Torgau zu einem zentralen Haftort für politische Gefangene aus der DDR und auch für Menschen, die versuchten, in den Westen zu fliehen. Es war Teil eines größeren Netzwerks von Haftanstalten, die von der Staatssicherheit (Stasi) betrieben wurden. Diese Gefängnisse waren brutal und wurden in vielen Fällen für den physischen und psychischen Missbrauch von Insassen genutzt. Auch Personen, die im Verdacht standen, mit westlichen Geheimdiensten zu kooperieren, wurden dort interniert.
Die politische Verfolgung in der DDR ging oft Hand in Hand mit schweren Haftbedingungen. Viele Gefangene wurden in Zellen eingesperrt, die weder ausreichend Licht noch Luftzufuhr hatten. Das Ziel war es, die Gefangenen sowohl physisch als auch psychisch zu brechen.
4. Nach der Wende und Wiedervereinigung
Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde die JVA Torgau zunächst weiter als Strafvollzugsanstalt betrieben. Nach der Wiedervereinigung gab es Bestrebungen, das Gefängnis zu modernisieren und die Haftbedingungen zu verbessern. Viele der ehemaligen Haftanstalten in der ehemaligen DDR mussten modernisiert oder sogar geschlossen werden, um den westdeutschen Standards zu entsprechen.
5. Heute
Die Justizvollzugsanstalt Torgau ist heute eine moderne Strafvollzugsanstalt, die für männliche Gefangene zuständig ist. Sie ist eine der größeren Anstalten in Sachsen und bietet verschiedene Programme zur Resozialisierung von Straftätern an. Die Haftbedingungen haben sich seit der Wende erheblich verbessert, und es wird Wert auf eine humane Behandlung der Insassen gelegt, während gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet wird.
Die Geschichte der JVA Torgau ist somit eng mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der deutschen Geschichte verbunden. Sie spiegelt die tiefgreifenden Veränderungen wider, die Deutschland vom 19. Jahrhundert über die Zeit des Nationalsozialismus und der DDR bis zur Wiedervereinigung und darüber hinaus durchlaufen hat.
Stellenauschreibungen
Transparenzhinweis
Ab 1. Januar 2023 hat nach dem Sächsischen Transparenzgesetz jede Person auf Antrag Anspruch auf Zugang zu den bei einer transparenzpflichtigen Stelle verfügbaren Informationen, soweit keine Ausnahme gilt.
Sobald die Sächsische Transparenzplattform im Internet errichtet ist, spätestens ab 1. Januar 2028, werden transparenzpflichtige Stellen zusätzlich verpflichtet sein, die in § 8 des Sächsischen Transparenzgesetzes genannten Informationen auf dieser Plattform zu veröffentlichen. Die JVA Torgau ist eine transparenzpflichtige Stelle.
