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Justiz CZ-SN

Tschechisch lernen für künftiges Kontaktnetzwerk - Online-Sprachkurs kurz vor dem Start

Das grenzübergreifende Projekt "Justiz CZ-SN" hat das Ziel, die bilaterale Zusammenarbeit der Justizbehörden in den grenznahen Regionen der Tschechischen Republik und des Freistaates Sachsen in den Bereichen Strafverfolgung und Justizvollzug zu intensivieren. Dazu erfolgt im Bereich Strafverfolgung in insgesamt acht Hospitationen in verschiedenen Staatsanwaltschaften beider Länder ein praktischer Erfahrungsaustausch zu den Themenbereichen Internetkriminalität, Gemeinsame Ermittlungsteams, Hasskriminalität sowie Verhängung und Vollstreckung von Geldstrafen/Finanzermittlungen. Im Bereich Justizvollzug werden im Zuge von zwei Hospitationen und acht Workshops in den Justizvollzugsanstalten beider Länder Erfahrungen u.a. in den Themenbereichen Sicherheit, Bildung und Behandlung von Strafgefangenen ausgetauscht. Darüber hinaus dienen die zahlreichen Projektaktivitäten in beiden Bereichen dem Aufbau eines gemeinsamen Kontaktnetzwerks für die künftig noch engere Zusammenarbeit.

Um den Aufbau eines derartigen Kontaktnetzwerks zu fördern, finden auf beiden Seiten Sprachkurse statt. Während bei den tschechischen Projektpartnern ein sechsmonatiger Sprachkurs Deutsch für Bedienstete der Justizvollzugsanstalten durchgeführt wird, richtet sich ein zwölfmonatiger Sprachkurs Tschechisch auf sächsischer Seite an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger. Der Kurs beginnt Anfang Mai 2021 und gibt 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Staatsanwaltschaften Dresden, Görlitz und Chemnitz die Möglichkeit, die Nachbarsprache im praktischen beruflichen Kontext zu erlernen. Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie wird der Sprachkurs ausschließlich im Online-Format durchgeführt.

Das Projekt wird durch das »Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020« mit rund 336.000 Euro gefördert. Am Projekt nehmen teil: Das Justizministerium der Tschechischen Republik und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, die Bezirksstaatsanwaltschaft Ústí nad Labem, die Kreisstaatsanwaltschaften Liberec, Teplice, Litoměřice, die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die Staatsanwaltschaften Chemnitz, Dresden und Görlitz und die Justizvollzugsanstalten in Bělušice, Rýnovice, Nové Sedlo/Drahonice, Ostrov, Bautzen, Chemnitz, Dresden und Waldheim.

Europäische Flagge mit Hinweisen auf Deutsch und Tschechisch zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung © sn-cz2020.eu
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